Klimawandel und Gehirnwäsche

Im Gespräch mit Dr. Wolfgang Thüne

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Foto: http://pixabay.com/en/users/ddouk

In einem der ersten Interviews auf FRIEDA-online mit dem Titel „Verordnungsdschungel am Beispiel EnEV“ erläuterte Dr. Wolfgang Thüne seinerzeit ausführlich seine Sicht auf den vermeintlich fatalen Einfluss von CO2 auf das Klima. Die Anzahl jener, die teilweise schon seit Jahrzehnten für eine sachliche Aufklärung über Wetterphänomene auf der Grundlage wissenschaftlicher Fakten – und nicht nur simulierter Messdaten – plädieren, ist rasant gestiegen. Und doch kommen sie öffentlich kaum zu Wort.

Aus der Feder von Dr. Wolfgang Thüne stammen Bücher mit Titeln wie: „Freispruch für CO2 – Wie ein Molekül die Phantasien von Experten gleichschaltet“, „Heimat als soziologische und geopolitische Kategorie“, „Der Treibhaus-Schwindel – Klimaforschung als ideologisches Vehikel“ und „Propheten im Kampf um den Klimathron – Wie mit Urängsten um Geld und Macht gekämpft wird“. Einige der erwähnten Bücher sind leider nur noch antiquarisch erhältlich.

Der Meteorologe, der von 1971 bis 1986 nebenberuflich Wettermoderator beim ZDF war, und der im eingangs erwähnten Beitrag näher vorgestellt wurde, erklärte sich erneut zu einem Interview bereit.

FRIEDA im Gespräch mit Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne

FRIEDA: „Was ist eigentlich mehr bedroht, das Klima oder die Freiheit? Wir sind Zeugen der Entstehung einer neuen linken Ideologie, die der freien Gesellschaft weitere Fesseln anlegt“, sagte Vaclav Klaus, ehemaliger Präsident der Tschechischen Republik, im Rahmen eines Vortrages im Landtag von Sachsen am 25.05.2013. Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten zusammen mit Vaclav Havel auf dem Rednerpult gestanden. Mit welchen Worten hätten Sie die Aussage von ihm ergänzt?

Dr. Wolfgang Thüne: Auf die Frage, was mehr bedroht sei, das Klima oder die Freiheit, gibt es nur eine einzige Antwort: die Freiheit! Sie ist unser höchstes Gut und auf vielfältigste Art und Weise bedroht. Hätte ich neben ihm gestanden, dann hätte ich als Meteorologe darauf aufmerksam gemacht, dass Klima prinzipiell keine Bedrohung sein kann, denn es gibt kein Klima, weder als Naturerscheinung noch als Naturvorgang.

(c) Dr. Wolfgang Thüne

Der einzige Naturvorgang, der sich in der Luft über uns -„im Himmel“- abspielt, ist das Wetter. Der Mensch fand als Geschöpf das Wetter vor. Es hatte die Pflanzen- und die Tierwelt geprägt. Als „nackter Affe“ und Warmblüter reagierte er besonders empfindlich auf das Wetter und seine Temperaturen. Er musste sich mit ihm auseinandersetzen, sich ihm anpassen, ja fügen. Unwetter sahen unsere Vorfahren als Strafe der „Wettergötter“ für ihre Sünden an. Das Wetter ist ein ewiger Begleiter der Menschheit. Es ist ohne Rast und ohne Ruh, denn es bezieht seine Energie direkt von der Sonne.

Den Mensch als „homo sapiens“ gibt es seit etwa 500.000 Jahren. Vier große Eiszeiten und Warmzeiten hat er nicht nur überlebt, sondern sich dabei auch prächtig entwickelt. Er lernte das Wetter zu ertragen, aber auch zu nutzen. Er breitete sich über die gesamte Erde aus, weil er rasch gelernt hatte, sich dem Wetter und der Natur im Rhythmus der Jahreszeiten gut anzupassen. Von Klima war nie die Rede. Klima gab es nicht, nur Wetter als von der Natur dargebotenen „Endlosfilm“! Das Wetter hat im Laufe der Zeiten seine Spuren hinterlassen und bei Beginn der Erforschung der Erde durch die Geologie nannte man diese Spuren „Klima“. Es entstand die Paläoklima-Erforschung.

Aber auch das Wetter dechiffrierte der Mensch, zerlegte es in seine Komponenten und machte es messbar, als Temperatur, als Luftdruck, als Wind mit Stärke und Richtung, als Luftfeuchte usw. Diese Daten wurden gesammelt und digital verarbeitet. Eine neue Art von „Klima“ entstand, als gemitteltes „Wetter“. Im Jahre 1935 kamen die Wetterdienste der Erde überein, „Klima“ offiziell zu definieren. Sie deklarierten die Periode 1901-1930 als „Klimanormalperiode“. Man muss 30 Jahre oder 10.957 Tage das Wetter „messen“ und beobachten, bevor man das Mittel zum „Klima“ erheben kann. Damit erschuf neben dem Wetter der Mensch als „Schöpfer“ keinen neuen Naturvorgang namens „Klima“, der abgeleitet vom Wetter nun die Steuerung des Wetters übernimmt. Exakt auf diesem Irrglauben beruht die moderne Klimaforschung. Man vertauscht „Ursache und Wirkung“ und macht uns Menschen zu „Klimasündern“, die eine „Klimaerwärmung“ erzeugten und an denen sich das „Klima“ durch Zunahme von Wetterextremen rächen würde.

Quelle der Abb.: University of Melbourne / Bildunterschrift von Dr. Wolfgang Thüne: Die erste die Erde umspannende effektive Klimaklassifikation ist von Wladimir Köppen ab dem Jahr 1900 entwickelt worden. Sie beruhte auf den verschiedenen Vegetationsformen, da gleiche Pflanzen nur unter den gleichen Bedingungen wachsen. Die regionalen Vegetationszonen sind ein ausgezeichneter Indikator für das mittlere Wettergeschehen. Köppen unterschied fünf Klimazonen: tropische Regenklimate, Trockene Klimate, Warmgemäßigte Klimate, Boreale Klimate, Kalte Klimate. Ab 1930 wurde unter Zuhilfenahme meteorologischer Daten von Rudolf Geiger die Köppensche Karte weiterentwickelt und verfeinert. Zu den Klimazonen kamen Klimatypen und Klimauntertypen. Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger ist in der Klimageographie weltweit anerkannt und üblich.

