Mutterwunde – Gefühlsstau bei deutschen Müttern?

Im Gespräch mit Kassandra Henao

Das Interview mit dem Titel „Heilung der Mutterwunde durch die eigene Stimme“ mit Iris Hammermeister gehört zu den nach wie vor häufig aufgerufenen Beiträgen auf FRIEDA-online. Es scheint sich demnach um ein Thema von breiterem Interesse zu handeln. Als ich vor einer Weile den Begriff „Mutterwunde“ in eine Suchmaschine eingab, um herauszufinden, was es sonst noch dazu gibt, stieß ich auf das Buch „Mutterwunde“ von Kassandra Henao. Der Untertitel ihres Buches lautet „Ich weiß alles, fühle aber nichts“. Das hat mich neugierig gemacht.

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Kassandra Henao stammt aus Kolumbien. Sie lebt seit 33 Jahren in Deutschland und arbeitet als Heilpraktikerin und Yogalehrerin in eigener Naturheilpraxis in Hessen. Ferner bildet sie Menschen in der 5-Elementen-Lehre aus. Im Vorwort ihres Buches „Mutterwunde“ schreibt die Autorin, das Werk sei eine Dokumentation langjähriger Erfahrungen als Therapeutin im Umgang mit vielen Menschen. Gefühllosigkeit und Leere, insbesondere bei Müttern, präge das Leben der Nachkommen so nachhaltig, dass diese oftmals jahrzehntelang unglücklich seien.

Diese emotionale Leere sei anscheinend besonders bei deutschen Müttern ausgeprägt. Wenngleich sich solche Eindrücke sicherlich nicht pauschalisieren lassen, finde ich es interessant, die Einschätzung einer gebürtigen Kolumbianerin über die womöglich fehlende Emotionalität hierzulande im Allgemeinen und die der Mütter im Besonderen näher zu betrachten. Darum bat ich Kassandra um ein Interview.

FRIEDA im Gespräch mit Kassandra Henao

FRIEDA: Du bist mit 16 Geschwistern aufgewachsen, warst also in eine Großfamilie eingebunden, etwas, das heutzutage, und besonders hierzulande (zumindest bei der indigenen Bevölkerung), kaum noch vorkommt. Worin lag für dich der besondere emotionale Gewinn einer Großfamilie?

(c) Kassandra Henao

Kassandra Henao: Großfamilien gibt es auch hier, ebenso in anderen europäischen und außereuropäischen Ländern, wenngleich der Trend insgesamt sicherlich zur Kleinfamilie und zur Vereinzelung geht. Der besondere emotionale Gewinn einer Großfamilie lag für mich in der Freiheit, die ich hatte, weil ich nicht im Fokus meiner Mutter stand. Sie war die beste Mutter für meine Freiheit suchende Seele. Es geht dabei weniger um die Anzahl der Kinder, sondern darum, wo die Mutter selbst ihren Schwerpunkt, ihre innere Mitte, gefunden hat.

Die Liebe innerhalb der Familie hat nichts mit Quantität zu tun, sondern mit ihrer Qualität. Das Besondere an unserer Situation war, dass meine Mutter eine Mutter war, die ich sehr liebe und die jeden Tag in meinem Herzen wohnt und für die ich tiefe Dankbarkeit empfinde. Ihre Aufgaben erledigte sie mit Hingabe und Liebe. Meine Mutter war eine Mutter, die wusste, was zu tun ist, um jedes ihrer Kinder voranzubringen. Meine Mutter hatte keine Erwartungen an uns Kinder, mit Ausnahme zweier Dinge: Erziehung und eine gute Bildung. Aber sie war nicht den ganzen Tag hinter uns her. Sie manipulierte uns nicht mit dem, was sie dachte, wie wir sein sollten. Wir waren nie ihr Projekt. Es ging nicht um Ehrgeiz, sondern darum, uns zu lassen, aber dennoch Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Sie hat uns gelehrt, dass sich jede/r selbst tragen muss; sie hat uns sehr viel gegeben ohne etwas dafür zu erwarten.

