Politikum Brustimplantate

Ein Interview mit Gail Hamilton

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(c) http://pixabay.com/en/users/geralt

Vorweg ein Hinweis an meine Leserschaft: Nachdem ich kürzlich das Interview mit Dr. Susan Kolb, Titel Die Nackte Wahrheit über Brustimplantate veröffentlichte, war ich mir zunächst sicher, das Thema für FRIEDA-online nicht erneut aufzugreifen. Doch dann stieß ich auf ein weiteres Buch in dem Kontext. Es trägt den Titel BREAST IMPLANTS and the D.I.R.T. COMMITTEE.

Wie ich inzwischen von mehreren implantatgeschädigten Frauen weiß, ist der Bedarf an Informationen groß. Warum? Weil die meisten Ärzte, so zeigt sich immer wieder, ihre Hände in Unschuld waschen, wenn die implantierten Frauen mit ihren Folgeerkrankungen wieder in den Praxen stehen. Doch ohne lobbyunabhängige Informationen kann das, was die Frauen eigentlich schöner machen sollte, eines Tages die Ursache für den Kampf um ihr Überleben sein. Wie schon das Interview mit Dr. Susan Kolb wird auch dieses wieder in Deutsch und Englisch online gestellt. Die englische Fassung steht im Anschluss an die deutsche.

Like the interview with Dr. Susan Kolb, this one is also be published in German and English. The English version follows the German one.

Warum sind Brustimplantate ein Politikum?

Die moderne Medizin suggeriert Allmacht und das Bild von einem jederzeit perfektionierbaren Leben. Doch wenn wir durch Krankheit in existenzielle Krisen gestürzt werden, ändert sich unser Blick auf die Dinge. Dann suchen wir nach menschlichen Antworten und fühlen uns im System der modernen Medizin oft unverstanden und alleingelassen”, steht im Deckeltext des Buches “Medizin ohne Maß” von Prof. Giovanni Maio.

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Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, wo er auch ein eigenes Institut leitet. Als Philosoph und als erfahrener Arzt kritisiert er die Machbarkeitsvorstellungen einer technisierten Medizin und tritt für eine Ethik der Besonnenheit ein.

In seinem Buch widmet er sich Fragen wie: Wohin führen uns die Versprechen der Reproduktions- und Transplantationsmedizin? Inwieweit ist Gesundheit machbar – und inwieweit auch Geschenk? Verspricht das „schöner, besser, leistungsfähiger“ größeres Glück? Warum ist die Frage nach der Organspende schwieriger, als uns suggeriert wird? Hat das Altsein nicht einen eigenen Wert? Wie können wir eine Einstellung zum Sterben gewinnen, durch die wir uns nicht ausgeliefert fühlen?

Brustimplantate – Fahrlässige Körperverletzung?

In Bezug auf Brustimplantate geht es nicht nur um Fragen der Ethik, sondern besonders auch um die Frage der fahrlässigen Körperverletzung, eine Frage, die sich viele Ärzte, die Industrie, PR-Agenturen und alle, die sich am Implantat-Business beteiligen, anscheinend nicht stellen. Von den Mitte November etwa vierzig von mir per mail angeschriebenen Kliniken für plastische Chirurgie hat bislang nach wie vor lediglich eine geantwortet, und das auf ausweichende Weise, und ohne auf meine Fragen einzugehen. Nicht zuletzt deshalb betrachte ich Brustimplantate als ein Politikum.

Gail Hamilton aus Kanada, 1949 geboren, ließ sich im Jahre 1975 Silikonimplantate der Dow Chemical Company einsetzen. Dabei handelt es sich um einen multinationalen US-Konzern, kurz als Dow bezeichnet, der aus einer Fusion mit DowDuPont hervorgegangen ist. Nach BASF war Dow 2017 der umsatzstärkste Chemieproduzent der Welt. Das Unternehmen stellt Kunststoffe, Chemikalien und Produkte für die Agrarwirtschaft her. Allein 2012 erwirtschaftete Dow 57 Milliarden US-Dollar.

Wie viele andere Frauen mit Brustimplantaten wurde auch Gail Hamilton schleichend krank. Sie ist die Autorin des eingangs erwähnten Buches “BREAST IMPLANTS and the D.I.R.T. COMMITTEE” und betreibt die Website: https://www.breastimplantsandthedirtcommittee.com/home.html

Bis zur Explantation 1993 war es für Gail Hamilton ein extremer Leidensweg, der bis heute andauert. Ihre Geschichte ist immer noch brandaktuell, wie viele Erfahrungen von Frauen mit Implantat-Materialien der angeblich “neueren Generation” beweisen.

FRIEDA im Gespräch mit Gail Hamilton:

FRIEDA: Warum haben Sie sich damals für Brustimplantate entschieden?

Gail Hamilton: Bei fünf Fuß, sechs Zoll (ca. 1.60 m) und etwa 120 Pfund war ich einfach nicht perfekt genug, und das war eine Tatsache. Schwangerschaft und Kinderpflege hatten sich auf meine körperliche Verfassung ausgewirkt, und ich war nicht, wie erhofft, wieder so wie vorher. Ich fand es schwierig, mit meinem postpartalen Selbst zurechtzukommen. Diese Person, die ich nun war, fühlte sich für mich wie eine andere Frau an; eine Frau, an die ich nicht gewöhnt war. Bewegung und Diät erwiesen sich als völlig umsonst, da es mir nur gelang, eine kleinere Version jener Silhouette zu werden, die mir so eben nicht gefiel.

Als ich vor dem Spiegel stand, sah ich einen aufgedunsenen Ballon, der jetzt entleert war, und ich fand, dass ich ekelhaft aussah. Ich erinnere mich an keine andere Meinung zu diesem Thema. Aber eines war sicher: Ich bemerkte, dass Männer besonders auf Frauen mit vollen Brüsten achteten. Wann immer ich mitbekam, dass diese Bewunderung für mich unerreichbar war, betrübte es mich.

Nachdem ich über eine Erfindung namens Silikongel-Implantate gelesen hatte, plante ich, auch eine der Bewunderten zu werden. Ich wusste damals, dass ich mit 24 Jahren nicht mehr lebenslang in meinem verbrauchten Körper gefangen sein müsste. Da ich – wie die meisten jungen Menschen – dachte, ich sei unbesiegbar, gab es für mich keinen Grund, die Implantate nicht zu bekommen.

FRIEDA: Ab welchem Zeitpunkt nach der Brust-Operation merkten Sie, dass mit Ihrem Körper irgendetwas nicht stimmte?

Gail Hamilton: Einige Tage nach meiner Operation versuchte ich, eine Flasche mit Schmerzmittel zu öffnen, so eine mit diesen kindersicheren Kappen, die ein Pressen erfordern und sich zum Öffnen drehen. Ich konnte den Behälter nicht öffnen und war frustriert, dass sich die Erholung langsamer als erwartet einstellte, aber auch zuversichtlich, dass die Dinge bald besser werden würden. Also wartete ich ab.

