Organtransplantationen und die Würde des Menschen

Lobbyismus auf Kosten der Menschheit

(c) http://www.organwahn.de/

Angesichts der nachlassenden Spendenbereitschaft in der Bevölkerung und des starken Bedarfs an Organen will Jens Spahn nun durchsetzen, dass jeder Mensch hierzulande zwangsläufig zum potenziellen Organspender wird, sofern er sich nicht schon zu Lebzeiten um eine entsprechende Widerspruchsregelung gekümmert hat. Diese Pläne stoßen in weiten Teilen der Bevölkerung auf Kritik.

So ließ die Pflegeethikinitiative Deutschland e.V. in einer Pressemeldung vom 07.09.2018 verlauten: „Organspende: Niemand würde zustimmen, wenn er wüsste worauf er sich einlässt.“

Nieren, Leber, Herz, Lunge, Pankreas und Dünndarm gehören zu den Organen, die transplantiert werden können. Aber auch Gewebe sind transplantationsfähig, darunter die Augenhornhaut, Blutgefäße, Haut, Herzklappen, Sehnen, Bänder, Knochen und die Eihaut der Fruchtblase.

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Die Nieren zählen zu den am häufigsten transplantierten Organen. Von 1963 bis 2017 wurden derartige Operationen laut dem Portal statistika allein in Deutschland 82.389 mal vorgenommen. Auf Rang zwei stehen Lebertransplantationen.

Die Betroffenen sehen in einer Transplantation oft die letzte Hoffnung. Letzteres kann allerdings auch daran liegen, dass sie über Zusammenhänge ihres Lebensstils und dem Organversagen seitens der Ärzte nicht umfassend genug informiert wurden und dass auch alternative Heilverfahren nicht oder nicht ausreichend in die vorherige Therapie einbezogen wurden.

Als häufige Gründe für Nierenversagen werden Durchblutungsstörungen angegeben, die dazu führen können, dass die Nieren nicht mehr ausreichend entgiften. Bei Diabetikern tritt Nierenversagen aufgrund chronischer Entzündung oder zu hohen Blutdrucks häufiger auf als bei anderen Menschen. „In den westlichen Nationen entsteht eine chronische Niereninsuffizienz oft durch eine ungesunde Lebensweise, aufgrund von schlechtem Ernährungsverhalten, Bewegungsmangel und Zigarettenkonsum, welche wiederum zu Diabetes oder Bluthochdruck führen und in einem Nierenversagen münden“, schreibt das Portal Volkskrankheit.net.

Eine Lebertransplantation kann bis zu 180.000 Euro kosten. Nachsorgekosten nicht inbegriffen. Nieren sind günstiger zu haben. Für die Transplantation einer Niere legen die Krankenversicherungen bis zu 65.000 Euro auf den OP-Tisch – ebenfalls ohne Berücksichtigung der Folgekosten.

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Auch beim Herzversagen spielen Durchblutungsstörungen eine große Rolle. Betroffen sind hier zumeist die Herzkranzgefäße. Das kann zu einer schweren Herzmuskelschwäche führen, für deren vermeintliche Therapie eine Transplantation in Frage kommt. Jeder zehnte Herztransplantierte stirbt allerdings bereits im ersten Jahr nach dem Eingriff.

Bei Lungentransplantationen verhält es sich so, dass unterschiedliche Lungenerkrankungen schon im Vorfeld eine Rolle spielten, deren konventionelle Behandlung aber ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr ausreichte. Zu Lungenerkrankungen, die zum Versagen der Lunge führen können, gehören zystische Fibrose (Mukoviszidose), Lungenfibrose, Alveolitis (allergische Entzündung der Lungenbläschen), Sarkoidose (Entzündung mit Auswirkungen auf das Gewebe), Bluthochdruck des Lungenkreislaufs und andere.

