Chronisch krank durch Brustimplantate

Im Gespräch mit Jennifer Meisner

Breast photo
Foto: http://pixabay.com/en/users/KlausHausmann

Kliniken für die so genannte plastische Chirurgie sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Wie „der perfekte Busen“ auszusehen hat, halten uns die Medien tagtäglich stereotyp vor Augen. Brustimplantate sind ein äußerst lukratives Geschäft geworden. Erstaunlich, dass die akademische Gender-Welt es anscheinend wichtiger findet, unsere Sprache „zu genderisieren“, damit nur niemand auf die Idee kommt, die Silbe „in“ mal zu vergessen, statt sich dem gesundheitlichen Schutz der Menschen im Allgemeinen und dem der Frauen im Besonderen zu widmen. Auch Transgender ist nun ein neues „Forschungsfeld“, das medial auf oft bizarre Weise ausgeschlachtet wird. Unsere Bundesregierung klärt nun sogar schon „Neubürger und Neubürgerinnen“ über „behördlich kompatible Sexualpraktiken auf“, indem dazu eigens ein online-Portal namens zanzu.de eingerichtet wurde. Auf Steuerzahlers Kosten…

Was die sukzessive Abschaffung von Hebammen angeht, die Vergiftung von Menschen etwa durch Pharmaprodukte, in diesem Fall Frauen, hüllt sich die „Wissenschaftselite“ allerdings überwiegend in Schweigen. Und was den Öffentlichen Dienst betrifft – der ist schließlich dem Staat gegenüber verpflichtet. Damit möglichst viele Leute im „Öffentlichen Dienst“ untergebracht werden können, braucht es eben immer wieder neue Beschäftigungstherapien und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sowie oft überflüssige „Forschungsgebiete“. Dazu schrieb ich bereits etwas in den Beiträgen „Die Parkinsonsche Erkrankung“ und „Zum Opportunismus geboren“ sowie in dem Interview „Wissenschaftselite oder Markt der Eitelkeiten“. Und der Staat, oder besser gesagt die Regierung, besteht zu einem sehr großen Teil aus Parteien, die üppig seitens der Wirtschaft finanziert werden. Ein wenig Polemik in diesem Zusammenhang möge man mir nachsehen…

Brustimplantate – Der Leidensweg einer jungen Frau

Doch nun zu Jennifer. Ihr Schicksal teilt sie mit immer mehr Frauen, die sich im guten Glauben für Brustimplantate entschieden, sich also die Brust „rundumerneuern“ ließen. Frauen, die dann eines Tages mit gravierenden gesundheitlichen Folgen kaum Rückendeckung aus der Expertenwelt finden. Krankheiten, Pickel und Furunkel passen eben nicht in die „schöne neue Glamourwelt“, mit der uns die Medien mittels Boulevardpresse und Modelshows suggerieren, dass die Identifizierung mit dem Körperkult erstrebenswert sei.

Jennifer Meisner aus München gehört zu den Frauen, die sich ihre Brust aufhübschen ließen. Als Jugendliche war sie schlank und gesund. Lediglich ihr kleiner Busen störte sie. Das veranlasste sie im Januar 2008, im Alter von 22, zu der Entscheidung, sich Brustimplantate aus Silikon einsetzen zu lassen. Oft berichten Frauen davon, dass sie in den ersten beiden Jahren nach der Brust-OP weitgehend symptomfrei waren und sich die Erkrankungen später schleichend einstellten.

Bei Jennifer hingegen ging es recht schnell mit den gesundheitlichen Problemen los und zwar schon nach einem knappen Jahr. Es folgte eine Odyssee von Arzt zu Arzt. Keiner der Mediziner brachte die Symptome in einen Zusammenhang mit den Silikon-Implantaten. Seit Jahren ist Jennifer erwerbsunfähig und körperlich sowie psychisch am Ende. Erst kürzlich wurde ihr ein möglicher Zusammenhang zwischen den Symptomen und dem Silikon in ihrem Körper bewusst. Nun stellt sie sich die Frage, wie sie wieder gesund werden kann.

