Ein Gastbeitrag von Ulrike von Aufschnaiter

Autorin von "Deutschlands Kranke Kinder"

Im Mai 2019 veröffentlichte Ulrike von Aufschnaiter ihr Buch „Deutschlands Kranke Kinder“. FRIEDA-online berichtete am 15.05.2019 über diese Neuerscheinung: https://frieda-online.de/deutschlands-kranke-kinder/

Intensive Recherchen, viel Pressearbeit…

Trotz unzähliger Pressemitteilungen, die die Autorin selbst und ein freiwilliges Helferteam verschickten, schweigen sich die meisten Medien bisher über dieses wichtige Buch aus. Mehr als zwei Jahre setzte sich Ulrike von Aufschnaiter, Unternehmerin und Mutter aus Bremen, mit den mutmaßlichen Ursachen der bei ihrem Sohn seinerzeit diagnostizierten Zahnschmelzstörung MIH auseinander. Unter dieser Erkrankung leiden in Deutschland mittlerweile fast 30% der Kinder!

Ergebnis ihrer umfänglichen Spurensuche ist eine beispiellose Fleißarbeit mit umfänglichem Wissen über Ernährung und aufschlussreichen Insiderinformationen über genau die Akteure, die entscheidend verantwortlich dafür sind, warum viele Kinder heute schon in jungen Jahren an so genannten Zivilisationserkrankungen leiden. In einem Gastbeitrag berichtet Ulrike von Aufschnaiter über ihre Aktivitäten und Erlebnisse seit der Buchveröffentlichung.

4 Monate nach der Veröffentlichung – Was ist seitdem passiert?

Reaktionen der Öffentlichkeit

Vor der Veröffentlichung haben wir zu Hause viel über mögliche Risiken gesprochen: Wie werden die doch an vielen Stellen recht klaren Worte in meinem Buch aufgefasst? Müssen wir mit Klagen rechnen? Bringen wir mit den Inhalten unsere Kinder in Gefahr? Andere Autoren hatten mir im Vorfeld von Übergriffen und Anfeindungen, einige sogar von Morddrohungen, berichtet.

(c) Ulrike von Aufschnaiter

Aufgrund dieser Warnungen hatte ich mich von Anfang an sehr darum bemüht, sachlich zu bleiben. Rein vorsorglich hatte ich das gesamte Manuskript im Vorfeld von unterschiedlichen Experten prüfen lassen. Die Mühen haben sich offensichtlich ausgezahlt. Die Resonanz auf die geschilderten Zusammenhänge waren durchweg positiv. Etliche mir zuvor unbekannte Menschen haben mich angerufen oder mir lange Dankesbriefe geschrieben. Die Bewertungen des Buches in öffentlichen Portalen, wie z.B. auf Amazon, sind ebenfalls sehr ermutigend. Anfeindungen oder substanzielle Kritik gab es gar keine. Zumindest nicht bis jetzt.

Die Inhalte des Buches wurden ebenfalls auf etlichen Portalen, darunter die Akademie für Menschliche Medizin, der Gartenring.org, der Vitamindservice.de sowie beim online-Buchhandel Buch7 besprochen. Im Buchhandel wird das Buch bundesweit geführt und die Verkaufszahlen machen deutlich, dass die Inhalte für viele Menschen von großem Interesse sind.

Was sagt die Presse?

Die nationale Presse – sowohl Tageszeitungen als auch Magazine – sind in ihrer Berichterstattung über das Buch allerdings äußerst verhalten. Das ist nicht überraschend und wurde mir im Vorfeld schon prophezeit.

Ich erläutere ja nicht nur die schon seit Jahrzehnten bekannten und wissenschaftlich umfassend belegten Grundprinzipien von gesunder Nahrung und Lebensführung; ich schildere auch ausführlich, mit welchen Mechanismen die Regierung es regelrecht systematisch vereitelt, dass dieses Wissen in die Bevölkerung getragen und angewendet wird. Und ja, ich benenne namentlich und mit umfänglichen Belegen, wer wie und mit wem im Hintergrund die Strippen zieht.

