Krank durch Nano-Partikel?

Die unsichtbare Gefahr

(c) nano-Control

„Etwa eine Milliarde Laserdrucker und Kopiergeräte belasten weltweit die Atemluft der Menschen mit unfassbaren Emissionen! Über 150 Studien aus aller Welt bestätigen Emissionen und gesundheitsschädigende Wirkungen, wie chronische Entzündungen, zellschädigenden oxidativen Stress, allergische Reaktionen und sogar DNA-Schäden. Es gibt sogar Hinweise auf Demenz aus dem Drucker“, heißt es in einer Information der Internationalen Stiftung nano-Control, mit der Bürger, Medien und die Politik auf die immensen Gefahren durch Nanopartikel, speziell im Bereich von Kopierern und Laserdruckern, hingewiesen werden sollen.

Laserdrucker emittieren pro Seite durchschnittlich mehr als zwei, fallweise bis zu acht Milliarden – vor allem ultrafeine – Partikel, die ungefiltert und direkt in die Atemluft der Menschen gelangen. Immer mehr Erkrankungen werden damit in Zusammenhang gebracht. Die Symptompalette reicht von chronischen Atemwegsbeschwerden mit Atemnot, über Ekzeme bis hin zu Krebs. Sogar in der Ursachenkette für neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz können die – für das bloße Auge unsichtbaren – Nano-Stäube eine entscheidende Rolle spielen, ein Sachverhalt, der bisher in der gesamten Auseinandersetzung mit Demenz nicht oder kaum in Betracht gezogen wurde. Während die Industrie die Nano-Technologie in den höchsten Tönen lobt, haben Nano-Partikel inzwischen Eingang in nahezu alle Bereiche des privaten und beruflichen Lebens gefunden.

nano-Control fordert den Schutz vor Tonerstäuben und anderen krank machenden Emissionen von Schadstoffen, Feinstäuben und ultrafeinen Partikeln aus Laserdruckern und Kopiergeräten. Initiator von nano-Control ist Achim Stelting. Eigene Betroffenheit sensibilisierte den ehemaligen Kriminalbeamten für das Thema. 1990 begann es bei ihm mit einer Art Dauerschnupfen, Hals- und Nebenhöhlenproblemen. Schon bald bekam er chronischen Husten und schließlich Asthma mit lebensbedrohlicher Atemnot. Weder die konsultierten Ärzte noch die verordneten Medikamente konnten helfen. Nachdem immer mehr Kollegen mit ähnlichen Symptomen erkrankten und irgendwann die halbe Belegschaft seiner Dienststelle im Landeskriminalamt Hamburg betroffen war, geriet der dienstliche Laserdrucker unter Verdacht. Mittels Tatortarbeit, Spurensicherung, durch den Einsatz von Spezialisten und medizinischen Gutachten, konnte der „Verursacher“ schließlich eindeutig überführt werden.

FRIEDA im Gespräch mit Achim Stelting

FRIEDA: Wie Sie im Vorfeld des Gespräches wissen ließen, führten die Erkrankungen in Ihrem Fall zum Ende Ihrer Dienstzeit im Jahre 1997. Sie recherchierten bzw. ermittelten dann jahrelang in dem Bereich und kamen zu erschreckenden Ergebnissen. Welche sind das?

(c) Achim Stelting

Achim Stelting: Erschreckend sind vor allem die Schwere und das Ausmaß der Schädigungen. Primär betroffen sind die Atemwege, aber die Emissionen können auch zu Entzündungen der Augen, des Zahnfleisches, der Haut, des Darms, der Blase oder Prostata führen. Was zumeist harmlos, wie eine verschleppte Erkältung, beginnt, kann schnell zu einer chronischen Erkrankung führen, die den ganzen Körper betreffen kann. Die winzigen Partikel kennen keine Grenzen und dringen über die Atmung ins Blut und alle Organe ein, bis in die Zellen, wo sie sich ablagern und schädigen. Hier wirken sie generell schädigend, das heißt, sie schädigen auch gesunde Menschen. Besonders gefährdet sind aber Menschen mit Allergien, vor allem auf Metalle wie Nickel und Kobalt. Neben Entzündungen und zellschädigendem oxidativen Stress wurden auch DNA-Schäden an Lungenzellen festgestellt und zwar schon nach 200 gedruckten Seiten und das heißt Krebsgefahr! Tatsächlich wurden die PEPs –printer-emitted-particles – schon in Lungenzellen und im Bauchfell von Patienten gefunden. „Was ich hier sehe, ist schlimmer als Asbest“, waren die Worte eines Pathologen, als er in den Zellen eines verstorbenen Krebspatienten die Kohlenstoff-Nanopartikel aus dem Toner fand.

