Bewusstsein – Was sind wir wirklich?

Über das Wirbel-Weltbild

Auf das 17. Jahrhundert geht das mechanistische Weltbild zurück. Es prägt seitdem nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche und wurde zu einem Paradigma, das das menschliche Sein und die Naturwissenschaften rein rational zu erklären versucht. Dieses Weltbild dominiert heute noch entscheidend die etablierte Wissenschaft. Die Entwicklung dieses Weltbildes ging vermutlich auch mit der (vorwiegend männlichen…) Interpretation gewisser Bibelaussagen einher, sich „die Erde untertan zu machen“, was zu dem Denken verleitete, die Herrschaft des Menschen über die Natur zu legitimieren. Besonders der französische Philosoph und Mathematiker René Descartes war ein Vertreter dieser rationalen Weltsicht, was in seinem 1637 entstandenen Werk „Discours de la Méthode“ und der Aussage „maître et possesseur de la nature“ (Meister und Besitzer der Natur…) deutlich wird. Doch welche Konsequenzen hat dieses mechanistische Weltbild für die Natur? Und hält es neueren Erkenntnissen aus der Quantenphysik noch stand? Oder unterliegt das Sein womöglich ganz anderen Wechselwirkungen als den bislang rational erklärten? Ist womöglich alles irgendwie miteinander verschachtelt?

Buch direkt bestellen

Diesen und anderen Fragen geht die Physikerin, Programmiererin und Heilpraktikerin Gabi Müller aus Neuwied nach. Sie schrieb das Buch „Viva Vortex – Alles lebt – Quanten sind Wirbel, sind verschachtelte Rückkopplungen“ und sie gründete zusammen mit Ingrid Schröder, Immobilienkauffrau, Vedische Astrologin und Autodidaktin, und einigen anderen interessierten Menschen, den Verein Perlenschnur e.V.i.Gr. mit Sitz in Wöllstein, Rheinland-Pfalz. Gabi Müller ist der Ansicht, Physik könne nur den Schatten der Wirklichkeit erfassen und neige daher zu Fehlinterpretationen, doch Analogieschlüsse, auf die sich die Physik beziehe, seien auch für andere Ebenen des Seins gültig, für „die Stoffe hinter dem Stoff“.

Ziel des Vereins Perlenschnur e.V.i.Gr. ist es, über Themen, die das Sein im engeren und weiteren Sinne betreffen, im größeren Kontext zu diskutieren. Grundlage ist dabei ein Weltbild, das sich auf Wirbel stützt und das davon ausgeht, dass alles mit allem verbunden ist – Materie und Geist somit miteinander interagieren. Die Beiträge der Menschen, die sich für das Wirbel-Weltbild interessieren und die Impulse jener, die sich auf ihre Weise mit diesem Konzept schon näher auseinandergesetzt haben, werden als Perlen betrachtet. Daher der Vereinsname Perlenschnur.

FRIEDA im Gespräch mit Gabi Müller und Ingrid Schröder

FRIEDA: Wie sind Sie eigentlich als Physikerin und Informatikerin dazu gekommen, Zusammenhänge zwischen Materie und Geist näher zu untersuchen?

Gabi Müller: Es fing im Sommer 1989 mit einer Gemälde-Ausstellung in Ost-Berlin an. Die Bilder hatte ein Maler aus Kiew gemalt, in Öl oder Aquarell. Zu ihm waren eine Reihe sehr menschenähnliche Außerirdische gekommen, damit er sie porträtierte. Zu jenem Zeitpunkt war er noch gar kein Maler, und eigentlich sehr krank, aber diese Gabe hatte er fortan und zum Dank machten sie ihn vollkommen gesund. Diese Geschichte wurde den Besuchern der Ausstellung erzählt und ich glaubte sie natürlich nicht. Aber jedes Bild hatte eine Stelle, die sich deutlich so anfühlte, als ob von ihr eine Kraft ausging. Das war verblüffend. Man konnte es überprüfen: Es waren nur Leinwand und Farbe, keine erkennbaren magnetischen oder andere Zwischenschichten. Ein russischer Professor hätte diese Kräfte gemessen, wurde im Vortrag gesagt. Ich wollte unbedingt wissen, wie er das tat, nahm Kontakt mit ihm auf und lud ihn später ein, einen Vortrag bei der Akademie der Wissenschaften der DDR zu halten. So begann es.

