Feng Shui – Integrale Architektur im Einklang mit der Natur

Im Gespräch mit Mark Sakautzky

Es gibt Gebäude, in denen man sich spontan gut fühlt, ohne dass sich dieses Gefühl rational erklären lässt. Und dann gibt es eben auch welche, bei denen man schon beim Anblick von außen spürt, dass man sie eigentlich gar nicht erst betreten möchte. Dieses Gefühl bestätigt sich dann auch häufig, wenn man sie doch betreten muss, etwa, um an den darin befindlichen Geldautomaten zu gelangen oder um irgendein Formular abzuholen…

Doch woran liegt das? Sind das bloß subjektive Gefühle oder steckt mehr dahinter? Gibt es womöglich irgendetwas Geheimnisvolles in der Architektur, das Einfluss auf den Grad der Wohlfühlatmosphäre hat?

Um mehr über die Wirkung von Architektur auf das Wohlbefinden zu erfahren, suchte ich nach jemandem, der sich mit der „Magie hinter der Architektur“ auskennt – und fand Mark Sakautzky. Er ist Imperial Feng Shui-Master, Berater, Coach und Sachverständiger für integrale Raum- und Projektplanung. Biografische Eckdaten über den heute in Hamburg lebenden Unternehmer gibt es nur einen Klick weiter: http://www.internationale-feng-shui-akademie.de/beratung/master-mark-sakautzky.html

Feng Shui ist eine ursprünglich aus China stammende Lehre, die auf die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung abzielt. Diese Harmonisierung soll durch eine bestimmte Gestaltung von Wohn- und anderen Lebensräumen erreicht werden.

FRIEDA im Gespräch mit Mark Sakautzky

FRIEDA: Was das eingangs beschriebene „disharmonische Gefühl“ angeht, das zuweilen vor und in Gebäuden Einfluss auf die eigene Befindlichkeit zu haben scheint, hat das ja sicher nicht nur etwas mit der eigenen Tagesform zu tun. Wie lässt sich aus Feng Shui-Sicht beschreiben, wovon der Wohlfühlfaktor innerhalb eines Gebäudes abhängt?

Mark Sakautzky, Foto: Friedrun Reinhold

Mark Sakautzky: Vorweg: Grundsätzlich möchte ich mit dem häufigen Vorurteil aufräumen, dass Feng Shui etwas mit 50/50 Balance oder statischem Ausgleich zu tun hat. Mein Lehrer hat gesagt, dass 50/50 Stillstand bedeutet. Feng Shui braucht immer eine sanfte, sich ständig ausgleichende, angleichende, sich wieder aktivierende, fließende Form. Das Prinzip der kommunizierenden Wassersäulen beschreibt das sehr gut. Solange unterschiedliche Wasserstände in jeder Röhre sind, findet Austausch statt. Haben alle denselben Wasserstand erreicht, gibt es Stillstand. Wir sind aber lebende Wesen und benötigen lebendige Räume. Deswegen ist das Symbol der Yin/Yang-Monade so klar, deutlich und aussagekräftig: Wo der Schatten/die Nacht größer wird, weicht das Licht/der Tag zurück und umgekehrt. Yin und Yang sind immer dynamisch, nie statisch. So brauchen auch Gärten, Häuser und Räume Bereiche der Stille, der Ruhe, des Schattens und auch Bereiche der Lebendigkeit und des Lichts. Sehr gut kann man das im hochwertigen Ladenbau sehen. Da wechseln sich Yin und Yang sehr elegant ständig ab und „führen“ die Kunden durch den Laden.

Was die Wirkung von Architektur auf das eigene Wohlbefinden angeht, lässt sich sagen, dass im Feng Shui Landschaften und Räume, also Landschaftsräume und damit auch Wohn- oder Geschäftsräume, als lebendige, pulsierende Organismen betrachtet werden, die eben auch krank machen können. Erklärungen, die sich auf die offizielle Wissenschaft stützen, gibt es für dieses Phänomen nicht wirklich. Wenn Gebäude schlecht gebaut, lieblos und mit krank machenden Materialien zusammengebastelt wurden, liegt es nahe, dass ein gesundes Wohlfühlklima nicht dabei herauskommen kann. Basiert die Absicht seitens der Planung und der Umsetzung ausschließlich auf monetären oder bürokratischen Interessen, bei denen weder auf hochwertige Materialien noch auf harmonische Gestaltung Wert gelegt wird, hat das eben Folgen und die sind auch zu spüren. Wenn lebendige Individuen von toter Bausubstanz umgeben sind, leuchtet es ein, dass es Wechselwirkungen gibt, die dem Individuum auf die eine oder andere Weise schaden. Räume haben ihre eigene Energetik. Deren Qualität muss nicht zwingend mit einer kostspieligen Ausstattung zu tun haben. Es gibt Energielinien im Menschen und eben auch in Landschaften und in Gebäuden. Feng Shui bietet Möglichkeiten an, um energetische Linien oder Punkte zu deuten und zu optimieren.

