Der Vampirmann

Energieraub an der Weiblichkeit

Schon 1989 veröffentlichte Volker Elis Pilgrim sein Buch Der Vampirmann, das den Untertitel trägt: „Über Schlaf, Depressionen und die Weiblichkeit“, also lange bevor Bücher über „Energievampire“ auf den Markt kamen. „O‘ zapft is“, könnte man dazu auch sagen, wäre das Thema nicht so ernst. Energievampire saugen bevorzugt Lebensenergie ab.

Das klingt nun esoterisch, ist es aber nicht und wenn, dann nur insofern, dass diese Energieanzapferei im Verborgenen geschieht, besonders dann, wenn Frauen schlafen. Esoterik meint nämlich nichts anderes als Geheimlehre, unter der bestimmte mystische und philosophische Riten und Bräuche zusammengefasst werden.

Der Vampirmann beansprucht alles als sein Eigentum

Aber auch Geld, das ja irgendwie auch „Energie“ ist, gehört für Energievampire ganz selbstverständlich mit dazu. Sie betrachten sowieso alles als ihr eigenes Verdienst…

Frauen mit ausgeprägtem Helfer-Syndrom und Neigung zu Co-Abhängigkeitsbeziehungen gehören zu den bevorzugen Wirten dieser Energievampire. In solchen Konstellationen ist das Gefälle zwischen „Geben und Nehmen“ in der Regel sehr unausgewogen. Merke: „Lass dich nie auf einen Mann ein, der größere Probleme hat als du selbst!“

Männer mit Alkohol- oder anderen Suchtproblemen, sowie mit Vorlieben für Porno-, Alien- und Horrorfilme, docken besonders gerne an hilfsbereite Frauen an. Die Fallen für Frauen sind die rosarote Brille und der Wunsch („Sehnsuchtsfalle“) nach einer harmonischen Partnerschaft. Das kann den Verstand und die kritische Urteilskraft dann schon mal außer Kraft setzen.

Meistens haben diese Männer ein gestörtes Verhältnis zu ihren Eltern, vor allem zu ihrer eigenen Mutter. Empathische Frauen sind für ihr parasitäres Verhalten nicht nur so etwas wie ein Wirt im konkreten Sinne, sondern auch im energetischen. Solche Männer sind ein Fass ohne Boden, wobei das Thema Psychopathie unweigerlich in einem Atemzug zu nennen ist.

Der Vampirmann präsentiert sich gern als charismatischer Überflieger

Die Muster dieser „Beziehungen“ sind immer ähnlich: Diese „archontischen“ Männer präsentieren sich anfangs als charismatischer Überflieger, neigen jedoch zu Größenwahn, Kontrollsucht und sie lügen. Wie eine Spinne weben sie ihr Netz um das anvisierte „Objekt“. Wer das nicht früh genug merkt, kann sehr unangenehme Überraschungen erleben, beispielsweise mysteriöse Geldverluste und Computermanipulationen.

Buch bestellen

Instinktiv finden Vampirmänner Frauen, die eine starke fürsorgliche Seite haben, diese allerdings meist für andere statt für sich selbst ausleben. Das ist das Dilemma dieser Frauen und gleichzeitig ihr Lernprozess.

Im Grunde handelt es sich bei diesen Kandidaten um Männer, die nicht erwachsen geworden sind. Die Fachwelt spricht auch vom Peter Pan-Syndrom. Aber nicht nur Männer sind Energiesauger; auch Frauen, die sich als „Mann-Imitate“ verdingen, weil sie die Emanzipation irgendwie in den falschen Hals gekriegt haben.

Die „Freundin“, die immer nur so lange „Freundin“ ist, wie sie von den Vorteilen anderer profitieren kann, die Kollegin, die immer beste Kontakte zur Chefetage pflegt, hinter deren freundlicher Maske sich aber Neid und Illoyalität verbergen und die Nervensägen, die einem ständig Zeit rauben mit ihren Familienthemen. Energievampire haben viele Facetten und Menschen mit Helfer-Syndrom ist anzuraten, einen großen Bogen um diese Spezies zu machen – und zu erkennen, dass es nicht darum geht, die Probleme anderer zu lösen, sondern für sich selbst zu sorgen.

Pilgrim studierte übrigens Psychologie, Philosophie und Rechtswissenschaften. Einige Titel weiterer Bücher aus seiner Feder lauten so auch nicht zufällig „Muttersöhne“, „Die Elternaustreibung“, „Zehn Gründe, kein Fleisch mehr zu essen“ und „Dressur des Bösen“. Leider sind die meisten dieser Bücher nur noch antiquarisch erhältlich. Pilgrim ist der Ansicht, dass die fehlende Weiblichkeit den Mann zum Zombie macht, zum Lebenskrafträuber und sogar zum Mörder.

Pilgrim ruft zu einer Revolution der Frauen auf, Revolution im eigentlichen Sinne, nämlich eines grundlegenden und nachhaltigen strukturellen Wandels aller gesellschaftlich relevanten Systeme, was nur über eine integrale Revolution geschehen kann. Dazu gibt es auf der Seite des Integralen Forums Lilienthal einen Text, der hier zu finden ist.

Ggf. zum Weiterlesen: Der Hannibal aus der Nachbarschaft, Soziopathie als gesellschaftliche Herausforderung, Die Masken der Niedertracht

FRIEDAs Kaffeekasse:

Danke.

Monetäres für FRIEDAs Kaffeekasse