Souveränität „in progress“

Im Gespräch mit Ronald Hoth alias El Mogar Ba

Mitte Mai 1955, also zehn Jahre nach offiziellem Ende des II. Weltkrieges, unterzeichneten die vier Siegermächte (zur Erinnerung: USA, Großbritannien, Frankreich, Sowjetunion) nach einem außergewöhnlich kalten Winter, der selbst Mittel- und Südeuropa nicht verschont hatte, in Österreich einen Staatsvertrag. Ziel dieses Staatsvertrages war, Österreich die volle Souveränität zurückzugeben. Was geschah 1955 noch? In Deutschland wurde die Quizsendung „Was bin ich?“ auf Sendung geschickt. Die Spaltung Deutschlands in Ost und West schritt unaufhörlich voran. Viele Menschen versuchten damals noch, aus dem Osten rechtzeitig in den Westen zu fliehen.

In der Metropolitan Opera in New York trat 1955 Marian Anderson als erste schwarze Opernsängerin auf und im selben Jahr weigerte sich Rosa Park, eine couragierte schwarze Frau aus Alabama, in einem Bus für einen Weißen aufzustehen. Damit setzte sie als einzelner Mensch den Impuls für einen gravierenden Wandlungspunkt, der die Geschichte der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung entscheidend vorantrieb.

1955 war auch das Jahr, in dem ein kleiner Junge in Hamburg geboren wurde. Als Sohn einer Buchhalterin und eines Finanzbuchhalters erblickte er im September das Zwielicht der Welt: Ronald Hoth. Er hätte eine Karriere im öffentlichen Dienst machen und sich inzwischen schon auf eine Rente als Beamter freuen können (siehe ggf. dazu ein Artikel aus dem Focus, datiert vom 09.08.2016, betitelt mit So viel Rente bekommen Postbeamte, Polizisten, Richter.)

Doch Ronald Hoth alias El Mogar Ba merkte schon recht früh, dass Beruf und Berufung nicht unbedingt auf einen Nenner zu bringen sind. Nachdem er neun Jahre als Polizist im Raum Buchholz i.d. Nordheide im SOV Dienst Streife fuhr, hängte er den sicheren Job an den Nagel und widmete sich fortan nicht nur intensiver seiner Leidenschaft, der Musik, sondern auch seiner gefühlten Lebensaufgabe.

Ronald Hoth virtuell on stage at FRIEDA-online

FRIEDA: Deine Entscheidung, den sicheren Job bei „Vater Staat“ hinter dir zu lassen und deinem inneren Ruf zu folgen, war ja eher ungewöhnlich, besonders für damalige Zeiten. Gab es für diesen Entschluss damals einen konkreten Auslöser oder war es eher ein längerer Erkenntnisprozess, der dich diesen Schritt gehen ließ?

(c) Ronald Hoth

Ronald Hoth: Für den Entschluss, den sicheren Job bei Vater Staat aufzugeben, ist eigentlich beides verantwortlich, also konkrete Auslöser und auch Erkenntnisprozesse. Es gab bestimmte Ereignisse, die sich aufeinander aufbauten, und die mir zeigten, dass ich dort absolut fehl am Platz war und auch noch wäre. Korruption, Intrigen, Verrat gehörten dazu – auch innerhalb des Kollegenkreises. So wurde es für mich als ein Mensch, der die Dinge etwas anders sah als die anderen, auch zunehmend riskanter. Oft bemühte ich mich darum, Situationen zu glätten und Gefahren zu entschärfen. Das brachte mir zuweilen Spott und den Spitznamen „Friedensengel der Schicht“ ein.

Es gab auch Fälle von unangemessenem Schusswaffengebrauch, wo vermutlich das Testosteron mit einigen Kollegen durchgegangen ist. In anderen Situationen, wo eine klare Haltung in akuten Bedrohungssituationen erforderlich gewesen wäre, wenn es also wirklich gefährlich wurde, verschwanden einige Kollegen dann aber mal eben von der Bildfläche. Dazu könnte ich Beispiele nennen, die unglaublich erscheinen, aber tatsächlich so geschahen.

In der Zeit als Polizist habe ich damals schon Geschehnisse wahrgenommen und Erlebnisse gehabt, die einfach zeigten, dass ich anders wahrnehme, die aus Sicht des gewohnten menschlichen Verständnisses nicht möglich sind. So konnte ich mehreren Menschen das Leben retten, weil ich einfach nur fühlte, dass sie in bedrohlichen Situationen waren. Dazu kamen noch andere Erfahrungen, die physikalisch für unser menschliches normales Verständnis nicht möglich sind. Ein Erlebnis, das veranschaulicht was ich meine, ereignete sich folgendermaßen: Bei einer nächtlichen Streife fuhren wir bei Glatteis eine einsame Straße entlang. Der Mond schien hell über ein Feld, und ich bat meine Kollegen anzuhalten, weil ich spürte, dass irgendetwas nicht stimmte. Ich stieg aus und sah ungefähr 50 m weiter auf dem Feld eine nackte Frau liegen, die am Erfrieren war.

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Mein Kollege wollte den Krankenwagen rufen. Ich sagte, das würde die Frau nicht überleben. Also hoben wir sie auf, setzten sie auf die Rückbank und ich wärmte sie mit meinem Körper. So fuhren wir ins Krankenhaus. Eine andere Situation war ebenfalls in einer einsamen Straße, an der entlang ein tiefer Graben verlief. Wie hielten an und ich schaute in den Graben. Dort war ein betrunkener Mann mit seinem Fahrrad in den Bach gefallen und drohte zu ertrinken. Ich zog ihn heraus und so blieb er am Leben. Situationen wie diese gab es mehrere. Bei einem Unfall war ein PKW in einer Linkskurve ins Schleudern geraten, landete jedoch rechts innerhalb der Kurve in sieben Metern Höhe waagerecht zwischen zwei Baumstämmen und war dort eingeklemmt. Wir mussten einen Kran besorgen, um den Wagen herunterzuholen. Die Insassen waren unverletzt und der PKW nicht beschädigt.

