Wutmensch? Was wollen die Wütenden uns sagen?

Nachgedachtes über ein Phänomen

Wut photo
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Die Medien sind voll davon: Kriminalität, Wut, Übergriffe, Anschläge – ob von rechts, von links oder von „irgendwas dazwischen“. Was ich in der öffentlichen Diskussion darüber vermisse, ist, dass anscheinend kaum jemand auf die Idee kommt, die Wütenden mal zu fragen, warum sie denn so wütend sind. Will man das vielleicht gar nicht so genau wissen? Wird uns der eigentlich ja natürliche Impuls des Rebellierens schon von kleinauf abtrainiert? Und wenn ja, warum könnte das so sein? Weil es so schwer erträglich ist, wütende Menschen zu sehen, die womöglich nur aus einer inneren Verzweiflung und Ohnmacht heraus so wütend sind, weil sie kein Gehör finden? Weil sie lernten, dass Wut ein „ganz böses Gefühl“ ist und die Gesellschaft nach wie vor Menschen, die ihre Wut artikulieren, nicht nach den Gründen dafür fragt?

Der Fall Uta Ogilvie

Neben der Hamburger Lehrerin Petra Paulsen, die mit ihrem Buch „Deutschland außer Rand und Band – Zwischen Werteverfall, Political (In)Correctness und illegaler Migration“ thematisiert, was schon viele denken dürften, setzte auch die Publizistin Uta Ogilvie aus Hamburg ein Signal. Mit einem Plakat, auf dem „Merkel muss weg!“ stand, ging die Frau über den Hamburger Jungfernstieg – schweigend. Schon wenig später gesellten sich andere dazu. Doch ihre Aktion, die ordnungsgemäß als Demo angemeldet war, sollte nicht ungestraft bleiben. Schwerster Vandalismus, der sich gegen ihr Haus richtete, gehörte zu den Folgen, für die so genannte Antifa verantwortlich gemacht wird. Begründeter Zorn auf der einen Seite also, unkontrollierte Aggression auf der anderen. So etwas passiert, wenn in einer Gesellschaft Meinungsfreiheit als politisch unkorrekt betrachtet wird und das, obwohl das Grundgesetz etwas anderes aussagt: Artikel 5 im GG: https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html

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Seltsam nur, dass Politiker, darunter Christian Lindner, FDP, sowie Sahra Wagenknecht, Die Linke, die sich ebenfalls ganz offen dazu äußern, Merkel müsse weg, von der Antifa verschont bleiben und sich die geballte Aggression der Antifa gegen friedliche Hamburger Bürgerinnen richtet. „Wo rohe Kräfte sinnlos walten“, fällt mir dazu nur ein. Justus Bender schrieb am 27.12.2012 in der FAZ in einem Beitrag mit dem Titel „Die immer recht haben“: „Der Schwarze Block ist kein Verein, keine Partei, kein Bündnis, nicht einmal eine Gruppe. Er ist der linksextremistische Schwarm, der mit Moral und Militanz auf Polizisten losgeht.“ Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/linksextremismus-die-immer-recht-haben-11940221.html

Wenn wir von Rechtsextremismus sprechen, müssen wir also im selben Atemzug auch von Linksextremismus sprechen und uns fragen, woher die Gelder stammen, mit denen die eine oder die andere Seite unterstützt wird, vor allem aber, welche Motive und Befindlichkeiten hinter diesem blinden Hass stecken – und auch die hinter dem angemessenen Zorn.

Wie schon in dem Beitrag „Rechte und linke Ideologien – Was haben sie mit missglückter Bindung zu tun?“ erwähnt, ist der Psychologe und Systemtheoretiker Norbert Bischof der Ansicht, zum Rechts- oder Linksextremismus neigende Menschen hätten im Grunde eine ähnliche Neurose. Rechtsextreme neigten zur Verklärung der Vergangenheit, Linksextreme zur Idealisierung der Zukunft. Und neurotische Menschen gesellen sich stets zu jenen, deren Antworten sie sowieso schon kennen. Insofern sehe ich einen großen Bedarf daran, Faktoren, die zur einen oder anderen Art von Extremismus, Radikalität und Gewalt führen könnten, sehr viel mehr in die öffentliche Diskussion einzubeziehen.

