Integrale Politik und glückliche Menschen

Zeit für einen Reset?

Bhutan photo
Kinder in Bhutan – Foto:  http://pixabay.com/en/users/Pexels

Eine meiner Leserinnen mailte mir gestern einen Link, der zu einem erhellenden Beitrag von Mathias Bröckers führt: https://www.rubikon.news/artikel/wie-bist-du-eigentlich-links-geworden

Damit bringt der Journalist auf den Punkt, was ich schon in vielen Beiträgen auf FRIEDA-online zu vermitteln versuchte, beispielsweise hier: Rechte und linke Ideologien und was sie mit missglückter Bindung zu tun haben könnten, Identität und Evolution sowie Souveränität – Von Karpfen und Delfinen u.v.a.

Integrale Politik geht nur ohne Schubladen

Die linksliberale Hetze in den Medien, die im Zusammenhang mit der AfD nur noch von „Rechtspopulisten“ spricht, verfehlte ihr Wirkung nicht. Ähnlich wird mit dem von mir sehr geschätzten Journalisten Ken Jebsen umgegangen. Dazu erscheint mir der Beitrag von Mathias Bröckers, der einst für die taz schrieb, nun wie ein Nebelscheinwerfer in der Presselandschaft.

Buch direkt bestellen

Selbst Sahra Wagenknecht ließ kürzlich verlauten, sie würde die Partei verlassen, wenn weiterhin diese internen Grabenkämpfe bestünden. Focus schrieb dazu „Linke-Spitzenkandidatin: Die Einzelkämpferin spaltet ihre Partei“ am 17.10.2017: http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl_2017/sahra-wagenknecht-linke-spitzenkandidatin-spaltet-ihre-partei_id_7623152.html

Angeblich, so ist dort zu lesen, würde Sahra Wagenknecht mit „rechten Positionen“ liebäugeln. Was der Focus entweder nicht verstehen will oder kann oder darf, ist, dass mit so einer Aussage eine „Täter-Opfer-Umkehr“ (Projektion) bedient wird. Nicht Sahra Wagenknecht spaltet ihre Partei! Die Partei ist bereits gespalten in jene, die immer noch nicht begriffen haben, wer ein Interesse an diesem Rechts-Links-Spaltungsbewusstsein hat und in jene, die das bereits wissen.

Integrale Politik braucht ein integrales Bewusstsein

Genau, wie es bei anderen Parteien irgendwelche „Querschläger“ gibt, die ihr eigenes extremes „Gedankengut“ oder/und ihre Neurosen gern in Gruppen unterbringen, dürfte es bei der AfD sein, wenn sich irgendwelche Pegida-Leute dort ansiedeln. Doch sollten wir uns nicht fragen, welche Befindlichkeit Menschen dazu bewegt, mit der AfD zu sympathisieren? Das Verhalten der Altparteien gegenüber der AfD finde ich zumindest beschämend. Wieso wird eine Partei, die doch immerhin 12,6% der Wählerstimmen eingesackt hat, pauschal als „rechts“ eingeordnet, zumal die tatsächlichen Faschisten womöglich ganz woanders agieren? Mit Diplomatie hat das nichts zu tun und mit Fairness schon gar nicht.

Wer hat sich eigentlich jemals gefragt, wo all die Nazis nach 1945 abgeblieben sind? Haben die Pommes-Buden eröffnet oder sich zum Rohrleger umschulen lassen? Und wo sind all die Stasi-Offiziere nach dem Mauer-Fall geblieben? Die taz veröffentlichte 2009 eine Namensliste dazu, die interessanterweise wenig später „aufgrund rechtlicher Bedenken“ nicht mehr verfügbar war, allerdings noch im Netz zu finden ist für jene, die danach suchen. Schon interessant, wenn man einige der Namen dieser Liste wiederum aufgreift, um herauszufinden, was die Leute von einst denn heute so machen. Also „Pommes Mayo“ gibt‘s bei denen eher nicht…