Nun das Bemerkenswerteste: Wir fuhren direkt um 22h, zu Beginn der Schicht, mit dem Streifenwagen los in die Nacht. An der großen Kreuzung der B75 in Dibbersen geradeaus, um dann links abzubiegen und die Strecke durch den Rosengarten zu fahren. Beim Abbiegen wurde es schlagartig nebelig und ich musste eine Vollbremsung machen, weil ich mich im selben Moment am Kiekeberg befand. Das sind 20 Kilometer Unterschied, aber die Zeit verging nicht. Merkwürdig war, dass mein Kollege davon nichts mitbekam und ich danach eine Narbe am Bein hatte, welche erst nach vielen Jahren verheilte, als ich dort einen Draht und ein Stück Metall herausziehen konnte. Inzwischen ist mir bewusst, dass ich sehr lange Zeit weg war und in der Zeit wieder zurückversetzt wurde ….

FRIEDA: Das klingt in der Tat ziemlich abgefahren, um es mal so auszudrücken. Wie ist denn dein Umfeld seinerzeit mit deiner Entscheidung umgegangen – Familie, Kollegen, Freunde?

Ronald Hoth: Mein Umfeld zeigte keinerlei Verständnis dafür, dass ich bei der Polizei aufgehört habe. Alle sagten mir, das sei doch ein sicherer Job und ich sei verrückt! Wie schon gesagt, ein Polizist zu sein ist wahrlich nicht einfach, vor allem, wenn man erkennt, dass die Polizisten eine lückenhafte Ausbildung bekommen, in der es überwiegend um Informationen geht, die sie von der Wahrheit und den wahren Gesetzen fernhalten, wo eben auch seelisch-geistige und systemische Zusammenhänge ausgeklammert werden. Später teilten mir einige frühere Kollegen mit, dass sie eigentlich auch gern aufgehört hätten und ich den richtigen Weg gegangen sei. Aufgrund von Abhängigkeiten und Sachzwängen sei es für sie aber zu spät gewesen, um den Dienst zu verlassen. Das ist zwar verständlich, doch letzten Endes haben diese Sachzwänge eben nur Macht über einen Menschen, wenn er sie als solche akzeptiert. Hierzu kann ich auch nur betonen, dass die Rente eines so genannten Polizeibeamten ein Desaster ist. Ein Polizist, der den Dienst beginnt, bekommt ein Gehalt, welches unter dem eines Straßenarbeiters liegt. Alles andere sind Gefahrenzulagen und so weiter, die jederzeit gekürzt werden können. Also wahrlich ein „super sicherer“ Job!

Es gibt natürlich auch wundervolle Menschen im Polizeidienst. Das soll hier nicht unerwähnt bleiben. Aber es gibt eben auch das Gegenteil. Insgesamt habe ich in meiner Zeit als Polizist zu viel erlebt, das für mich nicht zu akzeptieren war.

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FRIEDA: Krankheiten wie Depressionen und Rückenleiden haben ja gerade in den Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes stark zugenommen. Du wirkst zumindest nicht wie jemand, der an Rückenproblemen oder Depressionen zu leiden scheint. Sind Symptome dieser Art der Preis für‘s Angepasstsein oder wie siehst du das als jemand, der es wagte, seinen individuellen Weg außerhalb der „sicheren Box“ zu gehen?

Ronald Hoth: Der Volksmund sagt, wenn man sich nicht gerade macht und für andere krumm, wird das Schmerzen und Probleme in jeder Hinsicht geben, die uns zeigen, dass wir nicht den richtigen Weg gehen. In einem System, das die Würde des Menschen nicht ehrt, das stattdessen in hohem Maße korrumbierbar und unfähig ist, das ethische Werte nachrangig behandelt, können die Bediensteten auch nur krank werden. Sie verstehen die Sprache ihres Systems körperlich wie geistig nicht mehr und niemand ist da, der es ihnen beibringt. Die Kollegen werden da weder entsprechend geschult noch angemessen aufgefangen, verfügen oft auch nicht über die persönliche Reife, um dieser Art von Dienst gewachsen zu sein.

FRIEDA: Eine deiner Leidenschaften war von frühester Jugend an die Musik. Als Gitarrist und Sänger hast du mit prominenten Musikern wie Bonnie Tyler, Anna Priester, Suzie Quatro, Howard Carpendale, Nina Hagen, Chris Norman, Matthias Reim und vielen anderen auf der Bühne gestanden. Mit der Beatles-Coverband „Beatles for Sale“ und der Rolling Stones-Coverband „Mick Stachow & his Stones“ tourtest du durch Hamburger Clubs. 1980 gründetest du mit einem Freund die Beechwood Musikschule in Buchholz, die immer noch existiert. Der Musik bliebst du bis heute treu, wenngleich sich das Genre erweitert hat. Zusammen mit Magdalena Samariah bist du als das Duo ASCHERA unterwegs, komponierst und veröffentlichst Musik zusammen mit der geistigen Welt und darüber hinaus kann man bei dir seine individuelle Seelenmusik bestellen. Als Schamane führst du zudem Einweihungen durch und inzwischen hast du sogar viele Bücher geschrieben. Das alles soll der Frequenzerhöhung dienen und die Menschen freier machen. Freier von was eigentlich?