Abgesehen von Unfällen, die bestimmte Organe derart in Mitleidenschaft ziehen können, dass sie nicht mehr funktionsfähig sind, spielt der Lebensstil bei einem sehr großen Teil der betroffenen Patienten offenkundig eine entscheidende Rolle. Rauschmittelkonsum, nährstoffarme, einseitige Ernährung, Stress, Bewegungsmangel, Belastung durch Gifte gehören zu den Faktoren, die Organe mittel- bis langfristig so schädigen können, dass deren Funktion drastisch eingeschränkt ist oder aber ganz versagt.

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Ist die Lösung des Dilemmas nun wirklich in einer gesetzlichen Verordnung zu sehen, Menschen zum Organespenden zu verpflichten, sofern sie nicht schon zu Lebzeiten explizit dieser Regelung widersprechen? Oder sollte der Ansatz ein ganz anderer sein, um den Bedarf an Organen zu reduzieren? Wären konsequente Reformen in der Lebensmittel- und Agrarindustrie nicht das effektivere und langfristig auch gesundheitspolitisch sinnvollere Mittel als mehr Verordnungen, die die Freiheit der Menschen immer weiter einschränken?

Diese Fragen sollten wir uns stellen, insbesondere deshalb, wenn wir uns die Vita und den Dunstkreis des Jens Spahn (CDU) einmal ansehen. Spahn ist gelernter Bankkaufmann. An einer Fernuniversität studierte er später Politikwissenschaft. 1995 trat er der Jungen Union bei. Über seine CDU-Parteiarbeit war er in einigen Ausschüssen, die sich auf politischer Ebene mit Gesundheit befassten, was allerdings keine Rückschlüsse auf mögliches Fachwissen in den Bereichen Ernährung, Toxikologie, Biochemie, geschweige denn in Medizin zulässt.

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Während Entwicklungen wie die Transplantationsmedizin also regierungs- bzw. lobbyseitig weiter vorangetrieben werden, setzt man eine Menge daran, Naturheilverfahren zu verunglimpfen und den Impfwahn immer weiter zu forcieren. Das stimmt nachdenklich. Ein wenig Licht ins Dunkel kommt allerdings, wenn man sich mal ein wenig bei lobbycontrol umsieht.

Auf der Seite von lobbycontrol ist beispielsweise zu lesen, dass Spahn jahrelang indirekte Anteile an der Lobby-Agentur Politas hielt. Ferner ist dort zu lesen: „Gemeinsam mit dem befreundeten Lobbyisten Max Müller und dem Leiter seines Abgeordnetenbüros, Markus Jasper, gründete Jens Spahn 2006 eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), der wiederum die Agentur Politas gehörte. Spahn musste die Beteiligung nicht beim Bundestag anzeigen, weil nach den geltenden Transparenzregeln erst Firmenbeteiligung von ‚mehr als 25 Prozent der Stimmrechte‘ offen gelegt werden müssen. Spahn hielt exakt 25 Prozent und blieb damit genau unter der Veröffentlichungsschwelle.“

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Anlässlich eines Neujahrsempfangs des Lions-Clubs in Weilburg brachte Johannes Hanisch seine Freude über den Gastredner Jens Spahn zum Ausdruck. Dr. Johannes Hanisch ist Bürgermeister von Weilburg. In dem Buch „Strategie und Technik des Automobilmarketing“ wird Johannes Hanisch als einer der Co-Autoren im Zusammenhang mit einem Kapitel über „Wachstumsstrategien durch neue Produkte und Dienstleistungen“ erwähnt. In besagtem Kapitel steht: „Dieser Beitrag legt die methodischen Grundlagen und zeigt auf, wie Innovationen stärker aus Kundensicht bewertet werden können, damit sie eine möglichst hohe Marktakzeptanz erzielen.“

Die Unantastbarkeit der Menschenwürde ist in Artikel 1 GG geregelt. Wie vereinbart sich das eigentlich mit den Biografien und Seilschaften unserer Politiker? Auch seltsam, dass in unserer schnelllebigen Zeit die Legislaturperioden der Politiker immer noch so sind, dass man diese Leute nicht so schnell wieder loswerden kann. Wenngleich die „KI“ und die Roboterisierung ständig propagiert werden, spart sich die Politik dabei anscheinend aus. Allerdings dürfte die Frage ohnehin berechtigt sein, ob wir es diesbezüglich noch mit ethisch handelnden Menschen zu tun haben oder nur noch mit profitorientierten, skrupellosen Kungeleien elitärer Clubs.