Das Klima wurde erstmals als Bedrohung im Januar 1986 ausgegeben durch die DPG, die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V.! Im August 1986 verbildlichte der SPIEGEL die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“, indem er das archaische Bild einer „Sintflut“ wiederbelebte und den „Kölner Dom“ in der blauen Nordsee versinken ließ. Das war die Geburtsstunde der „Klimapolitik“, des „Klimaschutzes“. Seit über 30 Jahren schützen wir das „Klima“, doch das Wetter kümmert sich nicht darum. Es macht wie seit Urzeiten das, was es will, und niemand auf der Erde hindert es daran. Soweit meine Anmerkungen zu der Frage, ob das Klima unsere Freiheit bedroht.

FRIEDA: In einem Beitrag mit dem Titel „Hurrikan ‚Irma‘ und das heikle Thema ‚Klimawandel‘“, den Sie am 15. September 2017 auf Ihre Website „Der Wettermann“ stellten, bemängeln Sie die oft wenig sachliche Berichterstattung in den Medien und schreiben auch dort, nichts sei „menschengemacht“: „Der Mensch muss zusehen, wie sich die Hurrikane entwickeln, welche Kräfte sie entfalten und er kann nichts dagegen tun! Er ist hilflos und machtlos und muss sich den Wettergewalten fügen!“ (zitiert). Nun gibt es auch Kreise, die der Ansicht sind, das Wetter werde etwa durch das High Frequency Active Auroral Research Program der USA (HAARP) manipuliert. Sehen Sie da auch Zusammenhänge?

Dr. Wolfgang Thüne: Ja, ich bemängele die wenig sachliche Berichterstattung der Medien, weil ich die Medien gerne als kritische Wächter sehe, die nicht nur der Politik auf die Finger sehen, sondern auch der Wissenschaft, vor allem den gesellschaftspolitisch relevanten Wissenschaften, die mit enormen Mengen an Steuergeldern subventioniert werden. Solch ein Institut ist das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK, das 1991 gegründet wurde. Was ich an den Medien bemängele, ist, dass sie sich in der Rolle von „Verstärkern“ sehen und völlig unkritisch zum Schaden der Bürger alles einfach nachbeten, was ihnen unter dem Deckmantel „Wissenschaft“ verkündet wird. Die Medien sollten den Mut des kleinen Mädchens aufbringen, das in die Menge rief: „Aber der Kaiser ist ja nackt!“.

Nun konkret zu der Frage, ob das HAARP-Programm der USA das Wetter manipulieren könnte und würde. Ich weiß, dass in gewissen Kreisen heftig darüber spekuliert wird, ja, im Nachhinein entsprechende Einflüsse konstruiert werden, aber ich habe bisher nicht einen schlüssigen „Beweis“ gefunden. Der Wunsch der Wettermanipulation war bei den USA sicher vorhanden, aber sie haben rasch gemerkt, dass „die Trauben viel zu hoch hängen“. Nichts an speziellen Wetterlagen, die besonders den nordamerikanischen Raum betreffen, wurde durch HAARP verhindert oder blockiert. Alles läuft wie seit eh und je, die Blizzards, die Hurrikane, die Trockenperioden und Überschwemmungen. Das Wetter läuft wie normal, doch nicht im statistischen Sinne, wo man dem Mittelwert zur „Norm“ erklärt. Letztere „Norm“ gibt es nicht, ebenso wie es „Klima“ nicht gibt. Es ist ein „menschengemachtes“ Konstrukt, ohne Eigenleben. Alles atmosphärische Leben steckt im Wetter, das seine Energie von der Sonne bezieht! Wetter dissipiert und konzentriert Energie, ganz nach Belieben. Am Wetter ist praktisch nichts „menschengemacht“.

Die Abhängigkeit von den allmächtigen „Wettergöttern“ wollte schon früh der Mensch abschütteln und selbst die Herrschaft über das Wetter antreten. Dieser Gedanke findet sich schon bei Francis Bacon (1561-1626). Den Naturwissenschaften schob er die Aufgabe der Naturbeherrschung vor, auch die des Wetters. Damit hätte man auch das Wetter als Waffe einsetzen können. Dieser Wunsch ist auch heute virulent, aber immer noch ein Wunschtraum. Nun versucht man, das Pferd von hinten aufzuzäumen und über den „Klimaschutz“ mäßigenden Einfluss auf das Wetter erringen zu können

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FRIEDA: Fotos von schmelzenden Gletschern werden von den Medien oft als katastrophale Auswirkung des Klimawandels präsentiert. Prof. Dr. Claudia von Werlhof ist, neben anderen, sogar der Ansicht, dass das Abschmelzen in der Arktis weder von CO2 verursacht werde noch aus einer „Klimaerwärmung“ resultiere, sondern durch so genannte ELF-Wellen, die seit 1974 im Einsatz seien. Sie beruft sich dabei u.a. auf einen „Vertrag von Wladiwostok“ und ein Buch mit dem Titel „The Cooling“ des Journalisten Lowell Ponte. Nicht lange vor der so genannten „Erderwärmung“ ist ja auch eine Eiszeit angekündigt worden. Manche erinnern sich sicher noch an den 2002 erschienenen Animationsfilm „Ice Age“, der zum damaligen Zeitgeist passte, und der bezeichnenderweise von den „Blue Sky Studios“ produziert wurde. Diese Firma gehört übrigens zu 20th Century Fox Filmed Entertainment. Es gibt den Verdacht, dass die Motive hinter dem vermuteten Einsatz von ELF-Wellen in der Arktis damit zu tun hätten, dass gewisse Kreise Interesse an den dort vorhandenen Bodenschätzen hätten. Die Arktis, nicht die Antarktis, werde gezielt abgeschmolzen, wird gemunkelt. Sogar der Spiegel erwähnte 1996 diese Technologie in einem Beitrag mit dem Titel „Gekochter Himmel“ mit dem Untertitel „US-Militärs bauen im fernen Alaska einen ‚Ionosphärenheizer‘. Ist der bizarre Radiosender eine Gefahr für die Menschheit?“. Von diesen Ionosphärenheizern gibt es inzwischen nach meinem Kenntnisstand etliche. Beispielsweise steht in Marlow bei Rostock solch eine Anlage, die weit größer als HAARP sein soll. Halten Sie es denn für denkbar, dass diese Ionosphärenheizer gezielt eingesetzt werden, um das Eis zu schmelzen?

Dr. Wolfgang Thüne: Hätten die Neandertaler, die Indogermanen oder der karthagische Feldherr Hannibal 217 v. Chr. bei Überquerung der Alpen mit seinen Kampfelefanten schon Fotos machen können, sie hätten „Gletscherschmelzen ohne Ende“ aufnehmen, auch die Entstehung von Endmoränenlandschaften entlang der Ostsee dokumentieren können. Nichts wurde „von CO2 verursacht“ oder von „ELF-Wellen“, die erst seit 1974 im Einsatz sein sollen.

