Neue Meme braucht das Land!

Umdenken, handeln, kooperieren!

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Foto: http://pixabay.com/en/users/geralt

Laut der so genannten Memtheorie sind Meme so etwas wie Bewusstseinsinhalte. Dazu lassen sich auch Gedanken zählen. Durch Kommunikation und sämtliche Medien verbreiten sich diese Meme im Bewusstsein der Menschen. Aus soziokultureller Sicht sind sie vergleichbar mit dem, was Gene in der Biologie sind. Im Alltag lässt sich die Wirkweise von Memen sehr gut beobachten, etwa anhand von Moden oder gerade auch bei jeglicher Art von Propaganda (Ideologien, Massenveranstaltungen, Religionen etc.). Je mehr bestimmte Meme auf Individuen einwirken und über sie „vervielfältigt“ werden, desto größer ist ihr Einfluss auf das Kollektivbewusstsein, auf die Meinungen der Menschen und somit auch auf deren Denkweise, Entscheidungen und Verhalten.

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Begriffe und Begriffspaare wie „Business“, „Rendite“, „Karriere“, „Smart Shopping“, „Event“, „Holding“, „Hybrid“, „Cyber“, „App“, „Human Resources“, „Human Design“, „Digitalisierung“, „Chillen“, „Anti-Aging“, „Style“ und viele andere prägen den alltäglichen Sprachgebrauch seit Jahren nicht unwesentlich. Sprache beeinflusst auch das Gehirn! Siehe dazu eventuell auch die Beiträge: Achtsam sprechen, Meine Sprache und ich und Die Kraft der Sprache

Unter den Suchbegriffen „Sprache Gehirn“ findet, wer will, dazu im Internet zudem eine Menge interessanter Publikationen, beispielsweise einen lesenswerten Beitrag des Diplom-Biologen und Wissenschaftsjournalisten Sascha Karberg, der auf dem Portal www.gehirn.info.de erschien:

https://www.dasgehirn.info/wahrnehmen/hoeren/vom-laut-zum-wort

Was es mit „Memen“ auf sich hat, ist sonst auch in verschiedenen Beiträgen auf FRIEDA-online nachzulesen. Darüber hinaus empfehle ich die Vorträge von Vera Birkenbihl, derer es etliche auf youtube gibt. Dr. Hans Hein, den ich bereits mehrmals interviewte (Themen: Souveränität, Meme u.a.), stand nun auch bei Götz Wittneben von Neue Horizonte TV Rede und Antwort. Teil 1 des Interviews binde ich weiter unten ein, Teil 2 erscheint in den nächsten Tagen auf dem Kanal Neue Horizonte TV.

Meme für den Konsum oder für unser Überleben?

Wer heute einen Kredit abschließen oder „online shoppen“ will, hat es leicht. Mit ein paar „Mouseclicks“ lassen sich Kreditverträge abschließen, Klamotten kaufen oder Mitgliedschaften in Foren generieren. Und nahezu allgegenwärtig locken auf Monitoren oder in Zeitschriften Angebote, von denen die meisten wohl nicht glücklich machen. Auf der anderen Seite: Wer innovative, ökologisch einwandfreie Ideen in die Welt bringen will, muss es nach wie vor oft mit bürokratischen Hürden aufnehmen, die an mittelalterliche Pilgerreisen erinnern. An mich treten immer wieder Menschen mit genialen Ideen heran, die in den so genannten Mainstreammedien kein oder wenig Gehör finden. Diese Hürden, die diese Menschen zu nehmen haben, sind immer ähnlich: Auflagen, Regeln, Paragrafen, umständliche Genehmigungsverfahren, langsame Mühlen der Behörden – als Ergebnis einer über alle Maßen aufgeblasenen Bürokratie, die oft dazu beiträgt, Innovationen zu verhindern, während sie jene schützt, die kein oder wenig Interesse daran haben, dass sich etwas ändert. Letzteres könnte auch daran liegen, dass hierzulande nahezu jeder Mensch Politiker werden kann.

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Für jeden Job muss man nachweisen, dass man die Qualifikationen erfühlt, Kompetenzen mitbringt, doch wer mal eigene Recherchen zu den Lebensläufen vieler Politiker in diesem Land anstellt, dürfte erschrecken. In Bremen etwa avancierte eine Psychologin zur Senatorin für Wirtschaft und Finanzen, ihre Hofbericherstattung dürfte von Ökologie ebenso wenig Ahnung haben wie ein Gabelstaplerfahrer von Blinddarmoperationen. Darf so etwas sein? Eignungstests für Politiker wären beispielsweise ein neues Mem, neuer Diskussionsstoff also, der öffentlich zu erörtern wäre und zwar in den Medien, für die die Öffentlichkeit ja auch zur Kasse gezwungen wird!

