David Icke – ein Gatekeeper?

Über Unterlassungen und Betriebsblindheit der „Aufklärer-Elite“ - und das, was helfen könnte...

 

Frauenpower photo
Foto: http://pixabay.com/en/users/geralt

In der so genannten Aufklärerszene gehört er wohl zu den bekanntesten Figuren, zur „Elite der Weltverbesserer“ sozusagen. Die Rede ist von David Icke. Einige seiner Bücher habe ich selbst im Regal – und sie auch irgendwann mal mit Interesse gelesen. David Icke erklärt uns die Welt, so, wie er sie sieht. Vieles davon erscheint schlüssig, wenn man sich das zurückliegende und gegenwärtige Weltgeschehen ansieht. Was von den Informationen aus den Icke-Büchern letztendlich wahr ist und was nicht, darf jeder Mensch selbst entscheiden. Wie sonst auch.

Mit vielen seiner Erkenntnisse trifft der Publizist und ehemalige Fußballspieler also sicher ins Schwarze. Wenn er sagt. „Kontrolliere den Ozean und du kontrollierst den Fisch“, meint er einen bestimmten Teil der Medien, und dass er damit nicht so falsch liegt, beweisen inzwischen auch Vorträge des Historikers Dr. Daniele Ganser und des Medienwissenschaftlers Dr. Uwe Krüger, um nur einige zu nennen.

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Interessant finde ich beispielsweise seine Aussagen über Mesopotamien („Die Wahrnehmungsfalle“, Teil 1, S. 158). Hätte ich nicht „zufällig“ vor Jahren den Auftrag bekommen, die Pressearbeit für den Film „Und macht euch die Erde untertan“ machen zu können, sähe ich gewisse Zusammenhänge womöglich selbst nicht. Insofern, das sei David Icke an Wertschätzung geschuldet, empfand ich seine Aufdeckungen schon als hilfreich. Icke schreibt, Mesopotamien stünde auch heute noch im Zentrum des globalen Kontrollsystems und er erklärt auch, warum das so ist. In dem Film „Und macht euch die Erde untertan“ geht es übrigens um einen Staudammbau in Mesopotamien im Rahmen des türkischen GAP-Projektes. Ich schrieb damals (2008) für die Kent-Depesche einen längeren Artikel darüber: http://m-h-s.org/ilisu/upload/PDF/Presse/depesche_3108.pdf

Trotz internationaler Proteste wurden die Arbeiten für den Staudamm in die Wege geleitet und die Menschen, die ihre Heimat verteidigten, als Terroristen gebrandmarkt. Das Kapital saß eben am längeren Hebel. Aber das Kapital sind eben nicht nur Großkonzerne, die Seilschaften zur Politik pflegen, sondern alle, die diese Konzerne mehr oder weniger unterstützen. Und dieses „Spinnennetz“ ist inzwischen so dicht gewebt, dass sich kaum einer von uns der Mittäterschaft völlig entziehen kann – weder ich noch die, die diesen Text jetzt lesen! Wenn wir also daran beteiligt sind, dass ökologisch und archäologisch wertvolle Regionen – offiziell im Namen des so genannten Klimaschutzes – dem Profit geopfert werden, unzählige Menschen, in diesem Fall Kurden, ihre Heimat verlassen mussten, brauchen wir uns über den Rückkopplungseffekt nicht zu wundern. Zu dem Thema empfehle ich auch den Film „Blaues Gold im Garten Eden“ des von mir überaus geschätzten Hamburger Produktionsteams Kernfilm. Zum Trailer:

Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ und „Klimaneutralität“ sind ja seit Jahren die neuen Meme, die irgendwann durch Propagandainstrumente der Konzern-PR-Agenturen, korrumpierbare Politiker und deren Helfershelfer – einer Welle gleich – das globale Bewusstsein infiltrierten. Solche Begriffe werden dann schnell zu Floskeln, die sich zwar marketingtechnisch gut verwenden lassen, weil der durchschnittliche Medienkonsument damit irgendetwas assoziiert, das mit Umweltschutz zu tun haben könnte, aber kaum untersucht man die Kausalketten der „Biodiversität“ etwas näher, entpuppt sich das, was hinter diesen Begrifflichkeiten steckt, in der Regel als mehr oder weniger großer Etikettenschwindel. Um das zu erkennen, braucht es keinen David Icke.

Plötzlich identifizieren sich auch jene mit Worthülsen wie „Nachhaltigkeit“ und „Klimaneutralität“, die sonst weder Wert auf Mülltrennung legen noch auf Billigflugunternehmen verzichten. Auf der einen Seite steigt die Anzahl jener, die erklären, wieso 0,038% CO2 in der Luft keinen Klimawandel verursachen kann, was auf der anderen Seite wiederum jene auf den Plan ruft, die dieses Dogma vehement zu verteidigen versuchen. Klar, die Dämmstoffindustrie braucht den Sündenbock CO2, um weiterhin Häuser mittels Styropor in den bauphysikalischen Bankrott zu manövrieren; von den Kosten für die Steuerzahler hinsichtlich des irgendwann auftretenden Styropor-Sondermülls ganz zu schweigen. Hauptsache, der Kreislauf des Geldes bleibt intakt. Und damit er das möglichst lange bleibt, braucht es schwammige Aussagen und Annahmen.

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So mancher Hype hat sich Jahre später dann doch als Mogelpackung entpuppt: Ob es um Mikrowellengeräte, die Energiesparlampe, Elektroautos, Solarkollektoren, Windenergieanlagen u.v.a.m. geht. Sind die Lebenshaltungskosten und Steuern etwa gesunken? Die Ozeane sauberer geworden? Hat die Artenvielfalt zu- oder abgenommen durch all das „Sustainable Development“? Haben wir es bei all diesen Maßnahmen wirklich mit Naturschutz zu tun oder eher mit Konstrukten, die mittels Gehirnwäsche und Subventionen sowie durch bizarre Vorschriften und Reglementierungen einer korrupten Expertokratie die Wirtschaft – und die Menschen – am Funktionieren erhalten?

Für Begriffe wie „Nachhaltigkeit“ und „Klimaneutralität“ wurden inzwischen auch Zertifikate generiert, die sich in der Regel aber auch nur auf Annahmen stützen. Mit Zertifikaten lässt sich eben Geld verdienen und Werbung machen. „Wenn die Wahrheit ans Licht zu kommen droht, werden die Lügen bekräftigt“ und „Der Überbringer der Nachricht ist der Schuldige“ sind Denk-Konzepte, die auch heute noch bedient werden. Solange man 0,038% CO2 in der Luft für Naturkatastrophen verantwortlich machen kann, ohne die wahren Gründe – und die eigene Mittäterschaft – dafür näher zu beleuchten, dürfen sich die „Klimaretter“ einig sein. Innerhalb der Gruppe der Gutmenschen fühlt es sich eben besser an, sich als „Klimaretter“ zu präsentieren, solange dieses Dogma noch auf die Zustimmung der Massen stößt. Und diese Zustimmung ist so lange gewiss, wie die Massen an Dogmen Geld verdienen – sei es in Sachen Kirche, in Sachen „Klima“ – oder auch in Sachen „Aufklärungs-Elite“. Zu dem Thema empfehle ich den aufschlussreichen Beitrag „Klimarettung als lukratives Geschäft – Warum heimischer Naturschutz auf der Strecke bleibt“ von Niki Vogt. Darin geht sie auch auf den Fake mit den „Emissionszertifikaten“ ein.