nano-Control liegen Tausende von schriftlichen Meldungen Betroffener vor, aber dies ist nur die Spitze eines globalen Problems, denn über eine Milliarde Geräte blasen den gefährlichen, aber ungefilterten Staub in die Atemluft von Menschen – mit verheerenden Folgen: 80 % der Betroffenen werden chronisch krank, fast 40 % schwer und 25 % sind von Berufsunfähigkeit betroffen. Als Folge der chronischen Erkrankung kommt es oft zu Energiemangel und Erschöpfung mit Symptomen wie beim Burn-Out, bis hin zur Depression. Mit allergrößter Sorge sehe ich die neurotoxischen Wirkungen, denn die metallischen PEPs können sogar ins Gehirn gelangen und werden lt. neuer US-Studien für eine verstärkte Bildung von Alzheimer Plaques und Demenz verantwortlich gemacht. Kein Wunder, denn Feinstaub lässt offenbar das Gehirn schrumpfen und alle Toner enthalten Metalle und vor allem Aluminium, das schon lange als Hauptverdächtiger i.S. Alzheimer gilt. Ein Samsung-Drucker mit aktuellem Blauen Engel bringt es auf 13 % Aluminiumgehalt im Toner. Das ist wie ein Anschlag auf die menschliche Intelligenz.

Laser Toner Particles (im Filter)
(c) nano-Control

FRIEDA: Ihre Auseinandersetzung mit dem Thema führte dazu, dass Sie im Jahre 2000 zunächst eine Interessengemeinschaft, später dann, im Jahre 2008, die Stiftung nano-Control gründeten. Was motivierte Sie dazu?

Achim Stelting: Nachdem es mir gelungen war, die Ursache meiner eigenen Erkrankung nachzuweisen, wurde mein Fall als erster Fall in Deutschland wegen einer Atemwegserkrankung durch Druckerstäube als Berufserkrankung anerkannt. Wegen meiner irreparablen Lungenschädigung und ständig neuer Erkrankungsschübe durch die Drucker wurde ich zwei Jahre später frühpensioniert. Da ich kein Einzelfall war, die Ursache nachweisbar war und mir lösbar erschien, begann ich zu recherchieren. Mir war klar, hier liegt ein Riesenproblem vor, das dringend aufgeklärt und beseitigt werden sollte, und ich dachte, in fünf Jahren damit fertig zu sein.

Nach ersten Medienberichten meldeten sich immer mehr Betroffene und so gründeten wir 2000 die Interessengemeinschaft Tonergeschädigter. Womit ich nicht gerechnet habe, war das „erstaunlich geringe Erkenntnisinteresse“ der zuständigen Behörden. Da der Staat nicht für die zugesagte Aufklärung sorgte, haben wir 2008 die Stiftung nano-Control gegründet und es selbst gemacht. Über 100.000 € haben wir in Forschungsprojekte investiert. Es hat sich gelohnt. Das IUK Freiburg konnte das Eindringen von Tonermetallen aus der Emission der Drucker in Lungenzellen nachweisen und im Test mit Freiwilligen die schädigenden Wirkungen durch Untersuchung von jeweils 28.000 Genen im Detail aufklären. Inzwischen wird weltweit geforscht. Eine Auswertung von über 150 Studien aus aller Welt, darunter allein 15 des Harvard Center for Nanotechnology and Nanotoxicology, habe ich 2016 publiziert. Die Sache ist also im Kern aufgeklärt. Tatsächlich hat die Bundesregierung am 25.8.2016 erstmals öffentlich auf lebensbedrohliche Erkrankungen durch ultrafeine Partikel aus Laserdruckern hingewiesen. Aufgrund dieser späten Erkenntnis sind nun Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu treffen.

