Fehlbildungen durch Valproinsäure

Makabre Kundenbindung?

Foto http://pixabay.com/en/users/dertrick

Valproinsäure, ein Mittel, das gegen Epilepsie verordnet wird, steht im Verdacht, ungeborenen Kindern erheblich zu schaden.

Aus den Folgen von Contergan, Duogynon und vielen anderen Arzneimittelskandalen haben anscheinend weder die Behörden noch die Pharmaindustrie etwas dazugelernt.

Will man das überhaupt?

„Valproinsäure wird vor allem gegen Epilepsie oder bei bipolaren Störungen verordnet. Es kann Ungeborenen erheblich schaden. ‚Vor allem dann, wenn es Müttern in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft verschrieben wird, kommt es z.B. vermehrt zu Neuralrohrdefekten‘, sagt der Kinderarzt Schaefer. Die Substanz könne zudem Herz- und Extremitäten-Entwicklung sowie andere Organsysteme schädigen und die Intelligenz mindern“, das schreibt Christian Beneker auf MedScape.

Weiter heißt es dort: „Schätzungen sind auch anhand der Zahlen von Embryotox möglich. Das Berliner Zentrum Embryotox berät jährlich rund 10.000 Schwangere unter Medikation. ‚Und wir dokumentieren 4.000 bis 5.000 Schwangerschaftsverläufe, davon viele unter unzureichend untersuchter oder potenziell riskanter Medikation‘, so Schaefer, ‚darunter hin und wieder wegen der Einnahme von Valproinsäure.‘ Von den Müttern, die Valproinsäure einnehmen, bekomme durchschnittlich ’nur‘ jede 80. ein Kind mit einem Neuralrohrdefekt, sofern sie das Mittel im 1. Trimenon erhalten hat, so Schaefer. Diese Zahlen wurden z.B. mit Hilfe der Daten aus internationalen Fehlbildungsregistern ermittelt.“

Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin von „Die Linke“, richtete am 20.12.2016 in der Sache Valproinsäure übrigens zusammen mit einigen anderen Abgeordneten ihrer Partei eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung.

Die Antwort der Bundesregierung auf diese Anfrage finden Interessierte hier.

Weitersagen auf

Monetäres für FRIEDAs Kaffeekasse