Artemisia annua für Malariatherapie bewahren!

WHO und EU weiter auf pharmafreundlichem Kurs

Dr. Hans-Martin Hirt (re.) mit einem Mitarbeiter in einem Artemisia-Feld (c) anamed

Die EU hat jüngst die oft als „Königin der Heilpflanzen“ und „Nobelpreis-Heilpflanze“ bezeichnete Artemisia annua als „nicht-zugelassenes neues Lebensmittel“ eingestuft. Damit stellte die EU erneut ihre gehorsame Haltung gegenüber der Pharmaindustrie unter Beweis. Seit Jahrtausenden wird die traditionelle Pflanze erfolgreich gegen Fieber eingesetzt. Artemisia annua (Einjähriger Beifuß) hat sich insbesondere auch in der Malariatherapie bewährt. Pro Tag sterben weltweit etwa 2.800 Menschen an Malaria. Die EU-Entscheidung trifft also genau diesen Personenkreis sehr hart.

Eine besondere Rolle bei der Erforschung der vielseitigen Heilpflanze Artemisia spielt der schwäbische Apotheker Dr. Hans-Martin Hirt. Dr. Hirt, der auch Co-Gründer von anamed e.V. ist, fordert die sofortige Zulassung von Artemisia annua als „Ancient food“ entsprechend Äpfeln und Birnen. Was hat es mit dieser Kategorie „Ancient Food“ auf sich?

Im Mai 1997 hat die EU Lebensmittel in Kategorien eingeteilt. anamed nennt sie: Kategorie A, B und C

Kategorie A: Traditionelle Lebensmittel wie Äpfel, Birnen, Kamillentee usw., die nicht im Katalog der EU aufgeführt sind.

Kategorie B: Lebensmittel, die nach Meinung der EU „vor dem 15.5.1997 nicht in nennenswertem Umfang in der EU für den menschlichen Verzehr verwendet wurden“ und inzwischen zugelassen sind.

Kategorie C: Lebensmittel, die nach Meinung der EU „vor dem 15.5.1997 nicht in nennenswertem Umfang in der EU für den menschlichen Verzehr verwendet wurden“  und bisher nicht zugelassen wurden.

Über die Gründe für diese Kategorisierung kann natürlich spekuliert werden. Einerseits wollen die Beamtinnen und Beamten eben beschäftigt bleiben. Immer mehr Verordnungen und Reglementierungen tragen dazu bei. Andererseits könnte es natürlich auch sein, dass die EU der „Natur“ als „Konkurrentin“ für die Industrie schlechtere Karten geben wollte. Zumindest wäre die Einstufung von Artemisia annua in Kategorie A eine Chance, um Malariakranken weiterhin Artemisia-Mittel zur Verfügung stellen zu können.

Artemisia annua ist ein unerlässliches Naturheilmittel in der Malariatherapie

Der Verein anamed engagiert sich schon seit vielen Jahren in der Entwicklungshilfe. Zentrales Anliegen ist die Förderung einer eigenverantwortlichen, selbstbefähigten, nachhaltigen und allen zugänglichen Gesundheits- und Nahrungsvorsorge mit Hilfe der in 30 Jahren gewonnenen naturmedizinischen Erkenntnisse in den Tropen und weltweit.

„Das Wissen um die Anwendung der Pflanze Artemisia annua hat in der Geschichte der Menschheit Millionen Menschen das Leben gerettet, indem diese Menschen sich vor Infektionskrankheiten, Tropenkrankheiten und Tumorerkrankungen schützen konnten. Doch die WHO will uns allen diese Freiheit nun wegnehmen. Sie empfiehlt Regierungen in aller Welt, die Verwendung von Artemisia annua als Tee/Pulver/Kapseln zu verbieten“, heißt es in einem aktuellen Rundbrief von anamed.

Was bedeutet die Entscheidung der EU konkret?

Die Einstufung als „nicht zugelassenes neues Lebensmittel“ bedeutet, dass einem Malariakranken beispielsweise kein vergleichsweise preiswerter Artemisia annua-Tee mehr gegeben werden darf. „Wer also jetzt z.B. einem Malariakranken im Tschad am Sterbebett einen lebensrettenden Artemisiatee verabreicht, der macht sich auf Wunsch von Bill Gates und seinen weiteren superreichen WHO-Influencern strafbar“, lässt anamed wissen.

Die EU stützt ihre Entscheidung gegenüber der Heilpflanze offensichtlich auf eine gerade veröffentlichte Empfehlung der WHO mit dem Titel „The use of non-pharmaceutical forms of Artemisia“: https://www.who.int/news-room/detail/10-10-2019-the-use-of-non-pharmaceutical-forms-of-artemisia

Zu den einzelnen Punkten dieses Dokuments hat anamed e.V. nun eine umfassende Gegendarstellung verfasst, die in drei Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) zugänglich ist:

https://www.anamed-edition.com/de/neuigkeiten-anzeigen/artemisia-anbau-und-verwendung-eu-und-who-strikt-dagegen-anamed-strikt-dafuer-warum.html

„2.800 Malariatote pro Tag dank WHO und EU! Das darf nicht wahr sein!“

Mit diesem Appell richtet anamed sich aktuell auch an die Öffentlichkeit. Nach Ansicht des Vereins beweist dieser aktuelle, gemeinsame „Kampf“ der WHO und EU gegen die Heilpflanze Artemisia annua, dass die gleiche gewinnsüchtige, rücksichtslos und unwissenschaftlich agierende Pharmalobby in Brüssel wie in Genf ihre Finger im Spiel hat.

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Alle, die sich für den Erhalt von Artemisia annua engagieren wollen, können sich unter Bezugnahme auf die anamed-Gegendarstellung in ihrem jeweiligen Land an die zuständigen WHO-Niederlassungen wenden. Es ist für anamed sehr hilfreich, dem Verein eine Kopie des Anschreibens zukommen zu lassen und zwar an: info@anamed.org

Hier sind die Adressen der WHO-Niederlassungen:

WHO-Deutschland, Platz der Vereinten Nationen 1, D-53113 Bonn, Deutschland
Email: info@ecehbonn.euro.who.int (per Post oder email)

WHO- Europa, UN City, Marmorvej 51, DK-2100 Kopenhagen Ø, Dänemark (Per Post, kein email gefunden)

WHO –International, Gen. Dir. Mr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, per email: ghebreyesusta@who.int und/oder per Post: Rue du 31 Décembre 32, CH-1207 Genève, Schweiz 

Die umfassende Arbeit von anamed erfordert nicht nur viel Engagement, sondern auch Geld. Daher ist hier das Spendenkonto von anamed e.V.
Bank: Kreissparkasse Waiblingen, IBAN: DE12 6025 0010 0007 2190 69

BIC: SOLADES1WBN, Betreff: „World Heritage Artemisia“

Zum Weiterlesen:

Dexit – Was brächte uns ein Ausstieg aus der EU? – Ein Interview mit Manfred Julius Müller, anamed – Allen Hürden zum Trotz sowie „Die Parkinson’sche Erkrankung“ – Wie Behörden funktionieren sowie Wissenschaftselite oder Markt der Eitelkeiten? Ein Interview mit dem Apotheker Carsten Pötter und FRIEDAS Inhaltsverzeichnis

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