FRIEDA: Nun kommen ja normalerweise keine schwarzen Staubwolken aus dem Drucker. Das heißt, viele kranke Menschen ahnen gar nicht, welchen Gefahren sie zu Hause am Schreibtisch oder im Büro ausgesetzt sind und warum sie womöglich jahrelang von Arzt zu Arzt pilgern, ohne gesünder zu werden. Welche Erfahrungen haben Sie und Ihre Kollegen in der Hinsicht gemacht? Oder anders gefragt: Wie erlebten Sie und Ihre Kollegen da die Aufklärung durch Ärzte?

Achim Stelting: Bezeichnend ist schon, dass fast alle Arztpraxen und Kliniken inzwischen Laserdrucker einsetzen, sogar im Bereich von Schwerkranken. Wir haben den Eindruck, dass Ärzte, von Ausnahmen abgesehen, trotz der beeindruckenden Studienlage, immer noch weitgehend unwissend sind und sich mit der Erkennung und Behandlung von Umwelterkrankungen generell schwer tun. Kein Wunder, denn die Umweltmedizin wird trotz der zunehmenden Schadstoffbelastungen der Bevölkerung abgebaut. Gerade erleben wir, wie das IUK Freiburg, das größte Institut für Umweltmedizin, das jahrelang in unserer Sache geforscht und die Schädigungen aufgeklärt hat, zerschlagen wird. Keine Umweltmedizin – keine Umwelterkrankten! Für die Betroffenen heißt das, sie werden mit ihrer Krankheit weitgehend allein gelassen. Das ist zutiefst inhuman, unsozial und volkswirtschaftlich dumm, denn die immensen Kosten fallen ohnehin der Allgemeinheit zur Last. Die Schweizer Rückversicherung Swiss Re hält Nanopartikel und Chemikalien für zwei der sechs größten Risiken der Menschheit.

FRIEDA: Dass gerade im Bereich der Umweltmedizin abgebaut wird, erscheint angesichts all der anderen vielen Fachärzte mehr als fahrlässig. Die ursächliche Behandlung vielerlei Leiden dürfte somit auch auf der Strecke bleiben, denn solange Schadstoffquellen nicht identifiziert und eliminiert werden, bleibt der Mensch in der Regel krank. Gibt es irgendwelche Tests, mittels derer man konkret nachweisen kann, ob Erkrankungen auf Nano-Partikeln beruhen oder sollten Betroffene einfach prophylaktisch entsprechende Geräte entsorgen?

Achim Stelting: Das ist leider richtig und diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern politisches Versagen als Folge des ungebremsten Lobbyismus der Großindustrie. Die Schädigungen konkret nachzuweisen, ist kein Problem. Man untersucht die Patienten spezifisch, setzt sie dann den Emissionen ihres Druckers aus und wiederholt die Untersuchungen. Dann sieht man die schädigenden Wirkungen. Es gibt sogar Bluttests, mit denen man prüfen kann, ob man auf die Toner oder die emittierten Partikel reagiert. Vorbeugung ist natürlich immer besser und zum Glück ist das Problem leicht lösbar. Moderne Tintendrucker sind längst eine vollwertige und sogar überlegene Alternative. Sie sparen zudem 90 % Abfall, 80 % Strom und 50 % Druckkosten. Filter für Laserdrucker können die Emissionen senken und ein erster Hersteller baut jetzt Filter ein. Das sagt wohl alles.

Black material in peritoneum (Carbon Nanopartikel im Bauchfell)
(c) nano-Control

FRIEDA: Nicht zuletzt dem Engagement von nano-Control ist zu verdanken, dass das Thema überhaupt öffentlich mehr wahrgenommen wird und auch, dass sich allmählich die Politik damit beschäftigt. Es müsste aber ja eigentlich im gesundheitspolitischen Interesse sein, Technologien im Vorfeld so umfassend zu untersuchen, dass die Industrie damit erst auf den Markt darf, wenn jegliche Risiken für die Bevölkerung ausgeschlossen werden können. Und das dürfte nur mit einer Verursacherhaftung durchzusetzen sein. Kaum eine Partei aber führt die Verursacherhaftung in ihrem Programm auf. Wie ist denn die Haltung des Bundesumweltamtes dazu und welche Erfahrungen haben Sie generell mit der Politik gemacht?