Ronald Hoth: Eigentlich fing es ja schon in meiner frühesten Jugend an, dass ich Situationen anders wahrnahm als andere. Ich habe damals viele Erwachsene gefragt, warum sie nur durch ihre Augen schauen können und nicht durch meine – und umgekehrt. Das verstand niemand. Also habe ich versucht, ihnen zu erklären, dass man nur wahrnehmen kann, was der eigenen Schwingung entspricht. Aus ihrer Sicht hatte ich nur meine „lustigen fünf Minuten“. Ab 1992 beschäftigte ich mich dann mit Reiki, denn ich hatte bis dahin versucht, dieses „Nicht-Verstanden-Werden“ aus meiner Kindheit zu verdrängen, auch das, was ich als Jugendlicher spürte und als Polizist wahrgenommen hatte. Aber ich merkte schnell, dass auch beim Reiki etwas nicht stimmte. Die Absicht dahinter mag gut sein, die Energie vielleicht auch. Was ich aber hinterfragte, war: Warum hatten Menschen aus diesem Umfeld oft so viele Probleme, Sorgen und Krankheiten, wenn sie sich doch mit einer liebevollen Heilenergie beschäftigten? Egal, wohin ich ging, wo ich nachgefragt habe und wo ich Seminare gebucht oder schon besucht hatte: Es war immer dasselbe! Die Antworten reichten mir nicht, was mich dazu bewog, selbst zu forschen. Ich nahm damals etwas wahr, das diese Menschen zu beeinflussen schien. Was das war, ließ sich für mich nicht näher ergründen, zumal ich „das“ ja in mir selbst zu haben schien.

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Also betete ich damals und sagte, dass ich dieses Leben so nicht mehr wollte, sondern eine sinnvolle Aufgabe bräuchte und ersehnte. Die Antwort kam prompt, erschreckend prompt, möchte ich fast sagen. Die Erlebnisse seinerzeit könnten Bücher füllen. Die Konsequenz für mich war bei alledem, nach der Wahrheit hinter der Wahrheit zu suchen. Ich entdeckte schließlich Energieströme, fing an sie zu hören und auch anders wahrzunehmen, entdeckte ferner Implantate im menschlichen System, die das gesamte Leben manipulieren und sabotieren, sogar Familien zerstören und Menschen dazu bringen können, die unmenschlichsten Dinge zu tun.

Redewendungen wie „Was ist denn in dich gefahren? Was hat dich denn geritten?“ machen deutlich, dass im Volksmund durchaus intuitiv ein Wissen über diese Phänomene vorhanden ist. Nun jedoch begann ich, diese Einflüsse wahrzunehmen, teilweise auch zu sehen, und fragte mich, wie man diese manipulativen Einflüsse aus dem menschlichen System herausbekommen könne. Dazu kann ich nach eigener Erfahrung nur sagen: Wenn man wirklich leben will, muss man auch bereit sein zu sterben, was ich 2003 auch tat. Ich wurde von destruktiven Kräften dermaßen angegriffen, dass es mich lange Zeit kostete, wieder in meine Kraft zu kommen. Ich verließ durch ein Nahtod-Erlebnis für 3 1/2 Wochen meinen Körper. Auf „der anderen Ebene“ erklärte mir ein Wesen meine Aufgaben und wie wichtig es sei, in meinen Körper zurückzukehren und die Inkarnation fortzusetzen. Als ich zurückkehrte, musste ich erst einmal wieder sprechen, lesen, laufen und Gitarre spielen lernen. Alles war weg! Das war eine sehr harte Zeit für mich. Jetzt jedoch kann ich verstehen, wie man Fremdbesetzungen und Implantate aus dem menschlichen System auf ätherischer Ebene entfernen kann. Das war auch insofern sehr hart damals, weil ich in der Zeit kein Geld verdiente. Ich hatte bereits viele Jahre Forschung hinter mir, doch das, was nun folgte, war eine Ausbildung direkt von der geistigen Ebene, von der geistigen Welt, wie ich es nenne, eine Ausbildung, die sich immer noch fortsetzt.

Ich sehe es so: Alles ist Schwingung. Somit auch die Musik. Und meine Liebe zur Musik, auch zum Komponieren und dazu, auch auf diese Weise mit Schwingungen umzugehen, sie buchstäblich zu moderieren, waren und sind wichtige Säulen in meiner Arbeit, auch als Geistheiler. Freier von dunklen Einflüssen und wirklich im eigenen Körper zu sein, sein wahres Sein einmal zu fühlen, verändert das gesamte Leben. Ich ziehe für meine Erlebnisse als Erklärung die Smaragdtafeln von Thoth heran: Demnach ist KA das, „was ihr das Leben nennt, BA ist das ewigliche Wesen, das BA kann erst kommen, wenn das KA inkarniert ist“. Welche Konzepte sich ein Mensch als Erklärung für die erlebten Phänomene heranzieht, ist da aus meiner Sicht aber eher nebensächlich. Jeder Mensch hat seinen Weg und mal scheint das eine Konzept einen Schlüssel anzubieten, mal ein anderes; letzten Endes geht es um den Weg zurück zu sich selbst. Die Befreiung von Konditionierungen, Programmen oder ätherischen Implantaten dürfte dabei jedoch nicht zu unterschätzen sein.

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FRIEDA: Teilweise kann ich das, was du schilderst, nachvollziehen, teilweise muss ich gestehen, dass ich dir nicht so ganz folgen kann, aber heute sehe ich auch viele Dinge gänzlich anders als noch vor ein paar Jahren, weiß aber auch, wie schwer nachvollziehbar es für Menschen jenseits gewisser Wahrnehmungserfahrungen sein kann, solchen Ausführungen zu glauben. Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass wir eben nicht nur Geist, sondern auch Seele und Körper sind, oft eben unterschiedliche archetypischen Anteile oder Rollen bedienen, wie den Heiler, den Retter, den Rebellen, gleichzeitig aber womöglich andere, weniger angenehme Anteile, in uns abzuspalten versuchen. Nach meiner Wahrnehmung ist auch die so genannte Aufklärerszene, sei es die politisch oder die mehr esoterisch ambitionierte Szene, nicht frei von Abspaltungen und Abwehrmechanismen eigener „Täterintrojekte“. Ich sehe es so: Freiheit ist die Frucht der Weisheit.

