Für die Menschen: Therapiefreiheit erhalten

PROHOM® engagiert sich dafür

(c) PROHOM®

Im Mai 2016 hob Anja Trinklein PROHOM® aus der Taufe. PROHOM® versteht sich als informeller Brückenbauer unabhängig von medizinischem Standesrecht und berufspolitischen Vereins- und/oder Verbandsstrukturen. PROHOM® leitet sich ab von „Pro Homöopathie“ und „Pro Hominis“ (pro hominis = für den Menschen). Auf PROHOM® finden sich umfangreiche Informationen, Neuigkeiten, Umfrageergebnisse, Studien und weiterführende Links rund um Menschen und Gesundheit.

Der Dienst am Menschen und seinen individuellen Bedürfnissen sowie die Voraussetzungen in Bezug auf die Heilung von Körper, Geist und Seele stehen dabei im Vordergrund. „Im besten Fall bedeutet das eine interdisziplinäre Behandlung unter Zuhilfenahme aller medizinisch diagnostischen und therapeutischen Optionen, also sowohl nach konventionellen als auch nach psychotherapeutischen, homöopathischen und komplementärmedizinischen Behandlungsstrategien“, so ist auf der Seite von PROHOM® zu lesen. Die Informationen werden dort in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung gestellt. PROHOM® leistet somit nicht nur einen Beitrag zur internationalen Verständigung rund um Gesundheit, sondern gerade auch für die Komplementärmedizin.

FRIEDA im Gespräch mit Anja Trinklein

FRIEDA: Sie betreiben in Frankfurt am Main seit 2005 eine eigene Praxis für Klassische Homöopathie. Schon Ihre Imageseite Praxis Anja Trinklein bietet eine Fülle an Informationen. Mit PROHOM® stellen Sie einen Fundus an Wissen zur Verfügung, der nahezu beispiellos in diesem Bereich ist. In nur einem Jahr haben Sie PROHOM® auf die Beine gestellt. „Respekt!“ kann ich da nur sagen!

(c) Anja Trinklein

Anja Trinklein von PROHOM®: Vielen Dank. Im Grunde meines Herzens bin ich Aufklärerin und so ist es mir wichtig, Menschen mit Informationen zu versorgen, auf die man sich inhaltlich verlassen kann. Es ist heute sehr schwer zu erkennen, welche Informationen nicht durch Marketing, Produktplacement, Lobbyismus etc. versucht werden, an die Menschen heranzutragen.

Es braucht unabhängige Plattformen, Blogs und Menschen, die ihre Fachkenntnis und Talente einbringen, um auch auf das aufmerksam zu machen, was man in den Mainstream-Ebenen nicht sieht, nicht erkennt und auf das, was polarisieren darf. Das sollte respektvoll auf den Punkt gebracht werden, jedoch sollte es unbedingt auch das aufzeigen, was man nicht spontan in den Medien findet. Besonders deutlich wird das am Thema Impfungen. Eine fundierte, quellengesicherte Aufklärung auch in diesem Bereich ist ein gutes Beispiel für die Arbeit von PROHOM®. Auf der Internetseite gibt es einen Bereich, der sich dem PRO und dem CONTRA widmet.

Auf beiden Seiten gibt es viele Informationen dazu: Bücher, Links, Autoren, Forscher, die direkt oder indirekt mit diesen Fragen zu tun haben – eine Fülle von Informationen also, deren Erarbeitung sehr zeitaufwändig und relativ komplex ist. Ich betrachte das Thema wertfrei, ebenso auch die Entscheidung, die in Folge d.h. PRO oder CONTRA getroffen wird. Mir ist dabei aber sehr wichtig, dass man alle Informationen aller Seiten hat, und nicht nur einseitig – durch welche Seite auch immer – oder durch eine Lobby, je nach Interessenlage, informiert wurde.

Wenn wir heute manch eine Schlagzeile über Impfungen lesen, wird in der Regel (gefühlt) bewusst einseitig informiert. So werden Ängste aufgebaut, ohne tiefergehende differenzierte Kenntnis zu vermitteln. Warum ist es überhaupt möglich, so fragmentierte Botschaften mit Halbwahrheiten zu etablieren? Das habe ich mich oft gefragt, bis ich das Video von Prof. Dr. Mausfeld „Warum schweigen die Lämmer?“ – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements“ gesehen habe. Dann habe ich verstanden (…)

Einschub FRIEDA: Diverse Interviews mit Prof. Dr. Rainer Mausfeld sind bei youtube zu finden. Prof. Dr. Rainer Mausfeld ist Soziologe und lehrt an der Universität Kiel speziell im Bereich Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung.

