Sammlungsbewegung – eine Chance!

Nach- und Quergedachtes

Praying photo

Foto: http://pixabay.com/en/users/geralt

Parteien folgen dem Prinzip von „Teile und Herrsche“ (lat. Divide et impera). Dieses Konzept meint, eine „zu besiegende oder zu beherrschende Gruppe (wie z. B. ein Volk) in Untergruppen mit einander widerstrebenden Interessen aufzuspalten. Dadurch soll erreicht werden, dass die Teilgruppen sich gegeneinander wenden, statt sich als Gruppe vereint gegen den gemeinsamen Feind zu stellen.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Divide_et_impera

„Kein kohärenter Organismus käme auf die Idee, Parteien zu gründen“, sagte mein Interviewpartner Carsten Pötter, Apotheker in Visbek. Die Interviews mit Carsten Pötter sind übrigens unter Pötters Perlen zu finden. Was bedeutet der Begriff Kohärenz eigentlich? In der Physik ist damit die Eigenschaft von Wellen in Bezug auf ihre Interferenzfähigkeit gemeint.

CD direkt bestellen

Das Adjektiv zu Kohärenz lautet kohärent (lat. cohaerere) und das heißt so viel wie „zusammenhängen“. Von Kohärenz spricht man auch in anderen Bereichen, nicht nur in der Physik. In der Medizin ist von Herzkohärenz die Rede. Dabei geht es um die Synchronisation von Rhythmen, wie etwa dem Herzschlag, der Atmung und dem Blutdruck. Aus ganzheitlicher Sicht könnte man nun meinen, dass die Gesamtheit aller Menschen zusammen mit dem Planeten Erde eine Art Organismus bildet. Um dieses Konzept weiterzudenken, empfehle ich das Interview zum Thema Globalbrain, das ich mit Dr. Hans Hein führte. Und in einem Organismus gibt es Parasiten, Bakterien, Krebszellen, Stoffwechselprodukte. Idealerweise gibt es aber auch ein Immunsystem, das sich gegen Eindringlinge wehren kann, wenn ausreichend Helferzellen vorhanden sind, so genannte T-Lymphozyten.

Was hat das nun mit der Sammlungsbewegung zu tun, die Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine ins Leben gerufen haben? Eine überparteiliche Sammlungsbewegung, die Konsens (Kohärenz) in den entscheidenden Fragen des (Über-)Lebens ermöglicht, sich also synchronisiert, könnte das cancerogene Konzept „Teile und Herrsche“, welches sich auf vertikale Hierarchien stützt, und nicht etwa auf eine Kreiskultur, bestenfalls sukzessive aushebeln – so ähnlich wie die T-Lymphozyten im Immunsystem gegen Krankheitserreger vorgehen, wenn die Individuen in dieser Sammlungsbewegung in ausreichendem Maße vorhanden und sich untereinander weitgehend einig sind.

Für Krieg ist immer Geld da!

Uneinigkeit, Grabenkämpfe, Machtgier, persönliche Animositäten, endlose Debatten, narzisstische Eitelkeiten, eine korrupte und aufgeblasene Bürokratie, Kungelei, psychopatisches Verhalten – das erleben wir immer deutlicher, wenn wir die Bühne der großen Politik betrachten. Sehr viel anders sieht es in der Landes- und Kommunalpolitik auch nicht aus. Frieden? Naturschutz? Aber bitte nur, wenn er der Wirtschaft nicht wirklich weh tut und bitte nur in Form von Pille-Palle-Aktionen. Beispiel: Seit 1959 wurden 8,3 Milliarden Tonnen (!) Plastik hergestellt. Und wie will man diesem Problem nun begegnen? Indem man in ein paar Kneipen auf Strohhalme verzichtet oder indem in ein paar Supermärkten Plastiktüten durch Baumwolltaschen ersetzt werden, womöglich hergestellt aus Baumwolle, die aus gentechnisch manipulierten Monokulturen stammt? Mehr dazu: https://www.keine-gentechnik.de/dossiers/baumwolle-gentechnik/#gsc.tab=0

Noch ein Beispiel, das die Absurdität dieses Systems kennzeichnet: Ende Juli wurden in einer ostfriesischen Gemeinde Menschen dabei dingfest gemacht, wie sie aus einem Kanal mit Pumpen Wasser für ihre Gärten wegen der Trockenheit abpumpten. „Den Tätern drohen saftige Geldbußen von bis zu 50.000 Euro“, berichtete der NDR. Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Gemeinde-Ihlow-ertappt-ein-Dutzend-Wasserdiebe,wasserdiebe100.html