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Als ich nach Deutschland kam, war ich sehr verwundert darüber, dass viele Frauen hier schon von der äußeren Erscheinung her nichts Mütterliches ausstrahlten, also auch dann nicht, wenn sie bereits Mütter waren. Das war und ist zumindest meine Wahrnehmung. Ich meine damit eine gewisse Distanz untereinander, obwohl sie sich nahe stehen. Es wirkte so, als müsste man mehr sein als man schon war. Das erlebte ich in vielen Situationen mit Kindern bei mir. Ich meine damit, dass die Mütter schon alles geregelt haben wollten – womit oder mit wem die Kinder spielen oder nicht, wohin die Kinder gefahren werden…

Bei uns regelten wir diese Sachen selbst und gingen zu Fuß oder fuhren mit dem Bus. Ich habe am Anfang gedacht: Ich möchte in Deutschland kein Kind haben. Das fühlte sich alles nur nach Arbeit an. Ich hatte den Eindruck, dass die Eltern hier das Leben der Kinder gestalten, dass viele Frauen hier, oder in den Industrienationen generell, den Balanceakt zwischen Karriere und Muttersein nicht vereinbaren können, so dass es für die Kinder noch gesund ist.

Diese innere Haltung ist also nicht speziell diejenige der Deutschen; es ist diejenige der „neuen, perfekten modernen“ Frau, die alles haben muss: Erfolg bei der Arbeit, gutes Aussehen, Ansehen in der Öffentlichkeit, ein perfektes Kind, das durchgeplant ist mit Terminen, was bei den Eltern aber zu Stress führt. So sind die Kinder dann oft die Projektionsfiguren für den Ehrgeiz der Eltern mit dem Ergebnis, dass schon der Nachwuchs einen vollen Terminkalender hat. Dabei wird vermittelt, dass die Liebe Leistung ist. Doch wichtig ist ja, welche Qualitäten eine Mutter im Herzen hat und ob ihre Hingabe an die Aufgabe, eine Mutter zu sein, jenseits des wirtschaftlich intellektualisierten modernen Konzepts einer Frau angesiedelt ist.

Auffallend ist auch, wie sich dies in der deutschen Sprache wiederfinden lässt. Hier gibt es eine hohe Zahl von Menschen, welche von Dyslexie oder Legasthenie betroffen sind. Das zeigt, dass die Deutschen selbst oft Schwierigkeiten haben, sich mit ihrer „Muttersprache“ auszudrücken. Die Phonologie ist sehr hart und wenn die Kinder beschimpft oder angeschrien werden, berichten mir die Patienten, wie sie darunter leiden, dass die Sprache sich dann wie ein Messer im Herz anfühlt. Es geht also vielmehr um eine Herzthematik der Mutter-Kind-Bindung, die nicht allein durch eine Lerntherapie/LRS-Therapie oder Logopädie behoben werden kann.

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Viele „pflegen“ meiner Ansicht nach inzwischen auch eine sehr herabsetzende Sprache, welche die Herzqualität auf Dauer tötet. Das spiegelt sich nicht zuletzt im Umgang mit den so genannten sozialen Medien wider und im Mobbing an Schulen. Im Gegensatz zu Kolumbien empfinde ich den Gebrauch der Sprache in Deutschland häufig als sehr verachtend, als ginge es mehr um Besserwisserei als um Kommunikation. Wer sich nicht bestätigt fühlt im Sinne von „Ganz genau!“, Ich stimme dir absolut zu!“ usw., reagiert schnell beleidigt.

Der allgegenwärtige Konkurrenzdruck äußert sich eben auch im Gebrauch der Sprache, die stark auf Rechthaberei ausgelegt ist und eine Konditionierung der Angst und Ausgrenzung begünstigt, statt dass sich Sprache mehr auf Gefühle ausrichtet. Es hat sich ein Schwarz-Weiß-Denken etabliert, das Zwischentöne ausklammert nach dem Motto: „Wer nicht in allen Punkten für mich ist, kann nur gegen mich sein!“ Solch eine Haltung begünstigt aber eine Hackordnung und keine Liebe. Liebe bietet auch Raum für die Wahrnehmungen und Sichtweisen des Gegenübers.

FRIEDA: Warum hast du Kolumbien eigentlich verlassen?

Kassandra Henao: Ich habe Kolumbien nicht bewusst verlassen wollen, sondern das Schicksal hat mich dazu veranlasst. Die Details rund um diese Entscheidung sind auch bei mir durchaus traumatisch behaftet. Was das Trauma aber in meinem Leben machte, war, dass ich mich dem neuen Schicksal beugen musste. Das war mein eigener „Kolumbien-Ego-Tod“. Es war schwer, mich an diese Realität zu gewöhnen, aber das Leben wollte es so. Diese Erfahrung hat mir viel gegeben und der Verlust von allem hat sich in heilende Energie verwandelt. Nur diese Hingabe an das, was war, brachte mich dorthin, wo ich heute bin. Ich musste durch alles durch und konnte alles in kreative Energie verwandeln.