Dr. Viola Neu, Teamleiterin Empirische Sozialforschung, Hauptabteilung Politik und Beratung, Konrad Adenauer Stiftung, schreibt in der Studie „Rechts- und Linksextremismus in Deutschland“ (98/2009): „Während es im Bereich Rechtsextremismus zwar einige Studien gibt, liegt das Feld des Linksextremismus fast gänzlich brach. Andere Formen des Extremismus (z.B. glaubensorientierter Fundamentalismus) haben noch keinen Einzug in die empirische Forschung gefunden. Auch wenn es eine Vielzahl von Studien gibt, die sich mit rechtsextremen Einstellungen auseinandersetzen, so zeigt sich hier in der Messung eine gewisse Uneinheitlichkeit, die dazu führt, dass die Angaben über rechtsextreme Einstellungspotentiale stark schwanken. Auch gibt es keinen Konsens darüber, wie man inhaltlich/dimensional Extremismus messen kann.“

Dabei wäre ein solcher Konsens dringend nötig, wenn wir überhaupt den Anspruch haben, in einer freiheitlichen Gesellschaft leben zu wollen, und in einer solchen muss jede Frage und jede Meinung erlaubt sein dürfen – auch wenn sie der gerade als „wissenschaftlich“ geltenden Deutungshoheit oder der gerade angesagten „political correctness“ widerspricht. Negativbeispiele für Epochen, in denen Meinungsfreiheit eingeschränkt wurde, bietet uns die Geschichte en masse. Erst wenn es keinen Raum mehr dafür gibt, zu sagen, was gedacht und gefühlt wird, werden Türen für Extremismus geöffnet, die den Boden für jeglichen ideologisch oder religiös motivierten Fanatismus ebnen. Und Fanatismus ist immer auf die eine oder andere Weise ideologisch oder religiös motiviert; andernfalls wäre es kein Fanatismus.

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Die in der öffentlichen Diskussion, teils durch Medien geschürte, Unterscheidung zwischen Links- und Rechtsextremismus, (Links-Extremismus = „irgendwie akzeptabel“, Rechts-Extremismus = „völlig inakzeptabel“) kann womöglich dazu beitragen, eine angemessene öffentliche Debatte auf der Grundlage moderater Analysen in Bezug auf die generellen Ursachen von Extremismus und Gewalt zu vereiteln. Dass Konsens nicht einmal auf höchster politischer Ebene zu gelingen scheint, zeigt, dass die Volksvertretung auch in dieser Hinsicht nicht gerade mit einem guten Beispiel vorangeht.

Aggressive Gewalt und begründeter Zorn sind nicht dasselbe, was mich zu der Frage führt, wie wir generell mit Wut umgehen?

Häufig beobachtet: Alltägliche Situation, Kind trotzt, Mutter oder Vater reagiert sofort darauf mit Schnuller, Weißmehlbrötchen, Lutscher oder anderen Sedativa. Öko-Mamis und Papis neigen da eher zum Bioapfel oder Vollkornbutterkeks als Sofortmaßnahme, wenn Kinder quengeln oder schreien, zumal in der Öffentlichkeit, wenn man gleich – gefühlte – 1000 Augen auf sich gerichtet wahrnimmt. Ein lächelndes, gurgelndes Kind lockt bei der Omi auf dem Nachbarsitz in der Straßenbahn wohlgefälliges Nicken hervor, ein ungehaltenes Kind hingegen Kopfschütteln, seltener eine Art Mitgefühl von Frauen, deren Kinder die Trotzphase bestenfalls hinter sich haben. Oftmals ist diese Trotzphase nämlich nur abtrainiert worden und äußert sich später dann in handfestem Narzissmus…

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Es ist lästig, wenn das Kind in aller Öffentlichkeit so wenig smart ist. Könnte ja ein Indiz für die eigene Erziehungsinkompetenz sein. Man will schließlich pädagogisch korrekt sein, damit man später politisch korrekt sein kann. Machen wir uns nichts vor: Kinder zu erziehen, kann zur Schwerstarbeit ausarten, zumal dann, wenn man alleine erziehen muss. Mitunter ein Spagat zwischen Arbeit und dem Anspruch, sein Kind nicht nur zur Lebenstauglichkeit zu befähigen, sondern besonders auch zum Glücklichsein.