Du hast ja mehrere Internetpräsenzen, nennst dich El Mogar Ba und bietest Rituale an, die aufeinander aufbauen und die man bei dir buchen kann – für entsprechenden Energieausgleich, wie du es nennst. Du channelst Botschaften von so genannten aufgestiegenen Meistern. Es sind ja in den letzten Jahren Schamanen, Bewusstseinstrainer und dergleichen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Mit anderen Worten: Nicht überall, wo „Lichtbringer“ draufsteht ist auch „Licht“ drin. Woher soll ein Hilfe suchender Mensch wissen, ob er es nicht mit falschen Propheten zu tun hat und ist nicht jeder Mensch selbst in der Lage, Kontakt zu dem Christus im eigenen Herzen aufzunehmen – zum Nulltarif?

Ronald Hoth: Den Namen El Mogar Ba bekam ich von der geistigen Welt mit dem Hinweis: „Erinnere dich an deine Aufgaben und lebe sie, erkenne deine geistigen Fähigkeiten als Klang-Meister!“ Das Wichtigste ist dabei aus meiner Sicht die Licht-DNS Einweihung, die auf einer nicht körperlichen Ebene stattfindet und im Grunde das beinhaltet, was in den Smaragdtafeln von Thoth steht. Jedem, der diese Einweihung macht und danach mehr machen möchte, steht das frei. Jedoch sage ich auch: „Schau dir die Früchte an und folge deinen inneren Impulsen! Und verpflichte dich jetzt nicht aus Begeisterung, weil dir etwas gut getan hat. Schau dir an, wie es weiterverläuft. Wenn das für dich o. k. ist, dann gerne.“

Zum Thema Energieausgleich: Ich habe ab einem bestimmten Punkt von der geistigen Welt eine Rüge bekommen, ich solle endlich mal annehmen und nicht immer nur geben. Man kann ja schließlich nicht nur immer ausatmen, sondern muss auch mal wieder einatmen. Ich weiß, was es bedeutet, nichts zu besitzen und sechs mal von vorne anzufangen, mit nichts. Die Menschen geben so viel Geld für Unsinn aus, meinen aber, wenn jemand 20 Jahre und länger geforscht und sich weitergebildet hat, sie könnten alles umsonst haben, obwohl sie selbst beim Bäcker das Brötchen bezahlen und dort die ständig steigenden Preise akzeptieren. Trotzdem frage ich im individuellen Fall, ob der Energieausgleich für ihn oder sie in Ordnung ist. Ich weiß vorher schon, wem es dienlich ist, weniger zu zahlen oder den Ausgleich anders zu erbringen, und für wen es wichtig ist, den Energieausgleich voll zu bezahlen. Doch spätestens nach der Einweihung verstehen sie es.

Zum Channeln ist zu sagen, dass ich es nicht gerne tue. Es muss sich schon wohl und stimmig anfühlen; ansonsten lasse ich es sein. Für mich ist es ein Einkoppeln in die Einheit auf verschiedensten Ebenen. So ergeben sich natürlich auch die verschiedensten Botschaften von verschiedenen Ebenen und Dimensionen. Hierbei muss für mich das Bewusstsein absolut klar und rein sein. Ich denke, es ist sehr wichtig, eine über das globale Bewusstsein hinaus gehende Wahrnehmung zu haben und zwar verbunden mit einem Verständnis dafür, dass jedes Wesen aus seinem Bewusstsein heraus und durch die Prägung seines Umfeldes handelt. Ein Kind kennt die kosmischen Gesetze genau. Der Erwachsene hat sie vergessen. Und kein Wesen kann ohne Liebe sein.

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Einschub FRIEDA: Weder kenne ich mich mit den erwähnten Smaragdtafeln aus noch mit der ägyptischen Figur Thoth, der ja, soweit ich weiß, auch für Hermes Trismegistos steht. Nach selbst erlebten Irrungen und Wirrungen auf der Suche nach Antworten zu den Fragen des Lebens bin ich heute wieder an einem Punkt, an dem ich die Botschaft von Jesus Christus für sehr authentisch halte. Wie schwer es im Alltag allerdings oft sein kann, sich konsequent daran zu halten, weiß ich zur Genüge. Unabhängig von der Vermutung, dass die Bibel, bei der ich klar zwischen dem AT und dem NT unterscheide, dreist durch die Priesterkaste und andere verfälscht wurde, greife ich nochmal den Frageteil auf, warum es nicht reicht, sich um dieses Christusgewahrsein zu bemühen?

Ronald Hoth: Programmierungen, Implantate, Besetzungen sind reale Phänomene, die Menschen daran hindern können, genau in dieses Christusgewahrsein zu kommen. Ich selbst habe sehr intensive Erlebnisse mit Jesus Christus gehabt und habe sie noch. Für mich ist es kein Widerspruch, unterschiedliche Emanationen zuzulassen. So war ich selbst aus einem sehr tiefen Wunsch heraus immer wieder an der Begegnung mit Christus interessiert. Die Darstellung, die uns vom Turiner Grabtuch überliefert wurde, habe ich sogar aus den Erfahrungen durch für mich völlig real erlebte Begegnungen mit Christus darzustellen versucht und gezeichnet. Auch für mich ist das Christusgewahrsein der entscheidende Schlüssel für einen Wandel des Bewusstseins, aus dem heraus sich viele, wenn nicht alle Probleme der Welt (er-)lösen ließen und zwar auch die Transformation dessen, was wir als das Böse bezeichnen. Es ist nicht unsere Aufgabe, andere zu retten; aber wir können andere Menschen ein Stück ihres Weges begleiten, damit sie aus ihrer inneren Kraft heraus weitergehen können.

(c) gezeichnet von Ronald Hoth  (Motiv: Jesus Christus)

FRIEDA: Worin liegt denn der Vorteil einer Einweihung, wie du sie anbietest, und wie kann man sich das Prozedere vorstellen?