Man muss zuerst einmal Abstand nehmen vor der Vorstellung „Erderwärmung“. Dies ist nach allem Wissen physikalisch unmöglich, denn kein Körper, der unentwegt Energie abstrahlt, kann sich mit der ihm eigenen inneren oder abgestrahlten Energie erwärmen. Der Begriff „Klimaerwärmung“ ist noch unsinniger, denn jeder statistische Wert ist ein toter Wert. Kein „Klimawert“ kann sich je erwärmen oder abkühlen. Das sind bewusste sprachliche Ungenauigkeiten, die uns glauben machen sollen, dass wir etwas machen können, was jedoch unmöglich ist. Jede Erwärmungsphase kommt immer von „außen“, wird ausgelöst durch ein Mehr an Energie von der Sonne. Alle Schöpfungsmythen sahen den Ursprung allen Lebens auf der Erde bei der Sonne. Ihre Strahlung war aber nie konstant, ebenso wenig wie die Umlaufparameter der Erde um die Sonne.

Als mit der „Neolithischen Revolution“ die Menschen Abschied nahmen vom Jäger- und Sammlerdasein und zu Ackerbauern und Viehzüchtern wurden, wussten sie bereits von den Wendekreisen der Sonne, von den Jahreszeiten und feierten sowohl die Sommer- wie die Wintersonnenwende. Steinernes Zeugnis ist „Stonehenge“ in England, bronzenes Zeugnis die „Goldscheibe von Nebra“. Die Griechen gingen einen Schritt weiter und teilten die Erdkugel in Zonen wechselnden Sonnenstandes ein. Sie bezeichneten den Bereich zwischen dem südlichen und nördlichen Wendekreis bei 23,5 Grad (die Schiefe der Ekliptik) als „Tropenzone“ und die Bereiche jenseits 66,5 Grad Nord bzw. Süd als „polare Zonen“. Die Bereiche dazwischen zwischen 23,5 und 66,5 Grad nannten sie „gemäßigte Zonen“. Sie orientierten sich am Einfallswinkel der Sonnenstrahlen auf die kugelförmige rotierende Erde. Das Wort „Klima“ leitet sich vom griechischen Wort „Neigung“ ab und ist auch in dem lateinischen Wort „Inklination“ zu finden.

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Jede Klimazone verfügt über andere Energiemengen und hat andere charakteristische Wettermuster, die sich auch mit den Jahreszeiten ändern. Ein einheitliches „Weltklima“ gibt es nicht. Der minimale Anteil von CO2 in der Luft von 0,04 Prozent hat weder etwas mit dem Tagesgang noch dem Jahresgang der Temperatur zu tun. In Warmzeiten ist immer der Mensch nach Norden vorgestoßen, wenn sich das Eis zurückzog. So wurde nach der Weichsel-Eiszeit Skandinavien zuerst von den grünen Pflanzen besiedelt, dann von den Tieren und zuletzt von den Menschen. Auf Spitzbergen wird Kohle gefördert und natürlich weiß man um die Bodenschätze unter dem Eis. Wenn der SPIEGEL vom „gekochten Himmel“ spricht und Militärs meinen, mit „Ionosphärenheizern“ das Eis über der Arktis und Grönland mit „bizarren Radiosendern“ schmelzen zu können, dann kann ich ihren Glauben zwar kaum erschüttern, darf für mich aber skeptisch sein.

Die Ionosphäre, sie ist unterteilt in die D-Schicht (50-100 km Höhe), die E-Schicht (100-150 km) und die F1- und F2-Schichten bis 400 km Höhe, spielt bei der Wellenausbreitung von Funkwellen eine enorm wichtige Rolle. Je nach Frequenz der Radiowellen werden diese gebeugt, durchgelassen, absorbiert, reflektiert oder zerstreut. Sie entsteht durch die UV- und Röntgenstrahlung der Sonne. Sie hat eine große Bedeutung für den weltweiten Funkverkehr, vor allem im Kurzwellenbereich. Mit der Anlage HAARP sendet man einen Energiefluss in der Größenordnung von 0,03 W/m2 Richtung Ionosphäre und will damit das Plasmaturbulenz-Phänomen untersuchen. Wird im Optimalfall alle Radiostrahlung reflektiert, dann sind dies 0,03 W/m2, eine Menge, die im Vergleich zum Energiefluss der Sonne zur Erde von 1.500 W/m2 minimal ist. Mit dieser winzigen Strahlung das Eis der Arktis abschmelzen zu wollen, setzt einen starken Glauben voraus.

Der Animationsfilm „Ice Age“ aus dem Jahr 2002 sowie der AL Gore-Film „Eine unbequeme Wahrheit“ von 2007 sind beides Science-Fiction-Filme. Die Debatte um eine kommende Eiszeit wurde Anfang der 70er Jahre geführt, bevor in den 80er Jahren das Pendel umschlug, denn mit den Bildern „Hölle“ und „Sintflut“ lässt sich besser „Globalpolitik“ machen.

FRIEDA: Sie haben sich bereits im Jahre 2008 mit einer Videobotschaft an Angela Merkel gewandt. Ich binde diese Videobotschaft am Ende dieses Interviews ein. Gab es eigentlich jemals Reaktionen seitens der Regierung darauf?

Dr. Wolfgang Thüne: Ich habe nicht nur diese Videobotschaft an Frau Angela Merkel geschickt, sondern im Laufe der Jahre viele persönliche Schreiben an die Spitzenpolitiker der verschiedensten Parteien, aber nie eine konkrete Antwort auf konkrete Fragen erhalten. Auch Angela Merkel hat es vorgezogen zu schweigen.

FRIEDA: Jüngst wurde ja der Diesel zu einem neuen Klima-Bösewicht erkoren, um vor diesem Hintergrund Elektroautos salonfähig zu machen? Wie denken Sie darüber?

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Dr. Wolfgang Thüne: Das Spiel mit dem „Klima-Bösewicht“ ist alt und zum Überdruss langweilig. Zuerst waren wir Menschen der „reichen“ Industrieländer die „Klimasünder“, ja,  „Klimakiller“. Das wurde im Laufe der Jahre mit zunehmender Akzeptanz der „Treibhaushypothese“ auf alle Menschen ausgeweitet. Jeder Mensch muss ja nicht nur Material verbrennen, um seine Suppe zu kochen. Jeder Mensch hat auch einen Verbrennungsmotor in sich, um verlorene, weil abgestrahlte Energie zu ersetzen und seine Körpertemperatur konstant zu halten, er muss sich auch bewegen und arbeiten. Alles benötigt Energie, Sonnenenergie, die in den Pflanzen über die Photosynthese gespeichert wurde. Die Luft enthält beim Einatmen 21 % Sauerstoff und 0,04 % Kohlenstoffdioxid, beim Ausatmen 17 % O2 und 4 % CO2. Wir atmen das 100-fache von dem aus, was wir einatmen.