Ich klage ein gesamtgesellschaftliches System an, in dem auch die Presse heutzutage eine tragende Rolle spielt. Dazu sollte man allerdings wissen: Die Einnahmen durch Leser sind in den letzten 15 Jahren massiv gesunken und durch die online-Konkurrenz brauchen die etablierten Verlage neue Geldströme.

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Heute finanzieren sich die öffentlichen Medien zu weiten Teilen durch Werbeeinnahmen oder Produktplatzierungen mit Hilfe von entsprechenden journalistischen Beiträgen. Besonders großzügige und verlässliche Auftraggeber sind der medizinischen Sektor (Pharmakonzerne, Hersteller von medizinischen Hilfsmitteln, Krankenhäuser) sowie die Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie. Ohne die Werbeeinnahmen dieser Konzerne könnten viele Verlage heute gar nicht mehr überleben.

Genau diese zahlungskräftigen Konzerne bzw. deren minderwertige Produktpalette und Einflussnahme auf die Medien, Politik, Ärzte- und Wissenschaft, benenne ich mit konkreten Fakten. Es sind deren Produkte, die zu unserem gesundheitlichen Niedergang geführt haben. Besonders leidtragend sind unsere Kinder. Heutzutage wird unser Nachwuchs schon in utero mangel- und fehlversorgt. Dass die etablierte Presse nicht viel Raum gibt für Menschen, die ihre eigenen Kapitalgeber in Frage stellen, überrascht also nicht wirklich. Wer beißt schon die Hand, die einen füttert?

Ich muss allerdings gestehen, dass mir selbst diese Dynamiken bis vor drei Jahren auch gar nicht so klar waren und ich, bzw. wir als Familie, den öffentlichen Medien durchaus unser volles Vertrauen geschenkt hatten. Und auch heute sind die Tagesthemen und das Heute-Journal unsere täglichen Begleiter. Das allerdings mit einem kontinuierlich wachsenden Zynismus und der steten Frage: Was wird überhaupt und was wird gerade wieder NICHT berichtet oder nur aus einem sehr einseitigen Blickwinkel dargestellt?

Ebenfalls hinterfrage ich zunehmend die Glaubwürdigkeit der Journalisten selbst. Claus Kleber, jemand, von dem ich einst mal eine hohe Meinung hatte, ist z.B. Mitglied der Atlantikbrücke. Was genau diese Vereinigung ist, wusste ich früher nicht. Wie die Beziehungen von Kleber zu anderen Funktionären dieser Organisation – und wohl noch etlichen weiteren Medienvertretern – unsere täglichen Nachrichten beeinflussen mögen, hinterfragen wir nun regelmäßig bei unserer täglichen Dosis „Weltgeschehen“.

Mittlerweile nutze ich eher kleine Plattformen und suche gezielt nach Veröffentlichungen bestimmter Journalisten, um mich über interessante Zusammenhänge zu informieren.

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Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Auch unter den ansonsten eher system-kompatiblen Tageszeitungen wurden die Inhalte meines Buches aufgegriffen. Der Bremer Weser-Kurier bzw. die heutige Chefredakteurin dieser norddeutschen und inhabergeführten Tageszeitung, mit einer Auflage von 130.000, hat ein längeres Interview über mein Buch mit mir geführt. Auch wurde ich dazu eingeladen, einen Gastkommentar über die Notwendigkeit von gesunder Nahrung in Kitas und Schulen zu schreiben. Die namentliche Benennung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) als Institutionen wurde sogar in beiden Beiträgen beibehalten. Immerhin sind das genau die Institutionen, die mit der Industrie eng zusammenarbeiten. DGE und BMEL geben keine bzw. nur bedingt verlässliche Ernährungspläne und Informationen heraus, die sich an fundierten wissenschaftlich belegten Grundlagen für gesunde Ernährung orientieren.

Es ist wichtig, Ross und Reiter zu nennen, wenn wir etwas verändern wollen. Wenn wir die Verantwortlichen nicht benennen, ändert sich nichts. Und letzten Endes sind früher oder später alle Kinder betroffen.

