Spinnenbisse – Die unterschätzte Gefahr

Und ihre naturheilkundliche Therapie

„Spinnenbisserkrankungen und ihre naturheilkundliche Therapie“ lautet der Titel eines Buches von Elfie Fust. Die Heilpraktikerin und Autorin betreibt seit vielen Jahren eine naturheilkundliche Praxis in Weener, Ostfriesland, sowie das „Institut für natürliche Heilweisen“: http://www.i-f-n-h.de/

Das Gift kleiner Spinnen sei gefährlicher als das der größeren, so Elfie Fust. Darum würden die meist schmerzfreien Bisse der winzigen Tierchen oft nicht erkannt und die Folgen fehldiagnostiziert. Das Spinnengift wirke direkt auf das Zentralnervensystem und störe die Nerven somit in ihrer Funktion. Bisse dieser Art ähnelten häufig Mückenstichen, wenngleich Spinnenbisse meist vorerst zu einer starken Rötung und brennendem Schmerz führten. FRIEDA sprach mit der Heilpraktikerin über das Thema Spinnenbisse und deren naturheilkundliche Therapie.

Im Gespräch mit Elfie Fust

FRIEDA: Sie haben mehrere Bücher geschrieben, darunter auch eines über Zeckenbisserkrankungen, eines über Pilze und Mykosen, eines mit dem Titel „Gesunde Kinder – Glückliche Kinder“ und das aktuellste Werk aus Ihrer Feder handelt von Spinnenbisserkrankungen. Welche Erfahrungen aus Ihrer Praxis haben Sie dazu veranlasst, diesem Thema ein Buch zu widmen?

(c) Heilpraktikerin Elfie Fust

Elfie Fust: Den ersten außergewöhnlichen Heilerfolg dieser Erkrankung erfuhr ich bei einer Abiturientin, die offene Fingerkuppen (Nekrosen) hatte und nicht mehr in der Lage war, zu schreiben. Sie war unzufrieden, rebellisch, reagierte immerfort aggressiv der Mutter gegenüber. Die extrem trockenen Lippen und die rote Nasenspitze fielen mir zwar auf, doch hatte ich zu der Zeit noch keine Zuordnung. Ich testete Aranea ixobola, die deutsche Kreuzspinne. Das Ausmaß einer solchen Spinnengiftbelastung war mir zu der Zeit nicht bewusst.

Dann wurde ich von einer Spinne an der Schläfe gebissen als ich diese wegschlug. Ich hatte sie tot auf meinem Handrücken. Ich nahm sofort Globuli und reagierte stark darauf. Alte Symptome flammten wieder auf, ein vermeintlich starker Mitesser im Nacken juckte entsetzlich und entleerte eine kaugummiartige Masse. Mir wurde klar: Das ist ein alter Spinnenbiss! Ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrungen, denn jetzt beobachtete ich Patienten intensiver und erfuhr mehrfach regelrechte Wunder in der Heilung.

Es war mir sehr wichtig, diese Erfahrungen aufzuschreiben und darüber aufzuklären. Nicht nur in Deutschland, auch in den deutschsprachigen Ländern wie Österreich und der Schweiz, wird das Buch gelesen. Ich erfahre täglich über Anfragen, wie viele Menschen ihre Symptomatik in diesem Buch wiederfinden und somit endlich auf Heilung hoffen können.

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FRIEDA: Richtet sich Ihr Buch eher an Betroffene oder auch an Fachleute?

Elfie Fust: Ich habe das Buch vorrangig für Patienten und Betroffene geschrieben, mit wenigen medizinischen Fachausdrücken; somit ist es verständlich und nachvollziehbar. Für Fachleute gibt es in meinem Seminar ein entsprechendes Skript. So bietet das Buch unter anderem viele Fallbeispiele. Diese sind von meinen Patienten aufklärend und spannend zugleich geschrieben.

FRIEDA: Welche Symptome sprechen eindeutig für einen Spinnenbiss als Ursache?

Elfie Fust: Zunächst einmal die äußeren Kennzeichen wie rotblaue Nasenspitze, kalte Hände, blaumarmorierte Haut, trockene Lippen, spröde Haare, Veränderung der Nägel und besonders die Hornhaut an den Füßen. Dann habe ich mittlerweile auch einen Blick für akute und alte Spinnenbisse. Alte Bissstellen zeigen sich mit verhornten Pickeln, die von Zeit zu Zeit, besonders in Stresssituationen, immer wieder jucken, dann nach dem Kratzen eine Flüssigkeit entleeren, dann zuheilen und neu verhornen. Aktuelle Bisse ähneln einem Mückenstich, die Bissstellen der Einsiedlerspinne oder der Tarantel einem Wespenstich.

FRIEDA: Führen Spinnenbisse zwangsläufig zu Erkrankungen oder hängt es vom Einzelfall ab, ob jemand Symptome entwickelt und wenn ja, wer ist besonders anfällig und wie kann man sich schützen?

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Elfie Fust: Die Reaktionen auf Spinnenbisse sind sehr unterschiedlich. Zum einen sind die Art der Spinnen mit ihrem Gift und der gesundheitliche Zustand des Betroffenen ausschlaggebend. Das Spinnengift der Atrax robustus lässt Menschen innerhalb weniger Stunden sterben, wenn sie kein Antiserum erhalten. In Australien sind Kliniken und Arztpraxen entsprechend ausgerichtet. Diese Bevölkerung ist aufgeklärt und erkennt einen solchen Biss. Diese Spinne ist in Deutschland nicht beheimatet.

In unseren Breitengraden herrscht noch viel Unkenntnis in diesem Bereich. Daher gibt es unendlich viele Fehldiagnosen und Therapien. Spinnen beißen nur bei Gefahr. Die meisten Bissstellen erlebe ich im Nacken und Halsbereich, an den Unterschenkeln, wenn sich die Spinne an den Hosenbeinen aufhält. Einen direkten Schutz gibt es nicht. Man sollte sich nur vorsehen und zum Beispiel die Schuhe und Stiefel ausschütteln, denn nachtaktive Spinnen suchen dunklen Unterschlupf.

FRIEDA: Wie lässt sich überprüfen, ob Symptome tatsächlich von einem Spinnenbiss stammen?

Elfie Fust: In meiner Praxis mittels kinesiologischer Testung. Laboruntersuchungen sind in Deutschland leider immer noch nicht möglich.

FRIEDA: Und wie lassen sich die auf Spinnenbissen beruhenden Erkrankungen naturheilkundlich behandeln?

Elfie Fust: Grundsätzlich nur mit entsprechenden Nosoden. Diese werden kinesiologisch ermittelt und eingesetzt. Je nach Ausmaß der Symptomatik habe ich wundervolle Heilerfolge zusätzlich mit der von mir entwickelten Therapie nach dem Energie-Punkte-System erzielt. Es haben schon viele Patienten den Rollstuhl verlassen können.

FRIEDA: Vielen Dank für die Informationen und das Gespräch!

Siehe ggf. auch: „Im Zeitgeist der Spinnenepoche“ – Ein Interview mit dem Arzt und Homöopathen Dr. Norbert Enders

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