A. T.: (…) So werden wir wahrscheinlich bewusst einseitig im Bereich der Impfungen, Homöopathie, Gesundheitsfragen etc. informiert. Das zu verstehen, zieht eine Entscheidung nach sich. Will man sich damit abfinden oder will/kann man sich dort einbringen, wovon man etwas versteht, um zu handeln? Ich habe mich für Letzteres entschieden und so zeige ich all das auf, was ich wichtig zu wissen finde, um zu einer unabhängigem (bestenfalls wertfreien) Meinung zu beizutragen.

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FRIEDA: Was war denn ursprünglich Ihr Motiv dafür, Menschen dieses wertvolle Portal mit all der vielen Arbeit zur Verfügung zu stellen?

A. T.: Wie schon erläutert, geht einer jeden guten Entscheidung Wissen voraus. Seit einiger Zeit habe ich den Eindruck, als Heilpraktiker, Naturheilkundler, Komplementärmediziner, Homöopath medial öffentlich und durch Erzeugung eines negativen framings (Schubladendenken) herabgewürdigt zu werden. Diesen Eindruck habe ich nicht nur allein. Viele Therapeuten aus diesen Bereichen, und auch Patienten, empfinden das ebenso.

Die meisten medialen Beiträge handeln von der Unfähigkeit der Behandler, dem Gefährdungspotential und/oder der Gefährdung durch die homöopathischen Mittel und/oder deren Nichtwirken – ein sehr verzerrtes einseitiges Bild der Realität.

Einschub FRIEDA: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

A. T.: Dieser medial inszenierten und aufgebauten Logik folgt nun wohl nicht ganz zufällig der Ruf der Politiker z. B. nach der Erneuerung des Heilpraktiker-Gesetzes – auch mit dem Wunsch verbunden, bestimmte Behandlungstechniken und/oder Krankheiten und/oder homöopathische Mittel einzuschränken. Es hat den Anschein einer systematischen Handlung mit dem Versuch, den Markt in Richtung pharmazeutische konventionelle Medizin zu erodieren. Dass dieser Fehler schon einmal gemacht wurde, erläutere ich hier

Ich glaube, es ist fatal anzunehmen und/oder Menschen glauben zu machen, konventionelle Medizin sei „save“ und die einzig richtige. Angesichts der Aussagen und Publikationen von Dr. Peter Christian Gøtzsche, dem dänischen Medizinforscher und Direktor des Nordic Cochrane Centers am Rigshospitalet in Kopenhagen, wird das Vertrauen in die Pharmazeutische Industrie, und damit auch in die Medizin, völlig erschüttert. Sein Buch „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert“ und/oder sein Video „Der Pharma-Held – Medikamente sind dritthäufigste Todesursache“ (ggf. zu finden auf youtube)

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sollten uns zu denken geben. Dazu kommen laut Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen z.B. 2015 bundesweit insgesamt 7.215 Entscheidungen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern (Vorjahr 7.751) wurde. Das alles zu eruieren, und das hat sich bisher als sinnvoll erwiesen, ist nur über Lobbyismus, aber keineswegs mit gesundem Menschenverstand zu erklären.

FRIEDA: Warum ist für Sie der interdisziplinäre Dialog zwischen Schul- und Alternativmedizin denn so wichtig?

A. T.: Der interdisziplinäre Dialog ist von enormer Bedeutung. In Fragen der Medizin kann man diesen Dialog nicht einseitig führen, wenngleich das lange gemacht wurde. Durch die Herabwürdigung Andersdenkender und der damit erzeugten Vorverurteilung ist es schwierig, andere Inhalte überhaupt in medizinischen Fachkreisen diskutabel zu machen.