(c) Mark Sakautzky

Feng Shui wurde auch in den Ursprüngen nie als „Einrichtungslehre“ praktiziert, wozu es heutzutage oft verkommt und missbraucht wird, auch von inkompetenten Beratern. Feng Shui war und ist immer eine Art Energie-Architektur. Traditionell wurde das Land, auf dem gebaut werden sollte, nach dem Feng Shui intensiv untersucht: Landschaftsform, Geschmack der Erde, Qualität des Wassers, Formen der Berge, Wind und Sonneneinflüsse, Klima, Schatten und Licht, Sichtachsen usw.

Zwei Architekten, die das sehr gut und intuitiv (ohne Feng Shui) konnten bzw. können, waren übrigens Geoffrey Bawa (1919 – 2003) und sein Student Anjalendran, den ich in Colombo kennen lernen durfte, und der fantastische Häuser baut, die genau diese Yin/Yang-Lebendigkeit und Energie-Architektur haben und ausdrücken.

FRIEDA: Worin liegt eigentlich der entscheidende Unterschied zwischen Feng-Shui und der Geomantie?

M. S.: Das ist eine schwierige Frage, weil Geomantie ähnlich komplex ist wie Feng Shui. Ganz simpel gesagt: Geomantie fühlt mehr, ist im Ortsgeist verankert, Feng Shui hat das gefühlte Wissen in gut funktionierende Berechnungssysteme überführt. Auch Feng Shui ist eine Form der Geomantie. Geomantie ist ja nichts anderes als aus und mit der Erde „weiszusagen“, also die Kraft und Weisheit der Erdenergie zu nutzen, um Orte der Kraft zu schaffen. Es gibt eben Orte, die „magisch“ sind und die einen speziellen „Spirit“ haben. Die Geomantie hat ihre Methoden, um das zu begründen und möglicherweise zu erschaffen (z.B. durch rituelle Steinsetzungen), Feng Shui nutzt andere Methoden. Ziel ist immer das gleiche: eine vorhandene Energie oder Energielinien, Zentren, Landschaftsqualitäten zu nutzen, um gesunde, heilende Räume hervorzubringen.

Der europäischen Geomantie ist eine Menge Grundlagenarbeit zu verdanken. Ich ermutige in meinen Studiengängen auch dazu, sich mit den Grundbegriffen der Geomantie zu beschäftigen. Geomantie geht stark in die Emotion und Anderswelt eines (Landschafts)Raumes hinein, bedient sich sehr häufig einer intensiven Wahrnehmungsschulung. Die beiden Wissensgebiete in Kombination sind mir ein ganz wichtiges Anliegen und ich setze beide häufig ein.

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Um nochmal auf die in der vorherigen Antwort erwähnen Energielinien in Landschaften zurückzukommen: Es gibt gerade Linien (Lay Lines), die sich über hunderte von Kilometern ziehen, und darauf sind an den verschiedensten Orten und Stellen – entsprechend der Linien – hoch energetische Gebäude und Plätze entstanden, wie Kirchen, Kapellen, Marktplätze, Rathäuser, heilige Haine, Opferplätze, Kultstätten, Paläste, Schlösser, Tempel, Kastelle etc.. Diese Tatsache ist kein Zufall, denn diese Linien haben und transportieren Lebenskraft! Schon die Römer wussten das und haben danach Straßen, Aquädukte und Heerlager angelegt, die teilweise noch heute – allerdings funktional anders – genutzt werden.

FRIEDA: Was bewirkt denn so eine Feng Shui-Umgestaltung in der Praxis?

M. S.: Ich sehe es so, dass die beste Feng Shui-Beratung die ist, die man nicht sieht, aber auf positive und harmonisierende Weise spürt. Im Vordergrund steht dabei kein bestimmtes Design, sondern das Anliegen, gesunde Räume zu gestalten, gesund mit Blick auf das emotionale und körperliche Wohlbefinden derer, die sich in diesen Räumen aufhalten.