Ebenfalls habe ich ein Interview mit einem Radiosender geführt, der bundesweit zu empfangen ist. Eine Ausstrahlung ist für Ende des Jahres geplant. Ein längeres Interview erscheint auch als Beitrag für den Online-Kongress Kindergesundheit. Das ist ein unabhängiger Kongress mit mehr als 60 ganzheitlich orientierten Gesundheits- und Entwicklungsexperten. Deren Expertise wird von der sonstigen Presse leider kaum bis gar nicht aufgegriffen. Der Online-Kongress Kindergesundheit startet übrigens am 20.09.2019. Weitere Interviews und Vorträge sind geplant.

Gespräche mit Wirtschaft, Wissenschaft und Politik

Darüber hinaus habe ich in den letzten Monaten etliche Gespräche mit Führungspersonen in der Wirtschaft, Professoren, Journalisten, Chefärzten und Leitern von medizinischen Einrichtungen geführt. Mein beruflicher Hintergrund, und offensichtlich auch die Publikation dieses Buches, haben zum Glück dazu geführt, dass Entscheider in den unterschiedlichen Bereichen mich als kompetente Gesprächspartnerin „auf Augenhöhe“ wahrnehmen und bereit sind, einen Dialog zu führen. Und um genau den geht es mir: Einen Dialog, um die Benennung und das Verstehen der systemischen Probleme und das gemeinsame Suchen nach Lösungen, damit wir als Gesellschaft aus den selbstgeschaffenen Fängen wieder herauskommen.

In all den geführten Gesprächen wurde deutlich, dass die zusammengetragenen Inhalte durchaus – wenn auch nicht in allen Facetten und systemischen Abhängigkeiten – den Gesprächspartnern bekannt sind. Mir wurden aus erster Hand weitere und zum Teil wirklich erschütternde Details geschildert. Dazu gehört z.B., dass es laut Angaben eines Kinderarztes in leitender Funktion in etlichen Krankenhäusern inzwischen üblich ist, schwangere Mütter bewusst schlecht zu versorgen. Das deklarierte Ziel – hinter vorgehaltener Hand – sei, dass sie ihre Föten vor der 24 Schwangerschaftswoche austragen. Der dann abzurechnende Krankenkassensatz ist deutlich höher als eine Leistungsvergütung für termingerechte Schwangerschaften.

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Eines der Institute hatte öffentlich vorgeschlagen, ein an Kinder gerichtetes Werbeverbot für industriell gefertigte Nahrungsmittel einzuführen. Diesen öffentlichen Äußerungen wurde mit massiver Anfeindung begegnet. Ein anderes wissenschaftliches Institut hat öffentlich das wachstumsorientierte und zentral gesteuerte Wirtschaftssystem in Frage gestellt und klar nachvollziehbare alternative Gesellschaftssysteme aufgezeigt. Diese wurden mit Morddrohungen quittiert.

Meine Entrüstung, dass die Deutsche Gesellschaft für Gesundheit (DGE) doch gar kein unabhängiger Verein sei und sich vereinfachte und oberflächliche Angaben nicht nach dem wissenschaftlichen Stand richte, wurde wiederholt belächelt. Mir wurde erklärt, dass dieser Tatbestand in Fachkreisen durchaus bekannt sei. Dass die wissenschaftlichen Experten der DGE aber in entscheidenden Gremien der Bundesregierung sitzen und praktisch alle staatlich gestützten Ernährungsempfehlungen auf den Aussagen der DGE aufbauen, schien nicht klar zu sein. Selbst Krankenkassen empfehlen die Ernährungspyramide der DGE und Aussagen wie „Nimm 5“ als Grundlage, um den Erhalt einer „guten Gesundheit“ zu sichern.

Von allen Beteiligten gab es weitere Beispiele, wie die Nahrungsmittel- oder Pharmaindustrie im Hintergrund den Ton angibt und die Strippen zieht.

Mein Eindruck ist, dass alle Personen diese Einflussnahme als äußerst negativ bis bedrohlich betrachten, aber im Einzelnen keine wirkliche Vision haben, wie sie sich dem System und der Einflussnahme wieder entziehen können. Und genau hier scheint die Krux der heutigen Situation zu liegen: Die allermeisten Menschen sind in ihren Berufsfeldern abhängig. Vom jeweiligen Arbeitgeber und einem monatlichen Einkommen. Ohne das bricht unser tägliches Leben zusammen. Und so erklärt sich, warum sich das große Bild so langsam ändert bzw. an vielen Stellen noch deutlich verschlechtert.