Am elften postoperativen Tag, als ich mir vor dem Duschen die Zähne putzte, war ich schockiert als ich sah, wie ein großer Tropfen Blut auf mein Keramikwaschbecken spritzte. Gebannt starrte ich auf den Kontrast von dunklem Blut auf dem hellen Becken. Als ich in den Spiegel blickte, erwartete ich zu sehen, dass ich Nasenbluten bekommen hatte. Doch das war nicht so. Ein weiterer Blutstropfen spritzte auf das Becken! Wellen der Übelkeit überkamen mich. Etwas stimmte nicht.

Ich telefonierte mit dem Büro des Chirurgen und es wurde mir geraten, sofort ins Krankenhaus zurückzukehren. Nach der zweistündigen Fahrt in Begleitung eines Freundes traf mich der Chirurg am Notausgang. Innerhalb kurzer Zeit war ich auf einer Trage. Die Deckenleuchten blinkten wie in einer Diskothek, als ich in einen Operationssaal und in die Dunkelheit eilte.

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In der OP-Notiz wurden bilaterale Hämatome und Wunddehiszenz der Mammoplastik nach der Augmentation als Problem genannt. Die Implantate wurden entfernt, ebenso wie große Blutgerinnsel von den infizierten und ungeheilten Operationsstellen.

Die chirurgischen Taschen wurden reichlich mit Peroxid und Kochsalzlösung gespült. Die Implantate wurden gereinigt, desinfiziert und wieder eingesetzt. Der Lagenverschluss erfolgte durch Nähte. Nach ein paar Tagen im Krankenhaus mit intravenös verabreichten Antibiotika war ich gesund genug, um nach Hause zurückzukehren.

Was ich in der Folgezeit erlebte, steht detaillierter in meinem Buch. An dem Stoff hätte John Le Carré vermutlich seine Freude gehabt. Nur in meinem Fall war es keine Fantasie.

Alle Probleme, die sich aus einem Implantat ergaben, klangen bei meiner ersten Konsultation völlig harmlos. Als ich jedoch offiziell zur “Gruppe der chemischen Gel-Implantate” gehörte, wurde die Bewegung durch die Drehtür des Arztes, um komplikationsfrei zu sein, zu einem Vorhaben, das sich über viele Jahre hinzog.

FRIEDA: Welche Symptome sind sonst noch aufgetreten?

Gail Hamilton: Nach der zweiten Operation war ich mit meinem neuen Look zufrieden. Genau wie ich es erwartet hatte, unterschied sich die Einstellung der Männer mir gegenüber nun spürbar, und ich strahlte regelrecht wegen der Aufmerksamkeit. Ich wollte die Bewunderung von denjenigen in meinem Leben, die unverhohlen auf die Frauen starrten und sie kommentierten, also auf die Frauen, mit denen ich vorher nie hatte verglichen werden können.

Mein Selbstvertrauen nahm zu und mein Herz war glücklich. Damals war mir noch nicht bewusst, dass mich dieser Tanz mit der Aufmerksamkeit mehr kostete, als er jemals wert war. Die Aussage “Das Leben kann zurückkommen, um dich zu beißen” bezog sich wörtlich auf diese Situation. Das Produkt in mir würde lautlos und subtil zum Raubtier werden.

Etwa zwei Jahre waren seit meiner ersten Operation vergangen. Die “mögliche Komplikation von Narbengewebe” war eingetreten. Narbengewebe hatte sich also gebildet und straffte sich um die Implantate herum, so dass ich aussah, als hätte ich zwei Basebälle auf meiner Brust. Abgesehen von den Schmerzen wusste ich, dass ich lächerlich aussah.

Was hatte mir der Chirurg bei meinem ersten Besuch über die Bildung von Narbengewebe um die Implantate herum erzählt? Narbenbildung sei möglich, aber dass es sich dabei um eine leichte Komplikation handele und in der Praxis leicht gelöst werden könne. „Eine einfache Prozedur namens externe geschlossene Kapsulotomie dauert nur eine Minute“, hatte er gesagt.

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„Silikon-Brustimplantate können Wunder für Ihr soziales Leben bewirken, sind aber potenziell schädlich, wenn es um die Gesundheit geht, da sie hohe Mengen an reaktivem Platin in den Körpern von Frauen freisetzen, die trainieren, wie eine Studie ergab. Es ist offensichtlich alarmierend, dass größere, silikonisierte Brüste eine Gefahr für Ihre Gesundheit darstellen können.

Wir beginnen zu sehen, dass die tatsächlichen Kosten für eine kosmetische Brustverbesserung nicht die chirurgischen Gebühren für ihre Implantation sind, sondern eine Vielzahl von Autoimmunsymptomen und seltsamen Krankheiten, die auftreten können, typischerweise innerhalb von etwa sieben bis zehn Jahren nach der Implantation.“ (Zipporah Koganowich, Autorin. Health News Earth Times.org.)

FRIEDA: Wie ging es dann weiter?

Gail Hamilton: Was dann mit mir geschah, kann mit einem 2009 veröffentlichten Artikel von Sarah Myhill beschrieben werden: „Silikonleckagen können lokal ein Problem sein, bei dem der Körper eine Narbenkapsel gegen das Implantat wirft, um zu verhindern, dass das Silikon austritt. Wenn sich die Narbe zusammenzieht, führt dies zu einer lokalen Verhärtung der Brust, oft mit Schmerzen. Chirurgen behandeln dies, indem sie die Brust zwischen ihren Händen (oft ohne Betäubung) eindrücken, um die Narbenkapsel zu zerreißen.

Dieses unerprobte, extrem schmerzhafte, Verfahren wurde von der Industrie als eine geschlossene Kapsulotomie bezeichnet. Bei diesem Verfahren kann auch das Implantat beschädigt werden. (Sarah Myhill, Silikon-Brustimplantate und -Injektionen (April 2008,), http://www.drmyhill.co.uk/ article.cfm?id=86 (Zugriff 29. Januar 2009).

Anm. FRIEDA: Dieser Link ist inzwischen nicht mehr aktiv. Auf der Website gibt es allerdings viele andere Beiträge zum Thema Silikon: http://drmyhill.co.uk/wiki/Silicone_Breast_Implants_and_Injections

Gail Hamilton: Eine Aussage von Dr. Pierre Blais aus Kanada veranschaulicht die darüber hinaus gehenden Fakten: „Gelblutungen absorbieren in die Narbenkapsel und diese Narbenbarriere reduziert aufgrund ihrer Absorption vorübergehend den Durchfluss davon, wie viel und wie schnell die Chemikalien in das System einer Person gelangen. Aber schließlich erreicht die Sättigung die Außenseite des Narbengewebes. An dieser Stelle wird eine weitere Gewebeschicht gebildet, um eine eigene Freisetzung der Chemikalien zu verhindern. Durch diesen kontinuierlichen Aufbau nimmt die Dicke des Narbengewebes stetig zu. Wenn der Chirurg eine geschlossene Kapsulotomie durchführt, die Narbenkapsel bricht oder ‘knallt’, beginnt der Wiederherstellungsprozess auf’s Neue.“

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Etwa jedes Jahr wurde dann jeder weitere Versuch, meine Narbenkapsel zu zertrümmern, schwieriger, da sich die Narbe immer dicker aufbaute. Einige Schmerzen und latente Blutergüsse waren meine einzigen anfänglichen und offensichtlichen Nebenwirkungen nach einem solchen Eingriff. Anweisung von meinem Chirurgen: „Halten Sie neue Narbenkapseln von der Bildung ab, indem Sie sich mehrmals täglich an eine Wand lehnen.“

Diese Maßnahme sorgte jedoch nur dafür, etwas Zeit zu gewinnen, bis er den Operationssaal erneut betreten musste, um das überschüssige Narbengewebe zu entfernen.