Die geografische Heimat, und das wissen wir nicht zuletzt aus systemischen Aufstellungen, beeinflusst die Seele des Menschen auf unterschiedliche Weise. Dabei ist es natürlich von Bedeutung, ob jemand seine Heimat verlässt, weil es dort Krieg gibt, die Umweltbedingungen schlecht sind, die wirtschaftlichen Verhältnisse perspektivlos erscheinen oder private Gründe der Grund dafür sind.

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FRIEDA: In deiner Praxis erlebst du immer wieder, dass es den Menschen an Lebenslust zu mangeln scheint. Woran liegt das deiner Ansicht nach?

Kassandra Henao: Lust und Verstand stehen sich dabei im Weg. Für Lebensfreude und Lebenslust braucht es keine Reichtümer, doch in einem Land, das so sehr auf Leistungsdenken ausgerichtet ist, in dem die Lebenswerte vor allem wirtschaftlich orientiert sind, verliert der Mensch den Kontakt zu sich selbst und somit auch zu seinem inneren Kern und seiner Lebensfreude. Ich habe das oft genug erlebt, dass es in Gesprächen oder bei anderen Anlässen thematisch häufig nur um die Arbeit oder um Fortbildungen geht und darum, mehr zu haben und besser zu sein als andere. Man wird an der Arbeit und dem Erfolg gemessen. Wir in Kolumbien legen mehr Wert darauf, einfach zu leben.

FRIEDA: Wie eingangs erwähnt, lautet der Untertitel deines Buches „Ich weiß alles, fühle aber nichts“. Ansatzweise erklärtest du schon, wie deine Wahrnehmung von den Frauen hier ist. Kannst du noch etwas näher beschreiben, was du damit meinst bzw. welche Erfahrungen du da in deinem Praxisalltag konkret gemacht hast?

Kassandra Henao: Die „modernen“ Frauen wollen alles richtig machen und lesen alles nach, anstatt sich auf ihre Gefühle und ihre Instinkte zu verlassen. So intellektualisieren sie ihre Gefühle. Durch das Einholen der verschiedensten Ratschläge von so genannten Experten lassen sich viele dann aber leider verunsichern und sie verlieren den Bezug zu sich selbst. Die natürlichen Instinkte gehen verloren. Der Zugang zur urweiblichen Intuition fehlt bei vielen. Das mag auch mit einem Mangel an Zuversicht zu sich selbst zu tun haben und zuweilen auch mit der fehlenden Fähigkeit, das zu hinterfragen, was der allgemeinen Meinung entspricht. Sicher hat das auch mit fehlender emotionaler Bindung zu tun. Ein Gefühl von „nicht alles richtig zu machen“ scheint da latent bei vielen Frauen vorhanden zu sein. Der Spagat zwischen Hausfrau, Mutter und Karrierefrau lässt vieles auf der Strecke bleiben, vor allem, Zeit für die Kinder zu haben, da Mütter nur noch damit beschäftigt sind, alles haben, alles zu planen, alles zu kontrollieren, perfekt sein zu wollen. Nur für wen und zu welchem Preis? Für die Störung der Kinder?

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Der Familienalltag gleicht einer to-do-Liste, die abgehakt werden muss. Das verhindert jedoch, gewisse Dinge oder Handlungen aus einer sich spontan ergebenden Situation oder einem Impuls der Leichtigkeit heraus einfach geschehen zu lassen. So bleibt die Lebendigkeit auf der Strecke. Kinder brauchen keine perfekten Eltern, sondern welche, die in sich selbst verankert sind. Wer selbst perfekt sein will, fordert Perfektionismus auch von seinen Kindern ein. Das kann nicht gutgehen.

FRIEDA: Und wie sieht es deiner Ansicht nach mit deutschen Vätern aus?