Ich gebe ein Beispiel: Mein Mann erkrankte 2011 an Leukämie – eine schwierige emotionale, fachliche und onkologische Herausforderung. Zu Beginn erlebten wir enormen Druck, ihn so schnell wie möglich behandeln zu lassen, da es sonst so schnell keine Lösung mehr geben würde, wie uns vermittelt wurde. Aber, wie ich schon sagte: Entscheidungen setzen Wissen voraus, was aber in diesem Fall nicht so vollumfänglich vorhanden war, so dass wir erst einmal viel Zeit brauchten, bis wir uns klar waren, wohin der Weg gehen sollte. Mit meinem Mann erkrankte sein Onkel ebenfalls zeitgleich an Leukämie. Dieser folgte jeder ihm empfohlenen Behandlungsstrategie und er verstarb sehr unschön nach sehr kurzer Zeit.

Alle unsere Gedanken, dass noch andere Therapien zu integrieren seien, wurden ausgelacht und zwar sowohl von der Familie als auch von den Ärzten. Im Gegenteil, so manches Mal rollte man schon die Augen, wenn wir wieder einmal anders als erwartet entschieden. Im Grunde unterstellte man uns immer wieder „Sie haben es nur noch nicht verstanden!“ Dabei kannten wir alle schulmedizinischen Fakten, aber wir haben auch andere Informationen mit ins Kalkül gezogen. Darin lag der Unterschied. Wir haben das konventionelle Medizinsystem oft – aber erfreulicherweise nicht immer – als totalitäre Deutungshoheit mit abwertender Beurteilung Andersdenkender empfunden.

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Oft fragten wir uns, warum das so ist, konnten das aber nicht verstehen, weil es doch nur darum gehen sollte, von allem das Beste zu nehmen. Aber mangelnde Sachkenntnis über andere alternative Optionen sind oft ein Hindernis in der Diskussion gewesen. Was wir als noch schlimmer empfunden haben, war das Überzeugtsein in unserer Umgebung, dass es keinen anderen Weg als den konventionellen schulmedizinischen geben sollte und das obwohl sich die Krebstoten in den Jahren 2000 – 2015 laut statistika um ca. 11% im Vergleich zu 2000 erhöhten – trotz allem, was man an ärztlicher Leistung und chemotherapeutischer Option aufzubieten hatte. Es sind 233.753 Einzelschicksale mit tödlichem Ausgang in 2015 gewesen. Woher lassen sich also der Absolutheitsanspruch und die Sicherheit nehmen, dass diese pharmazeutische Behandlungsmethode der einzige Weg ist? Warum findet nicht mehr Integration statt, um diese Zahlen gemeinsam zu reduzieren?

Als wir zu Anfang der Erkrankung meines Mannes einen der besten Onkologen der Stadt nach dem Zusammenspiel seiner therapeutischen Empfehlungen in Kombination mit der Homöopathie fragten, sagte er: „Das mit der Misteltherapie bringt hier nix.“ Da begannen wir langsam zu verstehen, dass anscheinend viele Ärzte keine Vorstellung von den alternativen Optionen haben und im Grunde nicht einmal wissen, was z.B. Homöopathie ist. Deswegen bleiben sie in ihren Denkmustern und Handlungsoptionen und den damit verbundenen Prognosen fixiert. Aber mit jedem Teil, den ich hinzufüge, ändert sich das Modell und folglich auch die Prognose.

Das setzt allerdings einen Dialog voraus, den wir nicht immer angetroffen haben, denn die Fixierung, unbedingte im Recht sein zu wollen, weil man eben nichts anderes kennen gelernt und Probleme damit hat, mal die Perspektive zu wechseln, ist ein häufiges Hindernis für einen offenen Dialog. Doch genau der wäre zum Wohle des Patienten unbedingt vonnöten. Heute, 2017, ist Gert, mein Mann, noch am Leben.

Wir haben alles mit einbezogen, was uns sinnvoll erschien: Komplementärmedizin, Osteopathie, Akupunktur, Hypnotherapie, Ernährungsumstellung, Homöopathie und selektiv Onkologie. Dazu sagte ihm kürzlich sein Hausarzt und Kardiologe: „Solche positiven Verläufe der Leukämie kennen wir so nicht!“

Das bedeutet doch im Klartext: Würden wir alle mehr zusammenarbeiten, wären vermutlich viele Menschen noch am Leben, darunter womöglich auch der Onkel meines Mannes. Dass solch eine Kooperation durchaus gelingen kann, wird beispielhaft deutlich mit der Onkologin Frau Dr. Schieferstein-Knauer im Hospital zum Heiligen Geist und mit Dr. Jens Wurster in der Clinica Sta Croce.