FRIEDA: Um die Kausalkette nochmals zu konkretisieren: Ab wann wurde Ihnen klar, dass es einen Zusammenhang zwischen Ihren Symptomen und den Silikonimplantaten gab?

Gail Hamilton: Die Krankheit, die schließlich mein früheres Leben beendete, begann heimtückisch: Wirbelsäulenschmerzen, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, die ich seit Jahren hatte, waren in meinem Kopf nie mit meinen Implantaten verbunden. Das erste große Ereignis war eine doppelte Sicht und massive Kopfschmerzen, die sich über einen ganzen Monat hinzogen. Es folgte eine Lumbalpunktion, bei der aber nicht genügend Flüssigkeit für den Test aufgenommen werden konnte. Mein Zustand wurde als „spontanes Leck der zerebralen Rückenmarksflüssigkeit mit unbekannter Ätiologie“ diagnostiziert. Der Schmerz unter meinen Armen zur gleichen Zeit wurde als unverwandt abgetan.

Eines Nachts, als ich nach dem Besuch eines Freundes in der Stadt auf dem Heimweg war, bemerkte ich, dass meine Finger schmerzten. Vielleicht hatte ich das Lenkrad während der Heimreise zu fest angefasst? Was auch immer die Ursache war, die Schmerzen in meinen Händen verschwanden nach dieser Nacht nicht mehr, und in den nächsten Monaten traten weitere Symptome auf.

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Das Brennen hinter den Implantaten warnte mich schließlich vor einem Problem, und es war keine Frage, dass die Prothesen an diesem neuen gesundheitlichen Problem beteiligt waren. Der Zustand war teuflisch komplizierter, als das Brennen zuerst andeutete.

Die Praxiserfahrung stellte eine andere Prämisse dar als das, was in den Medien und den endlosen, aber diametral kontrollierten Studien der Branche dargestellt wurde.

FRIEDA: Haben Sie Ihre Ärzte dann über Ihre Vermutung informiert?

Gail Hamilton: In jenem Sommer fühlte sich mein rechter Arm prickelnd und leicht taub an. Ein eingeklemmter Nerv, nahm ich an. Aber dieser Punkt auf dem Wirbel zwischen meinen Schulterblättern schmerzte ständig. „Ein Bohrschmerz, der in diesen zentimetergroßen Punkt bohrt“, so hatte ich es meiner Hausärztin beschrieben. Sie sprach mit mir über Arbeitserleichterung und verschrieb mir Schmerzmittel. Ich fing an, mir von der Arbeit freizunehmen.

Ich fragte mich, ob das, was ich erlebte, altersbedingt war. Obwohl ich erst 42 Jahre alt war, fühlte ich mich eher wie 92. Ich war immer so müde, konnte aber nachts nicht schlafen. Es wurden rezeptfreie Schlafmittel ausprobiert, ohne großen Erfolg. Meine Ärztin war nicht davon überzeugt, dass ich Schlafmittel nehmen sollte und gab mir Ratschläge zur Einschränkung der Koffeinzufuhr, und vielleicht ein heißes Bad in der Nacht. Nichts half. Wenn ich doch so müde war, warum konnte ich dann nachts nicht schlafen?

Brustschmerzen waren die nächsten Symptome, die auftraten. Ab und zu nahm ich ein Zischen wahr, unregelmäßige kleine Schmerzen, die durch meine Brust schossen, und dann waren sie so schnell weg, wie sie gekommen waren. Was war das denn?

Dann, eines Morgens nach dem Aufwachen, wurde mir klar, dass die stechenden Unterarmschmerzen wieder da waren. Die Achselschmerzen, die ich in der Vergangenheit schon erlebt hatte, waren während der Zeit des Liquorlecks aufgetreten.

Was danach geschah, war der erste direkte Hinweis darauf, dass die Implantate an einer anscheinend mysteriösen Krankheit beteiligt waren. Es gab dieses Brennen an meiner Brustwand, direkt hinter dem rechten Implantat. Ich hoffte, dass es einfach über Nacht aufhören würde, so, wie es begonnen hatte. Aber ein paar Tage später begann auch die linke Seite meiner Brust zu brennen. Bald fühlte sich meine Brustwand an, als würde sie in den kreisförmigen Bereichen direkt hinter jedem Implantat brennen. Ich vereinbarte dann sofort wieder einen Termin mit dem “Drehbuch-Krankenhaus”…

FRIEDA: Wie reagierten die Ärzte?

Gail Hamilton: Bei der Untersuchung sagte mir mein Chirurg in der kosmetischen Klinik, dass ich mehr Narbengewebe entfernen lassen müsse und die Implantate möglicherweise ersetzt werden müssten. Die „letzten lebenslangen Implantate“, die dreimal in und aus meinem Körper waren, hielten tatsächlich nicht ein Leben lang. Im Laufe der Jahre wurden die Prothesen mehrfach stark komprimiert, indem geschlossene Kapsulotomien und Mammographien durchgeführt wurden.

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Egal, was Dow mir am Anfang gesagt hatte, mir war nun völlig klar, dass sich die Implantate verschlechtert hatten. Während der Untersuchung in Bezug auf das brennende Problem diskutierte ich noch einmal über den wunden Klumpen, für den ich im Vorjahr eine Mammographie hatte, und ich fragte meinen plastischen Chirurgen nach der Möglichkeit einer Ruptur. Die Idee wurde abgelehnt, und man sagte mir, der Klumpen sei nur etwas Narbengewebe.

Es war an der Zeit, dass ich einige ernsthafte Entscheidungen zu treffen hatte. Implantate waren mein ganzes Erwachsenenleben lang ein Teil meines Körpers gewesen. Aber wegen des Brennens war die bevorstehende Operation unerlässlich. Eine große Angst vor Verlust verfolgte mich, aber mein Ziel war, wieder gesund zu werden, und ich hätte allem zugestimmt, was das Brennen wegnehmen würde. Ich habe beschlossen, keine neuen Implantate in meinen Körper einsetzen zu lassen.

FRIEDA: Letzten Endes haben Sie sich also für eine Explantation entschieden. Wie ging es Ihnen damit?

Gail Hamilton: Ungefähr sieben Monate waren vergangen, seit meine Implantate 1993 entfernt worden waren. Ich brauchte Antworten für das, was mit meinem Körper und meiner Gesundheit geschehen war. Meistens war ich zu schwach, um ein Buch zum Lesen im Bett zu halten. Entschlossenheit und Willenskraft halfen mir, die Kraft dann doch zu sammeln, alle Kopien meiner Krankenhausunterlagen anzufordern und abzuschreiben. Ich schrieb an das Krankenhaus in der Stadt und bat um alles von der Explantation, einschließlich der Notizen der Krankenschwestern und der Anästhesie. Von meinem Bett aus schrieb ich an die plastischen Chirurgen im Krankenhaus und beantragte seit Beginn meiner Zeit dort eine Kopie meiner Unterlagen. Dann habe ich gewartet.