Kassandra Henao: Bei Männern gestaltet sich die Situation aus meiner Sicht nicht viel anders. Auch sie haben Probleme mit ihrer Identität als Mann und Vater. Güte, Struktur geben, Stabilität und Präsenz ausdrücken – das wären Eigenschaften des idealen Archetypen des Vaters. Aber Männer sind heute eben auch mit vielen anderen Dingen beschäftigt, wenngleich sich da inzwischen wieder ein etwas gegenläufiger Trend bemerkbar macht. Insgesamt aber, so sehe ich das, sind Männer sehr mit ihrer Identitätsfindung beschäftigt und mit ihrer Individualität. Sie orientieren sich ebenfalls stark im Außen. Diese wurzellosen Männer sind im Alltag auch nicht wirklich da und wenn sie zu Hause sind, dann sind sie oft nicht seelisch präsent, nicht greifbar, beschäftigt mit der Arbeit, dem Sport, dem Fernsehen. Das hat auch mit der Rollenverteilung zu tun: Der „moderne“ Mann hat in der Gesellschaft seine traditionelle Rolle verloren. Gewünscht ist, dass der Mann alles macht, arbeitet, die Frau möglichst noch entlastet, Einkäufe tätigt und putzt. Dadurch, dass die Frau heute auch arbeiten geht, das sogar häufig auch muss, um den Lebensunterhalt für die Familie zu sichern, kommt er von der Arbeit und übernimmt dann womöglich noch die ursprünglich traditionellen Aufgaben der Frau, weil er auch der Frau Zeit geben möchte, die sie für sich braucht. Da bleibt oft kein Raum mehr für Frau und Mann, um sich in der Mitte zu treffen. Beide funktionieren nur noch.

FRIEDA: Die alte Rollenverteilung brachte aber auch viele Nachteile mit sich. Besonders für die Frauen. Zurück in die Vergangenheit wollen wir doch alle nicht, oder?

Kassandra Henao: Nein, früher war gewiss nicht alles besser, doch nicht alles, was mit traditionellen Werten und Rollen zu tun hat, war schlecht. Es gibt auch Stabilität, wenn jeder weiß, was sie oder er zu tun hat, und für die Kinder bietet es einen gesunden Rahmen, wenn die Eltern in sich selbst zu Hause sind und wenn Kinder spüren, dass nicht ständig an ihnen gezogen wird, sondern wenn sie einfach die Zeit bekommen, die sich brauchen. Wer in sich selbst zu Hause ist, kann auch ein Heim gestalten, in dem sich alle heimisch und angekommen fühlen. Dazu gehören auch Familienaktivitäten, die sich eben nicht nur an Leistung festmachen lassen, sondern die einfach dazu dienen, füreinander da zu sein. Das hat nichts mit teuren Autos oder spektakulären Urlaubsreisen zu tun, oder damit, wie bombastisch die Kindergeburtstage ausgerichtet werden.

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Der Erwartungsdruck an den Mann, die Frau zu entlasten und sich möglichst auch mehr in die Kindererziehung einzubringen, überfordert viele Männer. Uns steht leider nur eine begrenzte Energie zur Verfügung. Irgendwo muss man dann Abstriche machen. Es ist so viel vom Mann in der Frau und so viel von der Frau im Mann. Es vermischt sich heute eine Menge: Wer ist nun was in der Rollenverteilung? Heutzutage müssen alle alles können. Das führt dazu, dass viele in ihrer „Rolle“ überfordert sind und am Ende keiner der beiden Elternteile mehr ausreichend für die Kinder da sein kann. So habe ich es zumindest oft in meiner langjährigen Praxis erlebt.

Arbeitsteilung im Haushalt und bei der Kinderbetreuung ist ja auch nichts Verwerfliches. Ich möchte da nicht falsch verstanden werden, sondern meine es so, dass die Rollenidentitäten nicht zuletzt durch die Ansprüche und „Moden“ der Gesellschaft unmenschlich geworden sind. Seelisch kommen die Menschen da oft nicht hinterher, funktionieren nur noch, um irgendwelche Erwartungen zu erfüllen, fühlen sich aber womöglich immer ausgebrannter. Hier teilt sich der Weg, denn das „Immer-Besser-Sein-Müssen“ der Kinder macht enormen Druck für alle Beteiligten, schon alleine bei Problemen mit den Hausaufgaben, die viele Familien haben. Das reicht schon für genug Konflikte. Plus der Sauberkeitszwang, den es bei vielen gibt. Das summiert sich dann schnell und führt zu Stress. Hier wird viel unter Druck gearbeitet, alle haben Druck oder machen ihn selbst, weil sich von selbst ja auch nichts bewegt.

Mutter und Vater zu sein ist ja schon ein großes Geschenk. Doch beides empfinden viele heute als Last, weil die berufliche „Selbstverwirklichung“ an erste Stelle gerückt wird. Aber nichts kann man schneller verlieren als berufliches Ansehen und Geld. Leben schenken, Kinder auf die Welt zu bringen und sie begleiten – das ist im besten Sinne Reichtum. Die Anerkennung des Elternseins, besonders des Mutterseins, lässt gesellschaftlich auch noch sehr zu wünschen übrig. Der Fokus liegt auf Wirtschaftlichkeit. Wer „nur“ Mutter ist, genießt immer noch nicht die Akzeptanz wie eine Karrierefrau. Und die, die genau das heute einfordern, nämlich mehr Anerkennung der mütterlichen Qualitäten, gelten dann als reaktionär und konservativ. Leistungsdenken und Hingabe schließen sich aber aus. Ich meine mit Lust hier nicht sexuelle Freiheiten, sondern Lust am Sein. Die „Weiblichkeitsrolle“ ist heutzutage ebenso strapaziert wie die „Männlichkeitsrolle“, auch global gesehen. Und genau das hat Auswirkungen für Mutter Erde.