Aber auch die Tiere enthalten Verbrennungsmotoren, doch da selektierte man nicht diejenigen, die CO2 emittieren, sondern diejenigen, die Methan (CH4) abgeben. Damit wurden nicht nur die Kühe und Rinder, sondern auch die Elche etc. zu „Klimakillern“. Hat der „Schöpfer“ etwas übersehen, hat er da in seine „Geschöpfe“ einen tückischen „Klimakill-Mechanismus“ eingebaut? Nein, es ist hier der Mensch, es sind die „Klimaexperten“, die ganz gewaltig irren, teils aus Vorsatz, teils aus Nichtwissen.

Über die jüngste „wissenschaftliche“ Erkenntnis berichtete am 21. Juli 2017 der Züricher „Blick“ unter der Überschrift „Kinder sind die wahren Klima-Killer!“ Studien der Lund Universität und der Universität von British Columbia fanden heraus, dass ein Kind pro Jahr 58,6 Tonnen CO2 ausstößt, ein Auto dagegen nur 2,4 Tonnen. Ein Kind ist damit 24 mal „klimaschädlicher“ als ein Auto. Da mutet die „Diesel“-Diskussion wie ein Sturm im Wasserglas an. Ich empfehle allen Menschen wetterfreundlich zu sein, dann verhalten sie sich auf jeden Fall „klimafreundlich“!

FRIEDA: In Ihrer letzten Antwort unseres ersten Interviews seinerzeit sagten Sie: „Es kommt darauf an, dass es Politiker gibt, die sich dem Zeitgeist entziehen, die rational handeln und den aussichtslosen Kampf gegen das ‚Klimagespenst‘ aufgeben. Was sich hier abspielt, ist kein Experiment mit der Natur, es ist ein Experiment mit uns Menschen. Wir alle haben zumindest den Satz von Immanuel Kant gehört: ‚Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, um dich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien.‘ Haben wir diesen Mut oder ziehen wir den bequemen Weg der Anpassung vor, solange die Fesseln noch nicht schmerzen?“

Dr. Wolfgang Thüne: Von diesem Mut, von dem Immanuel Kant gesprochen hat, ist extrem wenig zu spüren und die Wenigen, die den Mut aufbringen, werden vom politischen „Zeitgeist“ geächtet und diskriminiert als „Ewiggestrige“ und „Ignoranten“. Noch ist dies für alle Parteien, für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, ein zu gutes und einträgliches Geschäft, um davon die Finger zu lassen. Der „Ablasshandel“ wurde von der römischen Kirche ja auch erst dann aufgegeben, als sich die Reformation durchsetzte.

Ich bleibe dabei, mit dem Wetter kann der Mensch schwerlich experimentieren. Dafür ist das Labor Erde mitsamt Atmosphäre zu groß. Mit dem „Klima“ kann er auch nicht experimentieren. Es betrifft gewesenes Wetter. Aber mit Menschen kann man sehr wohl experimentieren. Ältestes Beispiel ist das „Hosianna“ gestern und das „Kreuzige ihn!“ heute. Am einfachsten ist die Manipulation des Menschen über die „Masse“ Mensch. Wer resistent ist, der gerät unter den Zwang des Konformismus. Ihm wird als guter Demokrat empfohlen, sich der großen Mehrheit anzuschließen, denn diese irrt nicht, sie verfügt über die „Schwarmintelligenz“. Warum man noch Nobelpreise für epochale Einzelleistungen überreicht, ist das auch ewiggestrig?

Die Politik, das hat das „Pariser Klimaabkommen 2015“ gezeigt, kann und will nicht von dem fahrenden Zug abspringen, auch wenn die Klippen immer näher kommen. Dies wird sich bei Bildung der „Jamaika-Koalition“ zeigen, da wird sich der lauteste „Klima-Schreihals“ durchsetzen.

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FRIEDA: Nun stehen Politiker ja auch unter dem Druck der Industrie und da gibt es dann wiederum die unglückselige monetäre Verstrickung. Der Journalist und Autor Ernst Wolff äußerte sich in einem Interview mit acTVism Munich kurz vor den Wahlen zu vielen Themen, die seiner Ansicht nach im Wahlkampf nicht angesprochen wurden. In diesem Interview sagt er auch, dass das gesamte parlamentarische System durch die Finanzindustrie ausgehöhlt worden sei und wir es bei den Parteien eigentlich nur mit Postenjägern und Karrieristen zu tun hätten, die versuchten, an die Pfründe, die es im Parlament zu erwerben gibt, heranzukommen. Wirkliche Lösungen für die Probleme unserer Zeit hält er auf parlamentarischem Weg für nicht möglich. Er geht davon aus, dass politische Bewegungen, die nicht von Bürokratien beherrscht werden, sondern von der jeweils mehrheitlichen Meinung der Mitglieder, immer wichtiger werden. Mit anderen Worten: Chancen für Veränderungen dürften künftig weniger von der Politik, sondern vom Volk direkt zu erhoffen sein. Ist aus Ihrer Sicht die parlamentarische Demokratie überhaupt noch zukunftsfähig?

Dr. Wolfgang Thüne: Es ist ganz schwer zu sagen, wer da auf wen Druck ausübt, ob man sich mit wechselnden Rollen die „Bälle“ wie den „Schwarzen Peter“ zuspielt. Summa summarum ist die Politik der demokratische Ordnungsfaktor, der vom Bürger gewählt worden ist. Gerade in den Fragen des „Klimaschutzes“ ist der Staat der eindeutig steuernde Faktor, der ständig von den Medien kontrolliert und zum „Machen“ gemahnt wird. Nur die Politik hat den Auftrag und die Macht zu sagen, der Auftrag wird nicht ausgeführt, weil er logisch absolut unmöglich ist. Man kann keine Größe wie das „Klima“, das Symbol eines fiktiven mittleren Wetterzustandes der Vergangenheit, schützen, wenn man das Wetter nicht unter Kontrolle hat. Diesen Mut müsste die Politik aufbringen und fände auch unter der Mehrheit der Naturwissenschaftler Zustimmung.

Stattdessen fördert und finanziert die Politik eine wissenschaftlich abwegige Utopie, eine Ideologie, die erkennbar religiöse Formen annimmt und als Herrschaftsinstrument optimal geeignet scheint, weil sie eine „Schuld“ gefunden hat, die allen Menschen auf der Erde gleichermaßen angedichtet werden kann. Die parlamentarisch-rechtsstaatlichen Demokratien müssen diese Aufgabe lösen, auch wenn schon aus dem Mund führender „Klimaexperten“ die Meinung vertreten wurde, das totalitäre chinesische Regime wäre geeigneter, um für den „Klimaschutz“ notwendige aber unpopuläre Maßnahmen zur Reduktion von „Treibhausgas-Emissionen“ effektiver umzusetzen.