Die Aufzeichnungen und Antworten kamen über einen Zeitraum von ein paar Monaten und ich begann mit meiner Suche nach Antworten. Die konsequente Lektüre der Berichte führte aus Sicht des Laien zu keinen Unregelmäßigkeiten. Den Papierkram in der Nähe auf dem Bett zu halten, während ich einnickte, gab mir ein Gefühl der Sinnhaftigkeit, wenn ich wieder wach wurde, und ich ging die Unterlagen immer wieder durch. Aber es gab keine Hinweise in den Berichten. Da war nichts.

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Dann, eines Nachmittags, bemerkte ich einige Ziffern auf einem Papier, das zufällig oben auf meinen Stapelberichten lag. Es war die OP-Karte von meiner Explantation. Sie enthielt den Zeitpunkt des Beginns der Operation, die Notizen zur Anästhesie, die im OP verwendeten Medikamente und das Ende der Operation. Das Diagramm verwendete das System einer 24-Stunden-Uhr, um die Zeit(en) in der Praxis zu erfassen. Die Operation begann um 14.20 Uhr und endete um 14.43 Uhr. Meine Explantation war in 23 Minuten durchgeführt worden!

Eine richtige Explantation wird mit einer Methode namens „en bloc“ durchgeführt, was bedeutet, dass der Chirurg die Implantate sorgfältig entfernt, indem er sie präzise um die Außenseite der Narbenkapsel herum entfernt, um sicherzustellen, dass das Implantat, das in der Narbenkapsel enthalten ist, in einem Stück herauskommt.

Häufig wird die Gelmasse nur durch die Narbenkapsel an Ort und Stelle gehalten. En bloc ist nicht immer möglich, wenn man bedenkt, dass die Narbenkapsel an der Brustwand und den Rippen haftet, aber auf die eine oder andere Weise muss die gesamte Kapsel am Stück entfernt werden, da die Innenfläche dieses Narbengewebes ausgewaschenes chemisches Gel enthält. Im Laufe der Zeit, wenn das Gel eine Narbenkapsel sättigt, baut der Körper einfach eine weitere um sie herum auf. Einige Narbenkapseln waren ungefähr so dick wie ein Magazin.

FRIEDA: Wie ging es Ihnen danach?

Gail Hamilton: Ich war 43 Jahre alt. Wenige Stunden später begann der Alptraum, der mein Leben werden sollte. Mit der Zeit wurde mir klar, dass der Knoten, für den ich zuvor die Mammographie gemacht hatte und der anschließend als Narbengewebe diagnostiziert wurde, in meinem Körper blieb. Er war während der Explantation nicht entfernt worden.

Ich litt an einem postoperativen Trauma. Ich fühlte mich einfach schrecklich. Beide Ellenbogen schrien vor Schmerz, was die einzige Möglichkeit ist, es zu beschreiben, und fast ebenso schmerzhaft waren meine Achseln, Finger, Hände und Füße. Ich habe noch nie von jemandem gehört, der an Ellenbogenschmerzen leidet, die nicht durch Verletzungen verursacht wurden, aber meine Ellenbogenschmerzen waren unerträglich.

Mein Brustbein schmerzte, als wenn es gebrochen gewesen wäre. Ein Röntgenbild zeigte jedoch, dass der Knochen in Ordnung war. Der Brustbeinschmerz war in den folgenden zwei Jahren Tag und Nacht konstant bei mir. Danach nahm er an Intensität ab, bis er eines Tages ganz verschwunden war.

Ungewöhnlicher Durst und trockener Mund hatten etwa einen Monat vor der Explantation begonnen. Nun war es viel schlimmer. Ich trank ein Glas Wasser nach dem anderen, aber innerhalb von wenigen Minuten fühlte ich mich wieder wie ausgetrocknet. Ich hatte immer Wasser bei mir und konnte das Haus ohne eine Versorgung mit Wasserflaschen nicht verlassen.

Blasenkrämpfe wurden ohne Vorwarnung ausgelöst. Die schmerzhaften, greifenden Wehen warfen mich mit den Knien auf den Boden. Sichtbares Blut zeigte sich im Urin. Während der Explantation wurde kein Katheter verwendet, und eine Zystoskopie (Blasenspiegelung) ergab keine Ursache für die Hämaturie (Blut im Urin). Ich habe bis heute (jetzt) mikroskopische Hämaturie.

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Und dann gab es noch die Ösophagusspasmen. Sie kamen in Wellen, stark wie Wehen und sie verjüngten sich auch so ähnlich, eine nach der anderen. Dieses neue Symptom trat sowohl tagsüber als auch nachts auf. Manchmal, während ich schlief, kam ein Krampf auf und verursachte Brustschmerzen, und ich wurde schnell wach davon.

Inmitten der anderen Ereignisse waren beide Arme taub und stark eingeschlafen. So im Dunkeln stehend, die Arme schlaff von meinen Schultern hängend, nutzlos und schwer, schlich ich mich in der Nacht durch das Haus wie eine alte Frau, jede Bewegung eine Qual.

Ich versuchte mich daran zu erinnern, was passiert war. Es war November 1993. Chemische Gel-Implantate waren fast zwanzig Jahre lang in meinem Körper begraben gewesen und erst kürzlich entfernt worden. Hatte ich einen Herzinfarkt? Es fühlte sich so an, als hätte ich einen der Beschreibung nach. Doch die EKG’s waren normal.

Acht Jahre nach meiner Explantation schlug meine Hausärztin vor, dass ich den lästigen Klumpen entfernen lassen sollte, da er von Jahr zu Jahr größer wurde. Die Mammographie zeigte keinen Krebs. Ich wünschte, die Narbenkapsel zur gleichen Zeit entfernt zu bekommen, aber der Chirurg teilte mir mit, dass das zu diesem Zeitpunkt fast unmöglich sei. Der Klumpen wurde entfernt und die Pathologie hielt ihn für Silikon. Ich fragte meinen Chirurgen, wie groß er war, „etwa so groß wie eine Erbse?“, fragte ich. „Eher wie die Größe einer Walnuss“, antwortete er.

Meine medizinischen Berichte besagen, dass etwas Silikon in meinem Körper verbleibt und nicht wiedergefunden werden kann. Im Alter von dreiundvierzig Jahren ging mir alles, was als ein normales Leben galt, verloren.

Dies ist und bleibt ein Kampf wie kein anderer. Ich lebe einen veränderten Stil, um mit den chemischen Gelrückständen umzugehen. Ich wache morgens immer noch auf, müder als beim Einschlafen. Aber der schreckliche Knochenschmerz hat jetzt nach all den unmöglichen Jahren nachgelassen, ebenso wie die Anfälle und unfreiwilligen Bewegungen.

Blut im Urin, Nieren- und Leberschäden und Müdigkeit bleiben bei chronischen Erkrankungen bestehen. Die Muskel- und Gelenkschmerzen sind meine alltäglichen „Aide-Memoiren“ des D.I.R.T.-Komitees der Dow Corporation. Die Latenzzeit, in der sich Krebserkrankungen nach der Exposition gegenüber einigen Chemikalien entwickeln können, liegt jetzt bei mir, aber bisher hat mein Glück angehalten. So sehr ich mich auch dafür entscheiden würde, von seinem Einfluss Abstand zu nehmen, wird das chemische Gel immer ein Teil meines Schattens sein.