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Die neueste Bewegung der Transgendergeneration, mit von der Krankenkasse bezahlbaren Körperumwandlungen, ist, genauer betrachtet, eine Verstümmelung der Frauen, eine Verachtungshaltung für die Weiblichkeit der Frauen zu sich selbst und im umgekehrten Fall auch eine Art Kastration für die Männlichkeit. Sie ist auch Ausdruck einer allgemeinen Orientierungslosigkeit. Wenn innere Werte fehlen, wird alles zum Kult erhoben, zur Mode, der man sich anzupassen hat. Die Emanzipation hat sich inzwischen eher in einen Krieg gegen die Geschlechter gewandelt anstatt zu gegenseitigem Respekt geführt.

FRIEDA: Mit deiner Antwort berührst du teilweise Aspekte, die schon in dem Interview „Emanzipation mal anders betrachtet“, das ich mit dem Apotheker Carsten Pötter führte, thematisiert wurden. Nicht zuletzt aufgrund meiner Leserpost ist bei mir der Eindruck entstanden, dass immer mehr Menschen merken, es dürfte eine Menge aus dem Ruder gelaufen sein und dass sie händeringend nach Lösungen aus dem Dilemma suchen. Könnte es nicht sein, dass die emotionale Verarmung, von der du sprichst, generell auch etwas mit patriarchalen Strukturen zu tun hat, die in Deutschland und Kolumbien wie auch andernorts immer noch vorherrschen?

Kassandra Henao: Ich möchte weder von Patriarchalismus noch Matriarchalismus sprechen oder mich an Konzepte hängen, die nur ein Gesellschaftsprodukt waren oder sind. Das sind nicht die Dinge, die unsere heutige Gesellschaft entscheidend beschäftigen sollten, sondern vielmehr die Veränderung der Welt, die der Mensch in der Hand hat, Frauen und Männer gleichermaßen. Was mich besorgt macht, ist die Entwicklung der Welt, bei der der Mensch einfach nicht mehr Schritt halten kann. Inzwischen sind sehr viele Menschen homosexuell. Über die Gründe dafür kann man unterschiedliche Mutmaßungen anstellen. Das beobachte ich auf Reisen in Europa und Kolumbien momentan sehr stark.

Was ich auch beobachte, ist eine zunehmende Aggressivität gegenüber der Weiblichkeit, gegenüber Frauen generell. Ob das Patriarchat ist? In der Geschichte des Krieges zwischen Mann und Frau, dem Weiblichen und dem Männlichen, hat dieser Krieg der Menschheit nur geschadet. Doch die Schattenseiten des Patriarchats leben Frauen heute genauso vor wie Männer. Denn Frauen erziehen Söhne und fordern auch nicht den nötigen Respekt für sich als Mutter ein. Eltern setzen ihren Kindern keine Grenzen mehr. Das sorgt für Verwirrung bei den Kindern. Dabei geht es um Werte, die man idealerweise schon als junger Mensch vermittelt bekommt. Und diese Werte sollten kulturübergreifend sein. Doch der schon früh angelegte Konkurrenzdruck ist wie eine innere Programmierung für Auseinandersetzungen und letztendlich schon der Keim für Kriege. Gerade bei den noch sehr patriarchal orientierten Ethnien findet das Imponierverhalten der Männer doch meist nur auf der Straße statt. Sobald die Jungs zu Hause sind, sieht das oft schon anders aus, weil da die Frauen dominieren.

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Die emotionale Verarmung hat meiner Ansicht nach nicht so viel mit dem Patriarchat zu tun, sondern mit einem neuen Kapitalismus oder Neo-Liberalismus. Die Gleichschaltung von Menschen und der Verlust von Kulturen verursachen diese emotionale Verarmung mit. Es gibt durch den Verlust kultureller Identitäten oberflächlich keine Unterschiede mehr zwischen den Menschen, doch kulturelle Identitäten wirken in der Seele der Menschen eben nach. Es ist eine schwierige Frage, inwieweit das Patriarchat mit emotionaler Verarmung zu tun hat. Man sollte eher über die Globalisierung, die Medienbeeinflussung und die zunehmende Technologisierung reden und über deren Konsequenzen, die alle zur mehr Naturferne führen. Hier geht der Mensch verloren und die Technologie bestimmt unser Leben. Dadurch vereinsamen wir und verarmen emotional.