FRIEDA im Gespräch mit Jennifer Meisner*

FRIEDA: Wann wurde für Sie klar, dass Sie sich Silikon implantieren lassen wollten?

Jennifer Meisner: Mir war schon in ganz jungen Jahren klar, dass ich einen Busen haben möchte. Ich war ein 180 cm großer Strich in der Landschaft. Durch meinen sportlichen Unterbau fehlte mir komplett der weibliche Oberkörper. Ein Brett mit Nippeln, sagte man mir wenig schmeichelhaft. Ich fühlte mich so lange schon unwohl damit, nicht mal A-Körbchen auszufüllen. Als dann noch meine ersten Männerbekanntschaften sagten, dass sie es bei mir verstehen würden, wenn ich mir Implantate machen lassen wolle, war für mich klar: „Die Zeit ist gekommen!“

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FRIEDA: Welche Schritte haben Sie damals unternommen, um ihren Traumbusen zu erreichen?

Jennifer Meisner: Ich habe mich damals zunächst online informiert, verschiedene Ärzte durch diverse Foren geprüft und mich dann für einen – den Bewertungen nach – sehr guten Arzt in Karlsbad (Tschechei) entschieden. Dort hatten die Ärzte zur damaligen Zeit viel mehr Erfahrung mit Brust-OPs als in München. Mein Arzt führte täglich um die 4-5 Brust-OPs durch. Die Ärzte in München hatten damals nicht mal in einer Woche so viele.

FRIEDA: Wurden Sie seitens des Arztes Ihrer Wahl über mögliche Folgeerkrankungen aufgeklärt?

Jennifer Meisner: Ich habe nur einen gewöhnlichen Aufklärungsbogen bekommen. Darin stand, dass es zu Komplikationen während der OP oder nach der OP kommen könne. Zudem wurde über die Risiken einer Verkapselung informiert. Ich habe mich also weitgehend gut aufgehoben und informiert gefühlt. Weitere Infos lagen mir nicht vor, schon gar nicht über die Symptome, welche nun mein Krankheitsbild so prägen.

FRIEDA: Wie ging es Ihnen in der ersten Zeit mit den Implantaten?

Jennifer Meisner: Nach der OP ging es mir richtig schlecht. Ich war wie ein Pflegefall und fühlte mich auch so. Ich konnte nicht mal ein Glas Wasser in der Hand halten. Nach den ersten vier Wochen wurde es dann besser. Aber rund ein Jahr lang konnte ich noch keinen ausgiebigen Kraftsport machen. Seitdem vermied ich Sportarten, die meinen Brustmuskel trainierten, da ich davon erhebliche Schmerzen bekam. Aber ich fühlte mich endlich wie eine Frau nach der OP. Es war schön, nun endlich einen BH auszufüllen. Ich habe sogar angefangen, als Model zu arbeiten, ergatterte immer mehr Jobs und erhielt darüber ein neues Selbstbewusstsein. Ich war beruflich sowie privat sehr gefragt. Bis ich erkrankte…

FRIEDA: Ist es in dem Umfeld, in dem Sie sich damals beruflich bewegten, üblich, sich „umoperieren“ zu lassen?

Jennifer Meisner: Sowohl im beruflichen wie auch im privaten Umfeld waren Brustimplantate oft im Gespräch, aber die wenigsten Frauen hatten das nötige „Kleingeld“, um sich solch eine OP in Deutschland leisten zu können. In meinem Umfeld war ich seinerzeit die einzige Frau, die sich implantieren ließ. Aber heutzutage werden Brust-OPs für viele ähnlich betrachtet wie etwa das Augenbrauenzupfen beim Friseur. Eine reine Massenabfertigung. Kaum eine meiner Freundinnen ist inzwischen noch „naturbelassen“.

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FRIEDA: Wie teuer war die Operation damals?

Jennifer Meisner: Ich habe im Januar 2008 in Karlsbad rund 2.900 Euro gezahlt. Ein absolutes Schnäppchen. Die Münchner Ärzte wollten seinerzeit schon rund 8.000-10.000 Euro.

FRIEDA: Wie machten sich dann die ersten gesundheitlichen Probleme bemerkbar?