FRIEDA: Worum geht es in Ihrem Buch konkret?

Gail Hamilton: BREAST IMPLANTS and the D.I.R.T. COMMITTEE ist die wahre Geschichte einer Frau, hätte aber auch die Geschichte jeder Frau sein können, die mit Silikonprothesen implantiert wurde. Das Buch enthält gut recherchierte Dow Corning Dokumentationen und Aussagen, die an sich schon die Geschichte erzählen, wie Dow ganz zufällig das „sichere“ Chemie-Gel kreiert hat. Ursprünglich hieß die Erfindung „Silly Putty“.

Die meisten Frauen und ihre Ärzte denken, dass „Silikon“ ein einzelner Bestandteil von Implantaten ist, aber das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Dows firmeneigene Zutatenliste offenbarte eine beunruhigende Wahrheit. Die Chemikalienliste ist inzwischen öffentlich bekannt, aber die meisten wissen nicht genug, um diese Informationen überhaupt zu durchsuchen.

Obwohl das Rezept von neuen Herstellern hier und da ein wenig “verfeinert” wurde, ist die Zutatenliste im Grunde genommen gleich. Aufgrund dieser Chemikalien können Implantate gefährlich sein, da sie auslaufen und/oder im Körper reißen.

Ja, die neueren Gummibärchen-Implantate brechen immer noch, obwohl sie als Nicht-Bruch gefördert werden, und das Körpersystem nimmt die Chemikalien und Schwermetalle über die Lymphknoten auf. Toxine wandern durch das körpereigene Netzwerk und kontaminieren Organe und Drüsen.

Infolge ihrer Implantaterkrankung gehen Menschenleben verloren, Ehen und Familien werden zerstört, Karrieren aufgegeben, und der finanzielle Ruin ist für implantierte Frauen üblich, die einst gesunde, blühende und wirkungsvolle Menschen waren.

Für diejenigen, die dem Gel mit seinen obskuren Zusätzen erlegen sind und in den Dow-Memos als “Schäden” bezeichnet werden, schrieb ich dieses Buch, an deren Stelle, ebenso wie für alle, die den falsch eingeschätzten Schmerz ertragen haben.

FRIEDA: Was würden Sie Frauen heute raten, die sich ihre Brüste implantieren oder explantieren lassen wollen?

Gail Hamilton: Wenn sie Implantate haben, darüber nachdenken, sie zu erhalten oder wenn sie wissen, dass jemand Implantate mit unerklärlicher Krankheit hat, sollten sie dieses Buch lesen, um zu erfahren, wie und warum sie betroffen sein könnten.

FRIEDA: 1997 wurde das “International Consortium of Investigative Journalists” (ICIJ) als Projekt des Center for Public Integrity (CPI) gegründet. Das ICIJ hat sich zum Ziel gesetzt, Machtmissbrauch, Korruption und andere Arten von Pflichtverletzung durch öffentliche und private Institutionen aufzudecken. Das ICIJ hat entscheidend daran mitgewirkt, Millionen von Unterlagen über Steueroasen, Briefkastenfirmen und die Finanzgeschäfte prominenter Persönlichkeiten aufzudecken, die so genannten Panama Papers. Deren Ergebnisse sind haarsträubend, doch sie sorgten auch hierzulande nur für vergleichsweise kurze Empörung.

Erst im November 2018 veröffentlichte das ICIJ zusammen mit Kooperationspartnern Material aus Recherchen über Medizinprodukte, darunter auch Brustimplantate. Haben die investigativen Journalisten Ihrer Ansicht nach eine Chance, um sich gegen die Abwehrreaktionen und Juristen der Industrie durchzusetzen?

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Gail Hamilton: Alles Leugnen der Industrie in der Welt wird dieser tiefen Untersuchung von Fehlverhalten in diesem Bereich nicht standhalten. Die Anklagen aus der Untersuchung über die Panama-Papiere sind noch nicht abgeschlossen. Diese glaubwürdigen Journalisten geben nicht auf und graben weiter, um die Wahrheit zu finden. Ich ziehe meinen Hut vor diesen hingebungsvollen Männern und Frauen.

Das Document Investigation and Review Team war eine kleine Elitegruppe von Dow, die beauftragt wurde, belastende Dokumente über ihre Brustimplantatstudien zu suchen und zu vernichten, bevor die FDA eine Chance hatte, ihre Kapitulation anzuordnen. Bei einem Dokument, das sie zu zerstören vergaßen, war die Rede davon, dass das „Document Investigation and Review Team“ (DIRT) benannt würde und es die Ziele des neu gebildeten Teams erläutere.

Slick Broschüren gefüllt mit Versprechungen der Sicherheit, Abnicken der Sicherheit von Chirurgen, und ihr eigener starker Wunsch nach besserem Selbstwertgefühl, waren oft die letzten Punkte der Bestätigung, auf die sich Tausende von Frauen verlassen haben, bevor sie ihre endgültige Entscheidung für die Brustvergrößerung trafen.

Viele von ihnen hatten geforscht, und alle ihnen vorliegenden Informationen zeigten, dass die Silikon- und Salzprothesen harmlos seien. Es hieß, dass die Implantate das Aussehen der Frauen sicher so verwandeln würden, dass es als „normal“ angesehen werden würde oder zumindest ihren Körper wieder in den Zustand der Vorschwangerschaft versetzen könnten.

Die Implantate wurden als sicher und die beste Option für Patientinnen nach der Mastektomie beworben. Die meisten Frauen waren sehr krank, bevor sie herausfanden, was Dow Corning von Anfang an wusste – die Implantate waren nicht sicher. Ich hatte einmal eine Freundin, die mir sagte: „Ich habe den Krebs überlebt, aber die Implantate haben mich fast getötet.

Meine größte Hoffnung für laufende Dokumentationen ist es, das Bewusstsein der medizinischen Fachwelt zu schärfen, die seit Jahrzehnten keine Schadensersatzansprüche aus der Brustimplantatindustrie kennt.

Und mein bestes Resultat wäre, dass keine Frau, die unter einem der üblichen Gesundheitszustände leidet, welche nach der Implantatzubereitung operativ in ihren Körper eingebracht werden, jemals wieder von ihren Ärzten hören wird, dass ihre Krankheit „unmöglich durch ihre Implantate verursacht werden kann“. Keine Frau soll mehr von der medizinischen Fachwelt entlassen werden, indem sie ihr sagt, dass alles “nur in ihrem Kopf” sei!

FRIEDA: Vielen Dank für Ihre Bereitschaft zu diesem Interview!

Politics Breast Implants

An interview with Gail Hamilton

First of all a note to my readers: After recently publishing the interview with Dr. Susan Kolb entitled The Naked Truth about Breast Implants I was sure that I would not take up the topic once again for FRIEDA-online. But then I came across another book in that context. It has the title BREAST IMPLANTS and the D.I.R.T. COMMITTEE.

Meanwhile I know from several women with breast implants that there is a great need for information. Why? Because most doctors, as we have seen time and again, wash their hands of innocence when the implanted women – suffering from secondary illnesses – are back in their medical practices. After all, without lobby-independent information can that, what should actually make the women more beautiful, become the cause of their struggle for survival.

