Kann man da noch von Volksvertretung sprechen?

Viele Rechtsanwälte, fast keine Bauern...

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Die letzten Bundestageswahlen liegen im September vier Jahre zurück. Am 06.10.2013 schrieb Benedikt Gradl in WeltN24 dazu „Im neuen Bundestag sitzen sehr viele Rechtsanwälte und kaum noch Bauern (…). So hat sich das Parlament gewandelt.“

Die Zusammensetzung des Bundestags nach Berufen habe sich somit deutlich verändert. Von den 630 Abgeordneten kämen 149 Beamte und Angestellte aus dem öffentlichen Dienst, also Lehrer, Polizisten oder Verwaltungsmitarbeiter.

Sie stellten fast ein Viertel der Abgeordneten. Gemessen an den insgesamt rund 41 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland, von denen sie rund elf Prozent ausmachten, sei der öffentliche Dienst also stark vertreten, heißt es dort weiter.

Ist die arbeitende Bevölkerung im Bundestag überhaupt noch vertreten?

In dem Beitrag kommt Frank Zitka vom Deutschen Beamtenbund zu Wort. Er sagt: „Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben den Vorteil, dass sich eine Beurlaubung leichter organisieren lässt. Für kleinere Firmen wie eine Autowerkstatt mit zwei Mechanikern ist das schlicht nicht praktikabel.“

Noch größer sei die Diskrepanz bei den Rechtsanwälten und Notaren. Die Anzahl der Vertreter aus dieser Berufsgruppe hätte sich seit 1961 mehr als verdoppelt, die Zahl der Abgeordneten aus der Land- und Forstwirtschaft sei seitdem hingegen deutlich gesunken.

Wie viel bringt so ein Abgeordneter monatlich eigentlich – ohne honorierte Nebentätigkeiten – allein an „Diäten“ nach Hause? Dazu veröffentlichte Focus online 2013 eine Tabelle, die hier zu sehen ist. „Nicht schlecht, Herr Specht“, kann man dazu nur sagen. Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, wen diese Abgeordneten vertreten?

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