FRIEDA: Demnach spielt Stress eine große Rolle bei der emotionalen Verarmung?

Kassandra Henao: Stress trägt nicht nur dazu bei, dass Menschen emotional verarmen, sondern auch körperlich. Bei Stress produziert der Körper weniger Cortison. So läuft der Organismus auf Hochtouren. Dies kann er aber nicht über einen langen Zeitraum machen, was zur Folge hat, dass der Mensch nach und nach erschöpfter wird und dadurch erkranken kann. Sind Mütter unter Stress, nehmen die Kinder das sofort auf und haben im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, um darauf zu reagieren. Entweder mit Gegenstress oder mit Rückzug. Eine gestresste Mutter hinterlässt auch ein gestresstes Kind. Einige Kinder leiden oft unter Angst, dass sie mehr brauchen als das, was ihnen die Mutter geben kann; sie ziehen sich dann zurück, um die Mutter nicht noch zusätzlich zu belasten. Oder aber das Kind wird auffällig, indem es sich bemüht, die Mutter auf diese Weise von dem ursprünglichen Stress abzulenken. Letztendlich ist es nur eine Art Versuch, die Mutter „runterzuholen.“ Viele Kinder zeigen dann Symptome wie AD(H)S, damit die Mutter sich auf etwas anderes konzentrieren kann und dem Kind mehr Aufmerksamkeit geben muss. Der meiste Stress ist aber hausgemacht.

Mütter machen oft mehr als nötig ist, wieder einmal in dem Bemühen, alles richtig zu machen und Anerkennung zu finden. Blinder Aktivismus ist eine Art Zwang, Kinder zu unterhalten, nur um sich selbst nicht mit sich auseinandersetzen zu müssen und um sich selbst nicht zu fühlen.

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Liebe braucht Zeit und keinen Stundenplan. Daher ist der Zeitmangel das eigentliche Problem und nicht der Stress. Liebe fehlt, weil wir uns keine Zeit für sie nehmen und andere Prioritäten haben. Wären die Menschen mehr im Herzen verankert und würden mehr fühlen, hätten sie weniger Stress. Die Menschen haben die Fähigkeit zum Lieben verloren. Machen ist wichtiger als lieben und leben. Doch Liebe hat weniger mit Machen zu tun, sondern mit Fühlen und mit der Stille. Auch hier fällt die Art der Kommunikation auf, wenn Menschen unter Stress stehen. Harte, schnelle Worte werden dann fast schon ausgespuckt, anstatt Wert auf eine positive Kommunikation zu legen. Diese falsche Art der Kommunikation verursacht den meisten Stress.

FRIEDA: Wenn du die Mütter aus Kolumbien, so, wie du sie in deiner Jugend erlebt hast, mit deutschen Müttern vergleichst – worin äußern sich nach deiner Erfahrung die eklatantesten Unterschiede?

Kassandra Henao: A: Die liebevolle Sprache, die die Kolumbianer haben, im Unterschied zu der gehetzten deutschen Sprache. B: In meiner Erinnerung hat meine Mutter vieles mit Freude gemacht. Sie hatte sogar Freude, wenn sie die Wäsche gewaschen hat. Hierzulande ist im Gegensatz dazu alles wie ein Zwang, eine Last, ein Müssen. Für eine kolumbianische Mutter gehören diese Aufgaben mit dazu. Hier wird alles zum Stress. Kochen ist Liebe, waschen ist Liebe, hier aber zählt es mehr, zu einem Kurs zu fahren, um sich neue Fähigkeiten anzueignen. Punkt C ist der Respekt, den eine Mutter in Kolumbien genießt als Frau, um „nur“ Mutter sein zu können.