Abgesehen davon, dass sich viele der Organerkrankungen, die zu komplettem Organversagen führen könnten und eine Transplantation erwägenswert machen, sicherlich naturheilkundlich erfolgreich behandeln lassen oder durch entsprechenden Lebensstil sowieso vermeiden ließen, sind Transplantationen generell sehr umstritten. Auf der Seite Organwahn sind dazu viele Informationen zu finden. Für das Spirit of Health Magazin schrieb ich 2016 übrigens drei aufeinander aufbauende Artikel zum Thema:

Organspende – Das Geschäft mit dem Überleben, Letzter Ausweg Organspende?, Die dunklen Seiten des Organspendens

Für die Ursachenkaskade von Erkrankungen, und deren Zunahme in den Industriegesellschaften, scheint sich aber politisch niemand so ernsthaft zu interessieren. Insbesondere der dramatische Anstieg von Diabetes sollte doch in einem Zusammenhang mit unserem Ernährungsverhalten und der „Qualität“ unserer Nahrungsmittel zu sehen sein. Doch die Behörden, die hier gemäß unserem Grundgesetz entsprechend handeln sollten, liebäugeln zunehmend mit der Industrie: Nestlé, Monsanto, BAYER, BASF, Danone, Fleischindustrie und Pharmagiganten natürlich. Die Zusammenhänge zwischen Geldflüssen und Gesetzen kann sich jeder halbwegs geistesklare Mensch selbst zusammenpuzzeln. Über Institute, Gesellschaften, Holdings etc. offenbart sich ein Filz ohne Ende: Dazu ein paar Quellen, die nur die Spitze des Eisbergs repräsentieren:

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/in-diesem-jahr-5-7-millionen-euro-wer-hinter-den-groessten-parteispenden-fuer-cdu-spd-und-fdp-steckt_H1466920722_507845/

https://www.foodwatch.org/de/newsletter/sumpfgebiete/

https://correctiv.org/recherchen/euros-fuer-aerzte/datenbank/empfaenger/dge-e-v-/

https://www.nestle.de/medien/news/osthofen-grundstein

https://correctiv.org/recherchen/euros-fuer-aerzte/datenbank/empfaenger/martin-wabitsch-ulm/

https://correctiv.org/recherchen/euros-fuer-aerzte/datenbank/empfaenger/robert-koch-institut-berlin-de/

https://correctiv.org/en/investigations/euros-doctors/database/recipient/gerd-dieter-burchard-hamburg/

https://www.n-tv.de/politik/Korruption-kostet-Milliarden-article1895201.html

https://www.springerprofessional.de/strategie-und-technik-des-automobilmarketing/4503070

https://www.lobbycontrol.de/2013/01/ein-abgeordneter-mit-lobbyagentur-jens-spahn-antwortet-nicht/

https://de.sott.net/article/28688-Was-hat-Glyphosat-in-Impfungen-zu-suchen-Unerwunschte-GVOs-werden-als-GVO-Medikamente-verordnet

https://netzfrauen.org/2013/08/01/gentechnisch-hergestellter-grippeimpfstoff-zugelassen-der-in-insektenzellen-produziert-wird/

sowie ergänzend:

http://ayurheart.com/heart-transplantation/

http://pflegeethik-initiative.de/2018/09/07/organspende-niemand-wuerde-zustimmen-wenn-er-wuesste-worauf-er-sich-einlaesst/

https://de.statista.com/themen/376/organspende/

https://www.volkskrankheit.net/krankheiten/niereninsuffizienz

Wer den Film „Die 5 Biologischen Naturgesetze“ noch nicht kennt – einfach mal bei youtube eingeben!

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