Tatort Klimaschutz

Das Geschäft mit "grünen" Energien

Staudamm photo

„Climate Crimes“ lautet der Titel eines Dokumentarfilms von Ulrich Eichelmann. Mehr als zwei Jahre war der Biologe, Naturschützer, Filmemacher und Umweltaktivist mit seinem Team unterwegs und begab sich auf eine Spurensuche. Sein Ziel waren so genannte Klimaschutzprojekte und „grüne Energien“. Die Sümpfe Mesopotamiens im Irak, die Urwälder Amazoniens und Indonesiens, der Südosten der Türkei und einige Schutzgebiete in Deutschland gehörten zu den Stationen, die das Filmteam dabei untersuchte. Das Fazit dieser Ermittlungen ist erschreckend: Aufgrund von Wasserkraftwerken, Biodiesel- und Biogasproduktion sind viele der Kostbarkeiten dieses Planeten in Gefahr – gerechtfertigt mit dem grünen Zertifikat „Klimaschutz“ (…), ein fataler Etikettenschwindel. Der Film wurde 2013 in einigen Programmkinos gezeigt, schaffte es aber nicht, wie so manche andere wichtige Produktion aus diesem Bereich, auf die Leinwände großer Kinos, geschweige denn ins Programm der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten…

Ulrich Eichelmann war bereits an der Produktion des Dokumentarfilms „Und macht euch die Erde untertan“ maßgeblich beteiligt. Dabei ging es um den Ilisu-Staudamm. Der Film entstand im Rahmen der Kampagne „Rettet Hasankeyf – Stop Ilisu“ und wurde von der Bremer Manfred-Hermsen-Stiftung unterstützt. Bei dem Film ging es um eines der umstrittensten Bauvorhaben der Welt, den Ilisu-Staudamm am Tigris. Der Film zeigt die wertvolle ökologische und kulturelle Landschaft in Mesopotamien. Trotz weltweiter Proteste und vorübergehenden Baustopps wurden die Arbeiten am Ilisu-Staudamm 2014 wieder aufgenommen.

Der 54 Minuten lange Film „Climate Crimes“ sowie der knapp 60 Minuten lange Film „Und macht euch die Erde untertan“ sind inzwischen beide auf youtube in voller Länge zu sehen.

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