Ronald Hoth: Das ist eine schöne Frage, die ich dir gern beantworte. Wenn du Fingerhandschuhe anziehst und mit den Fäusten hineinschlüpfst, und dann versuchst, einen Liebesbrief zu schreiben, wird es dir gelingen? Genauso ist es mit dem Menschen, der neben sich steht, der außer sich ist, der sich verrannt hat; er ist nicht „Herr“ seiner Sinne. Und wir haben sehr viele davon. Bei den Einweihungen, wie ich sie anbiete, werden keine fremden Wesenheiten genutzt, sondern nur fremde Energien entfernt. Darüber erleben Menschen, wie sie wieder richtig in ihrem Körper verankert sein können und was es bedeutet, wenn das höchste innere wahre Wesen dem Menschen die eigenen Energien zukommen lässt. Und das muss nach der Einweihung für jeden Menschen jederzeit wiederholbar sein, sich also selbst in den Körper zu holen, präsent zu sein mit allen Seelenanteilen. Nur hierdurch können Freischaltungen im menschlichen System geschehen, welche sich nur durch Anwesenheit und die Entwicklung der Herzqualitäten zugänglich machen lassen. Ich nenne das die menschliche Enigma. So lässt sich nach meiner Erfahrung eine spirituelle Weiterentwicklung erreichen, denn ohne unser wahres Wesen und die Verbindung zur Einheit geht gar nichts.

Jede dieser Einweihungen bedeutet für mich auch, dass das gesamte Kollektiv der Menschheit einen Schub bekommt und sich dadurch weiterentwickeln kann. Es ist ja schon deutlich wahrnehmbar, wie sich zur Zeit auf dem Planeten viel verändert. Zum Glück arbeiten sehr viele Wesen daran.

Also, was alle gemeinsam haben nach den Einweihungen, ist, dass sie sich wohler in ihrer Haut fühlen und besser mit sich selbst und ihren Mitmenschen umgehen können, und auch oft mit ihrem Umfeld und der Natur. Das heißt nicht zwingend, dass sie beispielsweise ihren bisherigen Job verlassen, sondern dass ihnen bewusst wird, dass Menschen durch Menschen lernen und das Spielfeld des Lernens überall ist.

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FRIEDA: Sind diese Einweihungen nicht auch verführerisch und riskant, weil sie Menschen suggerieren könnten, Prozesse zu beschleunigen, die vielleicht schlichtweg nicht zu beschleunigen sind, weil Prozesse zuweilen eben auch tiefere seelische Auseinandersetzungen mit erlebten Traumata und anderen Verletzungen erfordern und die Seele eben ihr eigenes Tempo hat?

Ronald Hoth: Ja, das stimmt. Und so bedeutet es für mich, aufklärend tätig zu sein und zu sagen: „Hier wird dir nichts abgenommen! Atmen musst du selbst und man kann Gott nicht betrügen. Bist du allerdings anwesend und präsent in deinem System, steht dir alles zur Verfügung, was du brauchst, doch tun kannst nur du es selbst!“ Es geschieht das, was für das jeweilige Wesen vorgesehen ist. Wenn die Begegnung mit mir gerade zur entsprechenden Erfahrung gehört, ist das so. Ich arbeite nicht manipulativ, indem ich Heilsversprechen gebe. Über die Geschwindigkeit der Prozesse entscheide nicht ich, sondern derjenige Mensch selbst, dessen eigenes höheres Wesen und dessen eigenes Bewusstsein.

FRIEDA: Neben Armin Risi und anderen bist auch du wohl der Ansicht, dass wir multidimensionale Lichtwesen seien. Was ist darunter zu verstehen?

Ronald Hoth: Dass wir alle multidimensionale Wesen sind, sehe ich auch so. Hierbei gibt es eigentlich nur einen wichtigen Unterschied. Die einen entwickeln sich von unten nach oben, die anderen sind Rückkehrer von oben herunter, um ihren Geschwistern bei der Rückkehr zu helfen. Aber diese Frage berührt ein komplexes Thema. Wo soll man dabei anfangen und aufhören? Das ist etwas schwierig. Eigene Erfahrungen, die multidimensional sind, halte ich für ein Verständnis unerlässlich. Ich kann noch von einer solchen eigenen Erfahrung berichten:

1995 wohnte ich in einem Penthouse und sah ein Raumschiff vor den Fenstern schweben. Einen Moment später verschwand es. Es wurde von zwei Phantom-Jägern verfolgt. Im Radio kam eine Nachricht, dass ein Ufo gejagt wurde und diese beiden Flugzeuge im Tiefflug in Hamburg über den Flughafen geflogen waren. Diese Nachricht wurde fünf Minuten später dementiert. Für mich gab es dann allerdings eine andere Realität, denn ich wurde in dieser Nacht auf das Raumschiff gebracht und ich durfte einen Rundflug durch unser Sonnensystem machen, mich in das Cockpit setzen, um es mal so zu nennen, und das ganze Raumschiff, selbst der Sessel, wurde durchsichtig. Dann zeigte man mir viele Raumschiffe der unterschiedlichsten Art, die sich um die Erde herum befinden. Und man erklärte mir, dass gerade viele neue Rassen hinzugekommen seien, um die Menschheit zu beobachten und auch um ihr zu helfen, allerdings seien nicht alle freundlich gesonnen. In der uns vorgemachten Menschheitsgeschichte stimmt einfach eine Menge nicht. Wir sollten mehr hinterfragen: Was ist meine eigene Erfahrung, was ist die Erfahrung anderer, was wird von anderen erzählt, das sie zu wissen glauben und woher haben sie dieses Wissen?

