Kungelei – Von Schleimspuren und Spinnennetzen

Nach ihnen die Sintflut...?

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Eine Zeitreise ins Jahr 1997: Elternabend in einem Kindergarten. Der Ort der Handlung befindet sich in einem Stadtteil, den das so genannte Bildungsbürgertum prägt. Die Kindergartenleiterin und zwei ihrer Untergebenen haben schon ihre Sitzplätze eingenommen. Einige der eintreffenden Elternpaare kennen sich ganz offenkundig bereits. Die einzigen beiden alleinerziehenden Mütter sitzen nebeneinander. In einer Vorstellungsrunde sollen die Anwesenden ihre Namen sagen und auch, wessen Mama oder Papa sie sind. Einige von ihnen lassen die Gruppe gleich wissen, welche Berufe sie ausüben, obwohl nicht danach gefragt wurde: Rechtsanwälte, Psychologen, Lehrerinnen, darunter auch Ilse.

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Ämterhäufung und Kungelei…

Ilse steht exemplarisch für eine bestimmte Sorte Mensch. Ilse stellt sich auch sogleich für den Posten der Elternsprecherin zur Verfügung, trotz „Ämterhäufung“, wie sie scherzend wissen lässt. In ihrem Amt glänzt Ilse in den Folgejahren vor allem durch Anpassung und einen besonders guten Draht zur Kindergartenleitung. Ilse engagiert sich auch in einer politischen Partei. Welche das ist, spielt eher eine nebensächliche Rolle – auch für Ilse. Jeweils vor den Wahlen ist sie mit den anderen Ilsen und deren Männern, einige darunter sind im Kirchenvorstand der Gemeinde, häufig an Stehtischen anzutreffen, wo sie kleine Fähnchen und Luftballons verteilt. Von Politik hat Ilse nicht viel Ahnung. Aber um Politik geht es ja auch nicht, sondern um die Gruppenzugehörigkeit und die Vorteile, die sich daraus erschließen. Darum auch die Ämterhäufung.

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Zusammen mit der Kindergartenleitung hat Ilse sich auch was ganz Tolles einfallen lassen, abgesehen davon, dass sie immer daran denkt, Geld für Geschenke anlässlich von Geburtstagen für das Kindergartenpersonal einzusammeln. Es soll ein Fußballspieler des örtlichen Fußballvereins in den Kindergarten kommen. Dazu sollen die Kinder möglichst ein passendes Vereins-T-Shirt anziehen. Gemeinsam soll die Laola-Welle geübt werden. Die Kinder sind schon ganz aufgeregt, nicht, weil sie solch ein „Event“ naturgemäß toll finden, sondern weil die vermeintlich Erwachsenen so tun, als sei „das Event“ ganz toll.

Die beiden alleinerziehenden Mütter, nennen wir sie mal Christine und Margot, finden die ganze Aktion lächerlich. Zudem sehen sie nicht ein, dass sie extra ein völlig überteuertes T-Shirt aus dem Fan-Shop des Fußballvereins kaufen sollen, zumal sich ihre Söhne – zur Freude der Mütter – nicht für Fußball interessieren und das Haushaltsbudget ohnehin andere Prioritäten erfordert als Fan-Shop-Artikel. Ein Balanceakt also zwischen Gruppenzwang und dem Bedürfnis, die eigenen Söhne nicht zum unreflektierten Ja-Sager zu erziehen, denn für eine Diskussion über Themen wie Kognitionspsychologie, Propaganda und Korruption sind die Kinder schlichtweg noch zu jung. Zwei, drei andere Elternpaare finden die Sache mit der Laola-Welle auch doof, kaufen aber dann doch die T-Shirts, denn die Kinder sollen ja „dabei sein“. Warum erzähle ich das?

„Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, so ist es sinnlos, miteinander zu planen“, (Konfuzius)

Im Rampenlicht und auch im Fokus der Kritik steht zumeist die „große Politik“. Jamaika zeigt uns seit Wochen, dass vernünftige Politik anscheinend nicht einmal mehr von denen praktiziert werden kann, die dafür bezahlt werden. Doch wer wählt diese Leute überhaupt noch? Das sind sicher auch all die kleinen Ilsen und Konsorten an der Basis, denen das Wohl der Allgemeinheit genauso wenig am Herzen liegt wie den „Großen“…

„Leben wir im Beamtenstaat“ lautet der Titel eines Beitrages von Anton Pelinka in der ZEIT vom 11. November 2011. Untertitel: „Staatsdiener gerieren sich wie Bulldozer. Das provoziert die Wut der Bürger.“ Darin heißt es: „Längst hat die Unbeweglichkeit der Bürokratie eine Antwort der betroffenen Politiker provoziert: Sie gingen daran, Parallelstrukturen zu schaffen. Um sich die Loyalität ihrer unmittelbaren Umgebung zu sichern, beschäftigen die Ressortchefs immer häufiger Personen, die sich zwischen die politische Führung und den Beamtenapparat schieben: eine Art von Privatbeamtenstab, der aber durchwegs zu besseren Konditionen als die traditionellen Staatsdiener von der öffentlichen Hand honoriert wird.“

Zum Zeitgeschehen:

„Die EU gibt rund 680 Millionen Euro für ein CO2-Abscheidungsprojekt aus, das nicht realisiert wird“, zum Weiterlesen:

Die EU gibt rund 680 Mio Euro für ein CO2-Abscheidungsprojekt aus – das nicht realisiert wird!

„Das endgültige Ende Deutschlands – Von der Mafia im Polizeidienst bis Schulrektoren mit Maulkorb“, zum Weiterlesen:

Das Endgültige Ende Deutschlands – Von der Mafia im Polizeidienst bis Schul-Rektoren mit Maulkorb

„BAYER und Co. Killen das Klima“, zum Weiterlesen:

http://www.cbgnetwork.org/7215.html

Anm.: Dass CO2 kein Klima killen kann, steht dabei auf einem anderen Blatt. Mir geht es nur darum aufzuzeigen, dass wir Steuerzahler für einen Irrsinn zur Kasse gebeten werden, auch um „CO2 zu sparen“, während Konzerne wie BAYER etc. machen können, was sie wollen – doch all das klappt nur mit der Zustimmung der vielen Ilsen…

Zum Weiterlesen: Gender – Themen, die die Welt nicht brauchtGendermainstream, Lämmer und „Demokratie“Aufruf zum LebenEltern wissen das nicht!Rechte und linke IdeologienDie Parkinson’sche ErkrankungEmanzipation mal anders betrachtetDer mit den Golfern tanztWeniger Staat, mehr vom LebenFRIEDAs ParteienumfrageZum Opportunismus geboren?Vom Boom der HobbyköcheJamaika und der Kammerton APopulismus – Haben wir das Fragen verlernt?Gemeinwohl: Bürger vermögen vielGesellschaft im AufbruchSouveränität: Von Karpen und DelfinenDie Sache mit der roten und der blauen Pille, Politikum Glühlampe, Verordnungsdschungel am Beispiel EnEV, Klimawandel und Gehirnwäsche, Meinungsfreiheit und eine Zwischenbilanz, Soziopathie als gesellschaftliche Herausforderung, … u.v.a.m. sowie: „Fußballsport als Ideologie“ von Prof. Dr. Vinnai

Wer den Vortrag „Wie der Mensch zum Mitläufer wird“ von Dr. Maaz, Stiftung Beziehungskultur Halle, noch nicht gesehen hat, kann das nun nachholen (Dank an die Wissensmanufaktur):

Und hier noch ein Vortrag von Prof. Dr. Rainer Mausfeld bei acTVism Munich:

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