„Hochhausfeeling“ im Unterholz … Foto: Christian Bisbo Johnson https://unsplash.com/photos/TnzAK9Hhe8E?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText

Kurz darauf kam die Wende, unsere Abteilung wurde aufgelöst. Während der Kurzarbeit begann ich aus Neugierde eine Ausbildung zur Heilpraktikerin, an deren Ende eine Gemeinschaftspraxis mit einem georgischen Arzt und Heiler stand, der mir jeden Tag zeigen konnte, dass so gut wie nichts vom materialistischen Weltbild meiner Studienrichtung richtig sein kann.

Ich wollte verstehen, was ich erleben durfte, und es ergaben sich viele Lehrjahre in Richtung Spiritualität. Gleichzeitig setzte ich mein Hobby für mathematische Fraktale fort. Ich verschlang alle verfügbaren Bücher über Chakren, wie die von Ann Brennan, eine amerikanische NASA-Physikerin, die Geistheilerin wurde, erlernte Drunvalos Merkaba-Meditation und veröffentlichte seit 1996 meine Hypothesen zu deren Erklärung sowie über die ‚Iterationen der biologischen Welt‘ in der raum&zeit. Das brachte mich wieder mit entsprechenden kreativen Leuten zusammen.

Inzwischen erschienen erste Bücher von und über Viktor Schauberger auf Deutsch, und auch in meinem Internet-Forum „Zauberspiegel“ meldeten sich Erfinder mit unglaublichen, physikalisch „unmöglichen“ Erfahrungen. Ich hatte eine Art Puzzle zusammenzusetzen und bin immer noch dabei. Aber seit 2004 ist für mich klar: Hinter allem stecken räumliche Wirbel, hierarchisch verschachtelt und als lebendig zu bezeichnen, egal, ob sie aus Wasser, aus Luft oder den vielen Stoffen dazwischen sind, die von aurasichtigen Menschen wie Barbara Ann Brennan, Annie Besant oder C.W. Leadbeater wahrgenommen werden konnten. In deren Büchern findet man Zeichnungen, und manche meiner Patienten begannen wieder Hoffnung zu schöpfen, dass sie doch nicht verrückt waren, als ich ihnen diese Zeichnungen zeigte und ihnen erklärte, dass sie „nur“ spontan aurasichtig geworden waren. Der Neurologe hatte ihnen schwere Neuroleptika verschrieben, weil sie nach seiner Meinung „zu viel“ sehen konnten. In Gegenwart meines sensitiven Kollegen konnte ich selbst auch Aura sehen. Seine Anwesenheit, sein starkes Biofeld, transformierte die Realität für mich mit.

Buch direkt bestellen

FRIEDA: Was ist denn unter einem Wirbel-Weltbild zu verstehen?

Gabi Müller: Wir sehen ja immer nur feste Stoffe oder erkennbare Flüssigkeiten, aber wir sehen nicht wirklich, wie sie aufgebaut sind. Sie sind allesamt nur Kerne von Wirbeln, genau wie der saugende Schlauch eines Tornado oder Wirbelsturmes. Weil dort alles dichter wirbelt und zum Teil verunreinigt ist, kann man es sehen. Aber im verdünnten Unsichtbaren, weit weg vom Wirbelkern, kommt die Luft als Wind zurück, sie muss ja im Kreis fließen. Der Ast oder Zweig eines Baumes ist auch nur Kern, aber seine Aura erstreckt sich in eine Entfernung von einigen Metern. Das ist die Hülle des zugehörigen Wirbels. Jeder Astabschnitt hat eine eigene torusähnliche Auraform. Genauso verhält es sich mit allen Verästelungen in unseren Organen. Ihre Zuflüsse bzw. Überwirbel kennt man aus der Akupunktur als Meridiane.