Wir tauschen Fachkenntnisse untereinander aus, also auch meine und die der anderen helfenden Therapeuten (s. Links oben),die für freie Therapiewahl sind und wir respektieren einander. Das ist interdisziplinärer Dialog im besten Sinne. Und dieser gegenseitige Respekt beinhaltet auch die Akzeptanz unserer Haltung in Bezug auf unser Handeln, und mitunter auch auf unser Nicht-Handeln, da die besten Individuallösungen immer im Vordergrund stehen. In diesem Sinne scheint es mir lächerlich, die Homöopathie als Placebo-Medizin zu bezeichnen, denn heute ist nach jedem dokumentierten Behandlungsschritt völlig klar, wie kraftvoll sie ist.

Im Fazit bedeutet das: Würde man das konventionelle medizinische System in derselben Form forcieren, um alles aus der Komplementärmedizin, Naturheilkunde, Homöopathie, der Akupunktur, der chinesischen Medizin, der Osteopathie usw. als Denkmodell zu verstehen und zu erforschen, wie man im Umkehrschluss verlangt, die Prinzipien der konventionellen Medizin in seine Entscheidungen zu integrieren, wäre das sicher respektvoller, ethischer und humaner als das momentan sehr einseitige Modell der Schulmedizin, das ja immer noch auf einem mechanistischen Weltbild beruht. Die einzelnen Richtungen in Betracht zu ziehen, setzt eben auch einen respektvollen interdisziplinären Dialog voraus, der nicht einseitig geführt werden kann. Aber aus eigener Erfahrung wissen wir, wie schwierig, es sein kann, „offene Ohren“ zu finden.

FRIEDA: Ihr Steckenpferd ist ja die Klassische Homöopathie. Es wird ja immer gesagt, deren Wirkung sei „wissenschaftlich nicht nachgewiesen“. Sie haben dazu anscheinend andere Informationen?

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A. T.: Ja, das stimmt. Als ich in den 1980´ern meine dreijährige Ausbildung zur Heilpraktikerin machte, lernten wir alles: Anatomie, Physiologie, Labor und jede Form der alternativen Heilmethoden. Aber nach Ansicht der Basiskenntnisse aller Methoden verliebte ich mich sofort in die Klassische Homöopathie. Als man mir damals mein Diplom überreichte, sagte mir die Schulleiterin, es sei ja äußerst schade, dass ich mich nur für die Klassische Homöopathie interessiere, denn da gäbe es doch noch viel mehr. Ich habe eben mein Herz entscheiden lassen. Das ist jetzt 30 Jahre her und ich hatte viele weitere gute Lehrer.

Es hat sich an meiner Haltung der Methode gegenüber nichts geändert, im Gegenteil. Die Liebe ist wahrscheinlich nur tiefer geworden. Von Heilpraktikern wird Vielseitigkeit erwartet. Darin liegt auch das Problem, bei jeder Methode/Disziplin in die Tiefe zu dringen bzw. maximale Kenntnisse zu erlangen. So steht man unter großem Weiterbildungsdruck.

Angesichts der Situation und der drohenden Veränderungen wünsche ich mir, dass die Homöopathischen Verbände sich gemeinsam zu einem Dachverband für den eigenständigen Beruf des/der Homöopathen/in einsetzen. Gemeinsam könnte man mehr erreichen, gerade in Zeiten wie diesen, wo es auch in diesem Bereich sehr auf einen gemeinsamen Konsens ankommt.

Doch darin liegt wahrscheinlich ein Teil des Problems des Klassischen Homöopathen, denn nur wenige Menschen – gemessen an der gesamten Bevölkerung in Deutschland – haben eine klare Vorstellung des Berufsbildes des „Klassischen Homöopathen/in & der Methodik“. Da sehe ich schon sehr klare berufspolitische Versäumnisse, nicht ein „Alleinstellungsmerkmal als Profil“ etabliert zu haben, ohne es mit anderen alternativen Methoden zu verwischen. Viele denken, alles, was mit Pflanzen zu tun hat, sei „irgendwie homöopathisch“, was ja nicht stimmt.

