Mainstream-Meldungen kommentiert

Zu allem "ja und Amen" sagen?

Heute mal kommentierte „Schräg-News aus dem Mainstream“, ein Beitrag aus „FRIEDAs Senfonie“: Zwar gehörige ich keiner Religion an und auch sonst keiner Institution, die den Anspruch hat, ihre alleinseligmachende Wahrheit zu verkünden, und monotheistische „Religionen“ sind mir sowieso suspekt, aber einige Berichte aus der Presse finde ich schon erstaunlich in einem Land, dessen Kanzlerin einer Partei angehört, die sich „christlich“ nennt.

Ob mit oder ohne Kirchenzugehörigkeit – ich finde: Das hat Jesus Christus nicht verdient!

So ist in einem Beitrag von Kimberly Hoppe, der am 02.08.2017 in der AZ München erschien, von einem neuen elitären Club die Rede, der sich – ganz geheim – in einem Kellergewölbe mitten in der Stadt befinden soll und nur den Super-Reichen zugänglich sei – für entsprechende Mitgliedsbeiträge, versteht sich. „Ehefrauen und Freundinnen müssen leider draußen bleiben. Dafür trifft der ausgewählte Gast auf gecastete Models, die erst reden, wenn die Herren das wollen“, ist dort zu lesen.

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Hmm. Erinnert irgendwie an den Science-Fiction-Thriller „Die Frauen aus Stepford“ aus dem Jahre 1975, in dem despotische Männer im ländlichen Stepford ihre Frauen mittels Sedativa „gefälliger“ machten und wo eines Tages sogar ein gruseliges Geheimnis an Licht kommt: Die meisten Frauen des Ortes waren bereits durch Androiden ersetzt worden. Die emanzipierte Joanna Eberhart, gespielt von Nicole Kidman, und ihr Gatte Walter, ein Rechtsanwalt, waren in diesen geheimnisvollen, „gut-bürgerlichen“ Ort gezogen. Joanna, kurz davor, das Geheimnis zu lüften, wird am Ende von ihrer eigenen „Kopie“ ermordet. Der Film zeigte auf überspitzte Art die patriarchalische Struktur der Gesellschaft, doch anscheinend liegen Science Fiction und Wirklichkeit, wie so oft, gar nicht so weit auseinander. Fast vergessen: Der Film ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Ira Marvin Levin, einem US-amerikanischen Schriftsteller, der, wie es der Zufall so wollte, auch die Romanvorlage für die Roman Polanski-Verfilmung „Rosemarys Baby“ lieferte…

Im neuen Münchner Club der Superreichen geht‘s mit Schampus und Svarovsky-Steinen zur Sache – ganz diskret natürlich. Die Idee stamme, so steht es in dem AZ-Beitrag, „von einer Handvoll einflussreicher Münchner Männer, die bis auf Bauträger und Initiator Walter Dietrich nicht, niemals und nie genannt werden wollten.“ Aha. Aber wehe, wenn ein Hartz-IV-Empfänger mal ein paar Euronen schwarz einsacken will…

Und das ganze Spektakel in München spielt sich vor einem wandgroßen Gemälde ab, auf dem das berühmte Werk von Leonardo da Vinci „Das Abendmahl“ zu sehen ist: Jesus und die zwölf Apostel, von denen allerdings ein Apostel eine Apostelin, nämlich Maria Magdalena, sein soll. Es handelt sich, Überlieferungen zufolge, um das letzte Abendmahl vor der Kreuzigung Jesu, wo er gesagt haben soll: „Einer von euch wird mich verraten!“

In prunkvollem Ambiente, in das die gut betuchten Herren sich mit verbundenen Augen per Shuttle chauffieren lassen können, wird also künftig vor dem letzten „Abendmahl“ das dekadente Despotentum zelebriert. Vermisst habe ich bisher die Empörung aus der Feministinnen-Ecke, aber die Damen sind vermutlich zu sehr beschäftigt mit dem Gender-Mainstream und neuen diesbezüglichen Wortfindungen und Reglementierungen…

Szenenwechsel in Absurdistan…

In einem Beitrag von Julia Nageler, der am 10.08.2017 in der Huffingtonpost erschien und den Titel trägt “Köln will solche Toiletten einrichten, um die Integration von Flüchtlingen zu fördern“, sind so genannte Hocktoiletten zu sehen. Im Zuge von Sanierungsarbeiten der Alten Feuerwache in Köln sollen diese ebenerdigen Notdurfverrichtungsstätten die gewohnten WC-Schüsseln ersetzen.

