Symptomcocktail oder vielleicht KPU?

Verborgener Stoffwechseldefekt

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Die Symptompalette, die ursächlich mit der Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie zu tun haben kann, ist nicht ohne: Schlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsschwäche, AD(H)S, Erkrankungen aus dem autistischen Formenkreis, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Infektanfälligkeit, chronische Erschöpfung/Müdigkeit, Migräne oder andere Arten von Kopfschmerzen.

Ein Anstieg von Kryptopyrrol im Urin (Pyrrole sind organische Verbindungen) kann ein Indiz dafür sein, dass dem Organismus bestimmte Vitamine und Mineralien fehlen, denn Kryptopryrrol reagiert beispielsweise mit Pyridoxal-5-Phosphat, der aktiven Form von Vitamin B6. Wenn das geschieht, kommt es zu einem Zwischenprodukt, das wiederum mit Zink eine Komplexbindung eingeht. B6 und Zink, als Komplex nun gebunden, stehen dem Körper somit nicht mehr zur Verfügung. Diese landen dann „unverrichteter Dinge“ mit dem Urin im WC.

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Ein dauerhafter Mangel an Vitamin B6, Zink (auch Mangan) kann unterschiedliche Symptome hervorrufen. Die eingangs genannten gehören dazu. Vitamin B6 und Zink spielen eine entscheidende Rolle für das Hormon- und Immunsystem sowie für die seelische Befindlichkeit. Mangan ist wichtig für die körpereigene Synthese von Schilddrüsenhormonen und den Stoffwechsel von Knorpel- und Knochensubstanz.

Aber auch das Entgiftungspotenzial des Körpers kann durch das Fehlen dieser Mikronährstoffe beeinträchtigt werden. Bei herkömmlichen von den Krankenversicherungen bezahlten Blutuntersuchungen wird dieser Defekt nicht erkannt, weil andere Parameter untersucht werden. Die Folge ist, dass Symptome nicht ursächlich behandelt werden können, da die eigentliche Ursache ja nicht bekannt ist.

Mitochondrien out of order?

Dass es die Stoffwechselstörung Kryptopyrrolurie (KPU) gibt und viele Symptome dadurch verursacht werden können, erfährt man normalerweise somit auch nicht beim Standardarztbesuch. Es handelt sich buchstäblich um eine verborgene Erkrankung. Daher stammt auch der Name „Krypto“, der vom griechischen Wort „Krypta“ abgeleitet wurde. Inzwischen spricht man auch von Hämopyrrollaktamurie (HPU), denn „Häm“ ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und dessen Synthese wird bei einer KPU ebenfalls beeinträchtigt. Das wiederum führt zu einer Störung der mitochondrialen ATP-Synthese – ein Teufelskreis beginnt, denn funktioniert die ATP-Synthese in den Mitochondrien, die auch als Energiefabriken der Zelle bezeichnet werden, nicht mehr, führt das zur allgemeinen Schwäche – und schlimmstenfalls zu diversen Sekundärsymptomen. Ist die Häm-Synthese nicht mehr intakt, kommt es auch zu vermehrten neurotoxischen Zwischenprodukten, die wiederum Gehirn und Nerven belasten können. Dass das in biochemischer Konsequenz zu psychischen, physischen und neurologischen Symptomen führen kann, überrascht da nicht mehr wirklich…

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Bekannt ist, dass Frauen deutlich häufiger von der KPU/HPU betroffen sind als Männer. Aber gerade auch bei Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsproblemen sollte man einen möglichen Zusammenhang mit KPU/HPU in Betracht ziehen. Was die möglichen Ursachen dieser Stoffwechselstörung angeht, wird auf genetische Faktoren getippt sowie auf Schwermetall- und andere Umweltbelastungen (Quecksilber, Blei, Aluminium, Cadmium, Holzschutzmittel, Pestizide, Insektizide, Fungizide, Alkohol, Kunststoffe, Lacke, Klebstoffe, Medikamente etc.) sowie chronischen Stress, und, was oft übersehen wird, HWS-Traumata können eine KPU/HPU ebenfalls verursachen – und das alles geschieht oft schleichend. 🙁

Auf die KPU/HPU-Diagnostik spezialisierte Heilpraktiker und Ärzte, können weiterhelfen, wenn der Verdacht auf KPU/HPU besteht. Mittels Untersuchungen von Blut, Urin und Haaren lässt sich überprüfen, ob diese Stoffwechselstörung tatsächlich vorliegt. Entsprechende Therapeuten arbeiten oft mit Laboren zusammen, die derartige Tests anbieten. Die Therapie ist – und das ist jetzt die gute Nachricht – vergleichsweise einfach, wenngleich sie eine Korrektur des Lebensstils erfordert: Entgiften, vitalstoffreiche Ernährung, selektive Substitution von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen sowie Stressreduktion u.a..

Die Behandlung eines HWS-Traumas kann allerdings komplizierter sein, weil eine verlässliche Diagnostik oft schon die erste Hürde darstellt. Da ein HWS-Trauma allerdings zu einer Mitochondriopathie führen kann, lohnt es sich auch hier, nach geeigneten Therapeuten Ausschau zu halten.

Gegebenenfalls zum Weiterlesen: „Mitochondrien – Nicht die Größe ist entscheidend„, „Krebs betrifft immer den ganzen Menschen„, „Fehlbildungen durch Valproinsäure„, „Kundenbindung durch die Hormonspirale„, „Krank durch Strahlen und Plastik„, „Krank durch Nanopartikel„, „Zeitbombe Aluminium„, „Titandioxid – Nanopartikel erneut im Visier„, „6-fach-Impfung – Schütteltrauma – Kindesentzug I„, „6-fach-Impfung – Schütteltrauma – Kindesentzug II“ „Wissenschaftselite oder Markt der Eitelkeiten?„, „Ansteckende Krankheiten – Nur ein Mythos?“ – und, nicht zu vergessen: FRIEDAs „Parteienumfrage zur Gesundheitspolitik“ 😉

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