FRIEDA: Im Vorgespräch sagten Sie, der Begriff Quantenphysik werde inzwischen von allen möglichen Menschen herangezogen, allerdings oft missverständlich interpretiert. Was meinen Quanten Ihrer Ansicht nach?

Gabi Müller: Ein Quant ist ein abstrakter Begriff. Er verhindert ein Bild als Vorstellung. Nicht einmal die Physiker können erklären, warum etwas quantisiert vorkommt. Würden sie stattdessen sagen, es sind quantisierte Wirbel, die sich der Umgebungsschwingung anpassen müssen, um sich aus ihr zu ernähren, wird alles klar. Doppelte und mehrfache Wellenlängen erlauben die aufbauende Resonanz; alle unpassenden Größen dazwischen müssen „verhungern“. Was übrigbleibt, ist quantisiert in Frequenz und Größe (Wellenlänge).

FRIEDA: Wie interagiert der Geist mit dem Körper auf der Basis des Wirbel-Weltbildes?

Gabi Müller: In jedem Wirbel bildet sich eine saugende Kraft in Richtung zur schnellsten Strömung hin. Das nennt man von außen Anziehungskraft, das innere Leersaugen (wie im Schlauch des Tornado) kann man als Masse bezeichnen. In den neuen Unterdruck hinein fließt nun ein Ausgleichsfluss, der viel feiner ist und dieser gehört zu einer höheren Hierarchie. Diese macht wiederum irgendwo Platz frei, wo ihrerseits etwas noch Feineres nachfließen muss (immer wie beim Leeren einer Flasche: Luft muss Wasser ersetzen). Auf diese Weise bekommen die „höchsten Kreise“ jede kleinste Bewegung mit. Andererseits bildet sich das Gröbere erst als Masse aus (Innere ‚Leere‘ des Wirbelkerns), wenn Feineres wirbelt, also können Bewohner höherer Welten bewussten Einfluss nehmen auf tiefere. Welche Konsequenzen das hat, auch für unser Bewusstsein, genau das ist auch Inhalt unserer Veranstaltungen.

FRIEDA: Wie definiert sich das Wort „Lebendig“ aus dem Wirbel-Weltbild heraus?

Gabi Müller: Die gesamte Welt besteht aus Wirbeln in Wirbeln. Kein einziger Wirbel kann lange ohne seine Einbindung in den Überwirbel, der ihn trägt und füttert, existieren. Es ist eine riesige Ordnung, die alles zusammenhält und die sich selbst stabilisiert. Starke Störungen können auch Systeme zusammenbrechen lassen, sofern der dahinterliegende Geist dies erlaubt. Es gibt keine Trennungen, sondern nur Materie in verschieden Mikrostrukturgrößen, die auch wieder Wirbel sind. Alles zusammen ist EIN WESEN, zu dem wir auch gehören. Aus diesem Grund kann jemand mit einer Pflanze sprechen oder mit einer Kaffeetasse, ohne verrückt zu sein. Denn beide haben einen Hauptwirbel, der ihre Existenz bewirkt und gleichzeitig wie eine Antenne in hochgeistige Welten reicht, die dort ohne Filter hindurchreichen. Unser Verstandesbewusstsein via Hirn ist jedoch voller Filter, wodurch es sich selbst von dieser Art der Wahrnehmung abschneidet. Die Kaffeetasse als Transmitter ins Bewusstseinsnetz hat dieselbe Funktion wie eine Brille fürs Auge. Am leichtesten soll es mit Bäumen gehen; sie haben tiefe Erdung und Millionen Blätter zum variantenreichen Singen des uns versperrten All-Wissens.