Ich finde, dass hier auch die Gewerkschaften, ganz besonders ver.di, gefordert sein sollten, denn „Öffentlicher Dienst“ sollte der Öffentlichkeit dienen und nicht einer Handvoll von Politikern, Wirtschafts- und Industriebossen oder Leuten, die sich aus dem Queer-Café, der Eckkneipe, dem Lions-Club oder vom Golfplatz kennen und sich untereinander die Jobs in der Politik zuschieben!

Warum also könnten wir neue Meme gebrauchen? Weil die Situation einer Welt, in der Meme, wie beispielsweise die eingangs genannten, zu Entscheidungen und Handlungen führen, an die Grenzen der Belastbarkeit dieses Planeten führen könnten. Dabei ist die Welt voller Lösungen, wenn wir andere Fragen stellen als nur die, die sich um Gewinnmaximierung drehen. Solange jedoch die Mehrheit an Individuen in einem Kollektiv propagandistischen Memen folgt, haben es jene schwer, die wirklich schon Lösungen für die Probleme dieser Welt anzubieten haben.

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In einem früheren Beitrag erwähnte ich schon das Kryorecycling, eine seit den 1980er Jahren bekannte Methode, mit der wir den Plastikmüll zu nahezu 100 Prozent recyceln könnten. Eine weitere Lösung hat Prof. Dr. Ralf Otterpohl auf Lager. In einem Interview mit Robert Stein von Steinzeit TV erzählt der Wissenschaftler, worum es in seinem Buch „Das neue Dorf“ geht. Dank des Internets also, das, wie Frau Merkel gerade wieder verlauten ließ, immer mehr zensiert werden dürfte, kommen Menschen zu Wort, die in den Öffentlich Rechtlichen verschwiegen oder gar diffamiert werden. Wenn es in einer Demokratie so weit gekommen ist, kann man nur noch von Faschismus sprechen.

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In dem Interview „Missbrauch – eine Gesellschaft von Tätern?“ sagte Dr. Hans Hein, Arzt und Psychotherapeut aus Hannover: „Wir sind es oft gar nicht mehr gewohnt, Dinge zu Ende zu denken, bis sie zu einer Lösung führen, zumal die Einschüchterungen so installiert werden, dass ein lösungsorientiertes Zu-Ende-Denken nicht mehr möglich ist. Kommt man bei einer bestimmten Instanz nicht weiter, verweist man an eine höhere Instanz in der Hierarchie. Die Herrschenden sind davon überzeugt, dass das, was sie tun, richtig ist. Je unsicherer die Leute in sich selbst sind, desto mehr rotten sie sich dann zusammen und vermeiden die Chance des Austausches und der Kooperation, und je weniger sie sich selbst spüren, desto mehr wähnen sie sich im Recht (vgl. „Das Ei“ von Leo Tolstoi). Dabei geht das Gewissen für die soziale Verantwortung verloren.“ (…)

„In solchen Systemen bestimmen immer die Herrschenden über Moral und diese Moral gilt in der Regel nur für die Sklaven, während sich die Herrschenden alle Freiheiten herausnehmen – und zwar rücksichtslos. Die Botschaft der archaischen Herrscher-Sklaven-Haltung an die Sklaven lautet: „Ihr habt kein Recht, Kritik zu üben!“ Das zielt darauf ab, die Sklaven und ihr Aufbegehren, für sich selbst einzutreten, zum Schweigen zu bringen. Und die Sklaven (das Kind in ihnen) übernehmen – unbewusst – bereitwillig diese Rolle, weil sie nicht anders können als sich schuldig zu fühlen. Rebellieren sie trotzdem, folgen Einschüchterungsversuche und Sanktionen.“

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Achtsam Sprechen, Die Kraft der Sprache, Meine Sprache und ich, Pötters Perlen, Souveränität: Von Karpfen und Delfinen, Fraktale – Was haben sie mit uns zu tun?, Der Geist hat keine Firewall, Memetik – Gewalt als Bumerang u.v.a.m.

Hier nun zu den Videos (Lieben Dank an Götz und Robert bei der Gelegenheit!) BITTE DIREKT AUF DIE VIDEOKANÄLE KLICKEN, DAMIT NEUE HORIZONTE TV UND STEINZEIT TV DIE CLICKS FÜR SICH GENERIEREN KÖNNEN! UND AM ENDE NOCH EIN BEITRAG VON NEUE HORIZONTE TV, IN DEM GÖTZ WITTNEBEN DEN HIRNFORSCHER PROF. DR. GERALD HÜTHER ZU EINEM WICHTIGEN THEMA INTERVIEWT. DIE FRAGE LAUTET: „WAS IST WÜRDE?“ Diese und viele andere der alternativen Kanäle nehmen m.E. – meist auf überwiegend eigene Kosten (!) – einen Bildungsauftrag wahr, der eigentlich Angelegenheit des Staates sein sollte!

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