Friedensweg: Die Welt braucht eine Umarmung

Ein Interview mit Erich Hambach

Dass eine kleine Gruppe von Menschen sogar in kurzer Zeit sehr viel bewegen kann, beweist der Hambacher Kulturförderverein in Vogtareuth, eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Dort entschlossen sich Erich Hambach und seine Frau Tina Hambach im November 2016 zusammen mit fünf Freunden dazu, sich gemeinsam für den Frieden zu engagieren. Es ist nicht die erste Friedensbewegung, aber der „Friedensweg“ des Hambacher Kulturfördervereins scheint genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort entstanden zu sein. Seit der Vereinsgründung ist, nicht zuletzt dank der virtuellen Verbreitungsmöglichkeiten von Informationen, unglaublich viel passiert und das ist erst der Anfang…!

FRIEDA im Gespräch mit Erich Hambach

FRIEDA: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, ein Zitat, das viele kennen, aber während viele Menschen in der Anklage verharren und somit den Status quo fixieren, haben Sie sich zu konkretem Handeln entschlossen. Sie kommen ursprünglich aus dem Versicherungswesen, bildeten sich zum Betriebswirt weiter und befassten sich rund 30 Jahre mit Produkten der Versicherungs- und Investmentbranche. Politisches Engagement für das Gemeinwohl vermutet man in dieser Sparte nicht unbedingt. Wie kamen Sie dazu, sich heute so für den Frieden zu engagieren, obwohl Sie zu jenem Personenkreis gehören dürften, dessen Komfortzone nach wie vor als recht annehmlich zu betrachten sein dürfte?

(c) Erich Hambach

Erich Hambach: Komfortzone… ja, in dieser war ich wohl wirklich lange Zeit. Obwohl es durchaus das eine oder andere Tal zu durchschreiten galt, ging es mir wohl immer vergleichsweise gut. Im Laufe der Jahre häuften sich aber die negativen Kundenerfahrungen derart, dass ich mir immer mehr Fragen stellte. Und ohne hier in die Tiefe zu gehen, kam ich nicht umhin festzustellen, dass das Hauptinteresse der Finanzdienstleistungsbranche nicht immer dem Wohl der Kunden galt, sondern überwiegend der Mehrung des eigenen Profits. Ähnliches stellte ich in fast allen Bereichen unserer Gesellschaft fest. Auch in fast allen anderen Branchen unserer heutigen Gesellschaft sehen wir die immer gleichen Funktionsweisen des „Systems“. Die Menschen, bzw. deren Interessen, stehen nicht wirklich im Mittelpunkt. Ich musste mir also die Frage stellen: „Warum werden immer nur Gesetze beschlossen, die nur den reichsten 10 % der Bevölkerung nutzen?“ oder „Warum erleben wir heute so viele Konflikte weltweit wie nie zuvor?“ (Und damit meine ich nicht nur die aktuell 40 bewaffneten Konflikte, sondern auch die Konflikte: arm/reich, Hunger/Überfluss, Umweltschutz/Umweltzerstörung, Krieg/Frieden, etc.).

Kurz und gut, alles funktioniert nach den Prinzipien: TEILE UND HERRSCHE sowie SOZIALISIERUNG VON VERLUSTEN UND PRIVATISIERUNG VON GEWINNEN.

Natürlich geht es auch immer um Macht und Kontrolle. Sehr gut auch im globalen Finanzsystem zu beobachten. Es geht ja im Grunde immer nur um das Kreieren von immer mehr Schulden weltweit. Und wer die Schulden kontrolliert, der kontrolliert schlichtweg alles. Anfangs versuchte ich mehrere Jahre das (Finanz)-System selbst zu verändern, oder vielleicht in Teilen sogar zu bekämpfen.

Ich begann also damit, die Menschen über die wahren Hintergründe des politischen Systems und des Finanzsystems aufzuklären. Je mehr Informationen ich zur Verfügung stellte (z.B. in Vorträgen), damit die Menschen darüber selbstständig nachdenken und eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können, desto mehr wurde mir die Frage gestellt: „Ja, das ist alles nicht schön und wir wissen das ja zum Teil schon,… aber was können wir tun? Welche Lösungen gibt es?“

Und da hat es Klick gemacht. Wie viele andere „Aufklärer“ und Redner auch, benannte ich die Probleme und gab auch viele konkrete Denkansätze für Lösungen der diversen Probleme. Aber nur relativ wenige Menschen begannen zu handeln. Und mir wurde plötzlich klar: „Mit unser aller Grundhaltung immer gegen etwas zu sein, kommen wir nie auf einen grünen Zweig.“ Wir Menschen sind immer irgendwie gegen etwas. Gegen Krieg, gegen Atomenergie, gegen Massentierhaltung, gegen Umweltzerstörung, usw. Und genau da liegt das eigentliche Problem:

