Kryorecycling…

Nicht sein kann, was nicht sein darf...

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„Indien versinkt im Müll“ berichtete rp-online am 14.02.2017. Dass nicht nur Indien dem Plastikmüll nicht mehr gewachsen ist, sondern die Weltmeere schon lange am „Fortschritt“ ersticken, veranschaulicht der 2010 erschienene Film „Plastic Planet“ von Regisseur Werner Boote. Und dabei gibt es schon lange ein Verfahren, mit dem sich Plastikmüll zu 100 Prozent wiederverwerten lässt, nämlich das…

Kryorecycling

Entwickelt wurde das Kryorecycling von dem Umweltmediziner Prof. Dr. Harry Rosin. Als ehemaliger Direktor des Hygiene-Instituts Dortmund initiierte er gemeinsam mit Dr. Hans Preisedanz den FCKW-und FKW-freien Kühlschrank. Basierend auf deren Forschungsergebnissen im Bereich der innovativen Kältetechnik entwickelte Prof. Rosin mit seinem Team ein Tiefkälteverfahren zum stofflichen Recycling von Alt-Kunststoffen, Alt-Reifen und Alt-Elektronik: eine umwelt- und ressourcenschonende und darüber hinaus noch wirtschaftliche Alternative zur Müllverbrennung. Letzere bereitet auch hierzulande massive Probleme. 2013 schrieb ich einen umfangreichen Artikel über das Thema für die raum&zeit. Wer sich näher für das Thema interessiert, kann den Beitrag bei der raum&zeit für 2,00 Euro erwerben.

Mittels des Kryorecyclings lassen sich Kunststoffgemische und Elastomere (Gummiprodukte) tiefgefrieren und pulverisieren. Dabei werden die überwiegend thermoplastischen Kunststoffe und Elastomere spröde. Das Pulver kann aufgetrennt werden und steht dem Verwertungskreislauf somit wieder als Ressource zur Verfügung. Die Idee dahinter ist simpel, effektiv und sogar ökonomisch, aber seit Mitte der 1990er Jahre liegt sie quasi „auf Eis“.

Eine Bürgerinitiative in Gelsenkirchen engagierte sich damals umfänglich dafür, das Verfahren „gesellschaftsfähig“ zu machen. Prof. Dr. Christian Jooß aus Göttingen gehörte zu den Wissenschaftlern, die diese innovative Methode nach vorne bringen wollten.

Ich organisierte vor Jahren einen Vortrag mit Prof. Jooß in Bremen. Eine email mit näheren Informationen zum Inhalt der Veranstaltung schickte ich seinerzeit an die hiesigen Politiker, die Medien, die Pressestellen von Unternehmen aus der Energie- und Abfallwirtschaft und an viele, viele andere. Zur Veranstaltung kamen letztendlich etwa 15 Menschen, darunter auch der von mir sehr geschätzte Prof. Dr. Frentzel-Beyme, der, wie die taz am 06.12.2003 schrieb, „per Express in Rente“ geschickt wurde…

Die meisten der wenigen anderen Anwesenden waren Bekannte von mir. Ansonsten: kein Politiker, kein anderer Medienvertreter, niemand aus der Energie- und Müllbranche…Bundesliga war an dem Tag auch keine. Hmm.

Foto: http://pixabay.com/en/users/Pexels

Während die steuerzahlende Bevölkerung hier stereotyp den Zeigerfinger in Sachen Investitionen für die „Energiewende“ vorgehalten bekommt, um einen angeblich „menschengemachten“ Klimawandel aufzuhalten, werden wirklich wirksame Verfahren für die Umwelt von der lobbyistenfreundlichen Regierungs-Bürokratie vereitelt.

2017 ist Wahljahr…nicht vergessen! Aber wen nur soll man noch wählen? Bestimmt nicht die Bürokraten, die vorher schon nur für sich selbst gesorgt haben. Und schon gar nicht die, die „Frühsexualisierung“ und „Gender-Mainstream“ für die wichtigeren Themen halten…!

Weitere Informationen: Morgellons

Zum Weiterlesen: „Krank durch Strahlen und Plastik“, „Friedas Parteienumfrage“, „Politikum Energiesparlampe“, „Verordnungsschungel am Beispiel EnEV„, „Weltmeisterinnen“…

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