Jennifer Meisner: Etwa ein bis zwei Jahre nach meiner Brust-OP traten immer mehr unerklärbare Symptome auf, welche ich weder nachvollziehen noch irgendwelche Ursachen dafür finden konnte. Es begann mit unreiner Haut, Schlafstörungen, täglichen Kopfschmerzen, Migräneanfällen, schubweise schlechtem Sehen, einer Darmerkrankung namens Helicobacter, dünnen Haaren und starker Gewichtszunahme. Darauf folgten unmittelbar die ersten Nahrungsmittelunverträglichkeiten, darunter eine Laktose-Intoleranz. Doch das war erst der Anfang der Symptome

FRIEDA: Welche Ärzte haben Sie seitdem konsultiert?

Jennifer Meisner: Der Ärztemarathon begann dann erst richtig. Unglaublich aber wahr! Niemand nahm mich ernst. Ich fotografierte sogar aus Verzweiflung meinen Stuhlgang ab, weil niemand mir glaubte, als ich von erheblichen Darmbeschwerden sprach. Neun Ärzte und sechs Monate später bekam ich im zarten Alter von 23 Jahren endlich eine Darmspiegelung und der Helicobacter wurde diagnostiziert. Nun, in den letzten zehn Jahren nach der Brust-OP, habe ich stolze 40 kg zugenommen. Meine Blutwerte sind immer schlecht und weisen einen zu hohen Entzündungsfaktor auf.

Das Epstein Barr-Virus brach zwischenzeitlich auch aus. Mir wurde dann noch per Frauenarzt diagnostiziert, ich könne keine Kinder bekommen, da ich ein PCO-Syndrom hätte. Das ist eine starke Zystenverlagerung an den Eierstöcken. 2010 bekam ich einen riesigen Hautauschlag mit roten Punkten und ich musste mich stündlich übergeben. Trotz einer Gewebeprobe gab es keine Diagnose.

(c) Jennifer Meisner* („undefinierbare“ weiße Flecken besonders an den Beinen)

2013 schwollen meine Brüste schließlich stark an. Sie wurden hart wie Steine und glühten wie Feuer. Ein befreundeter Schönheitschirurg empfahl mir ein paar Mittel zur Linderung der Beschwerden. Ich hatte solche Schmerzen, dass ich dachte, meine Brüste würden regelrecht absterben. 2013 lag ich auf der Intensivstation, Verdacht auf Herzinfarkt. 2017 hatte ich am ganzen Körper einen weiteren riesigen Hautausschlag. Ich war weiß gepunktet wie ein Dalmatiner. Meine Sehkraft hat sich von einem Tag zum anderen Tag von -0,5 auf -1,75 Dioptrien verschlechtert. Hierzu meinten die Ärzte, ich sei kerngesund. Es kam niemand darauf, dass die Punkte auf der Haut und die rapide Verschlechterung der Sehkraft womöglich eine allergische Reaktion auf die Implantate sein konnten. Es gab also keine Diagnose, sondern gerade mal den Hinweis, dass es ja normal sei, wenn die Sehkraft „im Alter“ nachlasse…

2017 bis 2018 litt ich das ganze Jahr über an starkem Durchfall. Egal, was ich aß, ich bekam innerhalb von 30 Minuten Blitzdurchfall. Ein normales Leben ist seither nicht mehr möglich für mich. Trotz des Durchfalls nahm ich weitere 15 kg zu. Zahlreiche Magen-Darmspiegelungen kamen nur zu der Diagnose „Da ist alles ok“, trotz vermehrtem Blut im Stuhl. Die Ärzte waren ratlos. Ich sollte Stress meiden oder doch mal Antidepressiva nehmen…

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Im August 2018 war dann mein endgültiger Tiefschlag. Ich konnte nicht mehr! All meine Krankheiten wurden immer mit Antibiotika bekämpft, ohne je den Grund für die diversen Symptome zu finden. Ich bin nun gegen viele Medikamente allergisch und resistent. Ich begab mich dann als Akutpatientin in eine psychosomatische Akutklink. Lange genug wurde mir von den Ärzten eingeredet, dass ich mir vieles nur einbilde oder dass alles nur psychosomatisch sei, und das trotz der sichtbaren Krankheiten und Werte, wie die Hautausschläge und die schlechten Blutwerte.