DRUCK ERZEUGT IMMER GEGENDRUCK. Gegen etwas zu sein bringt uns nicht weiter. Daraus haben wir das zentrale Anliegen entwickelt: FÜR ETWAS ZU SEIN. Und konkret eben für Frieden. Denn nichts ist bei uns allen im Moment so stark vorhanden wie der Wunsch nach Frieden und der Beendigung aller Konflikte. Deshalb ist der Friedensweg (www.friedensweg.org) ein Weg für etwas. Nämlich ein Pilgerweg in den Frieden.

FRIEDA: In erstaunlich kurzer Zeit hat Ihr Verein eine Menge losgetreten. Immer mehr Menschen pilgern für den Frieden und die Bewegung hat längst nationale Grenzen überschritten. Was sind die nächsten größeren Veranstaltungen, die anstehen?

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E. H.: Ja, die Dynamik des Friedensweges, gerade in den vergangenen zwei Wochen, ist in der Tat in höchstem Maße erstaunlich. Ebenso wie die Synchronizität, mit welcher sich scheinbar alle Ereignisse ineinander fügen. Nach zahlreichen Veranstaltungen (meistens Friedensabende) in den vergangenen Wochen, welche auch durch enormen Einsatz im Hintergrund durch den Friedenswegorgakreis gekennzeichnet waren, ist die Resonanz, welche der Friedensweg mittlerweile erfährt, wirklich enorm.

Von den künftigen Veranstaltungen (ständig aktualisiert auf friedensweg.org/events oder facebook.com/friedensweg) möchte ich daher nur einige wenige umreißen:

Am Samstag, dem 8.04.2017 um 15:00 Uhr werden sich zahlreiche Menschen (es werden mehr als 1.000 erwartet) im Marienheilgarten Großgmain am Untersberg (Nähe Bad Reichenhall) zum gemeinsamen Friedens-Tönen einfinden. Das Friedens-Tönen wird auch weltweit als livestream übertragen.

Am nächsten Tag, Sonntag dem 9.04.2017, sind wir nach Kisslegg im Allgäu eingeladen, um dort auf dem 1. Planetarischen Bewusstseins-Kongress den Friedensweg vor zahlreichen Gästen vorzustellen. Und aus diesem Grunde hat sich der Bayerische Rundfunk angesagt und wird dies aufzeichnen.

Über Ostern ist ein Teil des Friedenswegorgakreises in Portugal zur Friedensarbeit. Am Osterwochenende selbst wird es ein Friedenskonzert in Freiburg geben. Nach Ostern werden zahlreiche Botschafter des Friedensweges in vielen Ländern die Menschen informieren und für den Friedensweg begeistern.

Um den 25.04. erscheint die CD Friedensweg mit unglaublichen Liedern. Und auch klanglich wird dieses Album Weltklasseniveau haben. Vom 28.04. – 30.04. werden wir am größten Trommelbaukurs aller Zeiten teilnehmen und den Verein für indianische Lebensweise e.V. bei der Umsetzung seiner Vision „100.000 Trommeln für den Frieden“ unterstützen.

Am 1.05. sind wir beim Friedensbaumpflanzen (mit Einweihung der Friedenstrommeln) am Voglhof mit dabei. Am 7.05. findet ein Konzert für den Friedensweg mit mehreren Künstlern am Chiemsee statt. Schließlich geht es dann am 9.05. los mit dem Pilgern in den Frieden. Am Abend dieses ersten Tages werden unzählige Friedensfeuer in Europa und in der Welt entfacht, begleitet von zigtausenden Trommlern. Die 100.000 Trommeln für den Frieden werden erklingen. Dies wird ein unglaublicher Auftakt sein für die größte Friedensbewegung aller Zeiten!

FRIEDA: Gab es behördliche oder andere Hürden zu umschiffen oder wurden Ihnen auf andere Weise Steine in den Weg gelegt?

E. H.: Erstaunlicherweise bisher nicht, was daran liegen mag, dass der Friedensweg keine Demonstration, sondern eine dezentral sich selbst steuernde und entwickelnde Pilgerbewegung ist. Pilgern ist immerhin uraltes Anrecht der Menschen seit sehr langer Zeit. Und Pilgern ist erlaubt. Jeder ist eigenverantwortlich unterwegs. Und jeder, welcher einen Event veranstaltet, ist vollständig selbst verantwortlich bzw. zuständig.