DVD direkt bestellen

FRIEDA: In dem Interview „Fraktale – Was haben sie mit uns zu tun?“ sagt mein Interview-Partner Matthias Alexander Pauqué, dass die Schöpfung als Grundprinzip bestimme, wie sich alle Formen entwickeln, wie sie gestaltet und aufgebaut werden. Wann und wie sich Formen nach diesem Urprinzip bildeten, hänge aber vom Geist ab, der Materie gestaltet, so ähnlich wie bei einem Magnetfeld, das Eisenspäne sortiert. Der Geist oder das Denken sehr vieler Menschen ist heutzutage auf die Technik fixiert, auf Gewinnmaximierung und wirtschaftliches Wachstum. Das führe ich nicht zuletzt auf das Denkmodell „Und macht euch die Erde untertan“ zurück, denn die Natur mit ihren ihr eigenen Rhythmen wird dabei immer weniger berücksichtigt. Seen wurden aufgestaut, Fließgewässer begradigt, das Artensterben nimmt zu und die Gebäude der Banken und Konzerne sind heute höher als die spiritueller Zentren. Worin liegt der Gewinn der Erkenntnisse des Wirbel-Weltbildes für die Natur und das gesellschaftliche Zusammenleben in der Zukunft?

Gabi Müller: Wir können seit den Erkenntnissen des Naturforschers Viktor Schauberger erklären, warum ein Mäander sich bilden will und es dürfen sollte. Die von Menschen unberührte Natur hat eine hohe Ordnung, die von nichts übertroffen werden kann. Sie kann von uns nicht verbessert, nur gestört werden. Gebilde wie Banken sind auch nur Stauseen, die natürliche (Geld-)Flüsse behindern, weil sie nur das fördern und anregen, was über Rückflüsse zur monsterhaften Vergrößerung des Stausees führt.

Wir müssen insgesamt lernen, uns den natürlichen Zyklen unterzuordnen. Es ist ein fein aufeinander abgestimmtes Räderwerk. Wenn wir aus Überheblichkeit dort eingreifen, schaden wir anderen Lebensformen, die auch für uns lebensrelevant sein können, obwohl wir dies noch nicht wissen.

FRIEDA: Was haben Fraktale mit Wirbeln zu tun ?

Gabi Müller: Fraktale entstehen aus ständig wiederholten Rückkopplungen, die in gewissen Fenstern stabile Ergebnisse liefern. Jeder Wirbel-Umlauf ist eine Wiederholung des gleichen Vorgangs und vollkommen angepasst an die Gegebenheiten der Umgebung. Er ist eine neue Iteration. Da die meisten Wirbel auch Eigenbewegung haben, verändert sich ihre Umwelt. Auch das Sonnensystem kommt in immer neue Bereiche der Galaxis, mit veränderter Hintergrund-Dichte, mehr oder weniger Staub, Korpuskeln oder anderen Turbulenzen (Feldern). Im mathematischen Fraktal heißt das, der Punkt wird verschmiert, die wiederholbare Schärfe der Parameter ist in der Realität nicht gegeben. Die Folge ist ein Anpassen der Stabilitäts-Muster, ein Lebendigwerden des „Bildes“. Eigentlich ist es ein Atmen, weil der Wirbel seinerseits in seinem Überwirbel einen Umlauf macht, und dann wiederholt sich viel, aber nicht alles, denn auch der Überwirbel bewegt sich seinerseits vorwärts im noch größeren System.

FRIEDA: In letzter Zeit bekommen wir durch die Medien häufig mit, dass es seltsam erscheinende Unfälle gibt, wo Busse oder Autos in Menschenmengen oder Gebäude rasen. Ohne jetzt einmal die Verschwörungstheoretikerschublade als Erklärung heranzuziehen, kam mir ein anderer Gedanke. Bei der Elektrizität ist es ja so, dass man immer „Erdung“ als Potenzialausgleich braucht, um Kurzschlüsse zu verhindern. Sieht man sich die Städte an, so dürfte die Schlussfolgerung naheliegen, dass dort immer mehr öffentlicher Raum zubetoniert und Investoren zu Spekulationszwecken überlassen wird. Meistens entstehen neue Einkaufszentren oder in den Randgebieten so genannte Gewerbe-Parks, wobei ich in dem Zusammenhang den Begriff „Park“ mehr als unangemessen finde. Es mangelt also, gerade in Städten, an direktem Kontakt mit der Erde in ihrer natürlichen Form. Elektrische Ströme spielen ja auch in unserem Organismus eine entscheidende Rolle, etwa im Nervensystem oder aber auch bei den Zellmembranen. Könnte es sein, dass die Zunahme an Kurzschlussreaktionen bei Menschen buchstäblich etwas mit mangelnder Erdung zu tun hat? Mit anderen Worten: Fehlt es an Anbindung zur Natur, knallt dann öfter mal eine Sicherung durch?