Nach der ersten Nacht in der Klinik merkte ich sofort, dass ich dort fehl am Platz war. Ich wusste, dass ich keinen psychischen Knacks habe, sondern mein Körper einfach nur krank ist und die Ursache nun endlich gefunden werden musste. Ich hielt es in der Klinik 20 Tage aus und flüchtete dann regelrecht. Geholfen wurde mir nicht! Alles verschlimmerte meine ganze Situation nur.

Mein Hausarzt in München stand mir knapp fünf Jahre zur Seite. Ich fühlte mich bei ihm eigentlich wohl und verstanden, trotz der ständigen Krankheiten und wöchentlichen Arztbesuche. Aber die letzten sechs Monate ging ich nach Terminen bei ihm immer unter Tränen nach Hause. Er betonte dann wortwörtlich, er hätte „für meinen Scheiß keine Zeit“. Er meinte, ich solle auswandern, denn Deutschland täte mir wohl nicht gut, weil ich ständig krank sei. Er belächelte mich nur noch und mobbte mich regelrecht aus seiner Praxis. Er hat mich nun also auch aufgegeben, wie schon alle anderen Ärzte zuvor.

(c) Jennifer Meisner* (ekzematische Reaktionen nach jeder Mahlzeit…)

Nun, Ende August, wurde ein sehr seltener Riesenzell-Tumor bei mir im rechten Knie entdeckt. Nur knapp zwei Monate nach der Knie-OP kann ich immer noch nicht richtig laufen. Meine Wundheilung ist miserabel und der Entzündungswert im Blut wieder auf Hochtouren. Seit meiner Brust-OP gab es keinen Tag, an dem ich mich gesund und voller Energie fühlte. Mein bester Freund sagte letztens erst, dass er mich noch nie gesund sah.

Ich bin mit meinen jungen 32 Jahren seither geplagt mit täglichen Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, allergischen Reaktionen, Rückenschmerzen, Niedergeschlagenheit, ständiger Ermüdung, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Panikattacken, täglichen Fieberschüben, Depressionen, einer Schilddrüsenunterfunktion und wechselnder Sehkraft. Mein Immunsystem ist am Boden. Ich nehme alles an Viren mit, die um mich rumschwirren. Neuerdings habe ich Herpes.

Rund alle zwei Monate habe ich einen so starken Infekt, dass ich dann doch wieder Antibiotika nehmen muss. Mein Stoffwechsel ist laut Analyse auf „0“. Sobald ich Sport mache, werde ich krank. Vor ein paar Wochen war ich mit dem Verdacht auf Lungenembolie beim Arzt. Ich kann nicht mehr! Meine Kräfte sind nun am Ende und mein Körper ist schwach und kein Arzt nimmt mich für voll.

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FRIEDA: Wussten die von Ihnen konsultierten Ärzte denn, dass Sie Silikon-Implantate tragen und wenn ja, hat dann nie einer der Ärzte den doch eigentlich schon für medizinische Laien sehr naheliegenden Zusammenhang zwischen den Symptomen und den Silikon-Implantaten gesehen?

Jennifer Meisner: Bei den meisten Ärzten muss man als neuer Patient einen Anamnesebogen ausfüllen. Dort habe ich immer vermerkt, dass ich eine Brust-OP hatte. Aber bis dato haben weder Ärzte noch die behandelnden Krankenhäuser meine Symptome mit meinen Brustimplantaten in Verbindung gebracht. Lediglich meine Mutter fragte mich mal besorgt, ob das alles vielleicht an den Brustimplantaten liegen könne. Aber ich verneinte es, da ich ja sonst keine Schmerzen oder Probleme mit den Implantaten direkt hatte.

FRIEDA: Wie hat Ihr Umfeld, also Familie, Freundes- und Kollegenkreis, auf Ihre Symptome reagiert?

