Kooperation statt Spaltung!

Was verbindet uns?

In sozialen Netzwerken, und nicht nur dort, zeigt sich immer wieder ein Phänomen. Seit sich so genannte „Truther-Medien“, nicht zuletzt durch die Möglichkeiten des Internets, inflationär verbreiten, ist zu beobachten, wie die eine Seite der anderen unterstellt, „die Wahrheit“ zu verheimlichen bzw. „Fake-News“ zu verbreiten. Aber: Wie sieht „die Wahrheit“ aus? Kennen wir sie in ihrer Gänze?

Dass in den so genannten „Mainstream-Medien“ und den öffentlich-rechtlichen Kanälen womöglich eine Menge verschwiegen und/oder unkorrekt dargestellt wird, dürfte eine Annahme sein, die viele teilen. Vielen der so genannten Truther-Medien ist sicherlich zu verdanken, dass etliche Themen öffentlich inzwischen neu und anders diskutiert werden und somit auch anders wahrgenommen werden können. Dahinter steckt oft ein jahrelanges Engagement einzelner Menschen oder kleiner Gruppen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuch(t)en, authentisch zu sein. Dafür nahmen und nehmen sie eine Menge in Kauf, wie zum Beispiel Denunziationen und Einträge auf Portalen, deren „Hinterleute“ nicht einmal mit einem Impressum aufwarten können – und das offenbar auch dürfen!

Auf der anderen Seite gibt es gerade auch in den Mainstream-Medien viele gute Journalisten, die nach bestem Wissen und Gewissen ihre Arbeit machen. So dürfte es auch in den Parteien sein. Überall gibt es Menschen, die sich für etwas engagieren, das dem Gemeinwohl dient, wie es eben auch Menschen gibt, die Positionen nur auskleiden, weil sie sich persönliche Vorteile davon erhoffen. Das alles hat vielleicht weniger mit „bösen fremden Mächten“ zu tun, sondern damit, wie wir Menschen „ticken“, denn vielleicht ist es oft nur „die Verschwörung im Kopf“, die zu einer gewissen generalisierten Paranoia führt?

Insofern: FRIEDAs Appell und Bitte lautet einmal mehr: „Wir stecken alle unter einer Decke“ in gewisser Weise. Um zu veranschaulichen, dass es auch anders gehen könnte, hierzu eine kleine real erlebte Geschichte, die zeigt, wie viel wir von Kindern lernen können, wenn wir offen dafür sind:

Ein Kind aus dem nahen Umfeld der Betreiberin dieser Seite konnte vor Jahren, als in der Nachbarschaft gerade das Inline-Skaten modern wurde, nicht richtig mitbieten. Dieser Junge, ein wenig wackelig auf den Beinen und somit erst recht auf den Rädern, tat sich schwer damit, mit den anderen Kindern zu konkurrieren. Eines Tages kam der Junge weinend nach Hause. Die Nachbarskinder (übrigens teilweise Kinder von Eltern, die Mitglieder einer Kirche sind, Leute also, bei denen man eigentlich davon ausgehen können sollte, dass das Thema Nächstenliebe zu Hause gelebt oder wenigstens thematisiert wird…) wollten besagtem Jungen keine Gummibärchen abgeben mit der Begründung: „Gummibärchen kriegen nur die, die Inline skaten können…!“

Die Mutter ernährte ihren Sohn bislang nahezu ausschließlich mit Bio-Lebensmitteln; Gummibärchen gab es selten und wenn, dann natürlich ohne Gelatine und künstliche Aromastoffe. Aus Mitgefühl für den Sohn kaufte die Mutter am nächsten Tag prompt eine Tüte der begehrten Gummibärchen. Aber irgendwie war die Mutter auch wütend. Vor dem Haus spielten wiederum die Nachbarskinder vom Vortag und wetteiferten beim Inline-Skaten.

„Wenn du nach draußen gehst, dann gib den anderen heute keine Gummibärchen ab. Die haben dir gestern schließlich auch keine gegeben!“ Mit diesen Worten gab die Mutter dem 8-Jährigen die Tüte. Doch der sah sie nur an und sagte:

„Ich werde allen Gummibärchen anbieten!“

Die Mutter war überrascht und fragte: „Wieso das denn?“, woraufhin der Junge antwortete:

„Damit sie merken, dass ich nicht so bin!“

Er ging nach draußen und verteilte die Gummibärchen an die anderen. Das führte zwar nicht dazu, dass sie ihn akzeptierten als Kind, das motorisch nicht die allgemein erwarteten Standards erfüllte, aber mindestens bei der Mutter des Jungen hatte die Haltung des Kindes eine lehrreiche Wirkung.

Fazit? Das darf jeder für sich selbst entdecken. FRIEDA regt an, um die ganze Schlammschlacht zwischen „Wir sind die Guten“ und „Die anderen sind die Bösen“ mit etwas mehr Humor und einem Signal der Kooperation in eine menschlichere Richtung zu bringen: Die Truther-Medien könnten doch eine PR-Aktion starten: „Gummibärchen für das, was uns verbindet!“ und mit einem „Gummibärchen“ als Logo an die Mainstream-Medien herantreten, um sie dazu zu ermutigen, ihrerseits mehr zu kooperieren, denn wenn es in Zeiten wie diesen etwas gibt, das wirklich helfen könnte, ist es doch gewiss die Kooperation.

Weitere Beiträge zu diesem Thema: Rechte und linke Ideologien, Haben wir das Fragen verlernt?, Infantile Gesellschaft,Vom Boom der Hobbyköche, „Die Parkinson’sche Erkrankung„…

Weitersagen auf

Monetäres für FRIEDAs Kaffeekasse