Achim Stelting: Gesundheitspolitisch betrachtet ist das sicher richtig. Nehmen wir den Asbest-Skandal. Von der Erkennung der Gefahr bis zum EU-weiten Verbot sind 105 Jahre vergangen. Jetzt erst erreicht die Todeswelle den Höhepunkt und die Menschen krepieren qualvoll an den einstmals eingeatmeten Fasern und kämpfen um ihr Recht auf Anerkennung einer Berufskrankheit. „Späte Lehren aus frühen Warnungen“ war das lesenswerte Resümee des Umweltbundesamtes. Wir würden uns wünschen, dass man aus solchen brutalen Erfahrungen, die es ja auch mit Holzschutzmitteln, Weichmachern, Glyphosat, Dieselruß und vielen anderen Schadstoffen gibt, tatsächlich endlich klug wird, sonst fürchte ich, werden wir den „Fortschritt“ kaum überleben. Das ist aber nicht der Fall, denn die wirtschaftlichen Interessen der internationalen Konzerne haben bei der Bundesregierung eindeutig Vorrang vor unserem höchsten Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Auch das in der EU geltende Vorsorgeprinzip wird missachtet. Vordergründig bezieht man sich gern auf wissenschaftliche Erkenntnislücken. Statt Wissen zu schaffen und über Risiken aufzuklären, werden Wissenslücken durch Untätigkeit erhalten – auf Kosten der Gesundheit der Bürger. Nachdem wir Tausende von Erkrankungsfällen dokumentiert, die notwendigen Studien selbst bezahlt und den Stand der weltweiten Forschung zusammengefasst haben, erleben wir gerade, dass das Umweltministerium, das UBA und die BAuA nicht mit uns sprechen wollen. Das nennt sich im Amtsdeutsch Risikokommunikation – offenbar auf der Stufe 0.

FRIEDA: Sie fordern Druckerhersteller dazu auf, Druckgeräte mit gesundheitsschädigenden Emissionen vom Markt zu nehmen und Schäden auszugleichen. Da sind wir dann wiederum beim Thema Verursacherhaftung. Gibt es Ihrerseits zu dieser Forderung bereits konkrete Aktionen und wenn ja, mit welchem Ergebnis?

Achim Stelting: Spätestens seit dem VW-Skandal, der nun auch zu ersten Verhaftungen führte, sollte auch den Druckerherstellern klar sein, dass sie ein Problem haben. Hier geht es zwar nicht um Betrug, sondern viel schlimmer, um konkrete und oft schwerwiegende Gesundheitsschädigungen von Menschen. Wenn die enormen Emissionen von Partikeln und Schadstoffen aus Laserdruckern und Kopierern Menschen krank machen, dann sind die Hersteller natürlich dafür verantwortlich. Die Verantwortlichen machen sich sogar strafbar und werden sich kaum auf Fahrlässigkeit berufen können. Selbstverständlich haften die Hersteller für Schäden durch ihre Produkte, auch wenn die Groko eine Verbesserung des Verbraucherschutzes durch Sammelklagen im Oktober 2016 von der Agenda genommen hat. Wir werden auf die Konzernzentralen nochmals zugehen und die verantwortlichen Manager mit den aktuellen Erkenntnissen konfrontieren. Wir erwarten Lösungen, um die vermeidbare Gefahr schnellstens zu beseitigen. Auch die Entschädigung von Betroffenen werden wir ansprechen. Juristische Schritte, auch in den USA, sind die letzte Option.

Derzeit sehen wir aber auch die Regierungen gefordert, ihre Bürger zu schützen. Aktuell haben wir die online- Petition auf campact „Machen Sie sich stark für gesunde Raumluft!“ an Bundesumweltministerin Hendricks und ihre Ministerkollegen für Umwelt, Arbeit, Verbraucherschutz, Gesundheit und Bildung gerichtet, die aktuell von fast 4.000 Menschen unterstützt wird. Im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin haben wir es 2012 mit über 18.000 Stimmen auf Platz 2 gebracht.