Letzteres ist aber anscheinend immer schwerer zu bewerkstelligen. Der Stress hat nicht nachgelassen. Die finanzielle Belastung, gerade für Alleinerziehende, erst recht nicht. Dann der Gruppenzwang, der meist schon im Kindergarten seinen Anfang nimmt – häufig durch die Eltern noch unterstützt. Ich spreche aus Erfahrung. In der Kindergartenzeit meines Sohnes musste ich mit diversen Trends umgehen lernen: Gameboys, Pokémon-Karten, Power-Ranger, Lego-Starwars – alles ziemlich teuer, ziemlich pädagogisch wertlos und ziemlich kurzlebig. Aber wenn von jetzt auf gleich alle anderen Igel-, Nilpferd- und Eichhörnchenkinder mit den Sachen ankommen und das eigene Kind nicht mit Wachsmalstiften, Knete und Büchern von Michael Ende zum Bohéme konditioniert werden soll, wird‘s anstrengend.

In ihrem Buch „Geld spielt keine Rolle – Erziehung im Konsumrausch“, das 1994 (!) in der Erstauflage erschien, möchte Astrid von Friesen dazu ermutigen, eine Haltung der „Neuen Bescheidenheit“ in die Erziehung einfließen zu lassen. Dabei gehe es ihr nicht um eine Antikonsum-Ideologie, sondern um partiellen Konsumverzicht, um Eigenschaften wie Kreativität, Phantasie, Freudefähigkeit und darum, so altmodische Gefühle wie Dankbarkeit und Zuwendung zu anderen Menschen verstärkt zu fördern. (Anm.: Leider gibt es das Buch anscheinend nur noch antiquarisch – derzeit bei einem bekannten Internetshop-Anbieter allerdings teilweise sogar für nur einen Cent….).

Wutbilder

Mir ist der Fall einer Mutter bekannt, die ihren kleinen Sohn immer dann, wenn er einen Wutanfall bekam, dazu aufforderte, doch einfach ein ganz schreckliches Wutbild zu malen. Dieser Aufforderung kam der damals Fünf- oder Sechsjährige immer sofort, fast erleichtert über dieses Angebot, nach. Später brauchte es die Aufforderung der Mutter gar nicht mehr; der Sohn spürte selbst, wann ihn das Gefühl der Wut zu überrollen schien und er malte von sich aus Wutbilder. Er setzte sich sogleich an seinen Maltisch und legte los. Gruselige Monster und erschreckende Gestalten kamen dann zum Vorschein. Manchmal ging das Papier sogar dabei kaputt. Wenn er fertig war, durfte er der Mutter das Wutbild bringen. Sie hängte es dann für ein paar Tage auf, neben die anderen Bilder mit den bunten Motiven. „Boah, auf dem Bild sieht man richtig, wie wütend du da warst!“, sagte die Mutter dann. Und wenn sie diese buchstäblich erlösenden Worte aussprach, füllten sich die Augen des Kindes manchmal schon mit Tränen und das war ein guter Moment, um sich einfach wieder zu umarmen. Diese Methode funktioniert selbstredend auch in der Erziehung von Mädchen. Hinter der Wut verbergen sich oft Gefühle wie Angst, Trauer oder Hilflosigkeit. Wut ist nicht das Primärgefühl, mit dem wir auf die Welt kommen. Das Primärgefühl ist die „Sorge, nicht versorgt“ zu sein, eine Emotion, die übrigens mit den Organen Magen und Milz korrespondiert. Nach der Sorge kommt die Angst, danach die Wut, dann die Trauer, danach die Bemühung (Anpassung) – laut dem Wissen aus dem so genannten Jin Shin Jyutsu (mehr dazu: Jin Shin Jyutsu – Physio-Philosophie)