Jennifer Meisner: Leider nahm mich, wie gesagt, kein Arzt ernst. Auch meine Familie war mit der Situation überfordert. Ich wurde immer als Hypochonder abgestempelt. Angeblich war alles nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit oder einfach eine Ausrede, um nicht arbeiten zu müssen. Selbst das wurde mir unterstellt. Sogar mein Vater nahm an, dass mein Knietumor „erfunden“ sei und ich doch gar nicht operiert werden müsse. Er musste sich erst vergewissern, ob ich auch wirklich eine OP-Narbe hatte und dass im Arztbericht wirklich ein Riesenzelltumor dokumentiert worden war.

Leider habe ich inzwischen kein beständiges gesellschaftliches Umfeld mehr. Ich hatte meinen Freunden nichts Positives mehr zu erzählen. Ich war ja leider immer krank und alle wendeten sich ab von mir.

FRIEDA: Wie ist Ihre gesundheitliche Situation heute konkret?

Jennifer Meisner: Mein gesundheitlicher Zustand ist am Tiefpunkt. Jeder Rentner überholt mich zu Fuß. Jede körperliche Überanstrengung macht mich krank. Mein voller Fokus liegt nun darauf, gesund zu werden. Als ich nun durch FRIEDA-online und verschiedene TV Reportagen letzte Woche darauf aufmerksam wurde, dass es wirklich einen Grund namens „Breast Implant Illness“ für meine unzähligen Krankheiten gibt, heulte ich erst einmal zwei Tage lang durch.

Ich fühlte mich nun endlich verstanden und habe die Ursache meiner Krankheiten gefunden, doch Angst und Hilflosigkeit prägen mein Leben immer noch. Wie geht’s nun weiter? Die Brustimplantate machen mich krank, so wie viele andere Frauen auch. Ich sitze Tag und Nacht vor dem Laptop und versuche, hilfreiche Informationen zu sammeln. Wenn die einzige Heilung eine Explantation der Implantate ist, werde ich dies in Erwägung ziehen. Ich werde aber nichts überstürzen und nicht voreilig handeln. Meine nächsten Schritte werden wieder, wie gehabt, in einen Ärztemarathon ausarten, aber diesmal mit dem Wissen, woran mein kranker Körper leidet. Es gibt spezielle Bluttests, die eine Reaktion auf Silikon testen und viele mehr.

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Ich orientiere mich seit einer Woche naturheilkundlich in der Hoffnung, dass ich durch eine ganzheitliche Entgiftung meines Körpers schrittweise wieder ins Gleichgewicht komme. Eine große Hilfe sind für mich die Bücher von „Anthony William“ und zahlreiche Youtube-Videos über ihn. Er hat schon seit seiner Kindheit die Gabe, sehr genaue Informationen über den Gesundheitszustand der Menschen zu empfangen. Er nimmt nicht nur sehr präzise die Symptome wahr, sondern weiß auch, wie sie zu heilen sind. Er ist der heutigen Schulmedizin meilenweit voraus.

Eine weitere große Stütze sind auch die Frauen auf der Facebookseite „Krank durch Brustimplantate“. Diese Community von selbst schwer erkrankten Frauen durch Brustimplantate hilft mir durch zahlreiche Informationen, wie ich nun weiter vorgehen kann und sollte, um wieder gesund und glücklich zu werden. Die Frauen dort berichten über ihre Krankheiten und empfehlen Ärzte. Auch informieren sie über ihre Explantation. Solche wichtigen Informationen habe ich nach zehn Jahren Krankheit von keinem der von mir konsultierten Ärzte erhalten! Ich weiß im Moment gar nicht, wie es weitergehen soll. Ich bin einfach nur erschöpft und erhole mich noch von meiner Tumor-Operation. Aber ich bin zuversichtlich, irgendwann wieder gesund zu sein.

FRIEDA: Abgesehen von der Facebook-Seite: Gibt es in Ihrem näheren Umfeld weitere Frauen, die sich Silikon implantieren ließen und die Folgeerkrankungen haben?