Unsere wissenschaftlichen Grundlagen

Deutlich wurde auch in den Gesprächen, dass weite Teile der wissenschaftlich publizierten Studien oft nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt werden. Laut eigenen Aussagen dürfen die Wissenschaftler gar keine klare Position beziehen, schon gar nicht, wenn sie die sie finanzierenden Ministerien oder Firmen in Frage stellen. Auch müssen sie in ihren Formulierungen streng darauf achten, dass keine noch so absurde Gegendarstellung ihrer eigenen Resultate (meist wieder von der Industrie finanziert) missachtet wird. Studien, die doch verhältnismäßig klare Positionen beziehen, aber wirtschaftlich oder politisch nicht gewollt sind, erreichen die breite Öffentlichkeit schlichtweg nicht.

Grundsätzlich war mir diese Problematik aufgrund meiner Recherche der letzten drei Jahre bekannt. Die Limitierungen, wissenschaftlich belegte Fakten klar äußern zu dürfen, aber nochmals in persönlichen Gesprächen bestätigt zu bekommen, war jedoch sehr aufschlussreich. Dass unter solchen Bedingungen eigentlich gar nichts anderes als schwammige und unspezifische Analysen die breite Bevölkerung erreichen können, wird denkenden Menschen schnell klar.

Im Kampf um die kurzfristige Selbsterhaltung schafft sich die Wissenschaft mit diesem Verhalten jedoch langsam aber sicher selbst ab, ebenso wie die vielen Journalisten und Verlage. Wer will schon etwas lesen, dem er am Ende doch nicht traut? Wobei ich eingestehen muss, dass mir vor meinen Recherchen diese Problematik bzw. deren Ausmaß so auch nicht bewusst war. Ich komme aus einer Akademiker-Familie und hatte bis vor drei Jahren einen unerschütterlichen – und wohl auch oft unkritischen und, wie ich nun feststellen musste, auch naiven – Glauben an wissenschaftliche Studien. Heute stelle ich jede Studie in Frage und erst wenn ich den Autor, die Vorgehensweise, die Finanzierung und mögliche Interessenkonflikte klar greifen, und mit logischem Denken die dargelegten Inhalte nachvollziehen kann, bin ich bereit, einer Studie überhaupt Beachtung zu schenken.

Wer sieht das große Ganze?

Anhand der geführten Gespräche ist mein Eindruck, dass es primär drei Gruppen gibt, die sehen, dass wir nicht weit entfernt sind von einem größeren und systemischen Zusammenbruch. Das, was diese Gruppen sehen, ist aber ganz unterschiedlich.

Ganzheitliche Mediziner

Ärzte und Heilpraktiker, die den Menschen als Organismus begreifen, der mit seiner Umwelt im permanenten Austausch steht. Sie sehen, dass die für den Menschen notwendigen Rahmenbedingungen in der Umwelt – die richtige Nahrung, die Möglichkeiten, sich angemessen und in der Sonne zu bewegen, das richtige Maß an Stress – für weite Teile der Bevölkerung nicht mehr gegeben sind. Diese Menschen können erkennen und prophezeien, dass diese Situation und der sich zusätzlich stetig verschlechternde Gesamtzustand der Bevölkerung für unsere jeweiligen Gesundheitssysteme eine große Gefahr bedeutet.

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Diesen Menschen ist klar, dass wir in absehbarer Zeit die rapide wachsende Zahl an kranken Menschen nicht mehr mit staatlichen Systemen versorgen können. Schon gar nicht, wenn das Personal zunehmend ebenfalls unter gesundheitlichen Störungen leidet. Die gleichzeitig rapide steigenden Kosten für die Behandlung und medizinische Vorsorge sind eine zunehmende Belastung für die allgemeine Bevölkerung. Beide Aspekte führen in dem jetzigen System mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einem Kollaps im Gesundheits- und Pflegesystem.