Aber auch bei einem weiteren Friedens-Tönen während des Friedensweges im Mai mit rund 60.000 Menschen gibt es bei der Anmeldung bisher keinerlei Probleme. Und, wie gesagt, ist der Friedensweg ja nicht gegen etwas, sondern für etwas, für Frieden. Insofern werden die Menschen, welche diesbezüglich etwas zu regeln haben, dies sicherlich hinbekommen.

Und bei Veranstaltungen in Städten findet sich oft wie von selbst eine ganz einfache Lösung. So findet z.B. die Schlussveranstaltung des Friedensweges, also die in Berlin – denn es gibt diese ja in großer Anzahl an verschiedenen Orten – innerhalb eines Parks statt, welcher einem Künstler zur Verfügung steht. Dort befinden sich 12 große „heilige“ Steine (einige davon mehrere Tonnen schwer) im Kreis. Und da wird am 28. Mai der Schlusstag in Berlin sein. Interessanterweise sind dort Steine dabei, welche aus dem gleichen Material sind, die auch in vielen wichtigen Gebäuden weltweit verbaut sind (z.B. das Weiße Haus in USA, Gebäude der Wallstreet…)

FRIEDA: Was hat es mit diesen Steinen auf sich?

E. H.: Nun, diese Steine können, ebenso wie die Kristalle der Speichermedien in unseren Computern, Informationen speichern und sind miteinander im Informationsfeld energetisch verbunden (gleiche Struktur, bzw. gleiche Schwingungsebene). Steine haben vereinfacht ausgedrückt, ebenso wie Wasser (vgl. Prof. Masaru Emoto), ein Gedächtnis. Information kann also wieder abgerufen bzw. wieder aktiviert werden. Ebenso kann Information von einem Kristall (Stein) zum anderen übertragen werden. Genau dies wird im Übrigen durch das Tönen am Untersberg geschehen. Mit dem Tönen aus dem Herzen der Menschen (Herzfrequenz sind ja 432 Hz ) wird jeder in seiner eigenen Tonlage ein kohärentes Feld erzeugt. Damit wird sowohl Energie aktiviert, wie auch Information übertragen. Wir werden also ähnliche Effekte erzielen wie Gruppenmeditationen, nur ungleich stärker, vielleicht kraftvoller als alles bisher Dagewesene.

FRIEDA: Hat der Untersberg eine besondere Bedeutung?

E. H.: Der Untersberg gilt seit jeher als magischer Ort, um den sich viele Mythen und Geschichten ranken, wie auch die zahlreichen Bücher belegen, die es dazu gibt. Viele Historiker und Forscher haben sich mit faszinierenden Ereignissen befasst und wissen Erstaunliches zu berichten. So soll es Zeitphänomene geben,… lange verschwundene Menschen tauchen plötzlich unverhofft wieder auf und viele mehr. Und unbestreitbar gibt es im und auf dem Untersberg, sowie um diesen herum, so zahlreiche Kraftplätze wie sonst nur an wenigen Plätzen auf unserem Planeten. Einige sehr bekannte Persönlichkeiten haben sich übrigens zum Friedens-Tönen am 8.04. im Marienheilgarten angesagt.

FRIEDA: Andere Friedensbewegungen gehen mit Plakaten, Parolen und Megaphonen auf die Straße. Bei Ihnen wird gesungen. Wieso?

E. H.: Wie heißt es doch so schön? Musik ist dafür gemacht, um sie gemeinsam zu erleben. Und wir wollen uns zwar deutlich sichtbar machen, aber eben nicht mit Parolen oder irgendwelchen Bannern gegen etwas sein. Im Gegenteil, wir gehen einfach gemeinsam für etwas. Und durch das In-Bewegung-Sein löst sich oft schon vieles. Zukunft braucht Frieden und deshalb müssen wir alle raus aus dem Stressmodus, in welchem sich die allermeisten von uns ja befinden. Wir werden gemeinsam singen, tönen, tanzen, gute Gespräche führen, beten, meditieren, still sein und vieles mehr. Wir werden miteinander in Resonanz sein. Ein sehr schönes Beispiel hierzu ist im Film „Wie im Himmel“ zu sehen, speziell in der Schluss-Sequenz (auf youtube mit dem Zusatz: „Finale“ zu finden). Dort ist sehr schön veranschaulicht, was passiert, wenn hunderte Menschen sich durch gemeinsames Tönen zueinander in Resonanz begeben. Es wird ein kohärentes Feld der Herzenergie erzeugt. Das ist genau, das was am 8.04. beim Friedens-Tönen passieren wird.