Jennifer Meisner: Als ich durch FRIEDAs Blog über die Krankheit von Brustimplantaten und Links über die TV-Reportage „Tickende Zeitbombe“ an meine Mädels verschickte, kamen verschiedene Reaktionen. Eine Freundin erzählte mir dann offen, dass genau diese Krankheiten der Grund gewesen sei, dass sie Anfang 2018 ihre Implantate entfernen ließ. Sie hatte so viele Entzündungen im Körper, dass man ihr sogar in der Not-OP die Gebärmutter entfernte. Sie nahm dann an vielen Heilpraktiker-Seminaren teil und fand die Lösung ihres schlechten Zustandes: ihre Brustimplantate! Nur leider zu spät. Ihre Gebärmutter ist nun in ihren jungen Jahren entfernt worden.

Bei einer anderen Freundin stieß ich leider auf Widerstand. Sie hat seit einem Jahr eine schmerzhafte Verkapselung in beiden Brüsten. Ihre neue Silikon-Implant-OP steht Anfang Dezember an und sie möchte nichts über meine gewonnenen Erkenntnisse in Bezug auf die Risiken wissen. Sie möchte schöne Brüste und an die Horror-Nebenwirkungen glaubt sie nicht.

Hätte mich damals jemand so aufgeklärt, wäre ich diesen Schritt einer OP nie gegangen. Die Symptome kommen schleichend. Viele aus der Facebook-Community berichten, dass es bei ihnen zuerst zu einer Verkapselung kam. Eine Verkapselung ist ein Abstoßen des Implantats vom Körper. Allein da müsste doch jedem ein Licht aufgehen, dass der Körper das Silikon nicht toleriert. Ich selbst hatte keine Verkapselung. Deswegen war mir auch nie klar, dass ich meinen Körper mit dem Silikon vergiftet habe.

FRIEDA: Wie es die Vergangenheit immer wieder zeigte, werden Ärzte fast nie für ihr gesundheitsgefährdendes Verhalten zur Rechenschaft gezogen. Überlegen Sie, den Arzt, der Sie damals operierte, juristisch zur Rechenschaft zu ziehen oder kennen Sie Frauen, die schon auf Schadensersatz klagen?

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Jennifer Meisner: Meine gewonnenen Informationen über die wahren Ursachen all der Symptome habe ich ja erst seit einer Woche. Mit dem rechtlichen Hintergrund habe ich mich noch nicht auseinandersetzen können. Ich werde selbstverständlich demnächst meinen Arzt kontaktieren und ihn zur Rede stellen. Auch hoffe ich, dass er mir die Implantate wieder entfernt – und zwar kostenlos.

FRIEDA: Unser neuer Gesundheitsminister Spahn (CDU) sowie viele andere Politiker, etliche davon auch aus der FDP, würden die Naturheilkunde und den Beruf des Heilpraktikers am liebsten ganz eliminieren. Das überrascht nicht weiter, sieht man sich mal die Biografien und Kontakte dieser Politiker an. Im Artikel 2 unseres Grundgesetzes wird allerdings das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, auf Leben, auf körperliche Unversehrtheit und die Freiheit definiert.

Sie haben selbst erlebt, dass die Ärzteschaft weder ausreichend ausgebildet zu sein scheint noch über das Zusammenwirken von toxischen Substanzen mit dem menschlichen Stoffwechsel informiert ist. Ähnliches berichteten auch schon die beiden Damen, die aufgrund ihrer Hormonspirale schleichend erkrankten, nachzulesen in dem Interview „Kundenbindung mittels Hormonspirale“. Auch meine Interviewpartner zu den Themen „Impfaufklärung“ machten immer wieder niederschmetternde Erfahrungen mit Ärzten. Sie suchen nun, wie viele andere chronisch kranke und von der Schulmedizin enttäuschte Menschen auch, Hilfe in der Naturheilkunde. Sollte es Ihrer Ansicht nach nicht Aufgabe des Staates sein, Materialien umfassend prüfen zu lassen, bevor sie als „Werkstoffe“ für den menschlichen Körper zugelassen werden?

