Marketing des Grauens

Modeschmuck aus Embryonen?

Fortschritt photo
Foto: http://pixabay.com/en/users/geralt

Im aktuellen virtuellen Rundbrief von der Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA e.V., geht es in einem Beitrag mit der Überschrift „Bioethikerin kritisisiert ‚Embryonen-Schmuck‘“ um einen m.E. weiteren bizarren Trend aus dem weiten Feld der so genannten Reproduktionsmedizin im Geiste von Dr. Frankenstein. Dort heißt es: „Die Wiener Bioethikerin Susanne Kummer hat Kritik an Firmen geäußert, die im Zuge künstlicher Befruchtung sogenannte überzählige Embryonen zu Schmuck verarbeiten. Das berichtet die katholische Nachrichtenagentur Österreichs, ‚Kathpress‘. Demnach sagte Kummer, diese Geschäftsidee stelle eine ‚emotionale Verbrämung‘ dar und habe mit Totenkult nichts zu tun. ‚Hier werden aus Menschen, die selbst hätten leben und Schmuck tragen können, Schmuckstücke hergestellt.‘ Auf diese Weise werde der Embryo endgültig zu einer Sache. Wie die Agentur weiter schreibt, bezog sich Kummer auf eine australische Firma, die Embryonen zu Asche verbrenne, mit Harz versetze und zu Anhängern oder Ringen verarbeite. Mit ihrer Offerte spreche die Firma Paare an, die nach künstlicher Befruchtung vor der Entscheidung stünden, was mit ihren tiefgefrorenen überzähligen Embryonen geschehen solle.

Buch direkt bestellen

Viele Frauen würden auch nach dem Abschluss ihrer ‚Familienplanung‘ eine Beziehung zu den in den Tiefkühltanks gelagerten Embryonen behalten. ‚Die emotionale Nabelschnur bleibt. Das ist durchaus belastend für die Frauen. Das innere Wissen, dass es sich nicht bloß um Zellklumpen handelt, sondern um potenzielle Kinder, lässt sich nicht immer wegschieben‘, wird Kummer zitiert. Die Bioethikerin, die auch Geschäftsführerin des ‚Instituts für Medizinische Anthropologie und Bioethik‚ (IMABE) ist, verwies dem Bericht zufolge auch auf Internetforen, in denen gefrorene Embryonen als ‚Eisbärlis‘ oder ‚Schneeflocken‘ bezeichnet würden, sowie auf eine spanische Reproduktionsmedizinerin, die auf ihrer Webseite erkläre, die Embryonen würden ‚in kalten Kindertagesstätten leben, in Tanks mit Abteilen, in welchen die Geschwister zusammen, in Plastikbechern, untergebracht sind, jede Familie in ihrer Farbe.‘ Auf perfide Weise wolle man ‚das innere Wissen um die Kostbarkeit jedes Menschen ästhetisch-konsumistisch sublimieren‘, so Kummer weiter. Außer Acht gelassen werde dabei die Aufarbeitung der Todeserfahrung und der unverantwortlichen Erzeugung von Embryonen. Auch nach 40 Jahren kämpfe die Reproduktionsmedizin mit dem Widerspruch, ‚dass das Zur-Welt-Bringen des einen Kindes zugleich das Vernichten von Embryonen bedeutet‘, so Kummer weiter. Ethisch gebe es hier keine sinnvolle Auflösung, da es weder die Verpflichtung gebe, die Millionen auf diese Weise erzeugten Embryonen zu adoptieren, noch jene, sie ‚utilitaristisch‘ zum Freigut für Forschungszwecke zu erklären.“ (Quelle: Aktion Lebensrecht für Alle e.V.)

Buch direkt bestellen

George Orwell lässt grüßen. Eigentlich war es ja klar: Wenn die Industrie erst einmal über das Material, nämlich Eizellen und Sperma verfügt, sind dem wissenschaftlichen und marktwirtschaftlichen Eifer kaum noch Grenzen gesetzt, und schon gar keine ethischen. Die PR-Abteilungen der Firmen kreieren rührselige Phrasen für Paare, um ihnen „das Produkt“ schmackhaft zu machen. Erfüllungsgehilfen in der Politik und den Behörden finden sich dann schon.

Buch direkt bestellen

Da stellt sich mir einmal mehr die Frage, ob die Berufspolitik überhaupt noch akzeptabel ist oder allmählich obsolet werden dürfte? Wenn so viele Politiker sowieso in erster Linie für die Industrie tätig sind, können sie doch gleich als Unternehmensberater dort arbeiten statt auf Steuerzahlers Kosten Mehrfacheinnahmen zu generieren. Immerhin hat auch Frau Merkel die vielen Proteste gegenüber Glyphosat seitens der Bevölkerung bisher erfolgreich ignoriert. Anscheinend besteht kein Interesse daran, die Ursachen für Unfruchtbarkeit und Erektionsstörungen, zu denen auch Pestizide gehören, zu eliminieren. Warum auch, wenn der Markt schon wieder Lösungen für Paare anbietet, die auf natürlichem Wege keine Kinder mehr zeugen und gebären können? Und wieder schweigt die Masse, denn wer nicht protestiert, stimmt zu!

Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang noch den Film „Der marktgerechte Mensch“ von KernFilm sowie einen Beitrag zum neuen Bundestag mit dem Titel „Der gelähmte Moloch“: https://www.heise.de/tp/features/Der-gelaehmte-Moloch-3875419.html

FRIEDAs Kaffeekasse:

Danke.

Ggf. zum Weiterlesen:

Moby Dick und die Hybris der so genannten Wissenschaft, Mammografie – Pseudoprävention?, Spenderkinder ohne Lobby, PROHOM – Therapiefreiheit erhalten, Fluoridierung – toxisch oder harmlos?, Zeitbombe Aluminium, Future Baby, Der Gebärneid und seine abstrusen Auswüchse, Wissenschaftselite oder Markt der EitelkeitenHot Spot WLAN oder Hot Spot Herz?Souveränität: Von Karpfen und Delfinen, Die abgeschaffte Mutter – Der männliche Gebärneid und seine FolgenJamaika und der Kammerton A, Heilung der Mutterwunde durch die eigene Stimme u.v.a.m., darunter auch mehrere Beiträge zur ImpfaufklärungPötters Perlen

Für das Spirit of Health Magazin Nr. 6 schrieb ich einen Beitrag über die Bedeutung der Plazenta und der Nabelschnur, nachzulesen ggf. hier: http://www.spiritofhealthmagazin.com/soh-magazin/spirit-of-health-magazin-ausgabe-6/

…und hier noch zwei Beiträge, die zwar nicht direkt zur Reproduktionsmedizin passen, aber zu dem „Geist“, der generell hinter all dem steckt…

Weitersagen auf

Monetäres für FRIEDAs Kaffeekasse