Der blinde Fleck: Viele dieser meist ganzheitlich orientierten Mediziner/Therapeuten haben allerdings kein sehr klares Bild der allumfänglichen Macht der Konzerne. Sie kennen und verstehen die Geldflüsse nicht vollständig, mit denen seitens der Wirtschaft auf politische Entscheider und die Führungsebene im medizinischen Sektor eingewirkt wird. Genau diese Mächte und Geldströme verhindern, dass der Bevölkerung das notwendige Wissen vermittelt wird und der Zugang zu den richtigen Nahrungsmitteln erhalten bleibt.

Umweltaktivisten

Menschen, die sich für unsere Umwelt einsetzen und ausgebildete Naturwissenschaftler, also Menschen, die im Sinne des Wortes natürliche Zusammenhänge erforschen und verstehen können, sehen, dass unsere Ökosysteme weltweit zusammenbrechen. Sie sehen, dass die konventionelle Nutzung von Land- und Wasserflächen für Nahrung, Forstwirtschaft und Fischerei sowie industrielle Produktionsprozesse mit schädlichen Abwässern und Gasen das natürliche Gefüge von Böden, Wasser und Luft zerstören. Sie sehen und belegen, dass mit diesen Praktiken die Artenvielfalt verschwindet und unsere Wasserkreisläufe nicht mehr funktionieren. Sie wissen, dass wir mit dem Zusammenbruch der Artenvielfalt und intakter Ökosysteme die Grundlage für unsere Existenz verlieren.

Der blinde Fleck: Den Brückenschlag zum Menschen schaffen viele dieser Umweltaktivisten aber nicht. Sie wissen zwar, dass Pestizide irgendwie nicht gesund sind (mindestens für Insekten…), aber wie diese auf den menschlichen Organismus einwirken, ist ihnen oft nicht bekannt.

Dass für den Menschen relevante Mengen an essenziellen Nährstoffen auch nicht in biologisch produzierten Produkten enthalten sind, ist ihnen oft nicht klar. Denn auch die biologische Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten auf den Anbau von ertragsreichen Sorten fokussiert. Nährstoffreiche Lebensmittel wie Kräuter, Wildobst, alte Obst- und Gemüsesorten werden selten kommerziell vertrieben. Also auch wenn Menschen sich mit käuflichen und biologisch produzierten Lebensmitteln versorgen, sind sie in Bezug auf eine Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen oft mangelernährt und leiden an entsprechenden Symptombildern.

Der Hebel des Geldes im globalen Wirtschaftssystem, finanzielle Abhängigkeiten von Politikern und die Bedeutung der Stabilisierung einer Gesellschaft durch unseren geschaffenen Arbeitsmarkt, sind Umweltaktivisten ebenfalls oft nicht ganz klar.

Finanzexperten

Das sind Menschen, die Kapitalströme beobachten und die Hebelwirkung des Geldes verstehen. Diese Experten wissen sehr genau, dass die momentane und globale Verschuldung privater Haushalte, von Konzernen und Staaten, ein noch nie dagewesenes Ausmaß angenommen hat. Sie wissen, dass weltweit und an allen möglichen Stellen irgendwo ein Stöpsel rausfliegen kann. Zum Beispiel dass ein größerer Konzern nach rechtlich fragwürdigen Praktiken in Schwierigkeiten gerät und in der Folge Kunden verliert, Mitarbeiter entlassen muss und Auslöser oder Beschleuniger einer Rezession wird. Solche Konzerne sind z.B. Boeing, VW oder die Bayer AG. Sie alle sind „systemrelevant“.

Diese Finanzexperten wissen auch, dass dann, wenn eine Rezession eintreten sollte, sich diese in unserem heutigen und globalen Wirtschaftsgeflecht mit hoher Wahrscheinlichkeit rasant über den ganzen Globus ausbreiten wird. Flächendeckende Zahlungsausfälle führen zum Zusammenbruch lokaler Infrastruktur: Verkehr, Strom, Wasser und Nahrung. Diese Finanzexperten wissen, dass Menschen sich in einer bedrohlichen Krisensituation unkontrolliert, oft gewalttätig, verhalten können. Das Ziel dieser Experten ist es daher, jeden losen Stöpsel zu befestigen und einen Kollaps im Finanzsystem zu verhindern.

