„Vom wirklichen Leben“

Innere Sicherheit in Zeiten globaler Unsicherheit

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Für viele Menschen ist es schon seit Jahren „5 vor 12“. Sie rechnen mit einem Polsprung oder favorisieren ein „Globales Event“, das aber dann eigentlich auch nur wieder ein „Fake im großen Stil“ sein soll. Es scheint so zu sein, als sei der Wunsch nach irgendeinem Ereignis, das eine Initialzündung für irgendetwas Neues sein könnte, sehr groß, etwas Neues, das „von außen“ kommt, das „spontan“ Lösungen oder doch wenigstens Katastrophen präsentiert, mit selbsternannten Anführern, „Rettern“ oder Aliens, denen dann womöglich wieder viele hinterherlaufen oder vor ihnen flüchten – je nach Ideologie…

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In Zeiten all der Schreckensmeldungen aus aller Welt, die meist mit grausigen Bildern unterlegt sind, ist es zuweilen gar nicht so einfach, emotional in seiner Mitte zu bleiben. Egal, was „in der äußeren Welt“ geschieht und welche Wesen sich im Spielsalon der Weltbühne am Roulettetisch versammeln wie beim „Tanz der Vampire“ – was sie dem Menschen ohne dessen Einwilligung nicht nehmen können, ist die Macht über die eigene Aufmerksamkeit. Über unsere Aufmerksamkeit die „Kontrolle“ zu behalten, ist oft schwer. Das weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut! Vertraut man den falschen Leuten, fällt man auf Blendwerk und Geschwätz herein statt auf die innere Stimme zu hören, kann das ziemlich nach hinten losgehen…

Darum möchte ich heute ein Buch empfehlen, das den Titel „Vom wirklichen Leben“ trägt. Es stammt aus der Feder von Johannes Anker Larsen. Der 1874 in Dänemark geborene Schriftsteller hatte ein facettenreiches Leben. Unter Bauern aufgewachsen, studierte er zunächst Theologie, Rechtswissenschaften und Religionsphilosophie. Desillusioniert vom Christentum distanzierte er sich formal von der Theologie. Auch eine Karriere als Jurist strebte er nicht an. Heute würde man Johannes Ankar Larsen als Aussteiger bezeichnen. Er zog es vor, Schauspieler und Schriftsteller zu werden, später sogar Regisseur. Doch er blieb ein Suchenender und nachdem er Dogmen und „Ismusse“ losgelassen hatte, öffnete er sich dem Leben mit kindlicher Offenheit und Neugier. Ab dann offenbarten sich ihm tiefe spirituelle Erfahrungen. Dies geschah, wie er selbst sinngemäß schreibt, nicht durch den Prozess des Denkens oder den analysierenden Intellekt, sondern durch die vorbehaltlose Hinwendung zum Leben.

Das heute empfohlene Werk mag vielleicht die eine oder den anderen daran erinnern, dass wir weder die Politiker noch irgendwen sonst ändern können. Allerdings können wir im näheren Umfeld auf vielfältige Weise dazu beitragen, dass das uns umgebende morphogenetische Feld mit allen durchaus auch erfreulichen Entwicklungen die Aufmerksamkeit bekommt, die es braucht, um einen Wandel zum friedlichen Miteinander zu erreichen und der fängt vermutlich mit dem Frieden in sich selbst an. Auf der Grundlage einer solchen inneren Souveränität fällt gemeinsames Handeln für neue Strukturen, für kreative Ideen, für konkretes Umsetzen dann womöglich auch leichter als aus einer inneren Ohnmacht heraus.

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