Wenn einer in unserem Staat Druck ausübt, dann ist es die Politik. Die Politik stellt die höchste staatliche Autorität, den Gesetzgeber. Die Politik dominiert die Verwaltung und die Politik ist nicht ohne Einfluss auf die personelle Besetzung der höchsten Gerichte. Es gilt eindeutig der „Primat der Politik“. Das gilt für alle Lebensbereiche, wie der Zuschnitt der Ministerien zeigt. Nur die Politik kann als Gesetzgeber die schrittweise Reduktion bestimmter Abgaswerte erzwingen, auch wenn die Autoindustrie dagegen protestiert und physikalische Grenzen aufzeigt. Wenn sie mogelt und wird dabei erwischt, dann hat sie den „Schwarzen Peter“, obgleich das politische Ansinnen absolut unsinnig ist und hinreichend wissenschaftliche Studien existieren, die schlüssig beweisen, dass der „natürliche Treibhauseffekt“ ein rein theoretisches Konstrukt ist, das realiter gar nicht existiert, ja physikalisch unmöglich ist.

Will die parlamentarische Demokratie sich nicht selbst ad absurdum führen, dann muss sie wieder lernen, sich auf die friedliche Lösung tatsächlicher Konflikte und Probleme zu konzentrieren und aufhören, an utopischen „Wolkenkuckucksheimen“ zu basteln und ohne Sinn und Verstand dem Traum von globaler „Klimagerechtigkeit“ nachzujagen. Was das Wetter betrifft, so ist folgender chinesische Spruch zeitlos gültig: „Die Natur ist ungerecht, aber darin liegt ihre größte Gerechtigkeit!“ Kein konstruierter Temperatur-Mittelwert kann die riesigen Temperaturunterschiede zwischen den Tropen und den Polen aufheben oder einebnen. Die Gegensätze bleiben, müssen bleiben, damit die Luft in Bewegung bleibt. Die Pflanzen- und Tierwelt zeigt, wie man sich optimal den sich ändernden Wetterregimen im Wechsel der Jahreszeiten anpassen und alle ökologischen Nischen ausfüllen kann. Ohne Wettervorhersage werfen Laubbäume rechtzeitig vor dem Winter ihr Laub an, ziehen Zugvögel in wärmere Winterquartiere.

Von dem ehemaligen Staatspräsidenten der Tschechoslowakei Václav Havel (1989-92), den Sie eingangs schon zitierten, stammt auch eine treffende Beschreibung über das Innenleben in einer Demokratie. „Der Nachteil der Demokratie ist, dass sie denjenigen, die es ehrlich mit ihr meinen, die Hände bindet. Aber denen, die es nicht ehrlich meinen, ermöglicht sie fast alles.“

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FRIEDA: Um nochmal auf Immanuel Kant und den Verstand zurückzukommen: Damit ist es ja so eine Sache. Mir fallen dazu einige Beiträge der unvergesslichen Vera Birkenbihl ein. In einem davon spricht sie von „Gehirnmuffeln“. Ein Gehirnmuffel sei jemand, der mit dem Gehirn so denke und arbeite, wie er es früher gemacht hat und sich den neueren Erkenntnissen noch nicht angepasst habe. Ob es nun um Ideologien im Bereich der Impfthematik, des Gendermainstreams oder des Klimawandels geht: Die Dynamik und die Auswirkungen sind immer ähnlich. Propaganda, die zumeist von wenigen Individuen gesteuert wird, sorgt für die Verbreitung von Informationen, die zunächst einmal von vielen (hirnmuffeligen?) Menschen nicht bezweifelt werden. Interessant und gleichermaßen verdächtig finde ich in solchen Zusammenhängen stets, wenn in kurzer Zeit sehr viele Medien nahezu gleichzeitig einen neuen „Hype“ verbreiten, oftmals gekoppelt an starke emotionale Botschaften, wobei das Schüren von Angst ein sehr beliebtes Mittel ist: Pandemien, Weltuntergang, Terror, Krieg. Nun haben Sie sich nicht nur mit dem Wetter beschäftigt, sondern auch mit der Soziologie. Nicht von ungefähr lautet der Untertitel eines Ihrer erwähnten Bücher „Wie mit Urängsten um Geld und Macht gekämpft wird“. Möchten Sie beschreiben, wie Sie das konkret meinen und vielleicht auch, wie man sich aus dieser „Angstschleife“ befreien kann, denn da die meisten Menschen selbst ja nicht an ihrem Verstand zweifeln dürften, sondern womöglich nur denkfaul sind, ist es ja anscheinend nicht damit getan, ausgerechnet an den Verstand zu appellieren, wenn die Hirnfunktionen einer anderen „Chemie“ folgen?

Dr. Wolfgang Thüne: Den Ausdruck „Gehirnmuffel“ habe ich noch nicht gehört und von Frau Vera Birkenbihl auch nicht. Das liegt wohl einfach daran, dass sie einige Jahre jünger ist und ich keine „Managementberaterin“ als „Wetterfrosch“ benötigte. Ich kenne einen „Muffel“ als mürrische Person, die desinteressiert und denkfaul, der vieles einfach gleichgültig ist. Der „Verstand“ benötigt das Gehirn, aber das Gehirn muss mit Wissen angereichert und trainiert werden, wenn der Verstand gute Leistungen bringen soll. Wenn Schüler die Phase des „Lernmuffels“ überwunden haben, erlebt man häufig einen unverhofften Leistungs-Quantensprung.

Das Gehirn als Organ muss ständig trainiert werden. Ein „Sportmuffel“ kann schwerlich Olympiasieger werden. Das Problem heutzutage ist, dass viele Koordinatensysteme zerstört worden sind durch „Umwertung aller Werte“ und eine gigantische Menge an Informationen permanent auf uns einströmt, so dass einfach die Zeit und die Muße fehlen, um eine Trennung des „Informationsmülls“ vorzunehmen. Viele Berufsalltage sind auch so „monoton“ geworden, dass zwangsläufig eine Unlust aufkommt und die notwendige Lernfreude erstickt.