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Der Spaß kostet die Steuerzahler 100 Euro pro „Stehplatz“ mehr als konventionelle Keramikbehältnisse und selbstredend müssen die Örtchen so angebracht werden, dass beim Wasserlassen und sonstigen Stoffwechselendprozessen die „User“ nicht in Richtung Mekka zu gucken brauchen. Wie in dem Beitrag zu lesen ist, sei der Grund dafür, dass man „kultursensibel“ vorgehen und „interkulturelles Lernen“ fördern wolle…

Bei solchen Prioritäten, was die Investition von Steuergeldern angeht, ist natürlich dann auch kein Geld mehr da, um das Personal bei der Polizei aufzustocken und vor allem, um die Beamten dort entsprechend auszubilden, beispielsweise, wenn es um Ermittlungen in Sachen Kindesmissbrauch geht oder Cyberstalking oder, oder, oder…

Beide der genannten Beiträge stammen übrigens, soweit nachprüfbar, nicht von den Satireseiten der genannten Magazine…

Übrigens, als ich vor einigen Wochen mal zu Recherchezwecken im Bremer Dom war, hingen da überall Zettel und auf denen stand: „Mündig werden!“ Was meint die Kirche denn damit?

Wer heute nach Erkenntnis ringt, dürfte bei einigen Kabarettisten eh besser aufgehoben sein als in der Kirche. Mal sehen, was die online-Zitate-Sammlung von Volker Pispers so hergibt: „Firmenname BRD, wir sind ’ne Aktiengesellschaft. Leider haben die meisten von uns ja ihre Stimmanteile abgegeben, an wenige Auserwählte, an sogenannte Parlament-Arier…das sind die mit der erworbenen Immunitätsschwäche.“ (aus „Ein Wort ergab das andere“)

„Empört euch! – Engagiert euch! – Vernetzt euch!“

So lautete ein Appell eines Résistance-Veterans und früheren UNO-Botschafters namens Stéphane Hessel, der die patriarchale Männermacht im III. Reich am eigenen Leib erfahren hatte. Die Schweizer Psychologin Doris Wolf zitiert Hessel: „Die Grundmotivation der Résistance war die Empörung… Nehmt das Steuer in die Hand und empört euch!“ „Aus Wut entsteht Mut. Frauen hätten am meisten Grund, sich zu empören!“, schreibt Doris Wolf, und weiter: „Seit der Machtnahme des Patriarchats, den Überfallen und Invasionen, den Besetzungen und dem Landraub durch die indoeuropäischen Reiterkrieger wurde die weltliche Macht stets – und in den meisten Ländern bis heute – von den mit ihnen verbündeten arischen Priesterkasten unterstützt. Nach dem gescheiterten Versuch Echnatons in Ägypten einen alleinigen Gott – ohne weibliches Pendant – einzuführen, begann mit Moses der verheerende Siegeszug der monotheistischen Religionen.“

Und das wirkt noch bis heute…! Um das zu verdeutlichen, noch ein weiterer Auszug aus den Forschungsergebnissen von Doris Wolf, deren Website und Bücher ich einmal mehr an „Herz und Hirn“ legen möchte: „Die drei monotheistischen Götter Jahwe, Gottvater und Allah sind uneins – einig sind sie sich jedoch in der Abwertung und dem Hass auf die Frauen. Gerne wird behauptetet, die drei männlichen Götter des Monotheismus, der jüdische Jahwe, der christliche Vatergott und der islamische Allah seien ein und derselbe Gott. Das stimmt natürlich so nicht! Ihre Botschaften, bzw. die Übermittlungen jener Männer, die behaupten, sie seien mit Gott in einem persönlichen Kontakt gestanden, sind so verschieden und die Gebote und Verbote derart unterschiedlich, dass das für einen denkenden Mensch inakzeptabel ist.

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Auch wenn heute Christen, die es allen recht machen wollen, behaupten, Gott sei ›männlich und weiblich‹, strafen die Bezeichnungen ›Vater‹, ›Er‹ oder ›Herr‹ diese Behauptung Lügen. Auch die Behauptung, die monotheistischen Religionen seien ein Fortschritt, ja sogar ein Segen für die Menschheit, ist eine grobe Verzerrung und Lüge. Warum bekämpfen sich die Anhänger dieser Religionen ständig und warum rivalisieren sie miteinander bis aufs Blut? Die wenigsten ihrer Jünger wollen wahrhaben und zugeben, dass diese Phantasmen – auffallenderweise allesamt und ausschließlich – von patriarchalen Männern ausgedacht und aufgeschrieben wurden. Es sind Geschichten von mysteriösen männlichen ›Göttern‹, ›Engeln‹ und ›Heiligen‹, die Männern unter nicht verifizierbaren, obskuren Umständen eingegeben – alle mit Gewalt verbreitet und durchgesetzt wurden und bis heute nur durch ständiges Drohen von Weltuntergang und jüngstem Gericht, von Hölle und Teufel, mittels Kriegen und Todesdrohungen am Leben erhalten werden.“

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Danke.

Ggf. zum Weiterlesen:

Zum Opportunismus geboren?, Souveränität: Von Karpfen und Delfinen, Der heilige Schein, Die abgeschaffte Mutter, Militärmesse und phallische Phase, Hot Spot WLAN oder Hot Spot Herz?, Gender – Themen, die die Welt nicht braucht, Emanzipation mal anders betrachtet, Auf Kosten der Menschheit, Volksvertretung, Rat der Großmütter u. v. a. m.

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