Why are breast implants a political issue?

„Modern medicine suggests omnipotence and the image of a life that can be perfected at any time. But when we are thrown into existential crises by illness, our view of things changes, then we search for human answers and often feel misunderstood and left alone in the system of modern medicine,“ says the cover text of the book „Medizin ohne Maß“ (“Medicine without Limits”) by Prof. Giovanni Maio. He holds the Chair of Medical Ethics at the Albert-Ludwigs-University in Freiburg, where he also heads his own institute.

As a philosopher and experienced physician he criticises the feasibility of mechanised medicine and advocates an ethic of prudence. In his book he addresses questions such as: Where do the promises of reproductive and transplantation medicine lead us? To what extent is health feasible – and to what extent is it a gift? Does „more beautiful, better, more efficient“ promise greater happiness? Why is the question of organ donation more difficult than we are suggested? Doesn’t being old have its own value? How can we achieve an attitude of dying that does not expose us to regret?“

Breast implants – negligent bodily injury?

Regarding breast implants it is not just a question of ethics that is at stake, but especially the question of negligent bodily injury, a question that many doctors, the industry, PR agencies and all those who are involved in the implant business seem not to ask themselves. From the approx. forty plastic surgery clinics that I contacted by e-mail in mid-November, only one has answered so far, evasively and without answering my questions. This is one of the reasons why I consider breast implants to be a political issue.

Gail Hamilton, born 1949 in Canada, had got silicone implants in the year 1975 from the Dow Chemical Company. This is a multinational US company, known as Dow for short, which emerged from a merger with DowDuPont. After BASF, Dow was the world’s largest chemical producer in terms of sales in 2017. The company manufactures plastics, chemicals and products for agriculture. In 2012 Dow generated sales of USD 57 billion.

Like many other women with breast implants, Gail Hamilton became insidiously ill. She is the author of the aforementioned book BREAST IMPLANTS and the D.I.R.T. COMMITTEE and runs the website: https://www.breastimplantsandthedirtcommittee.com/home.html

Until her explantation in 1993 it was a long ordeal for the author, which continues to this day. Her story is still highly topical, as many experiences of women with implant materials of the „newer generation“ prove.

FRIEDA in conversation with Gail Hamilton:

FRIEDA: Why did you choose breast implants back then?

Gai Hamilton: At five feet, six inches (about 1.60 m) and about 120 pounds, I simply was not perfect enough, and that was a fact. Pregnancy and nursing had plied their deed on my physical reflection, and I had not bounced back as expected. I found it troublesome coming to terms with my postpartum self. Again, that person felt like another woman to me; a woman that I was not accustomed to. Exercise and dieting proved all for naught as I managed to succeed in only becoming a smaller version of the silhouette that I so disliked.

When standing before the mirror, I saw an overblown balloon, now deflated, and remember thinking that I looked disgusting. I do not recall another opinion on the subject. But one thing was for sure, I noticed that men paid extra attention to females with full breasts. Whenever I realized that this admiration was unattainable for me, it saddened me. After reading about an invention called silicone gel implants, I planned to become also one of the admired. I knew then that at the age of 24, I would not have to go through life imprisoned in my used-up body. Thinking I was invincible, like most young people do, I had no reason not to have the implants.

FRIEDA: At what point after the breast-operation did you realize there was something wrong with your body?

Gail Hamilton: Several days after my surgery, I was attempting to open a bottle of pain meds that had one of those childproof caps that require a press and turn to open. I couldn’t open the container. Feeling frustrated with a slower than anticipated recovery, I was weary, but confidant that things would soon be better. So, I waited.

On the eleventh post surgical day, brushing my teeth before showering, I was shocked to see a large droplet of blood splash onto my white porcelain sink. Fixated, I stared at the contrast of dark blood on the basin. Glancing up to the mirror, I expected to see that a nosebleed had occurred. That wasn’t it. Another droplet of blood splashed onto the sink! Waves of nausea washed over me. Something was wrong.

I made a phone call to the surgeon’s office, and I was advised to return to the hospital immediately. Following the two-hour drive accompanied by a friend, the surgeon met me at the emergency entrance. Within a short time, I was on a gurney. The ceiling lights flashed like a discothèque, as I was rushed to an operating room and into the darkness.

The O.P. note named bilateral hematomas and wound dehiscence of post augmentation mammoplasty as the problem. The implants were removed, along with large blood clots from the infected and unhealed operative sites. The surgical pockets were copiously irrigated with peroxide and saline solution. The implants were cleaned, disinfected, and re-inserted. Layer closure was done by suturing. After a few days in the hospital on intravenous antibiotics, I was well enough to return home.

What I experienced in the following time is described more detailed in my book. John Le Carré would probably have enjoyed the material. Except in my case, it wasn’t a fantasy.

All the problems that arose from an implant sounded completely harmless during my first consultation. However, when I officially joined the „population of chemical gel implants“, moving through a doctor’s revolving door to be complication-free became a long term undertaking.

FRIEDA: What additional symptoms did you get?

Gail Hamilton: After the second surgery, I was happy with my new look. Exactly as I had expected, the difference in attitude of men towards me had changed appreciably, and I fairly glowed with the attention. I wanted the admiration from those in my life who blatantly stared and commented on the women, to whom before now I could never compare.

My self-confidence increased and my heart was happy. Unknown to me at the time, this dance with attention would cost me more than it would ever be worth. The statement, ‘life can come back to bite you,’ was literally referring to this situation. The product within me would silently and subtlety turn predator.

About two years had passed since my first surgery. The possible complication of scar tissue had come true. Scar tissue had formed and was tightening around the implants to the extent that I looked as if I had two baseballs sitting on my chest. Aside from the pain of it, I knew that I looked ridiculous. What was it the surgeon had told me on my first visit about scar tissue forming around the implants? Scar formation could be possible, but it was a minor complication and could easily be resolved in the office. “A simple procedure called an external closed capsulotomy only takes a minute,” he had said.

“Silicone breast implants may do wonders for your social life, but are potentially harmful when it comes to health, as they release high levels of reactive platinum in the bodies of women who sport them, a study has warned. It is alarmingly apparent that bigger, siliconized breasts can be hazardous to your health. We are beginning to see that the real cost of cosmetic breast enhancement may not be the surgical fees to implant them, but a host of autoimmune symptoms and strange illnesses that can crop up, typically within about seven to 10 years of implantation.” (Zipporah Koganowich, author. Health News Earth Times.org.)

FRIEDA: What happened next?

Gail Hamilton: What then happened to me can be described with a description in an article from Sarah Myhill, published in 2009.“Silicone leakage can be a problem locally whereby the body throws up a scar capsule against the implant to try to prevent the silicone from leaking. As the scar contracts, this causes local hardening of the breast, often with pain. Surgeons treat this by crushing the breast between their hands (often without anesthetic) to rupture the scar capsule. This unproven, extremely painful procedure has been name sanitized by the industry by simply calling it a closed capsulotomy. The implant may also be ruptured by this procedure. ( Sarah Myhill, Silicone Breast Implants and Injections (April, 2008,), http://www.drmyhill.co.uk/ article.cfm?id=86 (accessed January 29, 2009).