FRIEDA: Sie engagieren sich auch für den Erhalt des Bargeldes. Warum tun Sie das und was hätte ein Bargeldverbot für Konsequenzen für den Frieden bzw. die Freiheit der Menschen?

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E.H.: Dostojewski sagte: „Geld ist geprägte Freiheit“. Das lässt sich vortrefflich in die heutige Zeit übertragen. Bargeld ist eben nicht vollständig kontrollierbar und ermöglicht uns im Konsumbereich einen kleinen Rest persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung. Die Konsequenzen der geplanten Bargeldabschaffung habe ich ja in meinem Buch „Bargeld Ade, Scheiden tut weh“ detailliert beschrieben. Ohne Bargeld wird unsere Freiheit eindeutig weiter eingeschränkt. Und Freiheit zu erhalten, ist sicherlich ein erstrebenswertes Ziel.

FRIEDA: Es gibt ja auch andere Friedensbewegungen. Bestehen da schon Kooperationen mit Ihnen oder kochen einige da lieber ihr eigenes Süppchen? Anders gefragt: Gibt es da auch Konkurrenzdenken, was ja im Sinne des Anliegens für einen kollektiven Frieden wenig hilfreich wäre?

E. H.: Ja, es gibt hier tatsächlich beide Aspekte und es bleibt ja jedem Individuum selbst überlassen, in welcher Richtung man für Frieden sein möchte. Und Bewegungen, welche gegen Krieg sind und sich (und das meine ich völlig wertfrei) eher im Kampfmodus befinden, vernetzen sich eher nicht mit dem Friedensweg. Viele denken aber auch um und ändern ihre Richtung. Und erstaunlich viele Bewegungen, die es zum Teil ja schon sehr lange gibt, und die global für den Frieden arbeiten, schließen sich mit dem Friedensweg zusammen. Das universelle Gesetz der Anziehung wirkt offensichtlich. Beispielsweise die WORLD PEACE PRAYER SOCIETY, die weltweit aktiv ist und in 40 Sprachen kommuniziert, macht einfach mit. Darüber sind wir sehr glücklich. Und viele andere Initiativen stärken die gemeinsamen Aktivitäten für den Frieden. Auch mit Prof. Dr. Rainer Rothfuß (Friedensfahrt nach Moskau) oder den Friedensfliegern von Johannes Reininger kooperiert der Friedensweg. Gemeinsam ist eben alles möglich, auch Frieden!

FRIEDA: Über diese Friedensfahrt hat man hierzulande in den Mainstream-Medien gar nicht oder kaum berichtet. Dabei müsste das Thema doch von allgemeinem Interesse sein. Worauf führen Sie diese zurückhaltende Position der hiesigen Leitmedien bei Themen dieser Art zurück?

E. H.: Das kann einerseits an der allgemeinen Ausrichtung der Medien liegen. Schlechte Nachrichten verkaufen sich wohl besser als gute Nachrichten. Und bisher waren es auch die alternativen Medien, welche über den Friedensweg berichteten, aber auch einige lokale Printmedien haben bereits veröffentlicht. Das scheint sich allerdings gerade zu ändern. So hat sich ja der BR am 9.04. zum Kongress in Kissleg angesagt. Diese Tage geht auch ein Radiointerview online, welches ebenfalls große Reichweite erzielen wird. Und tausende von Menschen werden in den nächsten Wochen die Medien äußerst nachhaltig zum Berichten auffordern.

FRIEDA: Durch Ihre öffentlichen Veranstaltungen wird die Bewegung ja schnell sichtbar, somit auch physisch und bleibt nicht ausschließlich virtuell präsent. Welche Möglichkeiten gibt es, sich über Ihre Aktivitäten zu informieren, insbesondere dann, wenn sich Menschen regional Ihrer Idee anschließen und aktiv werden wollen?

E. H.: Da darf ich hier die wichtigsten Quellen nennen:

Unser Friedensweg Youtube-Kanal

Auf unserer Seite Friedensweg die Rubriken „Mitmachen“ und „Events“ sowie das Forum.

Diverse facebook-Gruppen. Im deutschsprachigen Raum ist die wichtigste im Moment: facebook.com/friedensweg (friedensweg.org)

In den nächsten Tagen sind die Gruppen auf facebook auch in anderen Sprachen verfügbar (z.b. Englisch, Französisch, Spanisch…) und es wird immer wieder livestreams auf facebook, youtube und unserer Seite geben.

FRIEDA: Danke für diese wunderbare Initiative und weiterhin viel Erfolg!

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