Geschichte reloaded

Ein ewiger Kreislauf?

Fake photo
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Den Geschichtsunterricht fand ich früher meistens langweilig. Natürlich lag das an den Lehrern damals (…). Oder an der Pubertät. Oder daran, dass das Altertum zuerst auf dem Lehrplan stand und man sich von Schuljahr zu Schuljahr weiter in Richtung Gegenwart bewegte. Spannender wäre es vielleicht gewesen, rückwärts zu gehen – das hätte womöglich zu ganz anderen Schlussfolgerungen geführt, nämlich zu der, dass sich die Geschichte zu wiederholen scheint – klar, mit anderen Figuren „an der Macht“, aber systemisch betrachtet mit ähnlichen Mechanismen und mit Charakteren, die auf verblüffende Weise jenen ähneln, die auch heute untereinander Entscheidungen treffen, die das Leben ganzer Völker tangieren.

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In einem lesenswerten Beitrag mit dem Titel „Der Untergang Roms – Wie eine krisengeschüttelte Weltmacht zusammenbrach“ im Deutschlandfunk schrieb Barbara Weller am 01.05.2014 „Auf dem Höhepunkt der Macht reichte Roms Einfluss von Britannien bis nach Nordafrika, von Spanien bis nach Syrien. Das römische Imperium verfügte über eine gut funktionierende Verwaltung und ein straff geführtes Heer.“ Warum halte ich den Beitrag für lesenswert? Weil sich erstaunliche Parallelen zur heutigen Epoche zeigen. Ein weiteres Zitat daraus: „Doch während Ostrom erst 1453 mit der Eroberung Konstantinopels durch Sultan Mehmed II unterging, erlebte Westrom seit dem 3. Jahrhundert eine Jahrhunderte dauernde Krise, die in die Welt des europäischen Mittelalters mündete“ (…).

Sultan Mehmed II? Noch nie gehört. Einem Impuls folgend habe ich einfach mal „Sultan Mehmed II“ zusammen mit „Erdogan“ in eine Suchmaschine eingegeben. Sucht man mal Fotos von diesem Sultan Mehmet, erinnert er eigentlich optisch nicht ganz so sehr an Erdogan – allerdings ist eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Politiker der GRÜNEN erkennbar – reine Spekulation natürlich…

Ein weiterer Eintrag mit dem Titel „Eine Million Menschen folgt Erdogan nach Konstantinopel“ vom 29.05.2016 gefunden auf „diepresse“ erregte spontan mein Interesse.

Ein Zitat daraus: „Zum 563. Jahrestag der Eroberung der Christenmetropole Konstantinopel durch die islamischen Osmanen plant der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine Massenkundgebung im heutigen Istanbul. Die Behörden erwarten rund eine Million Menschen bei der Veranstaltung am Sonntag. Laut Stadtverwaltung wird auch der designierte Ministerpräsident Binali Yildirim kommen. Auf dem Programm steht neben einer Flugschau der Luftwaffe eine Darbietung von 563 Menschen in Janitscharen-Kostümen. Die Elitetruppen stellten zur Zeit der Osmanen die Leibwache des Sultans. Zudem soll eine 3D-Rekonstruktion der Stadt Konstantinopel im Jahr 1453 präsentiert werden, die bis dahin Hauptstadt des Byzantinischen Reiches gewesen war.“

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Die Annektierung einer ehemaligen Christenmetropole wird auch heute noch mit so einem Spektakel zelebriert?

Am 17.04.2016 veröffentlichte n-tv übrigens einen Beitrag über Erdogans absurdeste Klagen. „Der beleidigte Präsident“ lautet die Überschrift. „Nachdem er im August 2014 von der Regierungsbank in den Präsidentenpalast wechselte, gingen bei der türkischen Justiz fast 2000 Klagen auf der Grundlage von Paragraf 299 des türkischen Strafgesetzbuches ein. Bis zu vier Jahre Haft stehen da auf Handlungen, die das Staatsoberhaupt kränken“, ist darin zu lesen.

Das klingt aber ziemlich stark nach einer heftigst narzisstisch gestörten Persönlichkeit. Aber um solche Charaktere zu identifizieren, braucht man gar nicht bis in die Türkei, nach Nordkorea, die USA, Südamerika usw. zu sehen. Mir würden nun jede Menge Namen aus der hiesigen „Politik-Garde“ einfallen, Leute, die von den Persönlichkeitsmerkmalen her irgendwo zwischen heftigstem Narzissmus und ausgeprägter Psychopathie anzusiedeln wären.

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„Das Patriarchat ist die Ideologie eifersüchtiger Männer,
die Frauen fürchten und hassen“

Ich finde ja sowieso, Ideologien und Religionen braucht kein Mensch. Die Christen sind von den „Machthabenden“ m. E. genauso hinter‘s Licht geführt worden wie viele Moslems, indem der weibliche Schöpfungsaspekt entweder verteufelt oder anderweitig zu eliminieren versucht wurde. So etwas funktioniert immer gut über die Sexualität, die ja nun einmal eine natürliche Angelegenheit ist. Belegt man sie mit Schuld, Strafe und Unreinheit, muss sich diese „Energie“ ja ungesunde „Kanäle“ suchen…

Wer die Geschichte mal mit anderen – als mit den durch „Schulsystem und Leitmedien“ getrübten – Augen betrachten will, findet u.a. auf der Website der Schweizer Psychologin Doris Wolf eine Menge Hirnfutter. Sie schreibt auch Interessantes über die Geschichte des Islams…

http://www.doriswolf.com/wp/patriarchale-gewalt-gegen-frauen-und-kinder/

Wer war Echnaton? Upps! Der sah aber dem Obama ähnlich! Zufälle gibt‘s…!

http://www.doriswolf.com/wp/neu-wer-war-echnaton/

Auch interessant:

http://www.doriswolf.com/wp/das-matriarchat-im-alten-israel-2/

„Je mehr Verwaltung, umso mehr Gewalt. Je mehr Verordnung, umso mehr Übertretung. Je mehr Waffen, umso mehr Unruhe. Je mehr Gesetzlichkeit, umso weniger Gesetzmäßigkeit.“ (Laotse)

Zum Weiterlesen: Die abgeschaffte Mutter – Der männliche Gebärneid und seine Folgen, Gaia: Nach Hause kommen, Heilung der Mutterwunde durch die eigene Stimme, Emanzipation mal anders betrachtet, Militärmesse und phallische Phase, Der Vampirmann, Gewalt in der Partnerschaft, Rat der Großmütter

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