Alle Feng Shui-Berechnungen kann man mathematisch und grafisch darstellen, sogar dreidimensional. Zudem ist Feng Shui höchst individuell. Es gibt ein paar grundlegende Richtlinien, aber selbst die können oder müssen sogar manchmal angepasst oder aus dem Verständnis des Systems heraus gebrochen worden. Wichtig bei der Planung ist beispielsweise zu definieren, wo bei einem Haus vorne und hinten ist. Es muss auch nicht immer alles rund sein, wie oft behauptet wird. Ein runder Tisch ist allerdings gut für Brainstorming und Gesprächsaustausch, fördert sozusagen die Kommunikation. Nicht von ungefähr gibt es den „runden Tisch“ als geflügeltes Wort. Ein eckiger Tisch ist aber deutlich besser, wenn klare Entscheidungen zu treffen sind.

(c) Mark Sakautzky

Aus der Quantenphysik wissen wir ja inzwischen, dass sich Quanten entsprechend der subjektiven Aufmerksamkeit des Beobachters verändern können. Auch konkrete räumliche und architektonische Veränderungen, etwa bei der Farbgebung, die eine bestimmte Frequenz hat, und damit eine bestimmte Energie transportiert, sind von Bedeutung. Entsprechendes gilt für Formen: Ein eckiger Tisch hat eine andere Energie und Frequenz als eine Kugel. Ein Material wie Seide hat eine andere Energie als Latex. Ein dreieckiger Raum wirkt anders als eine Höhle, ein Walmdach transportiert eine andere Energie als ein Flachdach usw.. All diese Faktoren fließen in eine Feng Shui Beratung mit ein.

FRIEDA: Man sagt ja auch, dass der jahrtausendelang vernachlässigte weibliche Gottesaspekt in der Zukunft wieder mehr Bedeutung bekommt, demnach also mehr Yin. In der Architektur der meisten Kirchen kommt ein sehr hierarchischer (patriarchaler) Geist zum Ausdruck, eine Yang-Dominanz sozusagen. Wie stehen Sie zu dem Thema?

M. S.: Kirchenarchitektur bis zum 14. Jahrhundert war immer geprägt von der Nutzung einer starken Ortsenergie. Das waren bestimmte heilige Quellen, wie z.B. in Paderborn, oder Wasseradern, die die Kirchen oder Klöster energetisch stark beeinflussten oder bestimmte globale Gitternetze, die z.B. auch schon die Römer nutzten, um Kastelle zu bauen, um ihnen eine bestimmte Energetik zu verleihen. Dazu kam der Bau, die Architektur selber, der oft bestimmte spirituelle, geistige Kräfte freisetzte, aber häufig auch eine Machtposition architektonisch manifestieren sollte.

Ich persönlich komme schon seit längerem mit der Institution Kirche, wie sie sich heute darstellt und versteht, nicht mehr zurecht. Ich wende mich dem Menschen zu. Was brauche ich, was brauchen wir alle, um glücklich zu sein? Um uns zu heilen? Um aus dieser eigenen Kraft und inneren Ruhe heraus dem anderen zu helfen?

Im Buddhismus liegt die Erlösung im Menschen selbst. Aus Sicht der abendländischen, christlichen Kirche liegt sie nur außerhalb des Menschen. Da wird mit Schuld und Sühne gearbeitet, Konzepte, die beinhalten, dass nur die Kirche oder nur ein Gott außerhalb von uns selbst helfen kann. Feng Shui ist eine Möglichkeit von vielen, um heilsame Prozesse zu begünstigen. Indem ich beispielsweise Räume energetisch verändere, gestalte ich ein neues Resonanzfeld, das die Menschen in diesen Räumen auf harmonische Weise beeinflusst. Sie fühlen sich besser und haben somit weniger Stress, sind besser bei sich selbst, wenn man so will. Farbe, Formen, Räume haben eine Schwingung. Bei der Musik ist es ja ähnlich. Sie kann uns fröhlich oder traurig stimmen. Mit dieser Tatsache lässt sich energetisch arbeiten. Feng Shui ist so gesehen eine Erfahrungswissenschaft. Das Beispiel mit der Musik veranschaulicht ganz gut, was ich meine. Man kann sich das so vorstellen: Vor einer Feng Shui Beratung spielen die Instrumente in der Raum-Symphonie falsch und es entsteht eine Disharmonie. Deswegen sage ich häufig, als Feng Shui Berater ist man wie ein Dirigent. Man kommt in ein Haus und das Raumorchester spielt komplett durcheinander, nichts ist aufeinander abgestimmt. Also sollen zunächst einmal alle die Klappe halten, dann wird neu arrangiert und dann entsteht eine Raumsymphonie, die sich „schön anfühlt“.