Integrale Politik braucht erwachsene Menschen

Der von mir jüngst auf FRIEDA-online veröffentlichte Beitrag „Wie Medien den Weltfrieden verhindern“, mit einem integrierten Vortrag des Schweizer Historikers Dr. Daniele Ganser, macht hoffentlich nochmal deutlich, wie seit langer Zeit daran „gearbeitet“ wird, dass es eben keinen Frieden auf der Welt gibt. Leider dauert es oft viele Jahre, bis sich Informationen wie die von Dr. Ganser durchsetzen, wenngleich es immer auch einzelne Menschen gab und gibt, die „etwas eher als die breite Masse“ in der Lage waren und sind, gewisse Zusammenhänge zu durchschauen. Wer sich dann, vom jeweiligen Zeitgeist aus betrachtet, „politisch unkorrekt“ verhält, ist der Übeltäter und wird mindestens als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Dann gilt, was schon im Mittelalter klappte: „Der Überbringer der Nachricht ist der Schuldige!“ Wohl deshalb ist „Game of Thrones“ auch so erfolgreich, weil immer noch viele Menschen sich mit diesem „Denk-System“ identifizieren – wohl unbewusst, aber auf jeden Fall durch die Mainstream-Medien unterstützt. Und wem gehören die Mainstream-Medien wesentlich? Auch dazu äußert sich Dr. Ganser…

Buch direkt bestellen

Interessant finde ich dazu auch den Beitrag: ISIS („Islamischer Staat“) Eine Krise der Moderne“ zu finden auf der Seite des Integralen Forums Lilienthal: http://integralesleben.org/if-home/il-integrales-leben/anwendungen/gesellschaft/isis-eine-krise-der-moderne/

Und was Gerüchte angeht: Ein bisschen Dreck bleibt immer hängen, wenn sie in den Umlauf gebracht wurden. Wer fragt schon genauer nach? Wer will es schon genauer wissen? Womöglich bricht ja das bisherige Weltbild zusammen, wenn man selbst recherchiert? Das Kartenhaus der Lebenslügen, das man sich so mühsam erarbeitet hat, gerät plötzlich ins Wanken? Und womöglich erfordert ein neues Weltbild dann sogar Veränderungen im eigenen Leben? Wie anstrengend!

„9/11 ist ja so etwas wie der Lackmustest für echten Journalismus, wer das Märchen von Osama und den Teppichmessern als Alleintäter nicht stillschweigend akzeptiert, ist für die Großmedien untragbar. Das war schon bei JFK und Lee Harvey Oswald so – und um die Zweifler zur Strecke zu bringen, lancierte damals die CIA die Vokabel ‚Verschwörungstheoretiker‘ als Kampfbegriff der psychologischen Kriegsführung“, schreibt Mathias Bröckers im eingangs erwähnten Artikel – und das aus der Feder eines ehemaligen taz-Redakteurs! Ein Abtrünniger? Ein Verräter? Oder gar einer, der das „Game of Thrones“ durchschaut hat?

Ob es um 9/11 geht, „CO2″, um Impfungen, um Fluoridierung von Salz und viele andere Themen: Wer die Hintergründe dazu aufdeckt, erlebt zunächst einmal Ablehnung von denen, die sich nicht die Mühe machten, mal selbst nachzuforschen. Letzteres ist heute dank des Internets sehr viel einfacher als noch vor vielleicht 20 Jahren. Dabei braucht es gar nicht so viel Literaturrecherche, sondern oft nur einen einigermaßen intakten Verstand, um gewisse Zusammenhänge zu erkennen. Zum Thema „Fluoridierung“ empfehle ich das Buch „Kampfstoff-Forschung im Nationalsozialismus“ von Florian Schmaltz und mein Interview mit einer Bremer Zahnärztin: „Fluoridierung – toxisch oder harmlos?

Buch direkt bestellen

Integrale Politik – „Schaffen wir das?“

Wie kriegen wir es denn nun hin, dass es mit dem Planeten nicht weiter bergab geht? Durch ein integrales Bewusstsein vielleicht? Was heißt das überhaupt? Wolfgang Aurose hat sich in dem Interview „Evolution und Identitätschon dazu geäußert. Integrale Politik heißt für mich auch, dass öffentlich darüber diskutiert wird und werden darf (!), welche Befindlichkeiten hinter „radikalen Tendenzen“ stecken. Wieso respektieren wir Länder mit klaren Einwanderungsgesetzen, wie Australien, Kanada etc., ohne dass der Rest der Welt sich darüber aufregt? Immer wieder werden uns Schuldgefühle eingeredet, mit denen man sich auf die Nazi-Vergangenheit beruft. Dabei gibt es inzwischen Literatur genug, die darüber aufklärt, wer „die Männer hinter Hitler“ waren. Eine selbstbestimmte Nation braucht selbstbestimmte Individuen, die sich nicht mehr in „Wahrnehmungsfallen“, die auch durch Schuldzuweisungen entstehen, drängen lassen!