Ja, wir hängen alle mit drin. Darauf geht David Icke zu selten ein. Und er lässt auch eine Menge weg, vielleicht, weil er um manche Zusammenhänge nicht weiß oder weil er sie nicht sehen will. Sind die Informationen, mit denen David Icke die Welt besamt, wirklich so neu? Über „Die Psychologie der Massen“ schrieb im 19. Jahrhundert schon der Sozialpsychologe Gustave le Bon. Und einen Film über das Milgrim-Experiment brachte meine frühere Bio-Lehrerin Anfang der 1980er Jahre schon mit in den Unterricht. Wer von dem Experiment noch nichts gehört hat, findet unter „Milgrim-Experiment“ Material im Netz.

Ich betrachte David Icke – in der jetzigen Zeitqualität – weniger als Aufklärer, sondern mehr als Gatekeeper, zumal er meiner Ansicht nach Gefahr läuft, den Wandlungspunkt zu verpassen. Der Wandlungspunkt markiert in Systemen Zeitpunkte, an denen es sinnvoller ist, sich konsequent neuen Ideen, Modellen und Strukturen zu widmen als die alten zu beklagen. Gatekeeper bedeutet übrigens so etwas wie Schleusenwärter oder Torwächter. Aus Sicht der Soziologie versteht man darunter Menschen, die aufgrund ihrer Fähigkeiten oder ihrer Popularität Einfluss auf die Entwicklung von anderen Menschen haben. Die Frage dabei ist nur, wie dieser Einfluss genutzt wird. Wie viele andere, meist männliche (…), Aufklärer und Gurus thematisiert auch David Icke zudem die Bedeutung des weiblichen Gottesaspektes und die wahre Geschichte des Neolithikums nicht. Ich vermute, er macht das nicht absichtlich. Doch allein die Tatsache, dass er Bücher über Wahrnehmungsfallen geschrieben hat, heißt nicht, dass er selbst nicht in einer solchen Falle steckengeblieben ist. Auch er sieht die Welt eben nur durch seine subjektive Brille und deren Gläser können durch Ruhm und Erfolg sehr schnell beschlagen sein.

David Icke und Themen, die er ausklammert…

Zwar ermutigt er die Menschen zum Handeln und er erläutert auch, wie Manipulationsstrategien wirken, doch im Grunde manipuliert er selbst durch die Art und Weise seines Auftretens, seine Auswahl an Bildmaterialien und durch das Unterlassen von Informationen, die Menschen konkrete Handlungshinweise im Alltag geben könnten. Das Fazit in seinen Büchern ist, dass es auf die Liebe ankommt, eine eher überraschungsarme Quintessenz, denn das hat vor rund 2000 Jahren schon mal jemand gesagt – und der durchschlagende Erfolg dieser Botschaft hält sich bis heute in Grenzen.

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Außerdem: Wieso spricht David Icke nicht über die okkulte Bedeutung des Fußballs und die Gehirnwäsche, die durch derartige Massensportveranstaltungen als „MEM“ wirkt? Weil er es sich nicht mit den vielen Fußballfans verscherzen will vielleicht? Fußball ist ja ein ganz sensibles Thema – besonders in Deutschland und in Großbritannien. Kritik am „System Fußball“ ist für viele so, als würde man ihnen den Lieblingsteddy wegnehmen. Zu dem Thema kann ich nur immer wieder die weisen Worte von Prof. Dr. Gerhard Vinnai zum Thema „Fußballsport als Ideologie“ empfehlen: http://psydok.psycharchives.de/jspui/bitstream/20.500.11780/355/1/Fussballsport_als_Ideologie.pdf

Momentan ist David, der den Kampf gegen Goliath – oder wen eigentlich (?) – aufgenommen hat, auf Welttournee und lässt uns wissen: „You are being brainwashed!“ Da ist was dran. Sehe ich aus so. Tja, die Medien, die Agenturen, die Wissenschaft, die Politik…einer schreibt beim anderen ab und niemand weiß so genau, wer welches Gerücht irgendwann in die Welt gesetzt hat. David füllt in den Metropolen der Welt inzwischen große Säle, wenn er über die Reptiloiden referiert, die auf diesem Planeten munter drauflos shapeshiften. Nur auf welcher Frequenz „sendet“ David Icke? Auf der sensationshungrigen des Reptiliengehirns? Das Publikum applaudiert, schimpft womöglich über die Flüchtlinge/Migranten/Siedler, die aus David‘s Sicht „Teil der Agenda“ sein sollen (anscheinend hat David Icke sich noch nicht mit Systemtheorie und Emergenz beschäftigt…) und der nun „erwachte“ Kurt Schulze sowie die neuerdings erleuchtete Liese Schmidt haben neuen Gesprächsstoff, lassen sich vielleicht noch eine Widmung von David in eines seiner Bücher schreiben, die bei seinen Veranstaltungen im Merchandising-Bereich erhältlich sind, und können sich nun zu jenen zählen, die geschnallt haben, dass eine Handvoll Superreicher die Geschicke der Welt lenken soll. Die Bösen sind nun wieder mal dingfest gemacht. Wenn das Feindbild klar definiert ist, kann man ja wieder zur Tagesordnung übergehen – und sich besser fühlen als der Rest der Welt.

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Der fiktive Kurt und die fiktive Liese gehen nach dem „David-Event“ übrigens noch ins Restaurant um die Ecke. Liese bestellt sich ein koffeinhaltiges Getränk eines großen US-Konzerns, Kurt ein Bier. Woher das Fleisch für das Steak stammt, für das Kurt sich entschieden hat, ist kein Thema und erst recht keines, über das er nun reden möchte. Und was die Konzernmachenschaften der großen Getränkeunternehmen dieser Welt angeht und deren Einfluss auf die Trinkwassersituation in „Drittweltländern“, tangiert Liese auch gerade maximal nur peripher. Sie stöbert in der Speisekarte, entscheidet sich schließlich für einen Salat. Die Tomaten in selbigem stammen aus einem Gewächshaus in Holland. Da hat Liese noch Glück gehabt, da die Transportwege von Holland nach Deutschland vergleichsweise kurz sind. Etwa 40% der Supermarkttomaten kommen nämlich aus Almería, Andalusien. Und dass die nicht nach Deutschland gebeamt werden dürften, liegt auf der Hand.