Die Rolle der Medien bei der Auswahl und Verbreitung von Informationen, auch deren Selektion, haben Sie sehr gut formuliert. Sie sind vielfach zu Propagandainstrumenten von „Meinungsmachern“ geworden und werden eingespannt, um einen neuen „Hype“ zu inszenieren. „Angst“ ist dabei ein zeitlos hilfreiches Mittel, daher auch der Untertitel „Wie mit Urängsten um Geld und Macht gekämpft wird“. Angst ist lebensnotwendig. Sie warnt uns vor Gefahren, aktiviert Abwehrmechanismen, lässt uns Schutz suchen, auch in der „Herde“. Damit ist die Stunde der „Hirten“ gekommen, der Politiker. Sie können sich in Szene setzen, sich als Retter vor der „Klimakatastrophe“ aufspielen und feiern lassen. Die „Grünen“, bei denen 1980 im Parteiprogramm das Wort „Klima“ nicht auftauchte, setzen voll und ganz auf „Klimaschutz“ und reklamieren die „Klimapolitik“ für sich, falls eine Jamaika-Koalition zustande kommen sollte.

Es ist ein ganz bequemer Job, den „Grün“ für sich reklamiert. Man muss nur kräftig die Angsttrommel schlagen. Die moderne Kommunikationstechnik kann – je nach Bedarf – die nötigen Bilder liefern, denn täglich gibt es irgendwo auf der Welt Wetterereignisse, die Angst einflößende Bilder liefern und den Eindruck wecken, es würde alles schlimmer. Wie soll „man“ die Behauptungen von mehr „Dürren, Stürmen, Fluten“ widerlegen? Kein Mensch kennt die Zukunft des Wetters. Auch bleibt völlig offen, wo, wann, was passiert. Marktschreier haben das Sagen und mit „Wissenschaft“ hat das nichts zu tun. Hauptsache wir haben Angst und fühlen uns schuldig. Dann akzeptieren wir jede Buße und betteln nur noch darum, dass sie milde ausfällt.

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Trotz „Aufklärung“ ist es mir immer noch unerklärlich, dass der „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“, die 1986 von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgegeben wurde, nicht sofort widersprochen wurde. In jedem Schulbuch, in jedem Lexikon, selbst bei Wikipedia sind die Begriffe „Wetter, Witterung, Klima“ erklärt und ihre Unterschiede aufgezeigt. Selbst die „Klimaexperten“ sagen klipp und klar, dass Klima ein vom Wetter abgeleitetes Konstrukt ist. Es ist ein Abstraktum, ein „Ding an sich“ ohne reale Existenz und Eigenleben. Solch ein „totes Wesen“ wird raffiniert mit dem Wort „Katastrophe“ kombiniert, die ein plötzliches, unerwartetes Ereignis darstellt wie ein Autounfall oder Flugzeugabsturz! Die Gilde der Linksintellektuellen schwieg! Doch warum verstummte wie auf Weisung die „schweigende Mehrheit“ der Gebildeten, der Germanisten, Pädagogen, Juristen, …? Wetter gibt es immer. Manchmal treten Unwetter auf, die katastrophale Folgen haben. Daran hat sich die Menschheit gewöhnt. Wie viele Sturmopfer liegen auf dem Boden der Meere?

Aber eine „Klimakatastrophe“ hat es noch nie gegeben und wird es auch nie geben. Das ergibt sich zwingend aus der Definition von Klima! Danach ist auch der „Klimawandel“ eine Folge des ewigen Wetterwandels. Ihn hält kein Mensch, auch nicht die Menschheit in ihrer Gesamtheit auf. Es gibt Logistikunternehmen zuhauf, aber wer bringt den Mut auf zu sagen, dass es sich bei der Warnung vor der „Klimakatastrophe“ um ein Spiel mit unserer Ängstlichkeit handelt, das Spiel mit dem „bösen Wolf“. Jeder muss sich dieses Sachverhalts vergewissern und die Warnung der „Klimaexperten“ entdämonisieren, um sich aus der „Angstschleife“ zu befreien. Ich vertraue auf den „Verstand“, wenn uns auch eingeredet wird, wir sollten eher der „Schwarmintelligenz“ glauben, die emotional besser von außen gesteuert und manipuliert werden kann. Ich vertraue dem „sapere aude“!

FRIEDA: Menschen wollen heute ewig jung wirken, erfolgreich sein, womit meistens materieller Erfolg und Reputation gemeint sind, sie wollen möglichst ewig leben und die Kinder sollen auch noch in ein bestimmtes Raster passen – womöglich noch, wie am Trend in der Reproduktionsmedizin sichtbar wird, wie ein neues Handy aus dem Leihmutterkatalog bestellt werden können. Und wenn das eine oder andere Organ streikt, kauft man sich eben ein neues. Dass in Ländern wie China und Afrika Menschen schon eigens als „Organbank“ gezüchtet bzw. als unfreiwilliger Organspender ermordet werden, ist in der internationalen (alternativen) Presse immer wieder zu lesen, z.B. in der Epochtimes.

Ich arbeitete in den 1990ern einige Jahre in einem ökologischen Planungsbüro, wo ich u.a. mit landschaftsökologischen Gutachten und so genannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu tun hatte. Es zeigte sich immer wieder, dass die Natur sich selbst reguliert, wenn der Mensch möglichst wenig eingreift – zumindest nicht auf eine Weise, die natürlichen Rhythmen widerspricht. Das ist kein Geheimwissen, sondern es basiert auf Erfahrungen. Handelte die Mehrheit der Bevölkerung vernünftig, nämlich lebensraumerhaltend, bestünde durchaus Hoffnung, aber die Realität sieht anders aus und gerade von den Politikern, die ja im besten Fall mit gutem und vernünftigen Beispiel vorangehen sollten, erleben wir alles andere als das. Es entsteht bei mir und vielen anderen inzwischen sogar mehr und mehr der Eindruck, dass es in erster Linie größenwahnsinnige Psychopathen sind, die über die Geschicke der Welt entscheiden. Die Hoffnung auf Vernunft allein dürfte uns also nicht weiterbringen, denn vernünftige Wesen würden ihren Lebensraum erhalten und nicht zerstören. Prof. Dr. Hüther, prominenter Hirnforscher, sagt, die Gesellschaft brauche Rebellen. Wie sehen Sie das? Ist unser Volk zu angepasst?

Dr. Wolfgang Thüne: In den Mythologien der Menschheit findet sich das Bild von der „Schlange“, vom „Baum der Erkenntnis“ und die Aufforderung, von ihm zu essen, um wie „Gott“ zu werden. Alle unsere Wünsche und Träume von Gesundheit und „ewigem“ wie angstfreiem Leben werden aufgegriffen, kommerzialisiert, werden auch zum „mörderischen“ Geschäft. Ich gebe dem Hirnforscher und Neurobiologen Prof. Dr. Gerald Hüther Recht, wenn er sagt, dass unsere Gesellschaft „Rebellen“ brauche. Er sagte, dass es gelte, sich in die Lebewesen hineinzuversetzen, um zu sehen, was Leben verbindet und wie Leben sich entwickelt und vergeht. Einen Physiologen und synoptischen Meteorologen verbindet die Arbeitsweise: Analyse – Diagnose – Prognose. Auch Tief- und Hochdruckgebiete sind „Lebewesen“, die entstehen, sich entfalten und vergehen. Das Wetter ist für den Menschen eine permanente Herausforderung. Man muss es ernst nehmen. Man droht nicht mit dem Wetter, schon gar nicht mit dem Konstrukt „Klima“.