Ich sehe die Unterschiede der Gesellschaften jeden Tag in meiner Praxis. Gerade in den letzten Jahren habe ich eine Tendenz festgestellt, dass die Menschen noch egoistischer geworden sind. Sie kommen dann zu mir, weil sie „geheilt“ werden wollen. Dafür zahlen sie Geld und erwarten, dass ich sie „heil“ mache. Doch es ist damit nicht getan. Den Weg der Heilung muss jeder selbst gehen. In dem Zusammenhang erlebe ich oft so etwas wie Trotzreaktionen. Trotz führt zu ernsten Problemen, die ich bei der Heilung sehe. Entweder folgen sie allem wie Roboter oder nur, wenn es ihnen passt. Deswegen kommt es zum Scheitern der Therapie und der Durchbruch bleibt aus, weil der Trotz wie ein Panzer im Herzen ist. Da kommt man nicht hinein und nicht heraus. Also Heilung ist ein langer Prozess, den der „moderne“ Mensch nicht mehr versteht.

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FRIEDA: Nun ist auch außerhalb von Deutschland längst nicht alles Gold, was glänzt. Die Problematik der zerrütteten Familien, der Leistungsdruck, der Stress – das sind nach meiner Wahrnehmung inzwischen eher globale Themen, die auch Kolumbien nicht erspart bleiben. Ein Beispiel: Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos wurde im Mai 2018 von mehreren europäischen Ländern um Stellungnahme gebeten, wo denn die 34,8 Millionen Dollar an für den „Friedensfonds“ gespendeten Geldern aus Europa geblieben seien. „Oberstaatsanwalt Néstor Humberto Martínetz erklärte, er untersuche den Fall schon seit längerem. Es gebe ein Netz von ‚Zwischenhändlern‘, die gegen Schmiergelder bestimmten Firmen lukrative Verträge für Entwicklungsprojekte zukommen lassen. Die Aufträge würden mit dem ‚Scheckheft für den Frieden‘ bezahlt“, berichtete das online-Magazin amerika21 am 14.05.2018. Drogenhandel und Korruption sind also gerade auch in Kolumbien an der Tagesordnung.

„5000 Kinder arbeiten derzeit in Kolumbiens Kohleminen. Insgesamt sind von den 11 Millionen minderjährigen KolumbianerInnen 1‘091‘000 von Kinderarbeit betroffen“, heißt es auf der Website des in Berlin ansässigen Vereins Kolko Menschenrechte für Kolumbien e.V.. Wie sieht es dann mit Herzenswärme in einem Land wie Kolumbien aus, wo die Kinderarbeit erschreckende Ausmaße angenommen hat und in den letzten Jahren eher gestiegen als gesunken ist?

Kassandra Henao: Diese Frage lässt sich nicht mit ein paar Sätzen beantworten, da zu viele politische Faktoren dabei eine Rolle spielen. Politische Diskussionen sind nicht mehr Schwerpunkt. Davon habe ich mich schon lange distanziert, weil ich oft genug merkte, dass es nichts brachte, etwa gegen Kriege zu protestieren.

Was die Kinderarbeit in Kolumbien und an anderen Orten angeht, erschreckt mich das natürlich auch. Aber dass das so ist, hat auch mit der Ausbeutung des Landes zu tun. Die Globalisierung verhindert fairen Handel. Und wollten Politiker daran etwas ändern, hätten sie das schon getan. Dann gäbe es auch keine Kinderarbeit mehr. Viele Politiker wirken auf mich unreif. Wäre nicht alles so teuer in Kolumbien, nur damit die Produkte beispielsweise in Deutschland so günstig sind, wäre das Problem meiner Ansicht nach jedenfalls nicht in diesem Ausmaß vorhanden.

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Wir haben eine Neokolonisation. Mich erschreckt es, dass eine Kokosnuss oder Kakao und Kaffee in Kolumbien so viel mehr kosten als hier in Deutschland, obwohl diese Güter bei uns angebaut werden. Das gilt auch für die Textilproduktion. In Kolumbien kann man sich kaum etwas kaufen, hier wird es einem fast schon hinterhergeworfen. Hauptsache billig. Auch das hat viel mit der Kinderarbeit zu tun. Würde man besser bezahlt und nicht so ausgebeutet werden, müssten viele Kinder auch nicht arbeiten gehen.

Kolumbien hat genug, um sich selbst zu ernähren, wenn die Bevölkerung nicht so viel abgeben müsste und wenn die wirtschaftlichen Hochkulturen mehr zahlen müssten/würden. An der Globalisierung verdienen in erster Linie Banken und Konzerne. Das ist kein Geheimnis. Dagegen kommt man auch mit einer Revolution nicht an.

