Lustvoll gebären?

Ekstase statt Schmerzen

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Lustvoll gebären?

Gegen Ende der 1970er Jahre hatten Entbindungen im Krankenhaus Hausgeburten weitgehend abgelöst. Seitdem wurden Geburten immer planbarer. Der optimale Geburtstermin wurde nicht mehr der Natur überlassen, sondern errechnet, notfalls auch künstlich in die Wege geleitet. In Zeiten engmaschiger Vorsorgeuntersuchungen und hochtechnisierter Kreißsäle merken inzwischen aber immer mehr Frauen, dass bei all den medizinischen Sicherheitsmaßnahmen, die Gynäkologen und Kliniken zu bieten haben, andere Kriterien auf der Strecke bleiben.

Viele Frauen möchten ihre Kinder daher wieder auf möglichst natürliche Weise auf die Welt bringen. Das führte schon vor Jahren dazu, dass vielerorts Geburtshäuser entstanden sind und Paare sich in Bezug auf die Betreuung vor, während und nach der Geburt lieber in die Hände erfahrener Hebammen begaben. Einige Frauen jedoch gehen noch einen Schritt weiter in die Autarkie, wenn es um’s Kinderkriegen geht. Eine davon ist die 1978 geborene Jobina Schenk aus Bingen. Sie ist sogar der Ansicht, dass starke Schmerzen bei einer Geburt nicht sein müssen und hat erlebt, dass der Geburtsvorgang durchaus lustvoll sein kann.

Erste Geburt als Schlüsselerlebnis

Ihr erstes Kind brachte die gelernte Arzthelferin noch unter Schmerzen zur Welt. Schon Wochen vor der Geburt des Kindes wurden ihr Kaiserschnitt- und Einleitungsempfehlungen seitens der Ärzte nahegelegt, wodurch Jobina sich unter Druck gesetzt fühlte. Entsprechend verlief auch die – eingeleitete – Geburt, nach der die junge Mutter sich stark blutend und kreislaufschwach im Wochenbett wiederfand.

Jobina, damals 29 Jahre alt, wünschte sich noch weitere Kinder und entschied, es beim nächsten Mal anders zu machen. Sie plante fortan ganz bewusst eine Geburt ohne Geburtshilfe, ein zweifellos mutiger Schritt. Schon während der nächsten Schwangerschaft bereitete sie sich mental auf eine schmerzfreie Geburt vor und erlebte auf diese Weise einen ganz neuen Zugang zu sich selbst – und auch eine intensivere Bindung zum ungeborenen Kind. Vor diesem Hintergrund stimmt auch der heute übliche Begriff „Ent-Bindung“ ein wenig nachdenklich. Die intensive Vorbereitung, so sagt Jobina Schenk heute, erforderte einen klaren Fokus und viel Disziplin, aber auch die Bereitschaft, sich mit sich selbst tief auseinanderzusetzen. Auch die durchaus mit Angst besetzte Vorstellung, dass niemand im Falle eines Falles da sein würde, galt es zu überwinden.

Die Geburt autark meistern

Die zweite Geburt verlief dann völlig komplikationslos und ohne Schmerzen. Eine überraschende Begleiterscheinung war zudem, dass Jobina sie sogar als ekstatisch erlebt hat. Auch das dritte Kind kam auf diese Weise zur Welt. In ihrem Buch „Meisterin der Geburt“ ermutigt Jobina Schenk heute andere Frauen dazu, wieder mehr der eigenen Intuition zu vertrauen, wenn es um urweibliche Themen wie Schwangerschaft und Geburt geht. Ihr Buch kostet gebunden 19,90 Euro, umfasst 240 Seiten und kann direkt bei der Autorin bestellt werden. Als online-Coach begleitet die Pionierin der lustvollen Geburt andere Frauen inzwischen erfolgreich auf ihrem Weg zum selbstermächtigten Gebärglück.

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