In Lieses Salat sind aber nicht nur Tomaten, sondern auch Dosenpilze. Die kommen aus Polen. „Warum die deutschen Champignons in Polen wachsen“ lautet ein lesenswerter Artikel in der FAZ von Jan Grossarth, der nicht nur Vegetariern den Appetit verderben dürfte. Untertitel: „Den deutschen Champignon-Bauern macht die Energiewende zu schaffen: Weil Landwirte mittlerweile mit Mist Geld verdienen können, steigen die Kosten. Für Aufregung sorgt der ‚Etikettenschwindel‘ ausländischer Produzenten.“ Etwas weiter unten heißt es: „Denn der Nährboden für Champignons ist ein Substrat, das in der Regel aus Stroh, Gips und Hühnermist besteht. Stroh und Mist aber werden zunehmend auch in den Biogasanlagen in elektrischen Strom umgewandelt. Die Folge: Sie werden als Rohstoff teurer, die Kosten für die Pilzzüchter steigen. Zwar ist es Handelsketten wie Aldi und Edeka offenbar immer noch möglich, Champignons etwa für 99 Cent je Viertel-Kilo-Schälchen anzubieten. Gleichwohl ist dieses Ringen um Ressourcen, die einst Abfall waren, beispielhaft für die durch die Energiewende verschärfte Konkurrenz von der Land- und der Energiewirtschaft.“ Ein weiterer Beitrag mit dem Titel „Wer billig kauft, kauft sehr teuer“ von Michael Laibner ist hier zu finden: http://www.initiative.cc/Artikel/2004_10_11%20wer%20billig%20kauft.htm

Was die sonstigen Zutaten in Lieses Salat angeht, bleibt der geschätzten Leserin und dem geschätzten Leser nun viel virtueller Spielraum, um mittels der Suchmaschinen einfach mal selbst zu recherchieren. Zum Thema Möhren fand ich beispielsweise einen Beitrag vom Deutschlandfunk: http://www.deutschlandfunk.de/lebensmittel-verbitterte-moehren.676.de.html?dram:article_id=310709

Kurt hat sein Steak mittlerweile aufgegessen und ist dabei, sich einer Fleischfaser, die sich zwischen den Schneidezähnen verheddert hat, zu entledigen. Sein neues iphone mit vielen, vielen bunten Apps liegt auf dem Restauranttisch und während Kurt die Fotos, die er von David Icke während des „Wake-up-Events“ machte, nicht ohne Stolz von Liese begutachten lässt, nimmt er einen kräftigen Schluck aus seinem Bierglas. Dazu passt ein Beitrag vom NDR mit dem Titel „Pestizide in zahlreichen Biersorten nachgewiesen“.

Während der kühle Gerstensaft der Kehle schmeichelt, denkt Kurt nicht daran, dass von dem Preis, den er für das schicke Design seines iphones bezahlt hat, kaum die Menschen profitieren, die in den Ländern leben, aus denen die Rohstoffe für das Multi-Tasking-Gerät stammen. So genau will er das auch gar nicht wissen. Mehr dazu gibt‘s in einem SPIEGEL-Beitrag mit dem Titel „Kinderarbeit fürs Smartphone“. Auch auf dem Portal „Die Netzfrauen“ ist ein Beitrag zum Thema „Smartphones und Kinderarbeit“ zu finden: https://netzfrauen.org/2016/04/05/das-blutige-geschaeft-mit-dem-smartphone-hersteller-profitieren-von-kinderarbeit/

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Tja, Informationen dieser Art vermisste ich bisher von David Icke. Nun ist es nicht jedem Menschen möglich, beim Bio-Bauern vor Ort zu kaufen. Manche haben keinen Bio-Hofladen in der Nähe und wenn, fehlt oft das Geld für die oft teureren Produkte. Und im Bio-Laden ist auch nicht alles Gold was glänzt. Bei einer wirklich fairen Wirtschaftspolitik und einer tatsächlich (!) ökologischen Agrarwirtschaft müsste das aber nicht so sein! Würde die Bio-Landwirtschaft nur annähernd so subventioniert werden wie andere Sparten, etwa Hühnerfarmen, Kirchen oder die Unternehmen, die Knickeier von Europa nach Kinshasa fliegen (das hat zur Folge, dass die Afrikanerinnen dort abhängig werden statt beispielsweise mit ihrer eigenen Omelettbräterei ihre Existenz sichern zu können), könnten sich alle Menschen gesunde Lebensmittel leisten – weltweit! Und solange unsere Wirtschaftsbosse und Politiker diese Kausalketten nicht schnallen und ändern, kann auch ich nur sagen: „Refugees welcome! But less arabian men and more african women please!“ und das, obwohl ich die Einwanderungspolitik in diesem Land grundsätzlich nicht befürworte! Doch für multikausale Probleme gibt es eben keine simplen Lösungen. Letztere können sich nach meinem jetzigen Verständnis nur durch ein integrales Bewusstsein und eine integrale Politik etablieren.

Nach der so genannten „Youth Bulge-These“ gefährden zu viele junge (unausgelastete) Männer die Stabilität einer Gesellschaft. Dass das hierzulande schon geschieht, bestätigen Pressemeldungen über Verbrechen (vorwiegend) arabischer Clans in deutschen Großstädten, denen Polizei und Justiz nicht mehr gewachsen sind, nahezu täglich. Mehr zur „Youth Bulge-These“: http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=1877

David Icke – „sonnt“ er sich inzwischen im eigenen Schatten?

David Icke lässt sich mittlerweile als begnadeter Retter der Welt feiern, greift aber mit seinen Merchandising-Artikeln zu den gewohnten „Tools“. Im Angebot gibt es David-Icke-T-Shirts mit dem Konterfei des blonden Briten oder welche mit dem Aufdruck „Reptilians are real“ – und anscheinend gibt es auch genügend „Erwachte“, die sich mit diesen Textilien schmücken – und somit ihre Gruppenzugehörigkeit, ihr Revier, markieren. Woher die Baumwolle für diese T-Shirts wohl stammt? Und die Chemikalien für die T-Shirt-Aufdrucke? Und die Farben, mit denen die T-Shirts eingefärbt wurden?