Brauchen wir mehr Moral oder besser mehr Ethik? Buch direkt bestellen

Dazu wäre nun interessant zu analysieren, aus welchen Bevölkerungsschichten radikale Rechte und Linke stammen, wie ihr Bildungsniveau aussieht, ob sie aus dysfunktionalen Familien stammen und ob sie sich gesellschaftlich „gesehen“ fühlen. In ihrem legendären Buch „Am Anfang war Erziehung“ schreibt Alice Miller: „Für seine Entfaltung braucht ein Kind den Respekt seiner Bezugspersonen, Toleranz für seine Gefühle, Sensibilität für seine Bedürfnisse und Kränkungen, die Echtheit seiner Eltern, deren eigene Freiheit – und nicht deren erzieherische Überlegungen – dem Kind natürliche Grenzen zu setzen vermag.“

Kinder werden auch heute noch oft so erzogen, dass ihre Urreflexe der Selbsterhaltung wie ‚Flucht- und Kampf’ unterdrückt werden, was in der Konsequenz Anpassung zur Folge hat. Wer schreit, quengelt oder gar wütend um sich schlägt als Kind, polarisiert und wird von der Umgebung als störend empfunden, wohl auch, weil damit die eigenen emotionalen wunden Punkte der Erwachsenen berührt werden.

Unterwerfung, Resignation und unkontrollierte (Auto-) Aggression sind schließlich das Ergebnis des Blockierens vieler natürlicher Bewegungsimpulse und das nicht nur bei Kindern, sondern später auch als Grundhaltung im Erwachsenenleben vieler. Impulsunterdrückung heißt konkret im Schulalltag: stundenlanges Sitzen, Zuhören und Interessiertseinmüssen, Freispiel in der Pause auf wenig einladenden Pausenhöfen, reglementierter Sportunterricht, überforderte Pädagogen, die sich mit immer mehr Bürokratie befassen müssen, oft nur noch den Lernstoff durchziehen und dabei vergessen, dass sie nicht von den Kindern selbst beauftragt wurden, sie zu unterrichten. Auf der anderen Seite hilflose Eltern, die alles richtig machen wollen, oft aber nicht wissen, wie, und last but not least die Kinder mit allerlei Symptomen und Syndromen. Hirnforscher sind sich einig: Erziehung zu Hause und in der Schule kann nur im Wechselspiel zwischen Anforderung und Spaß gelingen.

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Der Trend in der Lobby-Politik geht derzeit in Richtung Frühsexualisierung/Transgenderisierung/Digitalisierung. Nun soll auch noch die Schreibschrift in der Grundschule abgeschafft werden, wovor der Psychiater und Hirnforscher Prof. Dr. Manfred Spitzer vehement warnt. Er ist der Ansicht, wie er die Journalistin Ulrike Reiß in einem Beitrag für den mdr wissen ließ, dass das Gehirn ohne Schreibschrift verkümmere. Zeitgleich ist die Presse seit Jahren voll von Meldungen über die „Fortschritte“ in der Reproduktionsmedizin, der Organtransplantation, der Stammzellenforschung, der „Cyberisierung des Menschen“ – allen Warnungen aus den Bereichen der Kognitionspsychologie, Neurobiologie, Hirnforschung, Toxikologie, Ökologie zum Trotz!

Politisch werden Themen wie diese kaum bis gar nicht auf‘s Tablett gebracht. Da präsentiert man dem Volk abwechselnd beliebig befüllbare Sprechblasen wie Jamaika, Groko etc., mit Figuren, die sich mittels peinlich hoher Bezahlung für‘s Debattieren und Polemisieren bezahlen lassen – ein Macht-Origami, das immer mehr die Bodenhaftung zu verlieren scheint und das Volk ist ratlos,  beschuldigend, aggressiv, hetzend, anklagend oder gleichgültig – Menschen eben, die „nicht wütend“ werden dürfen, weil in dieser Gesellschaft blinde aggressive Wut mit angebrachtem Zorn verwechselt wird, denn wir „lernen“ ja von kleinauf: „Du sollst nicht wütend sein!“ Dass sich all diese und andere nicht gelebten Gefühle dann „irgendwie schräg“ kanalisieren – wen wundert‘s?