Hoffnung macht, dass die Deutschen die Homöopathie schätzen (Allensbacher Bericht). Wünschenswert ist zudem, dass man den Dr. HOM einführt, ebenso auch den DR. OSTEO, den DR. NAT (Naturheilkunde), den Dr. AYUR (Ayuvedische Medizin) – DR. CHIN (Chinesische Medizin), – Dr. ANTHRO (Anthroposophische Medizin), Dr. AKKU (Akkupuntur) etc. Das würde mehr Klarheit bringen, besonders den Patienten, die dann differenzierter wählen können.

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Würde man das alles so in Deutschland ebenfalls und vollumfänglich anbieten, wie die pharmazeutische Ausbildung im Studium, hätten auch wir die Wahl gehabt, kein Heilpraktiker zu werden und die zukünftigen Behandler und jungen Ärztinnen und Ärzte hätten wenigstens die Wahl und vielleicht auch die Sachkenntnis, mit welcher Methode sie welchen Weg gehen möchten.

Sollte sich da nichts ändern, auch weil die Bevölkerung sich nicht für die Therapiefreiheit einsetzt und sie bei ihren Behandlern und Ärzten nicht einfordert, bleibt die Medizin wohl ein einseitig konventionelles pharmazeutisches Monopol und hyperrationales Denkmodell, das sich an die EBM klammert, was ebenfalls zu hinterfragen wäre. Inwieweit Medizin überhaupt evidenzbasiert sein kann, beantwortet Professor Harald Wallach in dem Beitrag „Okkultismus im Quadrat – Die vermeintliche Sicherheit der Evidence Based Medicine (EBM)“ sowie in „Warum das hierarchische Modell der ‚Evidence Based Medicine‘ Bewegung zu kurz greift“.

Den aktuellen Streit um die Homöopathie und der Versuch der SPD, die Homöopathie einzuschränken, habe ich auf der Seite Therapie-Freiheit (inkl. Studienhinweisen) zusammengefasst. Aktuell sehr spannend ist der Film „Just one Drop“, der klar aufzeigt, wie die Metastudie zur Homöopathie zu deren Ungunsten bewusst manipuliert wurde, um die Methode öffentlich in Misskredit zu bringen. Deswegen ist aus meiner Sicht etwas wie PROHOM® so wichtig, denn dort werde ich wahrheitsgemäß und unabhängig informieren. Ich hoffe, damit so weiterzuhelfen, dass die Menschen lernen zu sehen und zu unterscheiden, ob und wie sie manipuliert werden.

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FRIEDA: Gibt es aktuell Petitionen in diesem Bereich?

A. T.: Ich habe selbst noch keine Petition gestartet, aber ich glaube, das kann noch kommen. Auf meiner Seite und/oder via facebook mache ich transparent, welche Petitionen ich aktuell unterschrieben habe, denn ich möchte für Authentizität und Wahrhaftigkeit stehen.

PROHOM® setzt sich für die Therapie-Freiheit ein, für die Individualentscheidung und ist gegen jede Form der Zwangsbehandlung aufgrund des Nürnberger Codex.

Ich gebe ein Beispiel: PETITION: Ärztliche Behandlungen sollen freiwillig bleiben (http://www.prohom.net/hom-theapiefreiheit/petitionen/) „Jeder Krankenhausaufenthalt kann bald in einer Zwangsbehandlung enden, denn zukünftig soll keine Unterbringung mehr nötig sein und auch Körperkrankheiten sollen zwangsbehandelt werden können. Das Bundesjustizministerium legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, der zur Beratung im Rechtsausschuss des Bundestages liegt. Am Mittwoch, 26. April war dazu eine Expert/inn/enanhörung im Rechtsausschuss des Bundestags. Patient/inn/en wurden nicht angehört. Daher diese Petition! Bei Kobinet-Nachrichten berichtet Ottmar Miles-Paul über diese fiesen Pläne. Ausgangssituation ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.7.2016 – 1 BvL 8/15, bei dem einer Frau am Lebensende eine Brust zwangsweise abgenommen werden sollte, was diese aber sie nicht wollte.“

Das ist nicht nur eine Verletzung des Nürnberger Codex, sondern öffnet auch die Tür dafür, Andersdenkende für nicht kohärent oder mindestens, wenn man deren Haltung nicht teilt, sie für unvernünftig zu halten, um sie dann zwangsbehandeln zu lassen mit einer pharmazeutischen Methode. Wenn man so entscheiden wollte, müssten mindestens – bei einer Entscheidung dieser Tragweite – alle denselben Informationsstand haben. Einseitig konventionell medizinische Methoden zu beurteilen, entspräche einer totalitären Deutungshoheit!