Note FRIEDA: This link is not active anymore. But on that website there are several other articles about silicone: http://drmyhill.co.uk/wiki/Silicone_Breast_Implants_and_Injections

Gail Hamilton: A statement by Dr. Pierre Blais from Canada illustrates the facts beyond that: “Gel bleed absorbs into the scar capsule and this scar barrier does, because of its absorption, temporarily reduce the flow rate of how much and how fast the chemicals enter a person’s system. But eventually the saturation makes it through to the outside of the scar tissue. It is at this point that another layer of tissue will be formed to prevent its own release of the chemicals. As a result of this continuing build-up, the scar tissue is ever increasing in thickness. When the surgeon performs a closed capsulotomy, breaking or ‘popping’ the scar capsule, the rebuilding process begins all over again.”

Every year or so, each successive attempt to break down my scar capsule was more difficult because of the ever-thickening scar build up. Some pain and latent bruising was my only initial and apparent side effects after one of these procedures.

Instructions from my surgeon: “Keep new scar capsules from forming by leaning in to a wall several times a day.” The plan only succeeded in buying some time before having to enter the operating room once more in order to have the excess scar tissue removed.

FRIEDA: To concretize the causal chain once more: When did you realize that there was a connection between your symptoms and the silicone implants?

Gail Hamilton: The illness that ultimately ended life as I knew it began insidiously: Spinal pain, fatigue, muscle and joint pain that I had for years were never in my mind connected to my implants. The first major event was double vision and a massive headache that continued for a full month. A lumbar puncture followed without getting enough fluid to be tested. My condition was diagnosed as a „spontaneous cerebral spinal fluid leak of unknown etiology“. Pain under my arms at the same time was dismissed as unrelated.

One night after driving home from visiting a friend out of town, I noticed my fingers were aching. Perhaps, I had gripped the steering wheel too tightly during the trip home? Whatever the cause, the pain in my hands did not go away after that night, and over the next months even more symptoms appeared.

Eventually burning behind the implants alerted me to a problem, and there was no question that the prostheses were involved in this latest health concern. The condition was devilishly more complicated than the burning first indicated. Real life experience depicts a different premise than what had been portrayed in the media and the industry’s endless, but diametrically controlled studies.

FRIEDA: Did you then inform your doctors of your suspicions?

Gail Hamilton: During that summer, my right arm felt tingly and slightly numb. A pinched nerve, I’d supposed. But, that spot on the vertebra between my shoulder blades began to pain steadily. “A drilling pain, boring into that dime sized spot,” is how I’d described it to my family physician. She talked to me about easing up on work, and prescribed pain medication. I started to take time off work.

I wondered if what I was experiencing was aging. Even though I was only 42, I felt more like 92. I was always so extremely tired, but I couldn’t sleep at night. Over-the-counter sleep aids were tried, without much success. My doctor was not convinced that I should have sleeping meds and gave me advice about restricting coffeine intake and perhaps taking a hot bath at night. Nothing helped. If I was so tired, why couldn’t I sleep at night?

Chest pains were the next symptoms to appear. Every now and then, I experienced a zing, erratic little pains shooting through my chest, and then they were gone as quickly as they had come. What was that?

Then, one morning upon waking, I realized that the jabbing underarm pain was back. The underarm pain I had experienced in the past had occurred during the time of the CSF leak. What happened next was the first direct indication that the implants were involved in what turned out to be a mysterious illness. There was a burning sensation on my chest wall, directly behind the right implant. I hoped it would just stop overnight, the same way it had started. But, a few days later, the left side of my chest began burning too. Soon, my chest wall felt like it was on fire in the circular areas directly behind each implant. I quickly made an appointment to visit the “storybook hospital” once again.

FRIEDA: How did the doctors react?

Gail Hamilton: On examination, my surgeon at the cosmetic hospital told me that I needed to have more scar tissue removed, and the implants would possibly need to be replaced. The “last a lifetime implants” that had been in and out of my body three times before were, for a fact, not lasting a lifetime. Over the years, the prostheses had undergone several strong compressions as closed capsulotomies were performed and mammograms were undertaken.

No matter what Dow had told me in the beginning, it made sense to me that the implants had deteriorated. During the examination for the burning problem I once again discussed the sore lump for which I’d had a mammogram the previous year, and I asked my plastic surgeon about the possibility of a rupture. The idea was dismissed, and I was told the lump was just some scar tissue.

The time had come for me to make some serious decisions. Implants had been part of my body for my entire adult life. But, because of the burning, the upcoming surgery was indispensible. A great fear of loss stalked me, but my goal was to be well again, and I would have agreed to anything that would take the burning away. I made the decision to not have new implants put into my body.

FRIEDA: Ultimately you chose an explantation. How did you feel about it?

Gail Hamilton: About seven months had passed since my implants had been removed in 1993. I needed answers for what was going on with my body and health. Most days I was too weak to hold a book to read in bed. Determination and willpower helped me garner the strength to write and request all copies of my hospital records. I wrote to the hospital in the city asking for everything, including nurses’ and anesthesia notes from the explant surgery. From my bed, I wrote to the plastic surgeons at the hospital and applied for a copy of my records since the beginning of my time there. Then I waited.

The records and responses all arrived over a period of the next couple of months and I began my quest for answers. Reading the reports consistently resulted in no irregularities, from a layperson’s perspective. Keeping the paperwork close by on the bed while I dozed gave me a sense of purpose for when I’d awaken, and I would sort through them again and again. But there were no clues in the reports. There was nothing.

Then one afternoon I noticed some figures on a paper that happened to be on the top of my stack reports. It was the operating room chart from my explant surgery. Recorded was the time when a surgery starts, anesthesia notes, medications used in the O.P., and the time the surgery ends. The chart used the system of a twenty-four-hour clock to record time(s) in surgery. The surgery began at 14.20 hrs and ended at 14.43 hrs. My explant surgery had been done in 23 minutes!

A proper explant is done using a method called ‘en bloc’ which means the surgeon carefully removes the implants meticulously cutting around the outside of the scar capsule insuring that the implant comes out in one piece contained within the scar capsule.

Often the mass of gel is only being held in place by the scar capsule. En bloc is not always possible considering adhesions of the scar capsule to the chest wall and ribs but one way or another all the capsule must be removed at explant because the inner surface of that scar tissue contains leached chemical gel. Over time as the gel saturates a scar capsule the body simply builds another one around it. Some scar capsules have been found to be as thick as a magazine.

FRIEDA: How did you feel afterwards?

Gail Hamilton: I was 43 years old. In a few short hours, the nightmare that was about to become my life, would begin. In time, I came to realize that the lump, for which I’d previously had the mammogram and had subsequently been diagnosed as scar tissue, remained within my body.

I was suffering from a Post Surgical Trauma. I felt just plain awful. Both elbows screamed with pain, which is the only way I know to describe it, and almost equally painful were my underarms, fingers, hands and feet. I have never heard of anyone suffering from elbow pain that was not from injury, but my elbow pain was insufferable. My sternum hurt, as if I’d the breastbone had been cracked. An x-ray proved the bone was fine. The sternum pain was constantly with me day and night for the following two years, after which it tapered off in intensity, until one day it was gone altogether.