Jennifer Meisner: Wie schon zuvor erwähnt, litt ich gut ein Jahr lang unter Blitzdurchfall. Kein Arzt konnte mir helfen! Durch eine Freundin meiner Mutter wurde uns ein Klima-Solegerät empfohlen, welches Allergien lindert und sogar heilen kann. Der Entwickler darf mit diesem Gerät nicht werben und wurde vom Gesundheitsministerium abgemahnt. Wieso? Ganz einfach, man verdient an einem Pollenallergie-Patienten durch krank machendes Cortison-Nasenspray mehr als daran, ihn ganzheitlich zu heilen. Das Klima-Solegerät ist der einzige Grund, warum ich keinen Blitzdurchfall mehr habe und überhaupt wieder vor die Tür gehen kann. Mein bester Freund leidet unter einer starken Pollenallergie. Mit diesem Gerät kann er nun wieder ohne Symptome durchschlafen. Ich bin inzwischen der Meinung, dass wir absichtlich vergiftet werden, denn kranke Menschen bringen viel Geld ein.

FRIEDA: Was würden Sie heute Frauen raten, die mit dem Gedanken einer Brust-OP spielen?

Jennifer Meisner: Ich würde jeder Frau meine Geschichte erzählen, dass ich viele Jahre meiner Jugend verloren habe. Ich würde sie aufklären, was die Ärzte leider nicht tun. Ich kann und will niemanden bevormunden, aber ich werde, so umfassend ich kann, über meine Erfahrungen informieren. Letztendlich hat man nur diesen einen Körper und jeder ist selbst dafür verantwortlich. Ich werde also in Zukunft alle Frauen, die offen dafür sind, aufklären in der Hoffnung, wenigstens einige vor solch enormen Krankheitsauswirkungen, wie bei mir, zu schützen.

FRIEDA: Was macht Ihnen im Moment Hoffnung?

Jennifer Meisner: Mir gibt der Austausch mit anderen Betroffenen Kraft. Endlich bin ich nicht mehr alleine. Endlich versteht man mich. Ich setze nun alles auf die Naturheilkunde von Anthony William und hoffe, dass ich mit entsprechender Unterstützung meinen Darm und mein ganzes Immunsystem wieder in Ordnung bekomme. Ich versuche, meinen Körper von dem ganzen Gift zu reinigen und hoffe, dass ich einen sehr guten Arzt finde, der mich unterstützt und mir die Implantate entfernt.

FRIEDA: Ich danke Ihnen sehr für Ihren Mut, Ihre Geschichte zur Verfügung zu stellen und wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

*Der Name wurde aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geändert.

Anmerkung: Angesichts der Flut von Verordnungen und Paragraphen, von denen viele bei genauerem Hinsehen das, was natürlich und heilsam ist, verhindern, stellt sich mir die Frage, warum es noch immer keine Verursacherhaftung für die Hersteller von Werkstoffen – sei es im Gesundheitsbereich oder im Baugewerbe oder anderswo – gibt. Abgeordnete des Bundestages „genießen“ übrigens die so genannte Indemnität. Damit ist die Freistellung von straf- und evtl. zivilrechtlicher Verfolgung gemeint, die als „Verfahrenshindernis“ in Strafprozessen ausgelegt werden kann. Konkret heißt das: Man kann Abgeordnete zwar anzeigen, geht dabei das Risiko ein, dass Nachweise ohnehin schwer beizubringen sind, und eine Strafverfolgung würde sowieso eher nicht stattfinden.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmals auf „FRIEDAs Parteienumfrage zur Gesundheitspolitik“ verweisen. Knapp vier Jahrzehnte ist es her, dass ich in den Biologie- und Ernährungsphysiologie-Leistungskursen immerhin ein brauchbares Basiswissen in Bezug auf Stoffwechselphysiologie, Cytologie, Ökologie, Genetik und Verhaltensforschung vermittelt bekam. Im Rahmen einer späteren Ausbildung zur Biologisch Technischen Assistentin konnte ich dieses Wissen vertiefen. Eigene Recherchen in den Bereichen Toxikologie und Neurobiologie sorgten bei mir für weitere Schlussfolgerungen. Doch anscheinend werden solche Kenntnisse im Medizinstudium nicht oder nicht ausreichend vermittelt. Warum nicht?