Buch direkt bestellen

Gabi Müller: Wir sollten uns selbst nicht so viel Asche aufs Haupt streuen. Intuitiv merkt jeder, dass es so nicht gutgehen kann, dass etwas an der derzeitigen Lebensweise nicht stimmt. Vieles wurde uns aufgezwungen, und in der Regel wissen wir nicht einmal von wem oder was. Wir werden absichtlich verbildet, verwirrt und vergiftet.

Sich besser anbinden an die Natur würden ja viele gern, sofern sie dann immer noch ihr geregeltes Ein- und Auskommen hätten. Nicht jeder möchte Gärtner oder Bauer sein, jedenfalls nicht in Massenbetrieben, wie es heute praktiziert wird.

Bestimmte Alternativen sind aber aus anderen Lebensräumen und Zeitaltern beschrieben, zum Beipiel in den Büchern von Christa Jasinski über Innererde oder in Megre’s Anastasia-Büchern. Wir verdanken der aktuellen neuen Zeitqualität, dass wir als Menschheit jetzt überhaupt die Chance zur Veränderung bekommen. In Nischen für Einzelne oder kleinen Gruppen bestand diese Chance allerdings schon immer.

FRIEDA: Wie sieht die Vereinsarbeit konkret aus? Sind Veranstaltungen geplant? Wer kann Mitglied werden?

Ingrid Schröder: Wir wollen mit unserem Engagement einerseits das Wirbel-Weltbild in der Form, in der Gabi es sich über mehr als 30 Jahre erarbeitet hat, bekannter machen. Andererseits wollen wir durch die Einbeziehung möglichst vieler anderer Referenten, deren Arbeit auf irgendeine Art und Weise mit diesem Haupt-Thema zusammenhängt, zeigen, dass wir in allen Lebensbereichen auf das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Wirbelgeschehen und deren Wechselwirkungen stoßen, wenn wir nur den Blick dafür schärfen. Jeder wird einen anderen Zugang zu diesem Thema haben oder finden. Es geht nicht nur um ein neues physikalisches Weltbild, es geht um ein neues Weltbild an sich. Dabei ist dieses Weltbild im Grunde überhaupt nicht neu, denn wir finden diesbezügliches Wissen in praktisch allen alten Kulturen.

Dieses Vertrautmachen mit dem Wirbel-Weltbild wollen wir über Veranstaltungen unterschiedlichster Art verwirklichen. Zunächst und als Einstieg sind Tagungen geplant, wo die Grundzüge dargestellt und das Interesse geweckt werden sollen, insbesondere auch das Interesse daran, sich an der Weiterentwicklung dieses neuen Weltbildes aktiv zu beteiligen, durch Diskussionsbeiträge, Fragen und das Einbringen eigener Arbeiten.

Für die Vertiefung kann es dann durchaus auch online-Angebote geben, die sich aus einzelnen Vorträgen oder ganzen Vortragsreihen zusammensetzen. Diese Arbeit soll wachsen, wie ein blühender Organismus, das ist unsere Vision.

Wir wollen die Vereinsarbeit hauptsächlich über die Einnahmen aus diesen Veranstaltungen finanzieren. Daher streben wir keine Massen an Mitgliedern mit Pflicht zur Beitragszahlung an, sondern bieten für alle Teilnehmer an unseren Veranstaltungen befristete Gastmitgliedschaften an.

Das kann je nach Veranstaltung eine Tages-Mitgliedschaft oder eine Trimester-Mitgliedschaft (mit 4 Monaten Dauer) sein. Durch den Teilnahmebeitrag an der Veranstaltung leistet das Gastmitglied seinen finanziellen Beitrag, damit wir die Vereinsarbeit leisten können. Die besteht ja nicht nur darin, Veranstaltungen zu organisieren, sondern auch darin, Forschung zu betreiben bzw. zu unterstützen, Recherchen durchzuführen, Archive anzulegen, die Arbeiten von Wissenschaftlern durchzuarbeiten und für den Normalbürger verständlich aufzubereiten und vieles andere mehr.