Buch direkt bestellen

Aber Monsanto, Nestlé, Veolia und Konsorten dürfen machen, was sie wollen, wenn es um Ressourcenausbeutung geht? Zu dem Thema empfehle ich ein Interview, das ich mit der Filmemacherin Leslie Franke von Kernfilm in Hamburg führte, zu finden unter: Der marktgerechte Mensch. Aus dem Pressetext: „Die in den USA und England entwickelten neoliberalen Vorstellungen vom schlanken Staat und schrankenlosen Markt wurden in Deutschland von der rot-grünen Regierung (Gefettete Hervorhebung durch mich) Schröder/Fischer umgesetzt. Mit einer Senkung der Unternehmenssteuern und der Deregulierung der Arbeit verschaffte sie deutschen Konzernen nachhaltig enorme Kostenvorteile. Gleichzeitig sanken die Realeinkommen zwischen 2000 und 2010 im Mittel um 4,2 Prozent. Die Beschäftigten in der unteren Einkommenshälfte mussten sogar Reallohnverluste zwischen 13,1 und 23,1 Prozent verkraften.“

Wer zieht eigentlich Leute wie Gerhard Schröder und Joschka Fischer zur Verantwortung, die – auch auf Steuerzahlers Kosten – ein angenehmes Dasein fristen? Fischer beispielsweise verdingt sich inzwischen als Unternehmensberater mit seiner Firma JF&C (Joschka Fischer & Company) und unterhält, wie auf seiner Website zu lesen ist, „eine exklusive Partnerschaft mit der Albright Stonebridge Group in Washington D.C. mit Büros unter anderem in China, Indien und Brasilien.“

Eine der Mitvorsitzenden der Albright Stonebridge Group ist übrigens Madeleine K. Albright. Zur Erinnerung: „Unter der Administration von Bill Clinton war Madeleine Albright Außenministerin gewesen. Sie war als Falkin, als Hardlinerin bekannt. Sie kämpfte ernergisch für ein hartes Vorgehen gegen Serbien und stimmte den US-Luftangriffen auf Belgrad zu. Vor allem aber war sie eine knallharte Verfechterin für ein hartes Vorgehen gegen den Irak. Damals unterstützte sie die brutalen Sanktionen gegen das Land zwischen Euphrat und Tigris. Mehrere hunderttausend Menschen, die meisten davon Kinder, waren aufgrund der Sanktionen ums Leben gekommen, weil die komplette medizinische Versorgung im Irak zusammengebrochen war. Kritische US-Amerikaner sehen in ihr eine Kriegsverbrecherin.“ Quelle: https://www.freiewelt.net/nachricht/die-heuchelei-der-madeleine-albright-10069955/

Noch ein Beispiel: Der so genannte Gesundheitsminister Jens Spahn will jetzt mehr Pflegepersonal für Seniorenheime generieren. Klingt auf den ersten Blick nicht schlecht. Aber warum sagt er nichts über Strophanthin, ein Herzmittel, das vom Markt genommen wurde, weil es so effektiv und nebenwirkungsarm ist? Weil das medizinische Establishment dann nicht mehr so viele teure Stent-Operationen durchführen könnte vielleicht? Warum schweigt sich Jens Spahn über Vitamin D aus, das bei einem Mangel eine Vielzahl von Erkrankungen (mit-)verursachen kann, etwas, worauf fast kein Arzt seine Patienten hinweist! Warum sagt Jens Spahn nichts über die Risiken von Handystrahlung, von Metallen im Körper und Umweltgiften? Oder über die Risiken der uferlosen Impferei?

Buch direkt bestellen

Wir brauchen eine gesunde Umwelt, die uns Naturheilmittel bereitstellt, mittels derer auf einen sehr großen Teil des gesamten Outputs aus der Pharmaindustrie verzichtet werden könnte und dann gäbe es auch wenige demente Menschen, die immer früher pflegebedürftig werden.

Ziele wie Naturschutz, Frieden, Freiheit, ein humanes „artgerechtes“ Gesundheitssystem, eine wirklich nachhaltige Agrarwirtschaft erfordern Konsens. Dieser Konsens ist aber schwer zu erreichen, wenn ein Großteil der Parteien horrende Spendengelder aus der Industrie erhält. Und genau das ist der Fall! Wer sich dafür interessiert, welche Parteien von welchen Industriezweigen einen Haufen Geld einsacken, findet dazu jede Menge Quellen im Netz. Parteien sind somit buchstäblich part-eiisch. Es geht also um die Ziele einzelner Interessengruppen und die haben vor allem Wachstum im Sinn. Nein, kein seelisch-geistiges Wachstum, sondern monetäres, und davon profitieren wiederum in erster Linie wenige, während viele immer mehr und immer sinnbefreiter arbeiten müssen. Ist es nicht seltsam, dass für Krieg immer genug Geld da ist? Und ist es nicht erstaunlich, dass Politiker immer von „Arbeitsplätzen“ reden, wenn irgendwo ein neues Gewerbegebiet angesiedelt werden soll, aber sich kaum jemand dieser Politiker darüber beschwert, wenn wegen der momentan extrem propagierten KI (Künstlichen Intelligenz) immer mehr halbwegs menschenwürdige Jobs auf der Strecke bleiben?