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FRIEDA: Dass an der Menschheitsgeschichte und in den überlieferten religiösen Schriften eine Menge zu hinterfragen ist, sehe ich inzwischen auch so. Allerdings kann ich selbst nicht beurteilen, inwieweit Aussagen von Raumschiffen subjektiven Wahrnehmungen entsprechen und somit objektiven Beweisführungen auch nicht standhalten können. Es häufen sich aber ja seit Jahren Berichte, auch von der NASA, dass wir als Menschen eben nicht alleine im Universum unterwegs sind und ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die offiziellen Medien diese Themen nicht nur im Rahmen von „Mystery-Filmen“ behandeln, sondern auch in den Tagesmeldungen unterbringen. Das geschieht ja zum Teil jetzt schon. Fakt ist für mich, dass es eine Menge mehr gibt als wir durch unsere mehr oder weniger begrenzten und manipulierten Sinne im Alltagsbewusstsein wahrnehmen. Und dass Wahrnehmung viel mit Frequenzen zu tun hat, so ähnlich wie bei einem Radio also, je nachdem, welchen Sender man eingestellt hat, leuchtet mir ein.

Was Besuche von „Raumbrüdern und Raumschwestern“ angeht, halte ich nichts für unmöglich, tendiere da aber insgesamt eher zu einer skeptischen Haltung, zumal wir „die Geister, die wir riefen, so schnell nicht wieder loswerden“ und mich das konkrete Leben auf der Erde alles in allem mehr interessiert als das in anderen Dimensionen, wenngleich es da sicherlich Quantenverschränkungen und Parallelwelten gibt. Auf der anderen Seite hatte auch ich Erlebnisse, die für andere Menschen unglaubwürdig erscheinen. Zudem ist mir von mehreren Kindern bekannt, dass sie völlig selbstverständlich mit Wesenheiten kommunizieren, die Erwachsene als Fiktion abtun würden. Man denke nur an Geschichten wie „Der kleine Prinz“. Die Weltliteratur ist ja auch voll von mystischen Erlebnissen und niemand stört sich daran.

Apropos Frequenzen. In dem Interview mit dem Musiker Magnus Schlichtig ging ich ja schon auf den Kammerton A ein und die Tatsache, dass der 1939 verändert wurde. 30.000 Musiker haben damals dagegen protestiert, den Kammerton A von 435 Hertz auf 440 Hertz zu verändern. Ohne Internet 30.000 Menschen zu einer Unterschriftenaktion zu bewegen, erscheint heute schon ziemlich spektakulär. Dennoch brachte der Protest nichts, denn die Interessen an einem weiteren Weltkrieg waren eben zu groß und um die Menschen entsprechend zu „stimmen“ brauchte es eben mehr Disharmonie im „Feld“. Der nahezu allgegenwärtigen „Beschallung“ durch Radio und TV lässt sich ja kaum noch ausweichen, sofern man nicht nur abgeschottet zu Hause sitzen will, denn Monitore etc. sind inzwischen nahezu flächendeckend installiert – ob auf Bahnhöfen, im Wartebereich von Behörden, teilweise schon in Wartezimmern von Ärzten. Gerade Kinder dürften dem ziemlich schutzlos ausgeliefert sein. Gibt es diesbezüglich Möglichkeiten, sich selbst irgendwie abzuschirmen?

Ronald Hoth: Ja, das mit den 432 Hz stimmt. Ich selbst komponiere alles mit 440 Hz, was allerdings nichts ausmacht, denn ich liebe es, Töne zu modellieren. Dadurch ist dieser Unterschied sozusagen neutralisiert. Für den Menschen ist es eigentlich ganz leicht, dies ebenfalls zu Gunsten seines Wohlgefühls zu beeinflussen, das heißt, selbst in die Hand zu nehmen. Ein Beispiel: Ruft dich jemand an und du erkennst die Stimme nicht gleich, klingt sie am Telefon nicht sehr angenehm. In dem Moment aber, in dem du weißt, wer dran ist, „denkst“ du alle Frequenzen, die fehlen, dazu und die, die stören, nimmst du weg, und du wirst das Gegenüber dann so hören, als stünde derjenige vor dir.

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Dieser Prozess läuft im Gehirn ab. Wir vervollständigen also das Bild in dem Moment, wo wir die Fragmente einordnen können. Nehmen wir das Beispiel einer Band, die grauenvoll klingt. Nach einer Weile, etwa einer halben Stunde, tritt ein ähnlicher Effekt ein wie bei dem Beispiel mit dem Telefonat. Entsprechendes gilt für alle möglichen Arten von Strahlungen und Frequenzen. Dein Bewusstsein entscheidet, ob es als störend abgewiesen oder angenommen und moduliert wird. Das Erste nimmt die Kraft und das Zweite gibt die Kraft. Um sich zu schützen, kann man unterschiedliche Hilfsmittel einsetzen: Visualisierungen, Erhöhung der Eigenschwingung, Gebete, Mantras, aber entscheidend ist immer das eigene Bewusstsein bei allem und die emotionale Befindlichkeit. Gefühle wie Sorge, Wut, Angst beeinflussen zweifellos die Wahrnehmung.

FRIEDA: Es ist ja in Esoterik-Kreisen viel von „Aufstieg in andere Dimensionen“ die Rede. Mitunter wird da meiner Ansicht und Erfahrung nach mit Begriffen jongliert, die irgendwas implizieren, das beliebig als Projektionshülse verwendbar ist. Plötzlich meinen alle möglichen Menschen, sie seien erleuchtet, weil sie irgendwelche Seminare besucht haben. Ein „Entrücken“ in andere Sphären mag ja ganz spannend sein, doch was mich betrifft, bin ich auch da eher profan unterwegs und mir ist sehr daran gelegen, einen Beitrag dafür zu leisten, das Ökosystem dieser Erde zu schützen und als Lebensraum in dieser Dimension bestmöglich zu erhalten. Was nutzen geistige Fähigkeiten oder gar irgendwelche fragwürdigen Kontakte zur Astralebene, wenn dieser Planet weiter zugemüllt wird? Zuweilen amüsiere ich mich auch über Menschen, die mir sagen, sie seien aus dem „System“ schon ausgestiegen. Nicht selten liegen mir dann Fragen auf der Zunge wie: „Oh, tankst du dein Auto nicht mehr mit Benzin, sondern mit Vrilenergie? Kommt das Bier in deinem Kühlschrank aus der 5-D-Brauerei?“ Das „Teufelchen“ in mir neigt da also zuweilen noch zum Zynismus. (Ich arbeite daran…). Aber ein ökologisches Bewusstsein vermisse ich tatsächlich zuweilen bei Menschen, die „ganz doll aufgewacht“ sind. Mit „ökologischem Bewusstsein“ meine ich nicht zwingend, alles nur im Bio-Laden einzukaufen, denn wer kann das schon durchhalten? Damit meine ich eher, auch mal konkret mit anzupacken, Projekte zu unterstützen und zwar auch physisch mit den eigenen Händen, die man sich vielleicht dann auch mal schmutzig machen muss, und nicht nur mit salbungsvollen Lobpreisungen unterwegs zu sein. Worum geht es denn deiner Meinung nach konkret, wenn von Begriffen wie „Aufstieg“ die Rede ist?

