Männer – Was sie gefangenhält und was sie befreien könnte…

Über einen Vortrag von Ekkehard Dehmel

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„Männer – eine Bestandsaufnahme“ lautet ein Vortrag von Ekkehard Dehmel. Es geht um Männer von heute und darum, wie sie ihre Männlichkeit zum Ausdruck bringen – oder auch nicht. Der Homöopath aus Berlin stellt vier charakteristische Männertypen vor, die den Angstformen von Fritz Riemann entsprechen. Da sind die rigiden Lebensängstlichen, die schizoiden Menschenverachter, die narzisstischen Freigeister und die zu Depressionen neigenden Frauenversteher. Um seine Betrachtungen zu veranschaulichen, stellt Dehmel vier unterschiedliche Fälle und zu ihnen passende homöopathische Arzneien vor. Er ermutigt Männer auf humorvolle Weise dazu, sich buchstäblich zu emanzipieren, sich aus ihren Rollenbildern zu lösen, sich selbst zu entdecken, zu definieren und zum Ausdruck zu bringen. Unter Emanzipation versteht Ekkehard Dehmel in diesem Zusammenhang den ursprünglichen Wortsinn und der bedeutet in etwa: „Befreiung des Sklaven“.

Zu den Lebensängstlichen zählt er jene, die alles kontrollieren wollen, alles besser wissen und jegliche Veränderungen ablehnen. Typisch für diese Männer sei die Haltung: „Frauen haben kleinere Hände, damit sie besser zwischen Kühlschrank und Herd putzen können…“.

Zu den Menschenverachtern gehörten nach Ansicht von Ekkehard Dehmel jene Männer, die niemanden wirklich an sich heranließen. Das seien die Männer, die sich anfangs sehr um die Gunst einer Frau bemühten, doch dann, wenn sie ihre Beute erwischt hätten, schwinde auch das Interesse ziemlich schnell. Bei zu viel Nähe, zu viel Intimität, suchten sich diese Männer dann vermutlich eine Geliebte – also eine im Kern narzisstische Problematik.

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Dann sei da noch der „Regeln-sind-für-Schwächlinge-Typ“, der sich selbst gern als Freigeist bezeichne. „Sie flirten, verführen, sind charmant – lassen sich aber nie ganz ein“, lautet die Charakterisierung, die ebenfalls auf Narzissmus deutet bei Männern, denen es nur um die Spiegelung der eigenen Grandiosität geht, der typische Vaterlose, immer auf der Suche, sich nie festlegend.

Die Frauenversteher legten sich anfangs mächtig ins Zeug für ihre anvisierten Frauen oder Freundinnen, neigten aber auf Dauer eher zu einer Bruder-Schwester-Beziehung. Diese Männer seien zumeist passiv aggressiv nach dem Motto: „Ja, mache ich…“, aber dann machten sie „es“ eben doch nicht. Mit solchen Männern würden Frauen sich eher ein zusätzliches Kind ans Knie binden statt einen Mann auf Augenhöhe, lautet die Einschätzung des Homöopathen sinngemäß.

Dass die Grenzen zwischen diesen Männertypen oft fließend sind, dürfte nicht überraschen. Doch diese vier Charaktere repräsentierten die Männer, die ihn in seiner Praxis aufsuchten am ehesten, so Ekkehard Dehmel. Hilfe suchten sich Männer allerdings meistens erst dann, wenn die Trennung von der Partnerin bevorstehe oder gerade geschehen sei. Gemeinsam hätten diese Männertypen zudem, dass sie sich nicht in die Karten sehen lassen wollten. Ekkehard Dehmel ermutigt dazu: „Erwachsene Männer, emanzipiert euch von euren Müttern und geht in die Eigenständigkeit!“ und lässt wissen „Wir sind weich geboren und wir werden irgendwie wieder zurückfinden müssen zu unserer Weichheit!“

Welche homöopathischen Mittel bei diesen Erkenntnisprozessen helfen könnten, erläutert Ekkehard Dehmel anhand plakativer Beispiele, bei denen die geist-seelischen Themen der „Symptome“ deutlich werden. Einer der großen Vorteile der Homöopathie ist schließlich, dass es dabei um die Behandlung von Themen geht und nicht um das Unterdrücken von Symptomen.

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In seinem Buch „Psyche und Substanz“ schreibt auch der Psychologe und Homöopath Edward E. Whitmont: „Dem Rationalismus und Positivismus des 18. und 19. Jahrhunderts, jenen Weggefährten des Merkantilismus und der Industrialisierung, war eine Denkweise zu eigen, deren ausschließliches Augenmerk den mechanischen Ursachen und dem Nutzen und Zweck der Dinge galt. Der Gedanke, dass Form, Muster und Gestaltung ein Spiel der Natur seien und keinem weiteren Zweck als ihrer Erfüllung dienen, war in jener Zeit so fremd wie auch unannehmbar. Jedoch können wir sowohl in der Mikrophysik wie auch in Jungs tiefenpsychologischen Arbeiten feststellen, dass es Formprozesse sind, die der grundlegenden Dynamik der Materie wie auch der Psyche zugrunde liegen. Form impliziert Muster und Bilder und schließt Analogien und auch das Ästhetische mit ein. Daher ist zur Wahrnehmung und Erkennung analoger Formen eine besondere Sensibilität nötig, die normalerweise nicht im Rahmen einer wissenschaftlichen Ausbildung vermittelt wird. Jedoch kann sich dieser Weg in hohem Maße als nützlich erweisen, um funktionelle Wechselbeziehungen zu entschlüsseln und energetische Manifestationen und Energierichtungen zu erkennen.“

Der knapp 43 Minuten lange Vortrag ist im Verlag Homöopathie + Symbol erhältlich, leider nicht im Narayana-Verlag, mit dem ich eine Affiliate-Vereinbarung habe…

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