Daher brauchen wir eine Revolution des Herzens. „Revolution des Herzens“ lautet übrigens auch der Titel eines Yogabuches von mir. Dies ist keine Verallgemeinerung für die Gesellschaft, sondern eine persönliche Revolution, die Zufriedenheit und Achtsamkeit fordert. Und wenn viele Menschen diesen Weg gehen würden, hätte das auch positive Auswirkungen für das Kollektiv. Wenn der Mensch zufriedener ist, konsumiert er weniger. Dann kann eine Yoga-Haltung in der Gesellschaft entstehen – nicht alles hören, sehen, essen, haben zu müssen, wäre ein großer Beitrag, um die Not auf der Erde zu lindern.

FRIEDA: Laura Moreno hat in Bogotá, Kolumbien, federführend die Bewegung „Mujeres que Despiertan“ ins Leben gerufen, inzwischen erweitert auf „Mujeres y Hombres que Despiertan“. (Deutsch: „Frauen, die erwachen“ bzw. „Frauen und Männer, die erwachen“. Dieses Konzept hat bereits in vielen Teilen der Welt Menschen erreicht und zum Mitmachen motiviert. In Deutschland gibt es die Awakening Women“, eine Bewegung, die ähnliche Absichten hat. Die Notwendigkeit bei Frauen und Männern, Gefühle zu heilen, wird also schon von vielen Menschen erkannt und in konkrete Aktionen umgesetzt. Was würdest du Eltern raten, die Probleme mit ihren Kindern haben?

Kassandra Henao: Seit vielen Jahren arbeite ich mit Eltern und Kindern und es ist mir ein persönliches Anliegen, den Umgang mit Kindern zu verbessern bzw. das Verständnis für die eigenen Defizite und Möglichkeiten hervorzurufen. Hauptsächlich fehlt es jedoch an Erziehung. Oft ist der Ursprung dieses Mangels die Unfähigkeit der Eltern und nicht so sehr eine Krankheit des Kindes. Jeder Fall ist zwar individuell zu sehen, aber wenn Eltern an sich arbeiten, hilft es den Kindern sehr. Kinder sind nur das „Produkt“ der guten Eltern. Kinder erben nicht nur die schönen Augen, sie „übernehmen“ oft auch Probleme, Gefühle, Ängste, Krankheiten.

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Die Unzulänglichkeiten der Eltern formen die Auffälligkeiten der Kinder. Ein Anerkennen der eigenen Probleme und die Fähigkeit, diese auch benennen und angehen zu können, würde viel helfen. Es hilft jedenfalls nicht, dem Kind zu sagen, dass es mutig sein soll, wenn man selbst ängstlich ist.

FRIEDA: Um sich die eigenen Konflikte bewusst zu machen, kann auch die Kunst hilfreiche Möglichkeiten bieten. Du hast das Kunstprojekt „The Art of Creating Light“, zu finden unter yogantraprojects, ins Leben gerufen. Worum geht es dabei?

Kassandra Henao: Es geht um ein kleines, einfaches Projekt. Die Bilder, die ich male, sollen zu Spenden anregen, um Bedürftigen direkt helfen zu können, ohne Verwaltungsinstitutionen und möglichst ohne Bürokratie. Eben ein kleines Licht in dunklen Zeiten.

FRIEDA: Welche Rolle spielen deiner Ansicht nach generell Kunst und Musik für die Entwicklung eines reichhaltigen emotionalen Lebens und für eine gesunde Gehirnentwicklung?

Kassandra Henao: Kunst allgemein und Musik im Besonderen sind ganz wichtig. Sie sind Schwingungen und Nahrung für die Seele. Eine Welt ohne Musik und Kunst wäre eine traurige Welt. Für mich besteht die ganze Welt (Natur) aus Kunst und Musik. Auch in der Heilung ist Musik ein ganz wichtiges Element. Sie öffnet Räume für die Heilung und für die Entspannung. Unser Alltag ist so voll mit Aktivismus, so dass es guttut, die rechte Gehirnhälfte zu aktivieren. Dies geschieht durch Kunst und Musik. Ein gutes Musikstück kann einen mehr entspannen als eine Tasse Kaffee oder ein Stück Kuchen. Natürlich nur, wenn man sich darauf einlassen kann.

Musik/Kunst kann die Seele berühren und das Herz öffnen. In Kolumbien haben wir für alles Musik. Wir kommunizieren dadurch, drücken uns aus. Sie ist ein Katalysator zum Weinen, Lachen und Tanzen. Musik begleitet uns den ganzen Tag, beim Lieben, Tanzen, Bügeln und Kochen.

FRIEDA: In diesem Sinne. Vielen Dank!

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Und hier einige Eindrücke der „Mujeres, que despiertan“ – bitte direkt auf den Youtube-Kanal von Laura Moreno klicken:

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