Die Eskalationen in Hamburg und an vielen anderen Orten zeigen vor allem eines: Die Polizei, schwarz uniformiert und schwer bewaffnet, staatlicherseits dazu autorisiert, bei Bedarf zuzuschlagen auf der einen Seite, (vermeintlich…) „Autonome“, oft ebenfalls schwarz „uniformiert“, bereit, zuzuschlagen, auf der anderen. Wie soll so eine Situation zur Entwaffnung führen? Was wäre, wenn die Polizei ohne Uniform zu solchen Einsätzen ginge, nur mit Malstiften und Papier „bewaffnet“? Das zumindest würde sicherlich zu einer großen Irritation der Aggressoren führen. (Für unsere Politikelite habe ich ja schon in dem Beitrag „Jamaika und der Kammerton A“ eine Musik- und Körpertherapie angeregt…).

Die Antifa, die sich ja offiziell für Frauenrechte stark machen will, sich öffentlich gegen „christlich abendländische Werte“, allerdings für Salafistenprediger ausspricht (dazu empfehle ich einen Blick beispielsweise auf die Website der Antifa in Bremen, zu der ich hier bewusst nicht verlinken möchte – dort gibt es übrigens eine Kategorie „Enemy“…) merkt anscheinend ebensowenig wie die rechte Hooligan-Szene, dass sie beide nur jeweils eine Seite derselben Medaille bedienen und das System „Teile und Herrsche“ damit fixieren, weil sie nicht in der Lage sind, miteinander zu sprechen, sondern anscheinend nur, sich zu bekämpfen. Schade eigentlich, zumal die Exekutive unter anderem wegen solcher Einsätze wie in Hamburg dann kaum noch dazu kommt, ihrer eigentlichen Aufgabe der Verbrechensbekämpfung qualitativ und quantitativ entsprechend zu begegnen…

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Um in diesem Zusammenhang nochmals auf die Bindungspsychologie zurückzukommen. Wer keine stabile Bindung und verlässliche Bezugspersonen erlebte, neigt dazu, sein persönliches Drama zu reinszenieren und sich dann die jeweiligen Protagonisten in den entsprechenden Grüppchen zu suchen, dort, wo man vermeintlich „verstanden“ wird und in seiner neurotischen und einseitigen Betrachtung der Welt Bestätigung erfährt, die nach außen hin mit entsprechenden Requisiten und Ritualen die Gruppenzugehörigkeit signalisieren soll. Wer Uniformen und Knüppel braucht, um sich Gehör zu verschaffen, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus – ob staatlich legitimiert oder als gesellschaftliche Randgruppe.

Inwieweit unsere gegenwärtige und angestrebte Familien- , Wirtschafts-, Einwanderungs-, Medien- und Bildungspolitik Extremismus eher fördert als reduziert, kann sich sicherlich jeder Mensch selbst beantworten. Eine Gesellschaft, in der eine protestiertende Frau wie Uta Ogilvie die Courage hat, das auszusprechen, was ein Großteil der Bevölkerung schon längst denken und wünschen dürfte, um Leib und Heim fürchten muss, ohne angemessen geschützt zu werden, betrachte ich als fetten Eiterpickel, der entweder irgendwann platzt oder im besten Falle rechtzeitig entzündungshemmend zu behandeln ist…vielleicht auch dadurch, dass eine radikale „Entschlackung“ der Berufspolitik erfolgt, die mit „Merkel muss weg“ beginnen könnte…

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 Und, weil der Vortrag von Dr. Hans-Joachim Maaz mit dem Titel „Selbstentfremdung: Wie der Mensch zum Mitläufer wird“, auch zu diesem Beitrag so gut passt, ist er hier nochmal – mit Gruß und Dank an die Wissensmanufaktur:

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