Buch direkt bestellen

Wenngleich ich bei der Partei „Die Linke“ viele Themen vermisse, wie beispielsweise eine konsequente Pharmakritik und auch eine entschiedene Haltung gegenüber dem Rundfunkzwangsbeitrag, halte ich die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ für eine große Chance und eine tolle Idee. Sie könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein und engagierte Menschen vereinen, die erkannt haben, dass grenzenloses Wirtschaftswachstum und die Macht der Konzerne und Banken Teil des Problems und nicht Teil der Lösung sind.

Egoisten und Opportunisten brauchen Bündnisse und Seilschaften, Herzmenschen brauchen Schwestern und Brüder!

Übrigens: „Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen. Sehr allgemein kann jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung von Forderungen und Zielen in privaten oder öffentlichen Bereichen als Politik bezeichnet werden. Zumeist bezieht sich der Begriff nicht auf das Private, sondern auf die Öffentlichkeit und das Gemeinwesen im Ganzen. Dann können das öffentliche Leben der Bürger, Handlungen und Bestrebungen zur Führung des Gemeinwesens nach innen und außen sowie Willensbildung und Entscheidungsfindung über Angelegenheiten des Gemeinwesens als Politik beschrieben werden. Im engeren Sinne bezeichnet Politik die Strukturen, Prozesse und Inhalte zur Steuerung politischer Einheiten, zumeist Staaten, nach innen und ihrer Beziehungen zueinander.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Politik

Hier ist also von Gemeinwesen und von Beziehungen die Rede. Ob die derzeit noch so genannten Machthabenden das Gemeinwesen und gute Beziehungen im Sinn haben (damit meine ich menschliche Beziehungen und keine geschäftlichen!), kann sich jeder Mensch selbst beantworten. Das, was wir tagtäglich erleben, ist keine Politik mehr, die am Gemeinwesen orientiert ist, sondern ein Marionettentheater narzisstischer, teils offenkundig psychopathischer, Charaktere, die in erster Linie in die eigene Tasche wirtschaften und denen das Gemeinwohl völlig egal ist. Die Sammlungsbewegung bietet hoffentlich Möglichkeiten, genau das anzuschieben, wogegen sich die „etablierten Parteien“ schon so lange zu wehren versuchen: direkte Demokratie und konkret umgesetzte Maßnahmen vor Ort von Menschen, die nicht nur jammern wollen, sondern zum Handeln bereit sind. Nebenbei bemerkt: Wer nur rumjammert, fixiert den Status quo und will, dass sich nichts verändert! Siehe ggf. auch: Infantile Gesellschaft

Unkenrufe gibt’s in der Presse hinsichtlich der Sammlungsbewegung Aufstehen natürlich auch schon wieder reichlich – meist von denen, die selbst keine bessere Idee haben, von denen also, die sowieso immer was zum Stänkern finden, von denen, die spalten statt verbinden, die konkurrieren statt kooperieren wollen. Dabei appelliert die Sammlungsbewegung doch dazu, mitzugestalten, konstruktive Ideen einzubringen, der Stimme jener Gehör zu verschaffen, die sonst überhört werden!

Wie sagte der Künstler Joseph Beuys noch? „Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen.“ Bleibt also zu hoffen, dass es für die Sammlungsbewegung „Aufstehen!“ genügend Helferzellen gibt in Form von engagierten Menschen, die die Zukunft bewusst neu und gemeinsam gestalten!

Verwandte Themen:

FRIEDAS Parteienumfrage, Impflobbyisten als Lösung für die Energiewende?, Rechte und linke Ideologien und was sie mit missglückter Bindung zu tun haben könnten, Die Parkinson’sche Erkrankung,Überwachungsstaat – Können wir uns unsere Politik noch leisten?, Jamaica und der Kammerton A, Identität und Evolution, Fraktale – Was haben sie mit uns zu tun?, Soziopathie – Eine Herausforderung für die Gesellschaft, Neue Meme braucht das Land!, Von Schleimspuren und Spinnennetzen, Kryorecycling, Permakultur – Nachhaltige Lösungen für Mensch und Natur, Souveränität – von Karpfen und Delfinen u.v.a.m.

Weitersagen auf

Monetäres für FRIEDAs Kaffeekasse