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Feng Shui war und ist vor allen Dingen eine Kombination von gemachter Erfahrung, Naturwissen, Landschaftsweisheit, Energiearchitektur, Philosophie (insbesondere dem Daoismus) und Astronomie. Das alles wird oft in einen zeitlichen Kontext gesetzt. Dabei geht es um sehr große zeitliche Abläufe (18 – 27 Jahre und wechselnd). Um das mal im kleineren Rahmen als Analogie zu verdeutlichen: In der Winterzeit hat ein Gebäude eine andere Energie und Ausstrahlung als in der Sommerzeit. Entsprechend kann man bestimmte Räume besser oder weniger intensiv nutzen, z.B. den Wintergarten, Balkon oder einen Partykeller.

Im Feng Shui geht es also im Kern nicht um Hierarchien, Macht und Kontrolle (obwohl Feng Shui dafür oft missbraucht wird), sondern um harmonisches Fließen, das eben Yin und Yang als polare Kräfte, die nun einmal universal wirken, berücksichtigt. Ich denke, jeder Mensch hat selbst ein mehr oder weniger verlässliches Gefühl dafür, in welchen Gebäuden und Räumen er sich wohl und im Fluss fühlt, kann daher auch erspüren, wie es ihm in Bauten geht, die von Institutionen wie z.B. der Kirche errichtet worden sind.

FRIEDA: Wie ich Ihrer Biografie entnahm, entsprach Ihr Weg ja nicht gerade dem konventionellen Schema „Abi, Lehre, Studium, Job…“. Ich erlebe immer wieder, dass gerade die Menschen, die schon früh konventionelle, ausgetretene Pfade verließen, die spannenderen Entwicklungen durchlebten im Vergleich zu den Menschen, die jahrzehntelang denselben „9-to-5-Job“ machten. Würden Sie sagen, dass unser Schul- und Universitätssystem Menschen eher zu Mitläufern erzieht?

M.S.: Ich weiß nicht ob, das Schulsystem nur Mitläufer erzieht. Ob jemand Mitläufer wird, hängt sicher von mehreren Faktoren ab. Ich weiß nur, dass viele Menschen sich heute nach Schule und Uni erst einmal im Leben zurechtfinden und komplett neu lernen müssen: wie man ein Bankkonto eröffnet, eine Wohnung anmietet oder kocht. Meine Mutter sagte immer: „Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben.“ Für mich stimmt das überhaupt nicht.

Ich bin früh nach Australien ausgewandert, habe auf eigenen Beinen gestanden und fast immer in der Praxis gelebt und gelernt. Das hat mich sehr geprägt und mir die Möglichkeit gegeben, auch viele ziemlich unterschiedliche Sachen zu machen und zu erfahren. Dieses praktische „Erfahrungen-Machen“ ist für mich generell sehr entscheidend.

Was Feng Shui angeht: Ich sehe und bekomme so viel Feedback, dass Feng Shui funktioniert. Ich habe für einen Betrieb mit 1200 Kühen das Feng Shui der Ställe optimiert. Danach gaben die Kühe mehr Milch. Darüber gibt es eindeutige betriebswirtschaftliche Statistiken. Ich habe darüber hinaus am eigenen Leib erlebt, welche überzeugende Wirkung die Homöopathie hat, auch bei Tieren. Und ich habe bei Steinsetzungen erlebt, wie sich die komplette Energie eines Gartens wandelte, nachweislich dokumentiert durch die Aussagen von Menschen, die selbst gar keine Ahnung von Feng Shui oder von Geomantie hatten. In einem anderen Interview sagte ich mal: „Wer immer noch meint, die Wissenschaft sei das Maß aller Dinge und Homöopathie und Akupunktur wären Unsinn, der soll eben weiterleben wie bisher. Es gibt andere Themen, über die man sich unterhalten kann. Fußball zum Beispiel.“

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Eigentlich müssten Themen wie Feng Shui und/oder Geomantie Teil jeder Architekturausbildung sein. Architekturstudenten sagen uns immer wieder, es gäbe z.B. keine ausführliche Farbenlehre im Studium. Unfassbar! Es gibt Homöopathie, Bioresonanz, Akupunktur und unglaubliche viele weitere alternative Methoden – warum sollte man Studenten nicht eigene Erfahrungen machen lassen und zumindest Zusatzkurse anbieten? Auch in den Schulen wäre eine Raumgestaltung nach den Richtlinien des Feng Shui sicherlich positiv für das Lernklima.

FRIEDA: Sie sind viel in der Welt herumgekommen und erleben nun ja, wie wir alle, wie das „System“ immer mehr ins Wanken gerät. Beispiel: „Jamaika-Koalition“ und „Masseneinwanderung“. Was sind angesichts Ihrer Lebenserfahrungen und Ihres Wissens Gedankenanregungen, und vielleicht auch Wünsche, die Sie uns ans Herz legen möchten?