„Sorry David, aber wenn du wirklich souverän wärst, sagtest du den Menschen, dass sie niemanden anhimmeln sollten – auch dich nicht, denn wer sein Geld und seine Aufmerksamkeit in deine Events investiert, und T-Shirts mit deinem Konterfei oder mit Reptilienbildern anzieht, hat meiner Ansicht nach auf’s falsche Pferd gesetzt!“

Nochmal zurück zu Kurt und Liese: Die verlassen gerade das Restaurant, während David bereits im Hotel weilt. Kurt und Liese müssen schließlich am nächsten Tag wieder zur Arbeit. Kurt hat einen gut dotierten Job im gehobenen öffentlichen Dienst. Er ist Beamter. Kreativität und Eigeninitiative sind dort zwar nicht so gefragt, eigentlich sogar eher unerwünscht, aber nicht zuletzt dank verdi verdient Kurt weit mehr als die Kellnerin im Restaurant und bei weitem mehr als ein Kind im Kongo, das in Kobaldminen schuften muss, damit hier alle paar Monate neue Smartphonemodelle auf den Markt geschmissen werden können. Als Beamter darf Kurt eigentlich auch nicht aufmucken. Zumindest nicht offiziell. Hierzu fand ich einen interessanten Beitrag von Christoph Gunkel im SPIEGEL mit dem Titel: „Der Feind im Klassenzimmer“.

Liese hat eine Ausbildung zur Bankkaufrau gemacht. Dort schwatzt sie den Kunden seit Jahren Produkte auf, die sich in erster Linie für die Bank lohnen, aber weniger für die Kunden. So ganz wohl fühlt sie sich inzwischen nicht mehr dabei, aber die Stimme der Sicherheit ist dann doch häufig lauter als die des Gewissens. Eigentlich wollte Liese sich ja mal selbstständig machen mit einem Bastelladen. Aber dass kleine und mittelständische Unternehmen es hierzulande meist nicht so leicht haben, hat Liese in der Bank oft genug erlebt, wenn die Kredite nicht mehr gezahlt werden konnten. Die hohen Krankenversicherungskosten, die hohen Mieten für Geschäftsräume, die Steuern – dann lieber zu Hause Weihnachtssterne basteln, dachte Liese, und hat den sicheren Job in der Bank behalten. Und Kurt? Jetzt, mit über 50, den Job bei Vater Staat noch aufgeben? Nee, dann lieber öfter mal blau machen wegen „Rücken“, über das System schimpfen, David-Icke-Bücher lesen und es sich in der eigenen Komfortzone bequem machen…

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In seinem Vortrag über „Mädchen und Jungs“ lässt uns der Hirnforscher Prof. Dr. Hüther wissen, welche Unterschiede männliche und weibliche Gehirne aufweisen. Er greift das Bild auf, dass Jungs im Hirn ein Orchester hätten, das sich stark nach dem richte, was das Publikum hören wolle. Ferner sagt er, Jungs hätten „eine irrsinnige Affinität zu allem, was gewaltig und mächtig“ sei, wie Panzer, Saurier oder Feuerwehrautos.

Diese Neigung könnte, wie schon in dem Beitrag „Militärmesse und phallische Phase“ angedeutet, auch mit der eher bei Jungs vorhandenen Vorliebe für Rüstungsgeräte zu tun haben. Jungs können also quasi nichts dafür, dass sie auf U-Boote, Bomben und Raketen stehen. Und wenn dann noch die Faktoren Trauma, Ödipuskomplex, missglückte Bindung in der Kindheit, Opportunismus und Narzissmus dazu kommen, erscheinen die Kriege dieser Welt doch in einem interessanten Licht.

Is this a man‘s or a woman‘s world, David Icke?

Die Frage „Ist Krieg männlich?“ stellt auch der Facharzt für Frauenheilkunde und Coach Dr. Helmut Jäger aus Rotenburg (Wümme) in einem Beitrag mit dem gleichnamigen Titel. Darin steht: „Terrorgruppen rekrutieren überwiegend Männer, die, zu Hause frustriert und chancenlos, in Bürgerkriegen morden und vergewaltigen dürfen. Droht deshalb dort eine Welle der Gewalt, wo weitaus mehr Männer als Frauen aufwachsen? Was werden die vielen jungen Männer in Asien u.a. tun, die keine Chance mehr haben, eine Partnerin zu finden?“ (…) und „Wenn die Vermutung ‚der männlichen Krieger‘ zuträfe, müsste sich die Gesellschaft intensiver als bisher um die frühkindliche Entwicklung von Jungs kümmern, damit diese nicht in pubertären Gangs zu Gefahrenpotentialen für die Gesellschaft werden. Männerspezifisch günstig wären Kraft- und Bewegungstrainings als Teamsport, Gemeinschaftshobbys oder Gruppenaktivitäten. Es wäre günstig, den Heranwachsenden eine Identifizierung mit einem größeren sozialen Verbund zu ermöglichen: ‚Mein Verein, mein Dorf, mein Glaube, mein Life-Style, unsere Gemeinschaft …!‘ (…) Gleichzeitig müsste das Risiko von Gemeinschafts-Irrsinn eingedämmt werden (‚Wir die Auserwählten! Wir die allein Guten!‘) Zu starke Identifizierungen mit Idealen würden sonst für ‚andere‘ sehr unangenehm werden. Besonders dann, wenn Alkohol oder Drogen den Kopf vernebeln, oder wieder einmal jemand zu einem Kampf aufruft, bei dem alle Mittel recht sein sollen.“

Das, was Dr. Jäger hier schreibt, deutete ich schon in dem Beitrag „Welchen Verfassungsschutz brauchen wir?“ an. Prof. Dr. Frederic Vester (Umweltexperte, Systemforscher, Biochemiker), Prof. Dr. Gunnar Heinsohn (Wirtschaftswissenschaftler, Soziologe, Sozialpädagoge), Prof. Dr. Gerhard Vinnai (Sozialpsychologe), Prof. Dr. Gerald Hüther, Dr. Manfred Spitzer, Prof. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt, Dr. Joachim Maaz und viele, viele andere Neurobiologen, Kognitionspsychologen, Hirnforscher etc. sehen übrigens ähnliche Zusammenhänge. Von den Matriarchatsforscherinnen mal ganz abgesehen…die wissen sowieso um die Problematik männlicher Gewaltbereitschaft in ideologisch geprägten, lustfeindlichen Gesellschaften.

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Die Geschichte, die Wissenschaft, die Archäologie, die Medizin, die Philosophie – die Denkmodelle und Konzepte, die Deutungshoheiten, die über Jahrtausende immer noch als allgemeingültig betrachtet werden, gehen in erster Linie auf die männliche Deutung der Welt zurück. „Ich denke, also bin ich“, ist ein berühmter Spruch des Philosophen René Descartes (1596 – 1656). Descartes war einer der relevantesten Vertreter des mechanistischen Weltbildes, welches sich auf die These stützt, dass nur Materie existiert und der menschliche Geist nicht durch einen Bezug auf Immaterielles erklärbar sei. Descartes, der aus einer adligen Familie stammte, wurde am Jesuitenkolleg La Flèche (Anjou) in Frankreich ausgebildet. Was die körperliche Leidenschaft anging, riet Descartes zu deren Kontrolle und Überwindung durch Disziplin und Vernunft sowie zu altruistischem Verzicht oder notfalls zu großzügiger Vergebung. Immerhin hatte Descartes ein Techtelmechtel mit einer seiner Dienstmägde. Aus der Liaison mit dem „Herrn“ und der „Magd“ ging eine Tochter hervor, die als Baby starb. Das wäre sicherlich interessanter Stoff für eine Familienaufstellung…

Wir sind nicht nur Geist und Seele, sondern auch Körper!