FRIEDA: Es gibt wohl kaum einen Industrie- oder Wirtschaftsbereich, dessen Lobbyaktivitäten nicht maßgeblich auf politischer Bühne für Gefälligkeitsentscheidungen sorgen. Die Auswüchse der Subventionspolitik stehen da noch auf einem ganz anderen Blatt. Der Volksmund sagt aber ja nicht umsonst, dass eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. Was wünschen Sie sich von einer Regierung, die „pro Mensch“ agiert und nicht „pro Lobbyismus“ und sehen Sie überhaupt eine Chance, die Maschen des augenscheinlich dicht gewebten Netzes an Seilschaften zu durchtrennen?

Achim Stelting: Der massive und unkontrollierte Lobbyismus ist nicht nur in unserem Fall das Kernproblem und wahrscheinlich die größte Gefahr für unsere Demokratie. Das ist keine Einbildung oder Verschwörungstheorie. Gegen Ende des amtlichen Risikobewertungsverfahrens i.S. Toner durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (das Glyphosat für unbedenklich hält, aber vor Zimtsternen warnt), war klar, dass die Laserdrucker die Atemluft signifikant mit feinen und ultrafeinen Partikeln belasten und es auffällige Erkrankungen gibt. Man hätte nur noch den Zusammenhang untersuchen müssen. Doch nach einem Besuch von acht Vertretern der Druckerindustrie im Bundesumweltministerium im Juli 2007, an den sich dort heute niemand mehr erinnern kann, wurde die amtliche Aufklärung abgebrochen. BMU und der Industrieverband BITKOM einigten sich darauf, die Industrie an den Partikeln forschen zu lassen, anstatt nun die Wirkung aufzuklären. Das ist ungefähr so, als würde man Marlboro bitten, den Rauch ihrer Zigaretten zu untersuchen. Der beauftragte Forscher des industrienahen WKI Braunschweig, der die Emissionen verharmlosend mit der von Haushaltsgeräten verglich, wurde später vom BMU mit dem Vorsitz der Kommission Innenraumlufthygiene beim Umweltbundesamt belohnt, der bei der staatlichen Bewertung eine Schlüsselrolle zukommt und die keinen Handlungsbedarf sieht. So geht Lobbyismus! Mein Eindruck ist, dass in den letzten 10 Jahren die Belange der Industrie deutlich Vorrang vor den Grundrechten der Bürger haben. Die Parteien müssen sich entscheiden, wem sie dienen wollen. Die Wahl 2017 bietet hier die Chance, Parteien und Abgeordnete in die Pflicht zu nehmen. Zusätzlich brauchen wir außerparlamentarische Kontrolle durch NGOs wie Abgeordnetenwatch, LobbyControl und Transparency International. Aber auch unsere Presse hat als vierte Gewalt im Staate eine wichtige Kontrollfunktion, die unbedingt erhalten werden muss. Neben unseren klassischen Medien setzen wir besonders auf das Internet. Auf unserer Webseite www.nano-control.org  bieten wir umfassende Informationen, auch zu den Studien, und für Betroffene den Zugang zu kostenloser Beratung.

FRIEDA: Vielen Dank für das Gespräch und die aufschlussreichen Informationen!

Buchtipp: „Tonerstaubattentat“, Ein Öko-Krimi von Rainer Staub

"Das Tonerstaubattentat" von Rainer Staub
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„Dieser Krimi ist nicht nur eine fiktive Schilderung der Tonerstaubmisere eines schwer gepeinigten Tonerstaubopfers, dessen bei der Berufsgenossenschaft gestellter Antrag auf eine Berufsunfähigkeitsrente abgelehnt wird und der anschließend im Telefonat übel beschimpft und verhöhnt wird. Das erzeugt Wut, Zorn und auch Hass, was dann zum Ganzkörper-Tonerstaub-Überpulvern dieses Unfallversicherungsbeamten führt. Alle Facetten dieser Tonerstaubmisere werden durch Polizeiverhör und Gerichtsverhandlung in humorvoll ironisch-sarkastischer Manier vorgeführt. Am Ende werden auch die zuständigen verharmlosenden und schadenseratzscheuen Politiker aus himmlischer Perspektive kunstgerecht durch den Kakao gezogen“, so eine Leserstimme.

FRIEDA verweist in diesem Zusammenhang noch auf weitere Beiträge in diesem Magazin: Zeitbombe Aluminium und Nanotechnologie – Segen oder Fluch?

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