M. S.: Nach bestimmten Feng Shui Berechnungen ist die Welt seit ca. 2008 im Aufbau einer neuen Energie, die sich offiziell am 21. Dezember 2017 manifestiert hat. Das sind aber lange Übergänge des Wandels. Die passieren nicht von heute auf morgen.

Diese Energie, die nun von 2017 bis 2044 präsent ist, wird geprägt sein von Hektik, Informationsflut, explosiven Auseinandersetzungen, künstlicher Intelligenz und extremen Unsicherheiten, vielen Veränderungen und Wahrheiten, die ans Licht kommen werden. Trump, Brexit, Jamaika, Neuwahlen, Minderheitsregierungen, Nordkorea, Irakunruhen, Aufkündigungen von Verträgen (z.B. Klimaabkommen, Iran etc.), Katalonien-Spanien, Skandale, Finanz- und Bankenkrise, Kryptowährungen sind nur einige Stichworte dazu.

Ich habe in diesem Kontext mal die Terrorattacken von Paris analysiert. Der Text ist durchaus fachspezifisch und setzt Feng Shui Kenntnisse voraus, interessiert aber evtl. doch den einen oder anderen: http://www.everyday-feng-shui.de/feng-shui-news/terror-in-paris-eine-feng-shui-analyse-der-ereignisse-von-mark-sakautzky/

In vielen Ländern Europas wird dieses extreme Veränderungs- und Krisenszenario noch angeheizt durch die Flüchtlingssituation, die viele Versäumnisse der vergangenen Jahre überdeutlich und jeden Tag neu in unser Leben einzeichnet. Da ich lange als Einwanderer im Einwanderungsland Australien gelebt habe, kann ich durchaus etwas dazu sagen. Australien war und ist eine Einwanderungsnation mit Chinatowns, griechischen Vierteln, ethnischen Nischen, Cafés und den üblichen Restaurants und Migranten aus aller Welt. Das prägt das Miteinander.

Ich bedaure sehr, dass Deutschland keine klaren Einwanderungsgesetze hat, die Multi-Kulti auch ansatzweise beherrschbar und politisch wie auch wirtschaftlich steuerbar machen. Die deutsche Flüchtlings-und Asylpolitik ist aus meiner Sicht stark von Schuldgefühlen geprägt, die noch mit dem Nazi-Regime zu tun haben. Dieses mittlerweile völlig verzerrte Schuld-Erbe kreiert aber keine sinnvollen Gesetze, sondern – wie wir sehen – Chaos. Ich bedaure das sehr, weil auf diese Weise die Selbstbestimmung einer Nation und die Toleranz auf der Strecke bleiben. Kanada, USA und Australien haben das besser gemacht, weil sie die Nazi-Vergangenheit nicht am Hals haben.

Was die Zukunft angeht, liegt es also an uns, ob wir die Natur als Kooperationspartner, Ideengeber und Inspirationsquelle nutzen und schätzen oder nicht. Momentan bin ich da eher besorgt. Es gibt Gründe zu der Annahme, dass die Weltbevölkerung sich durch Seuchen oder womöglich digitale Katastrophen drastisch verringert. Zu erwarten ist zudem ein weltweiter wirtschaftlicher Kollaps, zumindest eine Währungsreform mit einem „Menschenkollaps“ im Gefolge. Ich rechne ca. 2019/2020 bis 2025 damit. Überleben kann das nur, wer eine völlig andere, höher schwingende Bewusstseinsebene als Richtschnur seines Lebens und Handelns verinnerlicht. Dabei dürfte der Respekt vor der Natur eine zentrale Rolle spielen. Dennoch bin ich langfristig positiv gestimmt: Aus dem Chaos oder diesen massiven Umwälzungen wird eine völlig neue Menschheit und Denke hervorgehen. Eine Welt und Menschen, die sehr viel wertschätzender miteinander umgehen. Die Zeit dafür ist reif.

FRIEDA: Was die USA angeht, so dürfte deren historische Vergangenheit, man denke nur an den Umgang mit den Indigenen, Vietnam etc. nicht minder schattenreich sein als die deutsche Geschichte, doch den USA ist es gelungen, sich die stereotype Schuld-Schublade vom Halse zu halten und deren Mitwirkung an der deutschen Nazi-Vergangenheit zu verschweigen. Aber ich stimme Ihnen zu, dass das verzerrte „Schuld-Erbe“ eher zu Erstarrung führt als zu konstruktiven Reformen in einer harmonischen Wertegemeinschaft. Vielen Dank für das Interview!

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