„Die europäische Philosophie kannte zwar Verteidiger des Leibes, aber der Geist war dennoch immer wichtiger als der Leib. Menschen aber existieren als Leib, Geist und Gemüt gleichzeitig. Die alten Trennungen in diese verschiedenen Bereiche müssen mit den Ergebnissen der neueren Gehirnforschung und der neu zu gründenden europäischen Weisheitsforschung überwunden werden. Wie also kann unser Erkenntnisprozess zeitgemäßer formuliert werden?“, heißt es auf dem von der Münchner Zeitschrift für Philosophie „Widerspruch“ verfassten Deckeltext des Buches „Sophias Leib“ von Annegret Stopczyk-Pfundstein.

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„Wie also kann unser Erkenntnisprozess zeitgemäßer formuliert werden?“ halte ich für eine gute Frage. In ihrem Buch gibt die Philosophin Annegret Stopczyk-Pfundstein eine Menge Antworten darauf. „Dass es mit der Suche nach Weisheit soweit gekommen ist, dass laienphilosophisch interessierte Menschen von den zumeist akademischen Philosophiebüchern abgeschreckt werden, hat über die spezielle krasse Situation in Deutschland hinaus etwas damit zu tun, dass seit zweitausendfünfhundert Jahren Philosophen nicht wünschten, von den meisten Menschen verstanden zu werden. Vielmehr erstrebten sie, von den politisch Herrschenden anerkannt zu werden, da diese es mit ihren Beratern waren, die an den Universitäten Lehrstühle besetzten und Philosophen zu persönlichen Beratern beriefen“, schreibt sie auf S. 10 ihrem Buch. Beim Erkennen von Weisheit spiele die Intuition eine große Rolle verbunden mit der Fähigkeit, Lebenserfahrungen in verallgemeinbare Gedanken oder Ideen umzuformen.

Sehr interessant finde ich auch die Ausführungen der Philosophin zur Tschernobyl-Reaktorkatastrophe. Sie schreibt: „‘Tschernobol‘ bezeichnet in der slawischen Mythologie den schwarzen Gott des Bösen, den Gott, der das Unglück bringt. Sein Ort ist der Ort des Unheils für die Welt. Die kommunistisch aufgeklärten Wissenschaftler, die um ihren Atomreaktor eine neue Stadt planten, gaben ihrem Projekt den Namen ‚Tschernobyl‘. Wollten sie es mit den Ängsten vor dem Unheimlichen aufnehmen? Wollten sie beweisen, dass auch der uralte Aberglaube im Volk nur Opium des Volkes sei und ihre Wissenschaft das Glück für die Menschheit bringe? Aber diese hybride Rechnung ging nicht auf. Heute ist dieser Ort zu einem Ort des Schreckens und der Angst für die Welt geworden, ein Ort des ‚Tschernobol‘“, schreibt sie weiter und „Unser Wohlergehen hängt vom Wohlergehen unseres Leibes ab, von der Nahrung, von der Luft, die wir atmen, von dem Wasser, das wir trinken, von dem Planeten, von dem wir leben. Wir sind nicht die autonomen, freien Individuen der Vernunftsphilosophen, sondern so leiblich wie alles, was ‚Natur‘ genannt wird. Ich wollte eine Philosophie ausdenken, die mehr dazu imstande wäre, unseren Leib und unser Leben zu schützen, als die bisherigen Philosophen es getan haben.“

Und macht euch die Erde (die Frau?) untertan?

Könnte man hinter diesem alttestamentarischen Spruch auch die Aufforderung sehen: „Und macht euch die Frauen untertan?“ Dominium terrae ist ein theologischer Begriff, der dem Alten Testament zugeordnet wird, das heute noch Grundlage für (monotheistische) Religionen ist. Dominium terrae bedeutet Herrschaft über die Erde. HERRschaft? Das Ergebnis sehen wir weltwelt: Profitgier, Größenwahn und Ausbeutung. Die „Missionierung“ indigener Völker durch das so genannte Christentum spielt dabei eine besonders unglückselige Rolle. SOPHIA steht für Weisheit. Die gleichberechtigte Präsenz von Weisheit und Vernunft böte eine Chance, diesen Planeten und alle Wesen darauf, darüber und darunter, zu heilen. Und für diese Weisheit braucht es nicht nur eine Philosophie des Geistes, sondern auch eine des Leibes. Klar kann man darauf hoffen, dass wir alle „entrücken“, wenn der Planet am Ende ist, aber diese Option halte ich weder für vernünftig noch für weise.

Wie in dem Beitrag „Bizarre Machtfantasien“ schon erläutert, gibt es einen gewissen Trend bei Männern, in diesem Fall bei reichen saudiarabischen Scheichs, und auch bei reichen europäischen Männern (siehe dazu auch den Artikel „“Contenanceblub: Zutritt nur für superreiche Männer“ http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchen-dekadent-contenance-club-zutritt-nur-fuer-superreiche-maenner.cb277066-68a5-4e1c-82e5-6624fd95742d.html ), aus Frauen so etwas wie willfährige Cyber-Kätzchen zu machen im Sinne von „Die Frauen von Stepford“. Der Journalist Ernst Wolff lässt in einem Interview mit acTVism Munich verlauten, dass Saudi-Arabien zu einem der größten Abnehmer der deutschen Rüstungsindustrie gehört! Er sagt darin: „Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur der Erde. Und Deutschland beliefert zum Beispiel Länder wie Saudi-Arabien mit Waffen. Saudi-Arabien führt zur Zeit einen Vernichtungskrieg gegen den Jemen und Saudi-Arabien führt diesen Vernichtungskrieg auch mit deutschen Waffen!“ Dazu passt auch der Beitrag „Militärmesse und phallische Phase“.