Im Zuge neuerlicher Recherchen zum Thema „Brust-Implantate“ schrieb ich jüngst etwa 40 Kliniken an, die Brust-Operationen mit Silikon-Implantaten anbieten – mit folgendem Text, der – fallweise – geringfügig modifiziert wurde:

Guten Tag Frau/Herr Dr. XXXX,

als freie Journalistin beschäftige ich mich u.a. mit medizinischen/alternativmedizinischen Themen. Da ich viele davon nicht (oder nicht so, wie ich möchte…) in den Medien unterbringen kann, habe ich seit Ende 2016 ein eigenes online-Magazin – FRIEDA-online (Link unten)

Dort veröffentlichte ich im Februar 2017 ein Interview mit einer Dame aus der Schweiz, die eine Selbsthilfegruppe für silikongeschädigte Frauen ins Leben gerufen hat.

https://frieda-online.de/risiko-silikonimplantate/

Wie ich sah, sind auch Sie in dem Bereich „Plastische Chirurgie“ tätig.

Nachdem der Focus jüngst auch das heikle Thema der Risiken von Brustimplantaten aufgriff, stieg die „Frequenz“ meines Interviews rapide an. Einige betroffene Frauen setzten sich seitdem mit mir in Verbindung und berichteten, oft telefonisch und unter Tränen, wie krank sie von den Implantaten geworden seien. Es handelt sich oft um einen schleichenden Prozess. Ähnliches berichteten mir auch Frauen, die sich wegen ihrer Erkrankungen, die aus der Hormonspirale resultierten, an mich gewandt haben.

https://frieda-online.de/kundenbindung-mittels-hormonspirale/

Von einer Therapeutin, die Patientinnen betreut, die aufgrund von Botoxnebenwirkungen bei ihr nun naturheilkundliche Hilfe suchen, weiß ich zudem, dass auch in diesem Bereich die Aufklärung über mögliche Folgeerkrankungen seitens der Ärzte im Vorfeld sehr lückenhaft gewesen ist.

Meine Fragen an Sie: Inwieweit beinhaltet die medizinische Ausbildung Informationen über die Stoffwechselphysiologie (z.B. über den Citratcyclus) des Menschen und inwieweit spielt das Thema Toxikologie in der Ausbildung eine Rolle? Ferner: Inwieweit wird der Einfluss von Mikronährstoffmangel auf die Ursachenkaskade von Krankheiten im Medizinstudium behandelt? Haben Sie schon einmal etwas von der Mitochondrien-Medizin gehört?

Haben Sie das Gefühl, dass Ärzte in der Hinsicht ausreichend ausgebildet worden sind? Sind Sie der Ansicht, dass das Abfragen theoretischer Lerninhalte, das ja im Medizinstudium oft per Multiple Choice erfolgt, eine tiefere Verankerung von Informationen begünstigt oder womöglich nur dazu dient, „Auswendiggelerntes“ abzufragen? Wäre mehr interdisziplinärer Austausch im Medizinstudium ((Neuro-) Biologie, Physik, Ökotrophologie etc.) womöglich sinnvoll? Könnten Sie sich vorstellen, dass es zudem eine Interaktion zwischen „Psyche und Substanz“ geben könnte, dass also implantierte Materialien nicht nur den Organismus, sondern auch Seele und Geist beeinflussen, also wesensverändernd wirken könnten?

Und generell: Inwieweit hängt „authentische Weiblichkeit“ nach Ihrer Überzeugung von der Optik der Brüste ab?

Über eine Beantwortung meiner Fragen würde ich mich freuen, zumal ich nicht nur ein großes öffentliches Interesse in dem Thema sehe, sondern besonders auch ein gesundheitspolitisches.

Freundliche Grüße…

Auf die Antworten bin ich zumindest gespannt, sofern überhaupt welche kommen, denn noch hat keine einzige der Kliniken reagiert…

FRIEDAs Kaffeekasse:

 

Danke.

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und viele andere mehr… 😉

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