„Der Optimismus des Willens“

Ein Dokumentarfilm von Nicolas Wadimoff

Foto: http://www.wfilm.de/jean-ziegler-der-optimismus-des-willens/downloads/ DVD (vor-)bestellen

Im März 2017 ging der Dokumentarfilm „Der Optimismus des Willens“ von Nicolas Wadimoff an den Kinostart. Der Film porträtiert den Schweizer Soziologen, Politiker und Schriftsteller Jean Ziegler, der als einer der prominentesten Globalisierungskritiker und Menschenrechtler gilt.

Eine Begegnung mit Che Guevara Anfang der 1960er Jahre prägte den 1934 geborenen Jean Ziegler nachhaltig. Als Autor, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO prangerte Ziegler jahrezehntelang die Manager des Finanzkapitals an und appellierte an deren Mitverantwortung am wirtschaftlichen Ungleichgewicht in der Welt. Bis heute engagiert sich der mittlerweile 82-Jährige unermüdlich – im Geiste von Che Guevara. 2015 war Ziegler Hauptredner bei der Münchner Großdemonstration gegen den G7-Gipfel auf Schloss Elmau.

Kann denn Optimismus auch zu Konsens führen?

Ein Titel eines seiner zahlreichen Bücher lautet: „Ändere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ – ein Titel, der für sich spricht und zeigt, wie deutlich Ziegler als Urgestein der Linken anspricht, was viele der alternativen Medien seit Jahren ebenfalls fordern. Umso wichtiger dürfte es sein, endlich das indoktrinierte ideologische Links-Rechts-Schubladendenken im Sinne eines gemeinsamen Anliegens hinter sich zu lassen und einen Konsens zu finden.

„Die Demokratie, die wir leben, ist heute eine weitgehend simulative (…). Wir leben unter einem mörderischen Regime, das wir radikal ändern müssen (…). Jeder muss kämpfen, wo er geboren ist“, sagt der Bestsellerautor und Rebell in dem Film.

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In einem Interview mit dem österreichischen Magazin trend sagte Ziegler: „Wir leben unter der Weltdiktatur der Oligarchien des globalisierten Finanzkapitals (…). Die neoliberale Wahnidee behauptet, dass die Finanzmärkte autonom entscheiden. Diese sanktionieren die Staaten, wenn ihnen ein Gesetz nicht passt. Abwanderungen von Industrien, Flucht des Kapitals sind die Sanktionsmittel. Viele Menschen glauben, dass sie dagegen keine Macht haben. Diese Entfremdung schreitet unglaublich schnell voran.“

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Über die Spitzengehälter von Konzern- und Bankenchefs gibt es im Internet übrigens genügend Quellen. Und wer sich dafür interessiert, was beispielsweise so ein Bundesliga-Fußballspieler im Jahr nach Hause bringt, findet in dieser Tabelle aufschlussreiche Informationen – bis zu 3. Mio. im Jahr (am Beispiel Werder-Bremen laut Tabelle)… na ja, Wiesenhof-Sponsoring zahlt sich eben aus – bloß nicht für Tausende von geschredderten Küken pro Jahr…

Die Bereitschaft, den Film ins Programm aufzunehmen, hielt sich bei vielen Kinos bislang in Grenzen. Schade eigentlich. Aber die gute Nachricht ist, dass es den Film ab September 2017 auf DVD gibt. 🙂

Ggf. zum Weiterlesen:

Rechte und linke Ideologien, FRIEDAs Parteienumfrage, Auf Kosten der Menschheit, Bürger vermögen viel, Linie 41: Kollektive Anosognosie?, Volksvertretung, Gesellschaft im Aufbruch, Gendermainstream, Lämmer und „Demokratie“, Souveränität: Von Karpfen und Delfinen, Massentierhaltung als Bumerang?, Haben wir das Fragen verlernt?, Ethik in der Politik? u.v.a.m.

Und hier geht‘s zum Trailer:

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