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Dass die (so genannten) Feministinnen in Saudi-Arabien ihre Hoffnungen nun ausgerechnet auf einen Mann setzen, nämlich Kronprinz Mohammed bin Salman, der mit für den Krieg im Jemen verantwortlich zu machen wäre, erstaunt schon ein wenig. Dort, wo Männer ihr Ehrgefühl und ihre Grandiosität von der Schamhaftigkeit und Unterwürfigkeit der Frauen abhängig machen, und das ist längst nicht nur in Saudi-Arabien so, dürfte sich kein Weltfrieden etablieren können – und keine ökologisch gesunde Landschaft. Und unsere Waffenindustrie mittendrin. Die taz schrieb dazu einen m.E. lesenswerten Beitrag: http://www.taz.de/!5465259/

Diese angeblichen Reformen und „Freiheiten“ für Frauen könnten letzten Endes nur dazu führen, Frauen besser als system-kompatible Arbeitssklavinnen zu generieren, eine Maßnahme, die im Gewand einer Reform daherkommt, im Grunde genommen aber – nach westlichem Vorbild – nichts anderes ist, als eine maskierte Versklavung, bei der vermeintliche Freiheiten für Frauen auch nur versteckte Fesseln sind, die dem bisherigen patriarchalen System dienen. Wer sich allein die Architektur in den Metropolen Saudi-Arabiens ansieht, in der sich der Größenwahn der „Erbauer“ widerspiegelt, kann sicher diesen Ausführungen folgen. Desweiteren finde ich interessant, dass sich diese Scheichs gern in weiße Stoffe umwickelt zeigen, während die Frauen in diesen Ländern eher in schwarzes Tuch gehüllt sind. Offensichtlicher kann „Schwarz-Weiß-Denken“ gar nicht sein! Angeblich soll ja helle Kleidung die Aura abschirmen und dunkle Kleidung negative Wesenheiten anziehen! Und dass es „dunkle Wesenheiten“ gibt, wissen wir ja spätestens seit David Icke… 😉

Wenn das die Frauen in Saudi-Arabien wüssten, schmissen sie sicher sofort ihre schwarzen Roben weg und zögen sich helle Kleidung an! Wer möchte, recherchiert zu dem Thema „Wirkung von Farben auf die Aura“ am besten selbst.

Für interessant halte ich es in diesem Zusammenhang auch, einen Blick auf die Architektur im Matriarchat zu werfen. Die ist nicht durch Größenwahn gekennzeichnet, sondern sie dient dem gemeinschaftlichen Leben. Dazu fand ich die Seite: http://matriarchat.info/alltagsleben-praxis/architektur/die-gestreute-gehoeftsiedlung.html

Dort steht: „Typisch für diese egalitären Siedlungsstrukturen sind die subsistenzwirtschaftenden Gehöfte der Mossi, Nabdam und Tallensi [2] Entsprechend ihrem hierarchiefreien Charakter entsprechen die Wohneinheiten „regulierter Anarchien” sich selbst organisierenden Gesellschaften im Kleinen. Sie sind gleichsam autonome Lebens- und Arbeitszusammenhänge, die selbstähnliche Sprösslinge abspalten können, wenn es sozial oder politisch erforderlich wird. Eben das führt zu einer weiten Streuung der einzelnen Gehöfte. Die der Nabdam verteilen sich gleichmäßig über den Bereich des bewohnbaren Savannengürtels.“ Mit anderen Worten: Je enger die Anbindung an die Natur, die Ahnen, die natürlichen Rhythmen, desto gesünder und friedvoller die Gesellschaft. Nicht zuletzt deshalb halte ich auch Nationalstaaten für gesünder als die Zentralisierung von Macht. Was die so genannte Globalisierung uns bisher – und besonders den ärmeren Regionen in der Welt – eingebracht hat, ist bekannt. Wenn der Westen aufhört, andere Nationen zu bombardieren und deren Rohstoffe auszubeuten, brauchen aus diesen Ländern auch keine Menschen mehr in den Westen zu strömen. Wieso sollten sie ihre Heimat verlassen, wenn sie dort, wo sie leben, in Frieden leben können und genug haben, um satt zu werden?

Den Menschen in Mesopotamien ging es zumindest gut, bevor westliche Investoren dort Staudämme bauten. Was drückt ein Staudamm aus? Stagnation, Artenarmut, Eutrophierung der Gewässer – vielleicht auch den Mangel am Fließen der Lebensenergie? Gestaute Gefühle? Schließlich bestehen wir zu einem sehr großen Teil aus Wasser – genau wie dieser Planet. Solange wir indigene Völker ausbeuten, um unsere Konsumgier zu befriedigen, wird der Planet weiter verarmen. Und so lange sind wir mitverantwortlich an Krisen in anderen Teilen der Welt. Monotheistische Religionen tragen zudem ganz entscheidende Verantwortung dafür, dass das Frauenbild so lange verfälscht wurde und auch, dass indigenen Ethnien ihre Lebensgrundlage entzogen wurde und noch entzogen wird, siehe: http://matriarchat.info/indigene-voelker/eifersucht.html

Einen weiteren interessanten Beitrag zum Thema von Jochen Schilk fand ich auf dem Blog http://www.mama-anarchija.net/matriachat/gesellschaft.html

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Nochmal zurück zur gesellschaftlichen Relevanz einer dogmenfreien Körperlichkeit: Wenn zu viele junge Männer keine Chance auf junge Frauen haben, wenn Sexualität an starre Dogmen gebunden ist, kann das so manchem Knaben schon mal zu Kopfe steigen. Dann wird zu Säbeln, Degen, Kanonen und Bomben gegriffen, um Leben zu zerstören, wo die Lebensenergie eigentlich einen konstruktiven Ausdruck sucht. Man achte auf die Symbolik der Waffen. Ich postuliere, dass ALLES Kriegsgerät männlichem Macht- und Kontrollanspruch dient, sich die Erde (Ressourcen, Land…) untertan zu machen und erinnere daran, dass es in matriarchalen Ethnien weder Gewalt noch Kriege gab und in den noch existierenden matriarchal organisierten Ethnien nach wie vor auch keine Kriege gibt.

Mehr Kooperation zwischen beherzten Frauen und beherzten Männern

Wie der Apotheker Carsten Pötter in dem Interview „Emanzipation mal anders betrachtet“ darlegte, diente die Emanzipation der Frau nicht deren Befreiung, sondern deren Kontrolle. Wer also hat ein Interesse daran? Männer, die ihre Macht erhalten wollen? Männer mit einem Ödipuskomplex? Männer, die nicht fühlen können? Männer, die Schmerz vermeiden wollen? Männer, die um die Kraft der wilden Frau fürchten?