Unusual thirst and dry mouth had begun a month or so before the explant surgery. Now, it was much worse. I was drinking glass after glass of water, yet in just a few minutes I felt parched again. I kept water with me at all times and could not leave the house without a supply of water bottles.

Bladder spasms struck without warning. The painful, gripping contractions would take me to the floor on my knees. Visible blood showed in the urine. No catheter had been used during the explant surgery, and a cystoscopy (bladder scope) did not reveal any cause for the hematuria (blood in the urine). I continue to have (now) microscopic hematuria to this day.

And then there where also Esophageal Spasms. They were coming in waves, strong like labor pains and tapering off similarly, one right after another. This new symptom was occurring both during the day and at night. Sometimes while I was asleep, a spasm would come on and cause chest pain, and I would be quickly awakened.

Amid the other events, both arms would be numb and heavily asleep. Standing there in the dark, arms hanging flaccid from my shoulders, useless and heavy, I crept through the house in the night like some ancient woman, every move a torment. I tried to remember what had happened. Surely, I was dreaming. It was November 1993. Chemical gel implants had been interred in my body for nearly twenty years and had just recently been removed. Was I having a heart attack? It certainly felt like what I’d heard a heart attack described as. The ECG’s were normal.

Eight years after my explant my family doctor suggested that I have the troublesome lump removed as it was increasing in size by the year. Mammogram showed no cancer. I wished to have the scar capsule removed at that same time but the surgeon advised me that it was nigh to impossible to do by this time. The lump was removed and pathology deemed it to be silicone. I asked my surgeon how big it was, „about the size of a pea“?, I asked. „More like the size of a walnut“, he answered.

My medical reports state that some silicone remains in my body and cannot be retrieved. By the age of forty-three, anything considered to be a typical life was lost to me. This has, and continues to be, a battle unlike any other. I live life on an altered course in order to deal with the chemical gel residues. I still wake up in the mornings, more tired than when I went to sleep. But the horrific bone pain has eased now, after all those impossible years; as have the seizures and involuntary movements.

Blood in the urine, kidney and liver damage and fatigue remain in the way of chronic ailments. The muscle and joint pain is my lingering day to day ‘aide memoires’ of the D.I.R.T. Committee at Dow Corporation. The latency period when cancers can develop after exposure to some chemicals, is now upon me but so far my luck has held. As much as I would choose to step away from its influence, chemical gel will always be a part of my cast shadow.

FRIEDA: What is your book specifically about?

Gail Hamilton: BREAST IMPLANTS and the D.I.R.T. COMMITTEE is the true story of one woman but could have been the story of any woman who was implanted with silicone prosthesis. The book contains well researched Dow Corning documentation and statements that, in themselves, tell the story of how Dow quite accidentally created the “safe” chemical-gel. Originally the invention was named ‘Silly Putty.’

Most women and their doctors think that ‘silicone’ is a single ingredient in implants but that couldn’t be further from the truth. Dow’s proprietary ingredients list tell an unsettling truth. The chemical list is now public knowledge, but most don’t know enough to even search out that information.

Although the recipe is „tweaked“ a bit here and there by new manufacturers, the ingredients list is basically the same. Because of these chemicals’ implants can be dangerous as they leak and or rupture in the body. Yes, the newer Gummy Bear implants still rupture although they are promoted as non-rupture, and the body system picks up the chemicals and heavy metals by way of the lymph nodes. Toxins travel throughout the bodily network contaminating organs and glands.

As a result of their implant illness, lives are lost, marriages and families destroyed, careers abandoned, and financial ruin is common for implanted women who had once been healthy, thriving, contributing people.

For those who have succumbed to the gel with its obscure additives and are referred to in the Dow memos as “damages”, I wrote this book in their place, as I did for all who have endured the miscalculated pain.

FRIEDA: What would you advise women today who want to have their breasts implanted or explanted?

Gail Hamilton: If they have implants, are thinking of getting them or if they know of someone having implants with unexplained illness, they should have a look at this book to learn just how and why they could be affected.

FRIEDA: In 1997 the International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) was founded as a project of the Center for Public Integrity (CPI). The ICIJ aims to uncover abuses of power, corruption and other types of breaches of duty by public and private institutions. The ICIJ has been instrumental in uncovering millions of documents about tax havens, mailbox companies and the financial affairs of celebrities, the so-called Panama Papers. Their results are hair-raising, but in this country too they only caused comparatively brief indignation.

It was not until November 2018 that the ICIJ, together with its cooperation partners, published material from research into medical devices, including breast implants. In your opinion, do the investigative journalists have a chance to assert themselves against the defensive reactions and lawyers of the industry?

Gail Hamilton: All the denial in the world from the industry will not stand up to this deep investigation of wrongdoing in this field. The indictments from the investigation about the Panama-Papers is still ongoing. These most credible journalists don’t give up and they keep on digging to find the truth. My hat is off to these dedicated men and women.

The Document Investigation and Review Team was a small elite group from Dow who were tasked to seek out and destroy incriminating documents on their breast implant studies before the FDA had a chance court order their surrender. One document that they forgot to destroy was talking of the ‘document investigation and review team’ being named (DIRT) and explaining the goals of the newly formed team.

Slick brochures filled with promises of safety, nods of assurance from surgeons, and their own strong desire for better self-esteem were often the last bits of affirmation that thousands of women relied on before making their final decision regarding breast augmentation. Many of them had done their research, and all the information available to them indicated that the Silicone and Saline prosthesis were harmless.

Word was that the implants would safely transform them to an appearance that could be considered ‘normal’ or at the very least could repair their bodies back to pre-pregnancy condition. The implants were touted as being safe and the best option for post mastectomy patients. Most of the women were very sick before they found out what Dow Corning knew right from the beginning—the implants were not safe. I had a friend say to me once, ‘I survived the cancer, but the implants nearly killed me.’

My greatest hope for documentaries underway is to bring awareness to the medical community who have for decades heard only no harm claims from the breast implant industry. And my best outcome would be that no woman who is suffering from any of the common health conditions that present after the implant concoction is surgically placed in their bodies will ever hear from their doctors again that their illness ‘cannot possibly be caused by their implants.’ No woman should be dismissed from the medical world any more with the statement that all this is only “in her head”!

FRIEDA: Thank you very much for your readiness for this interview!

Note: Partially I used deepl translator for the translation

FRIEDAs Kaffeekasse:

 

Danke.

Sources: ‘Deeply concerned’ by Implant Files, Canada vows to strengthen medical device oversight

http://www.drmyhill.co.uk/wiki/Silicone_Breast_Implants_and_Injections

20 DCC &amp and DCW, Court Documents: Manufacturers’ Internal Memos, document 3 and document 4 ed., http://siliconebreastimplant.homestead.com/CourtDocuments.html (accessed June, 2004).

Since this ‘bleed’21 appears to be inherent in the current design of the product, a standard response has been developed to answer (sic) this type of complaint!” (08/14/84. KKA 119771 – 119774 Pendleton D. #406).

https://www.news.com.au/world/breaking-news/patients-given-unsafe-medical-implants/news-story/8e30735af67f1837e1b5dad07c2719db

https://www.sbs.com.au/news/expert-calls-for-medical-implant-register-to-warn-patients-of-faults

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