Reproduktionsmedizin: Babys als Handelsware?

Future Baby

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Future Babyist der Titel eines Dokumentarfilmes über die Zukunft der menschlichen Fortpflanzung von Maria Arlamovsky. Die Filmemacherin aus Österreich geht darin der Frage nach, wie weit wir in der Reproduktionsmedizin gehen wollen?

Die Recherchen zu dem Film führte das Filmteam zu Forschern, Eizellenspenderinnen, Labors und Kliniken sowie zu Leihmüttern. Auch Paare, die ungewollt kinderlos bleiben und Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin erwägen oder schon in Anspruch genommen haben, kommen zu Wort.

Für ungewollte Kinderlosigkeit kommen mehrere Ursachen in Betracht. Anatomische sind einige davon. Wesentlich aber wird der Rückgang der Zeugungs- bzw. Empfängnisfähigkeit auch Umweltgiften, wie dem Breitbandherbizid Glyphosat und dem Weichmacher und dem Stabilisator Bisphenol A, zugeschrieben. Letzterer findet in der Lebensmittelindustrie breite Anwendung: Joghurtbecher, Gemüseverpackungen, Einkaufstüten, Plastikflaschen.

Bisphenol A kann Unfruchtbarkeit und Zwitter hervorrufen

Bisphenol A kann sich aus den Verpackungen lösen und über Nahrungsmittel in den Organismus gelangen. Dort wirkt es so ähnlich wie Östrogen, was zu Störungen bei der Fortpflanzung führen kann. Die Wirkung von Glyphosat aus dem Hause Monsanto ist nicht weniger besorgniserregend. Es handelt sich dabei um das am meisten eingesetzte Pflanzengift der Welt, das unter der Bezeichnung Roundup 1974 erstmals auf den Markt gebracht wurde und seitdem weltweit zu katastrophalen Folgen führte.

Neben vielen anderen Organisationen und Initiativen, die sich seit vielen Jahren für ein klares Verbot von Glyphosat aussprechen, engagiert sich besonders das Umweltinstitut München unermüdlich dafür, dass diese Substanz unwiderruflich verschwindet.

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Wie weit wir in der Reproduktionstechnologie gehen wollen, ist sicher eine berechtigte Frage, denn auch in diesem Forschungszweig dürfte es nicht in erster Linie um das Wohl des Menschen, sondern um andere Interessen gehen.

Wäre es nicht sinnvoller zunächst alle in Frage kommenden Ursachen für den Rückgang der Zeugungs- und Empfängnisfähigkeit zu eliminieren, bevor eine neue Technologie forciert wird, die nur an Symptomen ansetzt?

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