Auf der anderen Seite: Wer sich über Zuwandererströme aufregt, aber jahrzehntelang kein Interesse an den Produktionswegen der auch hierzulande gern konsumierten Produkte hatte, braucht sich nicht zu wundern, wenn irgendwann – rein systemisch betrachtet – wiederum ein gewisser Rückkopplungseffekt eintritt…und das ist leider etwas, das auch die AfD nicht thematisiert, denn unsere Wirtschaft, die Banken und somit mehr oder weniger wir alle, sind da nicht ganz unbeteiligt, man denke nur an die Subventionspolitik. Ggf. zum Weiterlesen: Kinshasa Symphony, Der marktgerechte Mensch u.v.a.

„Eine äußere Liberalität wird schnell zur Beliebigkeit, wenn die Toleranz, die man zur Liberalität braucht, nicht als innerer Wert vorhanden ist, keine Empathie vorhanden ist, Empathie heißt ja, ich bin in der Lage und bereit, mich in den Andersdenkenden hineinzuversetzen, und verstehen zu können, das ist meine Empathie. Das ist notwendig, um liberal zu sein, weil es dann auch eine Auseinandersetzung gibt!“, sagt Dr. Joachim Maaz von der Stiftung Beziehungskultur in Halle in seinem Vortrag „Wie der Mensch zum Mitläufer wird“. Sehen wir uns nun unserer Polit-Strategen in Berlin an – da macht sich die Hobby-Psychologin schon so ihre Gedanken…

Ein Blick nach Bhutan

Angesichts der politischen Situation ertappe ich mich ja manchmal dabei zu denken: Wieso gibt’s nicht so was wie ein Königspaar in Deutschland? Zwei, die sagen, wo’s langgeht? Vielleicht so wie in Bhutan? Das Königspaar von Bhutan heißt Jigme und Jetsun. Königin Jetsun und König Jigme werden von ihrem Volk geliebt. In Bhutan hat das Bruttonationalglück (BNG) klare Priorität vor dem Bruttoinlandsprodukt. Schon im 18. Jahrhundert wurde in Bhutan das Glück der Bevölkerung als politisches Ziel definiert. Während bei uns das Wirtschaftswachstum als Maß vieler Dinge gilt, somit auch für das politische Handeln, ist es in Bhutan das individuelle Wohlbefinden der Menschen. Das bedeutet, dass eine nachhaltige Entwicklung dort eng gekoppelt ist an materielle, kulturelle und spirituelle Befindlichkeiten, die sich gegenseitig ergänzen. Das führt nicht nur zur mehr Autarkie und innerer Stabilität, sondern auch zum Schutz dieser gewachsenen Wertegemeinschaft gegenüber äußeren Einflüssen. Umweltschutz steht in Bhutan als Staatsziel ganz weit vorne. Es sind also nicht alle Nationen so unvernünftig, ihren eigenen Lebensraum zu ruinieren. Spiritualität und Kultur sind in Bhutan auch sehr wichtig. Und bei uns? DSDS und Dschungelcamp? Mittels Volksbefragungen werden in Bhutan alle paar Jahre die Menschen des Landes gebeten, über ihre Befindlichkeiten Auskunft zu geben. Ziel dieser Umfragen ist, anhand der Ergebnisse ggf. neue gesellschaftliche und politische Prozesse einzuleiten. Und bei uns eiern die Parteien seit Ewigkeiten rum, wenn es um Themen wie „Direkte Demokratie“ geht. Warum geht bei uns nicht das, was in Bhutan funktioniert? Was dort gelebt wird, klingt schon mal ziemlich nach integraler Politik.

Mein Tipp: Synergie-Aufstellungen breit gesellschaftlich anlegen, besonders auch im Bundestag! So etwas sollte m.E. subventioniert werden, wenn wir eine heilende Gesellschaft anstreben!

Weitersagen auf

Monetäres für FRIEDAs Kaffeekasse