Dr. Hans Hein brachte das, was ich meine, mit folgenden Zitaten auf den Punkt: „Die üblichen testosterongesteuerten Systeme im Patriarchat benutzen genau dieses Muster über Ideologien, wo Gefühle knallhart ausgespart werden, um zu herrschen. Ein Beispiel: Wenn man so einen Ideologen hat, dann ist die beste ‚Waffe‘ gegenüber so einem Typen eine hysterische, wilde, unberechenbare Frau, weil sein ‚Spiel‘ dann versagt. Das Einzige, was er dann natürlich machen kann, ist, die Frau zu töten, wie das ja auch oft genug geschehen ist und noch geschieht. Das erklärt auch die oft auf bestimmte Klischees reduzierte Rolle der Frau. Gerade sehr religiös und ideologisch geprägte Systeme unterdrücken auf dieses Weise das Potenzial der wilden Frau mit Konsequenzen, die seit Jahrtausenden lange Schatten werfen, und die auch vielerorts am ökologischen Zustand der Erde sichtbar werden.“

In dem Artikel „Gender: Same, same but different“ schreibt der schon erwähnte Dr. Helmut Jäger: „Erotik bedeutet Todesnähe und wenig Gelegenheit für realen Sex bei großen sexuellen Versprechen. Alle (menschheits-geschichtlich sehr jungen) Weltreligionen sind sich einig, dass diese gefährlich-erotisch-explosive Liebe als Sünde verdammt werden muss. Denn Eros hatte unter ihren neuen Herrschaftsformen als gesellschaftlicher Antriebsdynamo ausgedient. Und wurde ersetzt durch innere (zuvor eingetrichterte) Befehle, Gesetze, Vorgaben, Glaubenskonstrukte, Pflichten und natürlich Geld, Macht und Karriere-Versprechen.“

Wir haben nun also Menschen wie David Icke und viele andere, die uns seit Jahren über Schattenregierungen, Reptiloide usw. informieren, die aber möglicherweise den so genannten „Wandlungspunkt“ übersehen und die es vermeiden, auf die jahrtausendelange Unterdrückung der Frauen einzugehen. Was es mit diesem Wandlungspunkt auf sich hat, können Interessierte in den Interviews mit Dr. Hans Hein im Detail nachlesen. Einfach „Dr. Hans Hein“ ins Suchfeld bei FRIEDA-online eingeben. Zur Rolle der Frau, zur Körperlichkeit, zur Weisheit der Sophia, die der rechten Gehirnhälfte, sagt David Icke, soweit ich informiert bin, wenig oder gar nichts.

Konkrete Mitbestimmung statt Kartellpolitik – eine Quadratur des Kreises mit der gegenwärtigen Berufspolitik

Das globalisierungskritische Netzwerk attac warnt schon seit Jahren vor den Konsequenzen der Kartellpolitik und engagiert sich dafür, dass „die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen, die Förderung von Selbstbestimmung und Demokratie und der Schutz der Umwelt die vorrangigen Ziele von Politik und Wirtschaft sein sollten.“

Aber wie sieht die politische Realität aus? „Martin Schulz warb in seiner Rede auf dem SPD-Parteitag für die Vereinigten Staaten von Europa. Das dürfte besonders Emmanuel Macron freuen. Aus ökonomischer Sicht sind solche Ideen für Deutschland alles andere als sinnvoll“, warnt Dr. Daniel Stelter in einem Beitrag, der auf dem Portal „Die Unbestechlichen“ erschien und hier zu finden ist: https://dieunbestechlichen.com/2017/12/martin-schulz-fordert-vereinigte-staaten-von-europa-und-emmanuel-macron-freut-sich/

Wenn das politische Establishment so weitermacht wie bisher, erleben wir immer mehr Zentralisierung der Macht und was das bedeutet, zeigte die Geschichte, und zeigt auch die Gegenwart, überdeutlich. Kartell- und Konzernpolitik, Bankenrettung durch Steuergelder, Pseudo-Umweltschutz und explodierende Kosten. Auch der Schweizer Soziologe, Politiker und Schriftsteller Jean Ziegler warnt seit Jahrzehnten vor den Folgen der Globalisierung, die mit Zentralisierung der Macht einhergeht. Allerdings geht auch er, soweit ich weiß, nicht auf die Zusammenhänge imperialistischer Strukturen und patriarchaler Herrschaftsansprüche ein.

Je höher die Machtposition, desto größer die Korrumpierbarkeit

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Von Benito Mussolini stammt das Zitat: „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist“. Ein Beitrag, der den gegenwärtigen Faschismus näher behandelt ist auf Radio Utopie zu finden: https://www.radio-utopie.de/2007/04/27/der-echte-und-wirkliche-faschismus/

Und genau deshalb halte ich eine Allianz von Nationalstaaten für die gesündere Lösung. Das sehen auch Andreas Marquart und Phillip Bagus so, die Autoren des Buches „Wir schaffen das alleine. Warum kleine Staaten einfach besser sind“. Aus dem Deckeltext: „’Nur die Vereinigten Staaten von Europa werden es den Europäern ermöglichen, im Wettbewerb mit Asien und Amerika bestehen zu können!‘ Diese These ist zum zentralen EU-Glaubenssatz ohne Alternative geworden und wird ohne jede Rücksicht auf Kosten oder den Widerstand der Bevölkerung verfolgt. Tatsächlich aber, so zeigen die beiden Bestsellerautoren Andreas Marquart und Philipp Bagus auf, gedeihen in riesigen, zentralistisch organisierten Staatsmolochen weder Innovation noch Freiheit, sondern Bevormundung, Korruption und Verschwendung. Freiheit und Wohlstand hingegen zeichnen Klein- und Kleinststaaten aus. Diese sind nicht nur weitaus besser gegen Korruption gefeit, sondern auch – das zeigen historische und gegenwärtige Beispiele – sehr viel friedliebender. Gerade deshalb lohnt sich eine scharfsinnige Analyse der gebetsmühlenartigen Behauptung „Groß ist einfach besser“, denn vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Europas Zukunft liegt nicht im Brüsseler Zentralismus, sondern in möglichst zahlreichen und vielfältig ausgestalteten Kleinstaaten, die in Frieden und Freiheit miteinander kooperieren und auch konkurrieren.“

Wettbewerb? Wachstum? – typisch patriarchal gefärbte Konditionierungen! Zum Glück haben die Autoren des Buches „Wir schaffen das alleine“ erkannt, dass der Fisch vom Kopf her stinkt und Zentralisierung der Macht das Desaster nur vergrößert. „Groß ist einfach besser“ basiert, um es nochmal zu betonen, auf einem patriarchalen Denksystem! Dass „klein“ oft besser ist, bestätigt auch Dr. Karin Kneissl, Vizepräsidentin der Gesellschaft für Politisch-Strategische Studien STRATEG, Gründungsmitglied von Whistleblowing Österreich. Sie gilt als eine der renommiertesten Expertinnen für internationale Beziehungen, hat sich in jahrelanger Recherche mit dem Untergang von Großreichen beschäftigt. In ihrem Buch „Die zersplitterte Welt“ geht es um Gedanken wie: „Die Idee einer solidarischen Weltgemeinschaft etwa könnte sich als Illusion entpuppen. Nicht die aktuellen kosmopolitischen Machtzentren werden wichtig sein, sondern die kleinen Einheiten: die Peripherie, die Dörfer.“

In diesem Zusammenhang möchte ich noch die Interviewserie „Perspektiven der Demokratie – Herausforderungen und Potenziale“ von acTVism Munich empfehlen. Gefragt wurden: Yanis Varoufakis (Ex-Finanzminister Griechenlands), Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe und Vorstand der Akademie für Potenzialentfaltung, Andreas Bummel, Gründer von „Demokratie ohne Grenzen“, Katharina Nocun (Netzaktivistin), Christian Felber (Gründer Gemeinwohl-Ökonomie) und der Wirtschaftswissenschaftler Richard D. Wolff.