Dann müssten mindestens auch alle – und jede alternative Disziplin – einen Fachmann mit ins Gremium stellen, ob aus Sicht alternativmedizinischer Fachleute die Entscheidung des Patienten vernünftig oder unvernünftig ist. Erst dann sollte es zu einer Entscheidung kommen. Ansonsten bekämen wir Verhältnisse wie in den USA. Wenn Sie eine Chemotherapie oder Impfungen nicht vernünftig finden oder einfach nur nicht wünschen, wird eben zwangsbehandelt, z.B. bei Ihrem Kind, wird es eben zwangsbehandelt – oder eben zwangsgeimpft usw..

Abgesehen davon, dass es den Nürnberger Codex gibt, ist nach Art 2.2 des Grundgesetzes „die körperliche Unversehrtheit“ eines unserer fundamentalsten Menschenrechte. DAS SOLLTE ÜBERHAUPT NICHT VERHANDLBAR SEIN! Wenn man jede Andersartigkeit und Individualentscheidung unterdrückt, wird das System totalitär. Wenn die – nach Selbsteinschätzung – liberalste aller Parteien, die FDP, für Zwangsbehandlung, also die Impfpflicht ist, obwohl sie an anderer Stelle von „Eigenverantwortung im Gesundheitssystem“ spricht, mutmaßt man gelungenen Lobbyismus. Oder ist der Konsens ggf. über aktive Fehlinformation oder fehlende Informationen entstanden?

Einschub FRIEDA: Die FDP ist ja für die Konzentration bestimmter Berufsgruppen bekannt, also wen wundert‘s?

A. T.: Dazu macht es Sinn, sich folgendes Video mit Dr. Christian Kreiß über Lobbyisten im deutschen Bundestag anzusehen:

Lobby Control ist schon lange der Meinung, der „LOBBYISMUS HÖHLT DIE DEMOKRATIE AUS“. Wenn wir jetzt noch einmal den Kreis schließen und die Einseitigkeit des Informationsflusses anerkennen, sieht man die Notwendigkeit von Gesundheits-Initiativen und Recherchen, wie sie PROHOM® etabliert hat. Wenn wir Zwangsbehandlungen zulassen, Impfpflicht einführen, alternative Heilbehandlungen und homöopathische Mittel einschränken (siehe unter therapie-freiheit.de) oder gar Heilpraktiker abschaffen, dann besteht kaum noch die Option auf wirkliche Therapiefreiheit.

Deswegen hoffe ich, mit meiner Initiative viele Menschen zu finden und Brücken zu bauen, damit sich unabhängig vom medizinischen Standesrecht sowie berufspolitischen Vereins- und/oder Verbandsstrukturen Menschen gemeinsam methodenunabhängig im interdisziplinären, bereichernden Dialog für ihre medizinische Therapiefreiheit einsetzen.

Dazu habe ich am 15. Mai 2017 eine Graswurzelbewegung auf Facebook als Gruppe gegründet: PROHOM® & FRIENDS NATIONAL (GERMANY) – https://www.facebook.com/groups/288565918254301/

In dieser Gruppe sammeln wir alle Informationen zu diesem Thema und tauschen uns miteinander aus. Ich wünsche mir, dass sich alle Menschen, die für Therapie-Freiheit und die Individualentscheidung stehen, mit mir verbinden, denn es ist wichtig, dass jeder seine Stimme und Kontakte nutzt und sich PRO Therapiefreiheit und PRO alternative Heilmethoden einsetzt. Ich danke für die Gelegenheit, meine Überzeugungen darzulegen.

FRIEDA: Aber gerne doch…!

Interview-Advertorial

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