Ronald Hoth: Darüber ließe sich viel diskutieren. Wir sind hier auf diesem Planeten, um als Hüter dieser kosmischen Bibliothek sinnvoll zu handeln und das Böse zu transmutieren. So sehe ich das. Wenn man hier richtig eintaucht und hinter die Kulissen schaut, haben wir die Urquelle niemals verlassen, sondern selbst nur in eine Realität projiziert, die wir gemeinsam und einzeln geschaffen haben. Solange die Menschen glauben, dass wir hier in einer 3-D Welt leben, haben sie keine Chance, um zu begreifen, dass eine Trennung eigentlich nur eine Illusion ist. Unsere Erde ist multidimensional und wir leben hier in einer 7D Welt der normalen Wahrnehmung. Hier kann jeder mal auf YouTube nach 7D schauen; dann wird verständlich, was ich meine.

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FRIEDA: Bei all den „Botschaften“ über geistiges Aufsteigen usw. bleibt nach meiner Wahrnehmung das Fühlen oft auf der Strecke und zwar nach meiner Erfahrung besonders bei Männern. Mit Fühlen meine ich ein tiefes Berührtsein, das mit der Öffnung des Herzens einhergeht – nicht zu verwechseln mit Sentimentalität. Um das zu veranschaulichen:

Die Kriminaloberkommissarin Miriam Kalliwoda ist nicht nur ein Beweis dafür, dass es im öffentlichen Dienst durchaus hier und da auch wache Menschen gibt, sondern eine beeindruckende und sympathische Frau, die das meines Erachtens sehr wichtige Thema „Gefühle“ aufgegriffen hat. In einem Interview mit Thomas Schmelzer von Mystica.TV spricht sie über ihre Suche nach Antworten für den Umgang mit Gefühlen unter Berücksichtigung der Arbeitsrealität bei der Polizei. Sie erzählte in dem Interview auch, dass es schon in der Ausbildung nicht darum ging, wie man konkret mit eigenen Gefühlen umgehen kann, etwa dann, wenn man an Tatorten mit schlimmsten Verbrechen konfrontiert wird. Man würde also nicht wirklich darauf vorbereitet werden, extreme Erlebnisse emotional zu verarbeiten. In dem Interview sagt sie zudem, sie habe herausgefunden, dass hinter Emotionen wie Wut und Trauer in der Regel die Emotion Angst verborgen sei und deren Ursache sei zumeist in der Kindheit zu suchen.

Inwieweit sich die Ressourcen in einem Menschen durch Rituale oder eher durch ausdauernde Prozessarbeit freilegen lassen, hängt sicher vom Verhältnis zwischen Heiler und Klient ab. Nach meiner Wahrnehmung versuchen wir Menschen, Schmerzhaftes zu vermeiden und in anderen Heilbringendes zu finden, weil wir eben alle irgendwie ankommen und angenommen werden wollen – meistens im erlösenden und wohlwollenden Blick der Mutter, den wir als Kinder so oft vermissten.

Nicht zuletzt deshalb reagiere ich nach wie vor zuweilen skeptisch auf Heilsbotschaften, die sich auf aufgestiegene Wesenheiten, Symbole oder Rituale beziehen, die den Körper oft gänzlich auslassen. Wie verstehst du in diesem Zusammenhang deine Tätigkeit als Schamane? Konkret: Welche Möglichkeiten und Chancen bietet diese Art von Hilfe in Bezug auf Gefühle und wo gibt es Grenzen?

Ronald Hoth: Darüber könnte man sicherlich eine Doktorarbeit schreiben. Ich werde mich kurz fassen. Das Wichtigste sind die Gefühle, die aus dem Sakralen kommen. Hier sind alle unsere Fähigkeiten. Diese müssen durch den Solaplexus nach oben steigen und durch die Kraft der Unterscheidung, den Lebenswillen und die Lebensfreude ins Herzzentrum gelangen. Hier entscheiden die Herzqualitäten, ob sie in die Kehle, also ins Wahrheitsfindungszentrum gelangen und mit göttlicher Kraft durchflutet werden. Erst dann gelangen sie in den Stirnlappen, der die Erkenntnisfunktionen beinhaltet. Dann kommt es darauf an, ob der Stirnlappen mit beiden Hemisphären zusammenarbeitet oder herunterfährt, was er bei den meisten Menschen macht. Wir müssen bereit sein, neue Gedanken zu haben und jede Realität zu hinterfragen, denn wir erschaffen diese durch unser eigenes Bewusstsein.

Meine Arbeit als Schamane ist, hier aufklärend tätig zu sein und das Bewusstsein zu öffnen für Neues. Grenzen gibt es ja nur durch die eigene Wahrnehmung und das eigene Bewusstsein. Wir müssen alle lernen, unsere Gedanken und Gefühle zu beherrschen, um damit den Gedanken und Gefühlen aus den höheren Körpern Gelegenheit zu geben, wirken zu können.

FRIEDA: Hast du es auch so erlebt, dass Menschen, die sich sehr viel mit Einweihungen etc. befassen, eher etwas weltfremd sind oder kommen zu dir auch Klienten, die ganz handfeste, bodenständige Jobs im „wirklichen Leben“ machen?

