Mammografie: Pseudoprävention?

Brüste als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme?

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In Deutschland startete 2005 das flächendeckende Mammografie-Screening-Programm. Frauen zwischen 50 und 69 werden seitdem alle zwei Jahre per Anschreiben dazu aufgefordert, ihre Brüste röntgen zu lassen – als so genannte Präventionsmaßnahme, um Mamma-Karzinome rechtzeitig zu erkennen.

Doch zahlt sich die Nutzen-Risiko-Rechnung auch für die Frauen aus oder nur für das medizinische Establishment? „Wie aus einer gesunden Frau eine Brustkrebs-Patientin wird“ lautet der Titel eines m. E. lesenswerten Beitrages von Adelheid Müller-Lissner in der ZEIT. Darin stellt die Journalistin die Frage: „Richtet der Brustkrebs-Check mehr Schaden an, als er verhindern soll?“

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Zu jenen, die Nutzen und Risiko dieser Reihen-Röntgen-Untersuchung hinterfragen, gehöre, so steht es in dem Beitrag, auch das Nordic Cochrane Centre in Kopenhagen. Dessen Bilanz aus 2013 sei ernüchternd: Von 2.000 Frauen, die zehn Jahre lang zum Screening gegangen seien, wurde lediglich eine vor dem Tod durch Brustkrebs gerettet, während zehn gesunde Frauen unnötig behandelt und mehr als 200 wegen Fehlalarms in Angst und Schrecken versetzt wurden. Auch Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser, Gesundheitswissenschaftlerin an der Uni Hamburg, sei eine, die seit Jahren hinterfrage, ob Mammografie-Screeningprogramme Frauen nicht mehr schaden als helfen würden, steht in dem Beitrag.

„Mammografie zur Patientenrekrutierung?“

Swiss Medical Board (SMB), ein unabhängiges Fachgremium zur Beurteilung medizinischer Leistungen in der Schweiz, rate sogar von Mammografie-Screenings ab. So ist in einem Beitrag vom 03.06.2016 zum Thema zu lesen, den das Informationsportal Zentrum für Gesundheit veröffentlichte. Dort wird die Frage gestellt, ob Mammografien der Patientenrekrutierung dienten. In dem Artikel steht zudem, dass das Swiss Medical Board im Jahre 2013 einen 83 Seiten umfassenden Bericht zum Nutzen systematischer Mammografien veröffentlicht habe, in dem die Sinnhaftigkeit von Mammografie-Sreenings eindeutig in Frage gestellt werde. Wer diesen Bericht lesen möchte, kann sich in dem Beitrag des Zentrums für Gesundheit direkt zum entsprechenden pdf verlinken lassen.

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Aufschlussreich sind rund um das Thema „Vorsorgeuntersuchungen“ auch die Ausführungen von Prof. Dr. med. Jürgen Windeler, Leiter vom Deutschen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Dieses Institut untersucht, ähnlich wie das SMB in der Schweiz, medizinische Leistungen mit Blick auf ihre Kosten und ihren Nutzen. Das Zentrum für Gesundheit erwähnt in dem Beitrag über Mammografie ein Interview mit Prof. Dr. Jürgen Windeler vom 27.12.2013 in der Berliner Zeitung. Darin erkläre der Leiter des IQWiG, dass die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen die souveräne Entscheidung der Einzelnen bleiben solle und auf die Frage, welche Vorsorgeuntersuchungen er denn empfehle, habe er geantwortet: „Gar keine.“

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Was die möglichen Ursachen von Brustkrebs, bzw. von Krebs und anderen Symptomen generell, angeht, empfehle ich den bei youtube in voller Länge bereitgestellten Film „Die 5 biologischen Naturgesetze“.

Speziell zum Thema Brustkrebs habe ich 2015 für das Spirit of Health Magazin einen Beitrag „Schwarze Salbe“ geschrieben, der im Netz noch zu finden ist.

Darüber hinaus sei noch einmal auf den Vortrag des Apothekers Carsten Pötter verwiesen (am Ende dieses Artikels…) sowie auf die Vorträge von Prof. Dr. Jörg Spitz, von denen inzwischen ebenfalls viele im Internet zu finden sind.

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Ggf. zum Weiterlesen:

Emanzipation mal anders betrachtet, Krebs betrifft immer den ganzen Menschen, Integrative Medizin – Was ist darunter zu verstehen?Wissenschaftselite oder Markt der Eitelkeiten, Pfusch an der Frau, Spenderkinder, Risiko Silikonimplantate, Die Heilung der Mutterwunde durch die eigene Stimme, Die abgeschaffte Mutter, Ansteckende Krankheiten – Nur ein Mythos?, Fettstoffwechsel im Blick?, Kundenbindung mittels Hormonspirale?, Wallungen und anderen Wehwehchen, Mitochondrien – nicht die Größe ist entscheidend, Für die Menschen: Therapiefreiheit erhalten!, Cholesterinsenker in der Kritik, Ein Plädoyer für Empathie u.v.a.m.

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Danke.

Und hier noch ein Vortrag über systemische Hintergründe von Erkrankungen von Apotheker Carsten Pötter:

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