Der blinde Fleck: Was die Experten von Wirtschaft und der Finanzindustrie oft nicht verstehen, ist, dass die Aktivitäten, die unsere globale Wirtschaft und Zahlungsströme am Funktionieren halten, das Leben im eigentlichen Sinne – eine gesunde Ökologie und ein gesunder Menschenkörper – zerstören. Wir produzieren weltweit Produkte, die uns direkt oder indirekt schaden: minderwertige Nahrung, synthetische Pharmaprodukte, synthetische Pflegeprodukte, Abgase und Abwässer mit Giftstoffen, die unser Körper oder die Natur nicht verwerten kann.

Ein Mangel an Wissen führt zu einem Mangel an Wertschätzung und der Möglichkeit, die eigene und familiäre Gesundheit bestmöglich zu fördern. Und genau bei dieser grundsätzlichen Unwissenheit unserer politischen und wirtschaftlichen Lenker müssen wir ansetzen!

Was muss passieren?

Alle drei Blickwinkel auf unsere Welt und unser gesellschaftliches Miteinander sind richtig und die jeweiligen Sorgen und Ängste berechtigt. Es braucht also einen Dialog und neue Ansätze, um sich gemeinsam aus bestehenden Abhängigkeiten zu bewegen. Im ersten Schritt braucht es gegenseitige Aufklärung, also mehr interdisziplinären Dialog:

  1. Alle Beteiligten brauchen ein Grundverständnis für wirklich gesundheitsförderliche Nahrung: Die Relevanz von unterschiedlichen Nährstoffen für den menschlichen Organismus, deren Vorkommen in der Natur und deren bestmögliche Erhaltungsmöglichkeiten während der Verarbeitungskette. Ebenso benötigen alle Beteiligten ein Grundverständnis über die Wirkung von synthetischen Stoffen im menschlichen Organismus. Es braucht also unabhängige Ernährungswissenschaftler/Experten, die Unwissenden in der Wirtschaft, Politik, Ärzteschaft, aber auch Umweltaktivisten aufklären. Es braucht Journalisten, die die jetzigen und system- und interessengestützten Experten kritisch hinterfragen und die Bevölkerung über Zusammenhänge – und unabhängig von eigenen Interessensvorteilen – aufklären.
  2. Darüber hinaus braucht es mehr gemeinsamen Dialog darüber, wie man Arbeitsplätze aus Bereichen, die den Menschen oder die Umwelt schädigen, in sinnvolle, ressourcenschonende und umweltschützende Tätigkeiten verlagert.
  3. Es wird Überlegungen und Umsetzungen brauchen, um Schuldenfallen zu verhindern. Entschuldungen der Kommunen, Senkungen von privaten Haushaltsbelastungen werden von Nöten sein. Ansonsten drohen lokale wirtschaftliche Zusammenbrüche. In der Praxis wird man die privaten Vermögen der ca. oberen 1-10 %, insbesondere landwirtschaftlich genutzte Flächen, radikal umverteilen müssen. Ohne diese Maßnahmen werden eine Stabilisierung der Gesellschaft und Wiederherstellung der Gesundheit von Mensch und Natur nicht möglich werden.

Generell sollten wir auch über eine neue Definition von Wohlstand nachdenken. Wenn Menschen nicht die Rahmenbedingungen haben, die sie benötigen, um sich „wohl“ zu fühlen – gesunde Nahrung, saubere Luft, Wasser und Böden, Arbeitsverhältnisse, die sie nicht mental oder physisch überstrapazieren – dann haben wir auch keinen „Wohlstand“.

Wie geht es für mich persönlich weiter?

Mit weiteren Dialogen, Vorträgen und der Mobilisierung von Menschen, die etwas bewegen wollen. Der Spagat zwischen gesellschaftlichem Engagement, familiärer Verantwortung und der Sicherstellung der eigenen Gesundheit, ist allerdings nicht leicht. Ein Hexenschuss war die Quittung in den vergangenen Wochen. Die Frage, wie wir unsere eigene Zukunft und auch für uns ein notwendiges Einkommen unter einem Paradigmenwechsel bewerkstelligen, haben wir noch nicht geklärt.

Ulrike von Aufschnaiter

https://deutschlandskrankekinder.de/

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