Bei den Trimester-Mitgliedschaften gibt es Rabatte für die innerhalb des Trimesters angebotenen Folgeveranstaltungen. So wollen wir dazu beitragen, dass besonders interessierte Menschen es sich leisten können, sich intensiver mit verschiedenen Themen zu befassen. Für den finanziellen Einsatz erhält daher bei unserem Verein jeder unmittelbar eine Gegenleistung in Form der besuchten Veranstaltung. Ohne Veranstaltungsbesuch fällt auch keine finanzielle Forderung an. Dabei kalkulieren wir die Teilnahmebeiträge für die Veranstaltungen so knapp wie nur irgendwie möglich, und wählen auch kostengünstige Veranstaltungsorte, damit jeder, der Interesse hat, teilnehmen kann.

Wichtig ist uns auch, mit unserer Arbeit ein physisches Forum zu schaffen, in dem sich Gleichgesinnte kennen lernen und ihre eigenen Gedanken und Ideen einbringen können. Wir halten es im online-Zeitalter für besonders wichtig, auch persönliche Kontakte zu pflegen und einen Raum zu bieten, wo Menschen einander physisch treffen und persönlichen Austausch pflegen können.

FRIEDA: Physische Treffen mit persönlichem Austausch, idealerweise auch kombiniert mit Tanz, Musik, Kunst und Genuss etc., halte ich auch für besonders wichtig, denn, um abschließend nochmal auf René Descartes zurückzukommen, dürfte uns allein die Ratio nicht zu mehr Lebensfreude und Heilung verhelfen. Descartes trennte das Denken von der körperlichen Natur, wie viele seiner Zeitgenossen und wie viele auch heute noch, besonders Männer. Nicht uninteressant ist in diesem Zusammenhang, dass Descartes in jungen Jahren ein Jesuitenkolleg besuchte (…). In seiner Schrift „Die Leidenschaften der Seele“ geht es eigentlich auch nur um eine Psychologie der Affekte. Ihm dürfte also eine ausgeprägte Kopflastigkeit zu eigen gewesen sein. Seine Biografie lässt Rückschlüsse zu, dass er ein sehr narzisstischer Mann war, unfähig, sich tieferen Gefühlen zu stellen und somit auch nicht in der Lage, sich auf einer tieferen seelisch-emotionalen Herzensebene auf Mitmenschen, besonders auf Frauen, einzulassen, jemand also, der buchstäblich vor dem warmen Ofen erfriert.

Inwieweit das mechanistische, lebensfeindliche Weltbild, das nach wie vor Gefühle – und somit auch das Körperempfinden – ausklammert, noch auf die Gegenwart wirkt, kann sich jeder Mensch selbst beantworten. Ein glückliches Sein braucht mehr als (vermeintlich) logische Erklärungen, egal, um welches Weltbild es sich handelt. Jenseits von rationalen Denkkonstrukten entsteht erst Raum für göttliche Inspiration, oft im Spiel, beim Tanz oder in der Kunst allgemein.

Vielen Dank an Gabi Müller und Ingrid Schröder für die interessanten Antworten und viel Erfolg für den Verein!

Hier nochmals zur Website vom Verein Perlenschnur: http://www.perlenschnur.org/

FRIEDAs Kaffeekasse:

 

Danke.

Verwandte Themen:

Fraktale – Was haben sie mit uns zu tun?, Ein Märchen über einen einst schönen Planeten, Die Heilung der Mutterwunde durch die eigene Stimme, Moby Dick und die Hybris der so genannten Wissenschaft, Von der Harmonie zur Synergie, Technik und Herrschaft, Wissenschaftselite oder Markt der Eitelkeiten?, March for Science oder Dead Man Walking?, Das Globalbrain und unsere Zukunft, Memetik – Gewalt als Bumerang?, Der Geist hat keine Firewall u.v.a.m.

Weitersagen auf

Monetäres für FRIEDAs Kaffeekasse