Ronald Hoth: Es kommen auch ganz bodenständige Menschen zu mir, wie zum Beispiel Ärzte, die gerne mit Elatasin arbeiten, also ihren Patienten helfen, im Körper zu sein. Ein Patient, der frei von Angst ist, der im Körper ist, und der auch den Arzt versteht, mit dem lässt sich doch viel leichter arbeiten.

FRIEDA: Was ist unter Elatasin zu verstehen?

Ronald Hoth: Elatasin, die Energie der Elohim, wurde von mir – gemeinsam mit den Chohanen El Morya, Serapis Bey, Saint Germain und dem Maha Chohan Elohim Cassiopaeia – auf die Erde gebracht und im Jahre 2004 zur Befreiung der Menschheit aktiviert. Eine nähere Erklärung dazu gibt es auf der Elatasin Homepage und auf youtube:

El Mogar Ba über Elatasin 2017 auf YouTube: https://youtu.be/wmVkT09DBfA

Elatasin der Anfang 2005 in 5 Teilen: https://youtu.be/36P0U3l4_VQ

FRIEDA: Aufhänger dieses Interviews ist ja im engeren und weiteren Sinne das Thema Souveränität. Ich sehe es so, dass Souveränität sich nicht verordnen lässt, sondern über einen inneren Prozess erlebbar gemacht werden kann, zu dem womöglich eben auch das Durchleben von bislang unterdrückten Gefühlen gehören könnte. Wie definierst du Souveränität, was macht einen souveränen Menschen deiner Ansicht nach aus und was hat Souveränität mit Identität zu tun?

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Ronald Hoth: Souveränität bedeutet für mich, dass ein Individuum sich seines wahren Wesens bewusst ist und auch so handelt. Also sich seines Ursprungs aus der Urquelle, des kosmischen Bewusstseins, der Schöpfung, als Aspekt Gottes, sich als Wraldas Geist oder auch als Souveränes Integral erkennt. Dies ist reines Bewusstsein.

Identität ist für mich etwas, mit dem ein Wesen in Resonanz geht und vielleicht auch identifiziert, was aber gleichbedeutend damit sein kann, sich selbst zu vergessen oder zu verlieren. In der Souveränität gibt es keine Trennung zum eigenen wahren Wesen, in der Identität schon, gerade wenn man identisch denkt. Zum Beispiel: Ich bin Deutscher!?!

Ich bin in Niederkunft in einen Körper inkarniert, in dem man eine Sprache spricht, die man „Deutsch“ bezeichnet, was aber nichts mit den geistigen irdischen Konstrukten BRD, Deutschland usw. zu tun hat. Mir ist bewusst, dass mein Körper hier gelandet ist, wo meine Ahnen Preußen waren. Das spricht mein Herz und mein Gemüt an und ich fühle mich zugehörig, aber auch das bin ich nicht. Tauche ich in diese Resonanz tiefer ein, so merke ich dies in allen Völkern, Stämmen, Sippen und Familien. Das erschafft ein Einheitsgefühl des menschlichen Kollektivs als Resonanz in mir. Tauche ich hier ein, merke ich immer mehr auch deren kosmische und universelle Ausdehnung bis nur noch eines bleibt: meine absolute Loyalität gegenüber dem Geist der Schöpfung, der ich eben bin, als holographischer Aspekt oder wie auch immer man es bezeichnen mag. Mein Gefühl sagt mir: Ich bin die Auferstehung in mir selbst ALS ALLES WAS IST.

FRIEDA: Wie in der Einleitung geschrieben, war Rosa Park 1955 eine Frau, die sehr couragiert aufgetreten ist und als einzelner Mensch (!) eine regelrechte Welle angestoßen hat. Rosa Park würde ich heute als Paradebeispiel eines souveränen Menschen bezeichnen. Zudem zeigte ihre Aktion, dass einzelne Menschen sehr wohl konkrete Veränderungen bewirken können. In der Einleitung erwähnte ich ferner, dass 1955 die Quizsendung „Was bin ich?“ aus der Taufe gehoben wurde. Wenn du nun für eine Neuauflage dieser Quizsendung gebeten würdest, als Schamane die Moderation zu übernehmen – wie würdest du die Sendung gestalten und wozu würdest du die Kandidaten motivieren?

Ronald Hoth: Das ist ja eine richtig gewiefte Frage (lach). Also ich würde auf jeden Fall die Frage lassen: Welches Schweinchen hätten‘s gern? Und ich würde die Kandidaten fragen, was die Farben in dem Märchen Dornröschen zu bedeuten haben: Haar schwarz wie Ebenholz, Haut wie Elfenbein & Lippen rot wie Blut! Wenn sie das erkennen und deuten können, würde ich sie auffordern, die Dornenkränze von ihrem Haupt zu nehmen und dann anzufangen, Farbe zu bekennen!

Und den Titel der Sendung „Was bin ich?“ würde ich dann ändern in: „Erkenne dich selbst … erkenne Symbole … erkenne, was du NICHT bist … erkenne Gott! Dann würde ich Resonanzfelder aufbauen, in denen sich die Kandidaten gegenseitig erkennen und als Spiegelbild für ihr Gegenüber dienen könnten! Das könnte interessant werden!

FRIEDA: Lieben Dank für das Gespräch!

Zu den Internetseiten von Ronald Hoth:

Hauptseite, Paradies auf Erden, ASCHERA, Atlantis Einweihungen, Welt-Meditation

Verwandte Themen:

Die Heilung der Mutterwunde durch die eigene Stimme, Die abgeschaffte Mutter – Der männliche Gebärneid und seine Folgen, Gefühle artikulieren statt Gewalt ausagieren, Militärmesse und phallische Phase, Souveränität: Von Karpfen und Delfinen u.v.a.m.

Hier geht’s zum Interview von Thomas Schmelzer mit Miriam Kalliwoda (Gruß und Dank an Thomas in München! 🙂 )

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