Als ich begann, gegen die Behauptung von „Klimakatastrophe“ und „Treibhauseffekt“ vorzugehen, konnte ich nicht ahnen, einmal als „Rebell“ zu enden. Mein erstes Buch hatte den Titel „Der Treibhaus-Schwindel“ (1998). Dafür erhielt ich 1999 von der Ellen und Max Woitschach-Stiftung den „Forschungspreis für ideologiefreie Wissenschaft“. Es war ein reines Physikbuch und ich konnte damals nicht ahnen, mit welch ideologischer Energie das „Projekt „Klimaschutz“ von Politik und Wissenschaft vorangetrieben würde und wie übermächtig die Irrationalität in der Gesellschaft ist. Absolut enttäuschend ist die Rolle der Medien, die ihre Macht – von SPIEGEL bis FOCUS, von FAZ bis SZ – nutzen, um den Irrglauben an „Treibhaus“ und „Hölle“, an „Meeresspiegelanstieg“ und „Sintflut“ zu zementieren.

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FRIEDA: Der Inselstaat Island traute sich zum Beispiel 2011 an ein Experiment heran: 25 ganz normale Bürgerinnen und Bürger schrieben an einer Verfassung, die nach der Finanzkrise eine neue Grundlage schaffen sollte. Es handelte sich um ein beispielhaftes Demokratieexperiment. Auch hierzulande versprechen sich aktuell einige Leute Hoffnung von einer neuen Verfassung; doch im Grunde ist unser Grundgesetz von der Essenz her doch gar nicht so schlecht. Vielleicht liegen die Kernprobleme ja weniger an Paragrafen und Regulierungen, sondern an der geist-seelischen Verfassung der Menschen? Welche Gedanken haben Sie dazu?

Dr. Wolfgang Thüne: Ich bezweifle, dass das Beispiel „Island“ auf die Bundesrepublik Deutschland übertragbar ist. Wir haben seit 1949 das Grundgesetz, das alle Menschenrechte und Grundfreiheiten garantiert. Es gibt inzwischen eine gewaltige Diskrepanz: Die Väter des Grundgesetzes wollten den kritischen und mündigen Bürger, die Politik heute will den unkritischen und konformen Bürger, den fügigen guten „Demokraten“. Dies kann aber nur einer sein, der sein Fähnchen nach dem politischen Mehrheitswillen richtet. Es werden heute keine „Rebellen“, selbst keine friedlichen, toleriert. Das ist ein gewaltiger Unterschied!

Die „geistig-seelische Verfassung der Menschen“ ist heute eine völlig andere als vor fast 70 Jahren. Wir können die „Kulturrevolution“ des Jahres 1968 mit den vorangegangen Studentenunruhen, wir können die unzähligen „Bildungsreformen“ und etliche andere gesellschaftliche Entwicklungen, nicht einfach rückgängig machen. Für meine Person kann ich garantieren, dass ich weiter gegen alle politischen Maßnahmen opponieren werde, die unter dem Deckmantel „Klimaschutz“ getroffen werden.

FRIEDA: Die Geschichte zeigte mehrfach, dass, je länger eine Krise anhält, desto größer der Ruf nach einem „Retter“ wird, der „die Lämmer auf eine neue Weide“ führt. Wir tendieren immer mehr in Richtung Zentralisierung und Planwirtschaft. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert sogar eine EU-Erweiterung auf 30 Staaten, die alle den Euro einführen sollen. Stünden Sie nun zur Wahl als Bundeskanzler, welche drei Themen lägen Ihnen besonders am Herzen und welche Lösungsideen hätten Sie dazu?

Dr. Wolfgang Thüne: Das ist eine völlig hypothetische Frage, die sich mir in meinem Leben nicht stellen wird. Ich bin gegen „große“ Lösungen mit „Rettern“ an der Spitze. Ich bin gegen alle „Eine-Welt-Ideologien“ und bürokratisch-zentralistischen „Superstrukturen“. Sie töten Vielfalt, schaffen aber keinen Einhalt, sondern nur Einfalt! Ich will nicht die „Eine Welt“ mit dem „Einen Menschen“ und dem „Einen Klima“ und dem „Einen Herrscher“, der „Einen Ökoreligion“.

Ich sträube mich entschieden gegen alle gesellschaftlichen „Gleichheitsideologien“ und alle naturwissenschaftlichen „Gleichgewichtsideologien“. Nichts ist im „Gleichgewicht“ – „Alles fließt“! Für mich stünde die Entideologisierung aller Lebensbereiche an oberster Stelle. Die Freiheit ist unser höchstes Gut, keine gelenkte Freiheit im parteipolitischen Gegeneinander und Gehorsam.

Der Klimapolitik würde ich sofort die finanzielle Basis entziehen. Klima ist kein Gut von uns allen für uns alle. Auch das Wetter ist kein Gut von uns allen für uns alle. Der Mensch hat das Wetter nicht gemacht und alle Versuche, es zu manipulieren, sind einzustellen.

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FRIEDA: Was verstehen Sie eigentlich unter Souveränität und was braucht es für Charaktereigenschaften, oder vielleicht auch für Erkenntnisschritte, um Ideologien, wie etwa die Klimawandel-Ideologie, zu durchschauen und etwas dagegen zu unternehmen?

Dr. Wolfgang Thüne: Der Aufklärungsphilosoph Immanuel Kant hat mit seiner Aufforderung, „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, um dich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien“, umschrieben, was „Souveränität“ heißt. Die nötigen Charaktereigenschaften sind Mut und Zivilcourage. Sie sind auch wichtig für ein selbstbestimmtes Leben. Ich weiß nicht, welcher der 196 „Staatsmänner“, die das „Pariser Abkommen“ unterzeichnet haben, wirklich fest daran glaubt, dass man das „Globalklima“ schützen und die „Globaltemperatur“ wie ein Thermostat regeln kann oder nur Mitläufer des „Zeitgeistes“ gespielt hat. Gäbe es nur zehn Mutige wie Vaclav Klaus, das „Treibhaus“ würde schnell wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen.