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Ob das System, in dem wir leben, inzwischen eher faschistisch oder eher demokratisch ist, darf jeder Mensch selbst beurteilen. In dem schon erwähnten Artikel von Dr. Helmut Jäger „Same, same but different“ steht, dass Frauen eher dazu geeignet zu sein scheinen, Beziehungsnetzwerke zu knüpfen, während Männer eher zur Bildung von Seilschaften neigten.

Ob es an der Zeit ist, weitere Seilschaften zu unterstützen oder mehr kooperierende Beziehungsnetzwerke, darf sich ebenfalls jeder Mensch selbst beantworten. Insofern kann ich meinem Interviewpartner Horst Költze nur zustimmen, wenn er in seinem Buch „Eltern wissen das nicht“, dazu ermutigt, das Bildungssystem zu reformieren und mehr „feminine Intelligenz und Körperlichkeit“ zu integrieren. Ein Zitat aus dem Interview mit Horst Költze lautet: „Eine Bildung, die die feminine Intelligenz in den Lernprozess integriert, aktiviert das Herz-Gehirn. Das bedeutet, der junge Mensch lernt, Körperempfindungen und emotionale Zustände während des Lernprozesses wahrzunehmen und zu reflektieren. Er wird für seine inneren Vorgänge sensibilisiert, während er seine kognitiven Fähigkeiten entwickelt. Im Laufe der Entwicklung einer bewussten Beziehung zu sich selbst wächst die Fähigkeit zu Kooperation und Empathie. Dazu gehören auch die Wahrnehmung und Akzeptanz von Intuitionen.“

Ein entscheidendes Versäumnis von David Icke, und auch von den meisten mir bekannten anderen (männlichen!) „Aufklärern“, sind Informationen über die Hintergründe männlicher (!) Bereitschaft, Gewalt auszuüben – besonders an Frauen und Kindern.

Die innere Sonne und die am Himmel…

Ich postuliere übrigens, dass der Solarplexus (das Sonnengeflecht) des Menschen in Verbindung mit der Sonne am Himmel steht. Das Solarplexuschakra steht sicherlich nicht zufällig in Zusammenhang mit der Farbe gelb. Auf der Seite Chakren-Net fand ich dazu einen interessanten Beitrag, der beleuchtet, welche Funktion das Sonnengeflecht im Körper hat: http://www.chakren.net/chakra/solarplexus-chakra/

Spannend finde ich die dort genannten mentalen und emotionalen Qualitäten bzw. Blockaden, die mit dem Sonnengeflecht in Verbindung gebracht werden. Und ich postuliere zudem, dass das „Klima“, gerade auch in Deutschland, deutlich besser würde, wir wieder öfter die Sonne am Himmel sähen, wenn wir unsere Emotionen heilten, mehr über den Körper ausagierten als alles über den Verstand erklären zu wollen, und unsere Ängste und Blockaden überwinden würden. Wir brauchen nicht Gott zu spielen und uns die Erde untertan zu machen. Gott spielt bereits, Mensch zu sein! Und die Weisheit der Sophia, die Verbindung beider Hirnhälften und ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper, können dabei helfen, uns, unsere Kinder und diesen Planeten zu heilen.

Es dürfte kein Zufall sein, dass es dort, wo Frauen und Männer (bevor westliche Imperialisten, Investoren und Missionare anderen ihre Wahrheit verabreichten!!!) lebensbejahend ko-existierten, nicht nur keine Kriege gab, sondern auch schöneres Wetter: Hawaii, Tahiti, Jamaika u.v.a.m. Das „Klima“ dürfte also „irgendwie“ damit in Zusammenhang stehen, wie körperfreundlich und wertschätzend Frauen und Männer miteinander umgehen. Interessanterweise kleiden sich die Menschen in solchen Regionen auch bunt – Frauen und Männer gleichermaßen! Zu dem Thema gibt es übrigens jede Menge Publikationen, z. B.: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/politik/zweiter-weltkrieg-die-sexuelle-wehrmacht-1622448.html

https://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/lw/depolitbez/projekte/Gender-Lectures/Sabrina-Koehler/MA-Sabrina-Koehler_Sexuelle-Kriegsgewalt_April-2011.pdf

Ansonsten: Meine David-Icke-Bücher dürften wohl bei der nächsten Ausmiste-Aktion im Altpapier landen. David, und so manch anderem männlichen „Aufklärer“, empfehle ich das Buch „Schatten auf dem Pfad“ von Abdi Assadi, das schon erwähnte Buch „Sophias Leib“ und ganz besonders das – leider nur noch antiquarisch erhältliche – Buch „Christusmord“ von Wilhelm Reich. Auszüge daraus sind aber auf mehreren Blogs zu finden, zum Beispiel hier: https://www.orgon.de/artikel-zu-wilhelm-reich-und-orgonomie/%C3%BCber-reichs-christusmord/

Denn nichts kann einem Herrschaftssystem so gefährlich werden, wie lustbetonte, lebensbejahende, körperfreundliche, sinnliche Frauen und Männer! Was David Icke angeht? Ich glaube, die Jungs von Monty Python waren insgesamt einfach der humorvollere „UK-Import“…

Einen schönen Artikel über die „Schattenregierung“ schrieb Steven Black (Gruß und Dank an Steven in Innsbruck!): https://stevenblack.wordpress.com/2017/12/19/die-schattenregierung/

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Auf der Suche nach praktischen Tipps, die jeder Mensch umsetzen kann, fand ich m. E. recht hilfreiche Empfehlungen auf dieser Seite: http://www.naturheilpraxis-klaus-mueller.de/einflussaufaura.php

Harfe statt Ritalin, Wenn Mütter kämpfen, Eltern wissen das nicht, Globalbrain, Meme und Politik, Wissenschaftselite oder Markt der Eitelkeiten, March for Science oder Dead Man Walking?, Die Heilung der Mutterwunde durch die eigene Stimme, Emanzipation mal anders betrachtet, Der männliche Gebärneid und seine Folgen, Gendermainstream, Lämmer und Demokratie, Terra – Ein Märchen über einen einst schönen Planeten, Die Venus vom hohle Fels – Sexsymbol oder Tunnelblick, Moby Dick und die Hybris der so genannten Wissenschaft, Bizarre Machtfantasien, Fraktale und was sie mit uns zu tun haben könnten, Salvator Mundi und der weibliche Gottesaspekt, Rechte und linke Ideologien und was sie mit missglückter Bindung zu tun haben könnten, Verordnungsdschungel am Beispiel EnEV u.v.a.m.

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