FRIEDA: Stellen wir uns einmal vor, die so genannten öffentlich rechtlichen Medien werden ganz plötzlich von einem Wahrheitsvirus infiziert, gegen das es keine Impfung gibt, weder von Glaxo Smith noch von Novartis. Die gesamte Belegschaft der öffentlich rechtlichen Medien plagt sich angesichts des viralen Infektes mit schweren Gewissensbissen ob der jahrezehntelang lückenhaften oder sogar falschen Berichterstattung. In einem Anfall von virus-bedingter Selbstkasteiung greift man nun alle Themen auf, die bisher nicht korrekt oder gar nicht öffentlich gemacht wurden. Das ZDF, für das Sie früher ja mal als Meteorologe tätig waren, lädt Sie spontan in eine Talk-Show von Maybritt Illner ein. Frau Illner, den Tränen nahe, greift das Thema „Klimawandel“ auf. Mit wem möchten Sie dann zusammen auftreten und was würden Sie der Bevölkerung mitteilen?

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Dr. Wolfgang Thüne: Es ist schön, dass Sie noch an Wunder glauben. Dieser Fall wird nicht spontan eintreten, denn die öffentlich-rechtlichen Medien haben einen „politischen Auftrag“, den sie getreu erfüllen.

Hier sind wir, ist der Souverän gefordert, wir freie Bürger! Die Bürger müssen rebellieren und einen Politikwandel erzwingen. Was müssen sie noch alles opfern, um etwas zu retten, was es gar nicht gibt, wie das „Klima“? Welche Teuerungen müssen sie ertragen und Minderungen an Lebensqualität? Wie werden uns die „CO2-Fußabdrücke“ schmerzen, in die man uns zwängt? Wie luftdicht müssen wir die Häuser einpacken, nur zur Klimarettung? Wird den Bürgern der Konsum von Fleisch rationiert oder gar verboten? Muss der Bürger, um ewiglich gesund zu leben und das Weltklima zu retten, sich auf vegetarisches Essen umstellen? Oder muss er gar vegan leben?

Doch wie soll der Bürger überleben, wenn eines Tages nicht nur die CO2-Emissionen auf Null reduziert sind, sondern auch die Atmosphäre von dem gefährlichen „Umweltgift“ und „Klimakiller“ befreit, der CO2-Gehalt von 0,04 auf 0,00 % reduziert ist? Dann wird er erschreckt zusehen, wie die grünen Pflanzen still ihr Leben aushauchen und er nichts mehr zu futtern hat. Totaler Klimaschutz führt zu totalem Genozid! Wollen wir Bürger das oder sollten wir nicht rechtzeitig rebellieren?

FRIEDA: Wer sich weitgehend oder ausschließlich vegetarisch oder vegan ernährt, dürfte das nach meiner Erfahrung auch eher aus ethischen Gründen tun. Ein Staat, der die Massentierhaltung einerseits subventioniert, andererseits aber wegen des „Klimaschutzes“ womöglich an vegane Ernährung appelliert, dürfte sich selbst zum Affen machen. Anmerken möchte ich noch, dass meine subjektive Meinung zu HAARP eine andere ist als die, die in diesem Interview zum Ausdruck kommt. So oder so: Allerbesten Dank für Ihre aufschlussreichen Antworten.

Noch einige Seiten mit weiteren Informationen/Meinungen zum Thema. Interessant in diesem Zusammenhang dürfte auch eine Pressemitteilung des Bremerhavener Alfred Wegener Instituts vom 01. Juni 2017 sein: https://www.awi.de/nc/ueber-uns/service/presse/pressemeldung/geowissenschaftlicher-nachweis-von-subglazialen-seen.html

https://www.weather-modification-journal.de/

http://www.pbme-online.org/

https://www.eike-klima-energie.eu/

http://www.ageu-die-realisten.com/

http://www.wattenrat.de/category/klima/

http://www.leyline.de/

https://www.globalresearch.ca/

https://earthpulse.com/

http://www.sauberer-himmel.de/

FRIEDAs Kaffeekasse:

Danke.

Am 09.10.2017 erreichte mich ein Kommentar eines meiner Leser aus der Schweiz mit folgendem Wortlaut:

Kommentar:
Wenn Wolfgang Thüne, den ich sehr schätze, schreibt: „Das Klima wurde erstmals als Bedrohung im Januar 1986 ausgegeben durch die DPG, die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V.!“ dann stimmt das historisch so nicht. Das Klima (und eben das CO2) wurde schon Jahre vor 1986 von bestimmten Kreisen – insbesondere von Lobbyisten der Kernenergie – als Bedrohung lanciert. In dem folgenden Blogtext unter „Kritik 4“ sind dazu einige historische Belege erwähnt: https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/prof-dr-werner-kirstein-oder-heilige-kuehe-in-markkleeberg-20170928/#kritik4

Die DPG mit ihrer Pressemeldung von Dezember 1985/Januar 1986 lancierte vielmehr nun damals eine mediale „Grossoffensive“. Aber die Vorarbeit für diese gesteigerte Klimapropaganda, insbesondere der DPG, wurde bereits Jahre vorher gemacht. Wenn Wolfgang Thüne im Interview in Bezug auf den „Januar 1986“ von „erstmals“ spricht, dann stimmt das historisch nicht. R.H.

Kommentar auf den Kommentar von Dr. Thüne (10.10.17):

Diese Tatsache, dass schon wesentlich länger an der „Treibhaushypothese“ gearbeitet wurde, ist mir sehr wohl bekannt, doch die politisch-ideologischen Hintergründe sind mannigfaltig! Der Ideengeber war 1896 der schwedische Chemiker und Nobelpreisträger für Chemie (1903) Svante Arrhenius, der mit den Schwankungen des CO2-Gehalts der Luft die Eis- und Warmzeiten erklären wollte. Diese Hypothese dümpelte vor sich hin, fand aber keinen Anklang unter den Physiknobelpreisträgern wie Wien, Planck, Einstein, Heisenberg …
Die Frage ist interessant und hier sollten Wissenschaftshistoriker in den Archiven suchen, warum anläßlich des Internationalen Geophysikalischen Jahres 1957 auf dem Vulkan Mauna Loa in Hawaii eine CO2-Mess-Station errichtet wurde, wobei jeder Vulkanologen weiß, dass die Exaltationen eines Vulkan zu 80 % aus Wasserdampf und zu 16 % (!!!) aus CO2 bestehen. Doch der Weltöffentlichkeit wurde die Station auf Hawaii als absolute „Reinluft-Station“ verkauft.
Mit CO2 kann keine Station schlimmer kontaminiert sein als diese Station in etwa 3300 m Höhe auf einem Vulkan!
Es gibt noch viel zu tun, um Licht in das Klima-Dunkel zu bringen!
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